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Kunst

In der anthroposophischen Lebenspraxis kommt der künstlerischen Gestaltung eine zentrale Bedeutung zu. Das Künstlerische vermag Spirituelles zu vergegenwärtigen.


Besonders sichtbar wird Rudolf Steiners Kunstimpuls in der Architektur: Formensprache und Farbgebung werden in der Gebäudegestaltung nach urbildlich am Menschen abgelesenen Prinzipien angewandt. Durch die grafische Kunst in Schrift, Linie und Flächengestaltung, hat Rudolf Steiner seinen Initiativen einen unverwechselbaren stilistischen Ausdruck verliehen. Die neu geschaffene Eurythmie als Bewegungskunst zu Sprache und Musik ist eine eigenständige Kunstgattung. Ihre pädagogische und therapeutische Wirksamkeit kommt im Schulunterricht wie in der Heileurythmie zur Geltung. Rudolf Steiners Kunstimpulse kommen auch in der Bühnenkunst, (Sprachgestaltung und Schauspiel), sowie in der Malerei und Plastik zum Ausdruck.

Die soziale Kunst wird in allen Lebensfeldern geübt. Sie ist wohl eine der schwierigsten Künste.


Verbindungen

Viele aus anthroposophischen Impulsen schaffende Künstler in der Schweiz sind wenig in Verbänden organisiert. Manche treffen sich zum Austausch und zur Zusammenarbeit auf der Ebene der Sektionen am Goetheanum in Dornach:

Sektion der Bildenden Künste für Architekten, Bildhauer, Maler, Graphiker, Raumgestalter, (u.a. farbige Wandlasur).

Sektion für Redende und Musizierende Künste für Musiker, Sprachgestalter und Eurythmisten.

Sektion für Schöne Wissenschaften für Dichter,  Sprachwissenschaftler. Im weiteren Sinne alle Kulturwissenschaftler bis zu den Völkerkundlern.

Sektion für Sozialwissenschaft Da das Soziale alle Lebenspraxis durchzieht, kann diese alle Lebensfelder beratend unterstützen.


Eurythmie Fachtagung



Rudolf Steiners Kunstbegriff in den vier Berufsbereichen
Bühne - Pädagogik - Sozial - Therapie

Mo 25. bis Fr 29. April 2011 am Goetheanum, Dornach

In den Jahren 2011/ 2012 blicken wir auf die Geburtsstunde der Eurythmie vor 100 Jahren zurück. So wesentlich eine Rückschau für das Fortbestehen der Eurythmie ist – so entscheidend ist die Frage, wie wir mit der Eurythmie in die Zukunft gehen. Diese Frage führte uns zu Rudolf Steiners Kunstbegriff, der während der Fachtagung für die vier Berufsfelder erarbeitet werden soll.

Zwischen Eurythmie- Schaffenden und – Geniessenden kann sich eine Umstülpung des bisherigen Verhältnisses anbahnen, indem der Schaffende die Veranlassung bietet, dass der Geniessende zum Mit- Schöpfer werden kann. Das setzt eine Steigerung des Wahrnehmungsvermögens in der Handhabung der Kunstmittel voraus.

Das neue Verhältnis zwischen künstlerischem Schaffen und Geniessen steht in Zusammenhang mit einer musikalischen Seelenverfassung, die für das zukünftige Kunstschaffen eine notwendige Grundlage bilden wird.

Es mag relativ leicht sein, den allgemeinen Gedankengang vom neuen Kunstprinzip zu erfassen, spannend ist jedoch die Frage, auf welche Art und Weise dieser für die Eurythmie in den jeweiligen Berufsfeldern fruchtbar werden kann

Volker Frankfurt (Eurythmeum Stuttgart)


Der Kunstbegriff in der Anthroposophie ist sehr weit zu denken. Ohne ein künstlerisches Erleben und Verständnis ist zum Beispiel anthroposophische Medizin und Pädagogik nicht zu verstehen und zu praktizieren. Das Künstlerische wird dann zur Methode und ist somit nicht im Sinne eines Produkts gemeint.
Darum spricht Rudolf Steiner von Heilkunst, Erziehungskunst. Jede Lebenspraxis bedarf der spirituellen Vertiefung, der meditativen Übung. Gleichwohl ist damit auf einen Weg, der erforschbaren deutlichen Gesetzmässigkeiten folgt, hingewiesen. Das Schaffen aus solchen Quellen wird zur Grundlage einer ganzheitlichen Lebenspraxis.



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Kleinodienkunst

Als „Kleinodienkunst“ wird heute diejenige Schmuckrichtung bezeichnet, die Rudolf Steiner zu Beginn des 20. Jahrhunderts inauguriert und zusammen mit der Goldschmiedekünstlerin Bertha Meyer-Jacobs entwickelt hat.
Es gehören dazu vielzählige Entwürfe, um die ihn einzelne Persönlichkeiten baten.

Rudolf Steiners Anliegen war, die Form und das Material zu verlebendigen, was mit Hilfe der Treibkunst möglich schien. Diese Technik ist uralt. Die Ägypter brachten sie zu einem ersten Höhepunkt. Mehr über Kleinodienkunst erfahren Sie in dem Buch „Kleinodienkunst als goetheanistische Formensprache“, (Rudolf Steiner Verlag, GA K 51).

www.kleinodien.ch

 



Architektur

 

Es gibt einige Architekturbüros in der Schweiz, die den anthroposophischen Kunstimpulsen nahe stehen:

Beutler Breitenstein Röthlisberger
Architekten
AG
www.bbr-architekten.ch

HSS-Architektur
Henning Schulze-Schilddorf
www.hss-architektur.ch

 
Architekturbüro Marc Hänni
www.marchaenni.ch

www.src-architekten.ch

www.theofurrer.ch

 


Inferno - Purgatorio - Pariadieso



www.atelier-imholz.ch

 




Monika Kagermeier     Glas-Kunst

 

www.farbglas-atelier.ch/7a.htm

 

 




Assenza Malschule

Die Assenza Malschule ist eine private Kunstschule, die in dieser Form seit 1986 existiert. Sie bietet Studiengänge, Workshops und Kurse und veranstaltet Ausstellungen.

Ein Ausbildungsschwerpunkt bildet die Beschäftigung mit der Farbe: Farbe als Bewegung, Farbe als Klang, Farbe als Geschehen zwischen Hell und Dunkel, Farbe als Vermittlerin zwischen Innen und Aussen.

www.assenzamalschule.ch