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Freunde der Erziehungskunst

Notfallpädagogischer Einsatz nach dem Erdbeben und Tsunami in Indonesien

Einen Monat ist es her, seit das verheerende Erdbeben und der dadurch ausgelöste Tsunami die indonesische Insel Sulawesi in die Katastrophe gestürzt haben.  Über 7.000 Menschen sind vermutlich gestorben, mehr als 10.000 Personen sind verletzt, hunderte werden unter den Trümmern eingestürzter Gebäude vermisst.

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Goetheanum

Fachbibliothek Heilpädagogik wird in Goetheanum-Bibliothek integriert

Seit Oktober 2018 werden die rund 7000 Titel der Fachbibliothek Heilpädagogik und Sozialtherapie des Anthroposophic Council for Inclusive Social Development in die öffentliche Goetheanum-Bibliothek integriert.

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DieDrei

DieDrei - Schwerpunkt: Erde, Mensch und Kosmos

Heft 10, 2018

Grundbegriffe des Landwirtschaftlichen Kurses - Die Hierarchie der schöpferischen Denkkräfte - Das leibfreie Bewusstsein in der Meditation

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25 Jahre Freie Gemeinschaftsbank Basel

Die Freie Gemeinschaftsbank in Basel gehört zu den stilleren anthroposophischen Wirtschaftsunternehmen. Zum 25-Jahr-Jubiläum konnte die Bank jedoch ein Wachstum von 11 Prozent gegenüber 2007 melden

Von: Sebastian Jüngel, Johanna Guhr

«Mehr sozial experimentieren»

Im Gespräch erläuterte Geschäftsleiter Markus Jermann die besondere Wertepolitik der Freien Gemeinschaftsbank. Sebastian Jüngel: Ist die Arbeit der Freien Gemeinschaftsbank durch ihre Zuwendung zum Sozialen mit der einer islamischen Bank vergleichbar?

Markus Jermann: Auch die Freie Gemeinschaftsbank ist eine Bank mit einer Wertegrundlage. Ich denke, dass jedes Unternehmen als sozialer Organismus eine Wertegrundlage hat. Bei einer Bank steht nur oft das Geldgeschäft im Vordergrund, über Werte wird in der Werbung trotzdem viel gesprochen. Unsere Wertegrundlage ist die Anthroposophie.

Statt Zins: Kostentransparenz

Jüngel: Was ist für Sie das Besondere am islamischen Geschäftsmodell?

Jermann: Zins, Spekulation und Glücksspiel sind per Gesetz verboten.

Jüngel: Die Gemeinschaftsbank geht nicht ganz so weit...

Jermann: Spekulation und Handel mit Geld oder Wertschriften sind für unsere Bank ausgeschlossen. Wir arbeiten am Thema Zins. Das Problem ist, dass der Zins zu einem Symbol mit fieberhafter Wirkung geworden ist. Der Zins ist ja eigentlich ein Ertrag auf Geld, das ich ausleihe, oder ein Aufwand für Geld, das ich erhalte. Auch unsere Bank lebt vom Zins, den sie von den Kreditnehmern erhält. Eigentlich steht Zins für Kostendeckung: Menschen, die den Kredit vermitteln, müssen ein Einkommen haben, sie müssen Risikoerwägungen machen und überwachen, ob das finanzierte Projekt ist. Also die Administration und die Sachkosten müssen bezahlt werden. Und ein gewisser Betrag sollte auch für die Geldgeber und für die Entwicklung der Bank abfallen. Es geht darum, transparent zu machen, was ein Kredit kostet.

Jüngel: Eine Frage der Bezeichnung?

Jermann:
Es scheint mir wichtig, dass die Vorgänge ans Reale gekoppelt werden. Zins ist indes als Bezeichnung belastet durch eine Fixierung auf Rendite. Letztlich geht es um Bewusstseinsfragen, dass man also über reale Kosten und Erträge spricht.

Größerer Handlungsspielraum

Jüngel: Ein Merkmal der Gemeinschaftsbank ist ja, dass sie mit Schenkungen und Zinsreduktionen arbeitet. Welche Qualitäten entstehen dadurch?

Jermann: Es geht um die Gesinnung, mit der das Geld zu uns kommt. Menschen, die sozial oder ethisch engagiert sind, stellen uns Geld zur Verfügung. Das erzeugt eine ganz andere Qualität des Geldes. Eine Bank kann aber beispielsweise Geld auch einfach einkaufen und damit Handel betreiben.
Wenn Menschen auf Zins verzichten, eröffnet sich dadurch für die Bank - besonders im Risikofall - ein größerer Handlungsspielraum, als wenn das Geld nur gekauft ist. Das Schenken spielt in mehrfacher Hinsicht eine Rolle: Die Genossenschafter verzichten auf die Rendite ihres Genossenschaftskapitals. Die Mitarbeiter verzichten auf branchenübliche Löhne und bringen ihr Herzblut ein. Und Kreditkunden setzen im realen Leben ihre Ideale um. Es sind verschiedene Gruppen am Schenkprozess der Bank beteiligt.

Jüngel: Das Geschäftsvolumen der Gemeinschaftsbank ist stark von Krediten für immobilienbezogene Projekte wie Gemeinschaftliches Wohnen, Heime, Schulen, Höfe und die Landwirtschaft geprägt. Schützen Sie solche <vernünftige> Investitionen vor der Finanzkrise?

Jermann: Die Immobilien sind für die Bank reale Sicherheiten. Diese konservative Haltung in der Schweiz mit Immobilien trägt aber
nur, wenn es keine Immobilienkrise gibt. Wir haben aber sehr viele krisenresistente Kreditkunden. Menschen müssen auch während einer Krise versorgt werden. In Bezug auf die Immobilien ist zu sagen, dass das Tun der Menschen Raum braucht: ein Haus, eine Werkstatt, einen Stall oder Land.
Die Erdung des Geldes liegt dabei nicht in der Immobilie selbst, sondern in dem, was die Menschen darin tun, also welche sozialen oder ethischen Impulse sie haben. Die Katastrophe der Finanzkrise besteht nicht zuletzt darin, dass sehr viel Geld keine sichtbare Anbindung an eine reale Tätigkeit auf der Erde hatte.

Im Zentrum: der Mensch

Jüngel: Dann müssen Sie also immer auch ein bisschen Prophet sein?

Jermann: Es gibt natürlich Methoden und Erfahrungen im Bankbusiness, beispielsweise indem wir die Budget- und Entwicklungserwartungen der Initiativen anschauen, überwachen, Prognosen und Kreditrechnungen aufstellen und über Jahresabschlüsse analysieren. Die Buchhaltung ist insofern ein Spiegel für den Zustand des Organismus.

Jüngel: Ist das ein spezieller Ansatz oder ist das banküblich?

Jermann: Viele Risikoprüfungen sind banküblich; sie müssen es auch wegen der Bankenaufsicht sein. Dennoch spielt bei uns der Kreditnehmer selbst eine große Rolle. Es ist ein Unterschied, ob wir rein auf die Sicherheit gehen oder ob wir Menschen unterstützen, die etwas Wertvolles tun wollen.

Jüngel: Und was machen Sie, wenn eine Idee gut ist, aber der Initiativträger keinen Umkreis hat, der das trägt?

Jermann:
Ideen brauchen zuerst einen Menschen, der sie hat. Bei der Umsetzung braucht es immer einen sozialen Organismus. Ein zweiter Gesichtspunkt bei dieser Frage: Es gibt Menschen, die Geld anziehen, immer genug oder zu viel haben, und es gibt Menschen, die haben immer zu wenig. Das erscheint im Leben einfach als individuell karmische Tatsache. Das müssen wir gar nicht moralisch beurteilen. Wenn Sie zum Beispiel in einer Familie drei Kinder haben und Sie erziehen alle mehr oder weniger gleich, wird doch jedes der Kinder völlig verschieden mit Geld umgehen.

Jüngel: Geben Sie demjenigen eine Chance, dem der karmische Umkreis fehlt?

Jermann: Ja, durchaus. Ein Beispiel: Eine Familie mit Kindern. Die Frau schaut nach den Kindern über zehn, fünfzehn Jahre, und der Mann arbeitet, ernährt seine Familie. Sie können keine Ersparnisse bilden, weil sie das Geld zum Leben brauchen. Vermögen haben sie keines. Wie die Kinder eigenständiger werden, will die Frau, die viele Fähigkeiten durch das Muttersein gebildet und täglich geübt hat, eine Ausbildung machen. Dafür hat sie aber kein Geld, sie kann das Schulgeld nicht bezahlen. Hier gilt also nur beschränkt: Habe mal genug Initiative, dann wird das Geld schon kommen. In meinem Beispiel hat ja die Frau bereits sehr viel Initiative entwickelt, hat eine Arbeit getan, die monetär nicht vergütet wird. Dieser Frau können wir durch einen kleinen und günstigen Kredit die Ausbildung ermöglichen. Das tun wir auch, wenn sich diese Kredite für die Bank gar nicht rentieren, weil sie sozial wertvoll sind. Die Rendite liegt im
Sozialen, im Wertvollen, was dieser Mensch leistet. Das ist eine riesengroße Rendite.

Experiment: wertbasierte Bankarbeit

Jüngel: Wie experimentier freudig ist die Freie Gemeinschaftsbank?

Jermann:
Wir sind es nicht im materiellen Sinn. Finanziell müssen wir das Experiment stark eingrenzen, weil wir das Risiko kontrollieren müssen, aber auf der menschlichen, auf der Werteseite ist viel Experiment möglich. Ein Experiment war auch unsere Anlagestrategie in den letzten 25 Jahren. Wir haben nämlich an klassisch-konservativen Bankwerten festgehalten, was auch kritisiert wurde. Nun hat sich in der Krise gezeigt, dass unsere Entscheidungen die richtigen waren. Ich denke, dass eine auf Werte gestützte Bankarbeit immer ein Experiment ist, das nie fertig ist, bei dem wir sogar ganz am Anfang stehen. Wir haben immer noch so viel Armut, Leid und Krieg auf der Welt; es sind noch viel mehr sozial-experimentierende Vorgänge mit Geld nötig.

Jüngel:
Und welche Schwierigkeiten begegnen Ihnen da?

Jermann: Im einfachen Sinne wirtschaftlich zu arbeiten, ist ja nicht unbedingt schwierig, aber mit Wertvorstellungen in einem Sozialorganismus zu arbeiten, kann es schon sein. Es braucht eine Wertegrundlage im Unternehmen, die auch gelebt werden muss, es muss eine Kultur da sein, und die Mitarbeiter müssen diese Kultur umsetzen wollen. Es kommen dadurch ganz andere Schwierigkeiten auf ein Unternehmen zu, als wenn es Gewinn verkündet und die Sache abhakt. Heute gehen fast alle Unternehmen nur noch nach den
Zahlen.

Umgang mit Werden und Vergehen

Jüngel: Gibt es eine maximale Unternehmensgröße, ab der sich ein Unternehmen teilen müsste, um gesund zu bleiben?

Jermann:
Ich finde diesen Teilungsgedanken wichtig. Aber auch hier geht es um die innere Qualität: Die richtige Größe ist die, bei der die innere Kultur mit der äußeren Kultur, mit dem äußeren Verhalten übereinstimmt - und natürlich mit den wirtschaftlichen Zahlen. Wenn also eine Bank eine enorm starke innere Kultur hat, die durchdrungen ist von Werten, Lebendigkeit und Geistigkeit, dann kann sie ziemlich groß werden. Ich gehe aber davon aus, dass auf dem Weg des Wachstums zu schnell die innere Entwicklung vernachlässigt wird. Für die Freie Gemeinschaftsbank glaube ich nicht, dass sie beliebig wachsen kann. Irgendwann sollte es dann eine andere Bank geben. Warum sollte es auch nicht 40 oder 60 solcher Banken in Europa geben? Sie alle hätten eine Wertegrundlage, jede einen etwas eigenen Schwerpunkt: der eine Treuhand, der andere spezielle Kredite, der dritte mit eneuerbarer Energie und so weiter. Ich habe nicht das Gefühl, dass der anthroposophische Bankenimpuls größer wird, wenn man größere Banken macht, sondern er würde mit mehr und neuen Initiativen größer und farbiger werden.

Johanna Guhr: Wie schafft man diese innere Qualität?

Jermann:
Ein Beispiel: Wir haben einen inneren Kernwert festgelegt, und der heißt Werden und Vergehen. Wie gehen wir als Unternehmen mit Absterbeprozessen um? Das sind immer Entwicklungsfragen: Etwas entwickelt sich nicht so, wie man gedacht hat, in der Zusammenarbeit entstehen Reibungen, es gibt soziale Konflikte, Desinformation, mangelnde Kreativität wegen Überlastung - es gibt so viele soziale Phänomene, die auf den ersten Blick antientwicklerisch wirken. Wie kann man solche Prozesse begleiten und auch unterstützen? Wie kann man sie wollen? Etwa dass jemand die Firma verlassen muss. Das finden noch immer viele eine Katastrophe, anstatt zu sagen: Es gibt Momente, in denen es gut ist, einen neuen Weg zu gehen. Es geht darum, wie wir Erkenntnisse aus dem Geistigen in Unternehmen umsetzen, was zugleich eine esoterische und eine exoterische Aufgabe ist.

Jüngel: Wie sieht es mit Versuchungen und Angriffen aus, die ab einer bestimmten Größe entstehen?

Jermann: Sie können auftreten. Aber auch hier ist entscheidend, wie Wachstum in einer Firma gestaltet wird. Auch die Mitarbeiterschaft muss muss ja dieses Wachstum verkraften können. Es ist ein wichtiger Prozess, dass neue Mitarbeitende die Kultur des Hauses verstehen lernen.
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Wenn nur noch die Wirtschaft dominiert, verhungert der soziale Organismus

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Jüngel: Wie geht das?

Jermann: Man muss die Werte klar kommunizieren. Sie werden schon bei der Einstellung behandelt, weil wir möchten, dass der Mitarbeiter weiß, was ihn erwartet. Eigentlich können wir schon nach zwei Gesprächen in den ersten vier Wochen mehr oder weniger sagen, ob es klappt oder nicht.

Umgehenlernen mit Abbauprozessen

Guhr: Wie integrieren Sie die Abbauprozesse, die Sie angesprochen haben?

Jermann:
Ein sozialer Organismus muss lernen, mit dem Tod umzugehen. Es ist für mich deutlich in der Kulturentwicklung zu sehen und ist ein Grundgesetz des Lebens, auf das Rudolf Steiner hingewiesen hat: Leben ohne Tod gibt es nicht. Unsere Einsicht im Personalbereich ist, dass nicht einfach alles immer schön vorwärts geht, sondern manchmal auch gewaltig rückwärts, oder es bleibt stehen. Es ist unverständlich, warum ein sozialer Organismus damit nicht umgehen kann: Es geht um die Bereitschaft, über Probleme zu sprechen und Konflikte auszutragen, die Bereitschaft, Feedback auszuhalten, sich auch als Chef Schwächen spiegeln zu lassen.

Guhr: Welche Erfahrungen machen Sie mit Menschen, die neu dazukommen und vorher vielleicht gar nichts mit den anthroposophischen Werten zu tun hatten?

Jermann: Wir machen gute Erfahrungen, indem wir transparent machen, wie wir leben und was wir machen. Dadurch lassen sich viele Probleme vermeiden. Den ersten Kernwert, den wir definiert haben, ist Anthroposophie und Ethik. Und unsere Haltung ist, dass wir gegenüber diesem Kernwert eine wertschätzende Haltung haben wollen. Dann ist nicht so sehr die Frage, ob ein Buddhist, ein Christ oder ein Freidenker kommt. Die Mitarbeiter sind froh über diese kulturellen Aspekte, wir erhalten uns dadurch Begeisterung und Frische. Wir bilden uns auch gemeinsam weiter: Jeden Montagnachmittag haben wir geschlossen, um uns mit verschiedenen Themen zu befassen, mit geisteswissenschaftlichen, mit praktischen und mit Lebensfragen. Zusätzlich gibt es eine individuell-fachliche und eine persönliche Weiterbildung. Der Mitarbeiter soll Freizeit haben, anderen Beschäftigungen nachgehen können, soziale Kontakte leben können, auch weil das für ihn eine Regeneration bedeutet. Ein Banker sollte sich einen breiten Bildungshorizont erarbeiten, Freude an allgemeinen menschlichen Themen, Lebensgebieten und Realitäten haben, weil seine Tätigkeit sonst eine fürchterlich abstrakte Geschichte wird. Da kann man sicher noch viel entwickeln. Wir machen auch Besuche bei Kreditnehmern, Praktika in anderen Berufsbereichen sind ein Thema. Jetzt entwickeln wir zusammen mit dem Goetheanum ein Pilotprojekt „Anthroposophie für Unternehmen“. Wir wollen dabei testen, ob es möglich ist, den Mitarbeitern von Unternehmen in drei mal eineinhalb Tagen die wesentlichen Aspekte der Anthroposophie zu vermitteln. Und dies in einer Form, die auf Firmen zugeschnitten ist.

Das Soziale ist unbezahlbar

Jüngel: Die Gemeinschaftsbank hat ja eine Idee, wie sie in der Welt wirksam werden will. Setzen Sie sich dafür offensiv ein, etwa indem Sie Vorträge halten und Kurse geben, wie man eine Bank gründen kann?

Jermann: Jede Initiative steht in der Öffentlichkeit. Auch wir als Freie Gemeinschaftsbank. Die Gemeinschaftsbank hat lange gebraucht, um sich überhaupt in dieser Wirtschaftswelt zu behaupten und um die internen Abläufe, die Organisation und die Kulturentwicklung zu erarbeiten. Diese Entwicklungsschritte müssen durchgemacht und verdaut werden. Nun stehen wir so da, dass wir mehr Vorträge, Kurse und Seminare in der nächsten Zukunft machen können. Es kommen immer wieder Anfragen, und wir wirken in verschiedenen Zusammenhängen mit.

Jüngel:
Um zum Anfang zurückzukehren: Worin besteht die Wertschöpfung im Sozialen?

Jermann: Das Soziale selbst ist für mich keine Wertschöpfung. Das, was man materiell oder aus dem Geiste heraus - hervorbringt, das kann in der realen Welt eine Wertschöpfung sein. Auch ist das Tun im Sozialen eine Wertschöpfung. Diese Wertschöpfung wird oft nicht wahrgenommen. Man kann eine Tochter, die ihre kranke Mutter pflegt, nicht ökonomisieren, das wird immens teuer! Oder eine Mutter, die für ihre Kinder da ist. Oder eine Großmutter, die Geschichten erzählt. Wenn man das ökonomisieren möchte, wird das ein Riesenproblem, weil das Soziale niemand bezahlen kann. Es kostet die Allgemeinheit, wenn ein Jugendlicher auf die schiefe Bahn gerät, weil es in der Familie nicht so recht geht, real enorme Summen. Wenn diese Wertschöpfung im sozialen Organismus - sei es Familie, Einrichtung und dergleichen - nicht in ihrem wahren Wert erkannt wird, führt das in eine soziale Katastrophe. Der Mensch muss aus seinen eigenen geistig-sozialen Impulsen heraus den sozialen Organismus ernähren! Das kann durch die Wirtschaft gar nicht geleistet werden. Die heutigen ökonomischen Lösungen sind problematisch. Wenn nur noch die Wirtschaft dominiert, verhungert nach Rudolf Steiner der soziale Organismus. ■

Freie Gemeinschaftsbank
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Tel. +41 61 269 81 00
Fax +41 61 269 81 49
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CH-4143 Dornach. I 86. Jahrgang.
Das Goetheanum I Nr. 31/32 · 09 I Schwerpunkt Werte

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