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Notfallpädagogischer Einsatz nach dem Erdbeben und Tsunami in Indonesien

Einen Monat ist es her, seit das verheerende Erdbeben und der dadurch ausgelöste Tsunami die indonesische Insel Sulawesi in die Katastrophe gestürzt haben.  Über 7.000 Menschen sind vermutlich gestorben, mehr als 10.000 Personen sind verletzt, hunderte werden unter den Trümmern eingestürzter Gebäude vermisst.

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Goetheanum

Fachbibliothek Heilpädagogik wird in Goetheanum-Bibliothek integriert

Seit Oktober 2018 werden die rund 7000 Titel der Fachbibliothek Heilpädagogik und Sozialtherapie des Anthroposophic Council for Inclusive Social Development in die öffentliche Goetheanum-Bibliothek integriert.

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DieDrei

DieDrei - Schwerpunkt: Erde, Mensch und Kosmos

Heft 10, 2018

Grundbegriffe des Landwirtschaftlichen Kurses - Die Hierarchie der schöpferischen Denkkräfte - Das leibfreie Bewusstsein in der Meditation

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„Schwarzbuch Waldorf“ ohne jede wissenschaftliche Qualifikation

a:2:{s:4:"unit";s:2:"h3";s:5:"value";s:240:"Grandts Bild der Waldorfschule als eines okkulten Unterwanderungs-Apparats hat mit Waldorf-Kritik so viel zu tun wie eine Sendung von Galileo-Mystery mit dem Nobelpreis für Physik– „im Internet retsc

Von: Jens Heisterkamp

Angesichts des Niveaus, auf dem Waldorfpädagogik mittlerweile akademisch erforscht und diskutiert wird, ist es nicht nachvollziehbar, dass das Gütersloher Verlagshaus einem Autor wie Michael Grandt die Bühne für ein Anti-Waldorfbuch gibt. Zu diesem Schluss gelangt eine aktuelle Rezension des „Schwarzbuchs Waldorf“ von Michael Grandt in der Monatszeitschrift „info3 – Anthroposophie im Dialog“. „Grandt lässt keinerlei direkte Erfahrungsberührung mit Lehrern, Eltern oder Schülern von Waldorfschulen erkennen und verfügt weder theoretisch geschweige denn praktisch auch nur über die geringste Qualifikation auf pädagogischem oder erziehungswissenschaftlichem Feld“, kritisiert Chefredakteur Dr. Jens Heisterkamp in seinem Beitrag. So sei es beispielsweise irreführend, wenn Grandt als ‚Gewährsmann’ für die angeblich nicht vorhandene akademische Evaluierung der Waldorfschulen ausgerechnet mit dem Mainzer Erziehungswissenschaftler Heiner Ullrich jenen Experten zitiere, der selbst kürzlich eine wissenschaftliche Studie über die Rolle des Klassenlehrers an Waldorfschulen vorgelegt hat“, so Heisterkamp weiter.

Weiterhin kritisiert Heisterkamp die nicht vorhandene Eigenleistung des Autors, der lediglich längst bekannte Statements aus Büchern, Presse und Internet in Art eines „Receyling-Journalismus“ kompiliere. Vor allem die Defizite, die Grandt in Bezug auf ein kritisches Verhältnis zu Rassismus und Rechtsextremismus in Waldorfkreisen beklagt, seien längst erkannt und in Angriff genommen. „Grandt bezieht ironischerweise seine diesbezüglichen Kenntnisse ausschließlich aus der kritischen Berichterstattung anthroposophischer Medien, insbesondere der Zeitschrift info3, aus der Grandt gleich seitenweise Text übernimmt“, bemängelt Heisterkamp.

Die einzige eigene Leistung des ganzen Buches bestehe in einer systematischen Email-Anfrage Grandts an die Kultusministerien der Länder bezüglich ihrer Haltung zur Waldorfschule. „Die ausführlich wiedergegebenen Antworten fallen aber durch die Bank entweder völlig nichtssagend oder für Grandt inhaltlich vernichtend aus“, so Heisterkamp. So zitiert Grandt beispielsweise das Kultusministerium von Baden-Württemberg mit dem Bescheid: „Es unterlag nie einem Zweifel, dass die Waldorfschulen die Werte des Grundgesetzes bejahen“ oder das Ministerium in Bremen meint, „die Waldorfschulen haben ein gutes pädagogisches Konzept und die Vergangenheit Rudolf Steiners ist wie sie ist.“

Heisterkamp gesteht zu, dass es sicher einiges an Waldorfschulen zu kritisieren und zu verbessern gäbe: „Manche Gewohnheiten wie die achtjährige Klassenlehrerzeit gehören auf den Prüfstand, die Waldorfschule muss sich für zeitgenössische Konzepte öffnen und mit einzelnen rassistischen Äußerungen in Vorträgen Steiners weiter kritisch auseinandersetzen“, so der Redakteur. Das Buch von Grandt falle jedoch weit hinter bereits bestehende und fachlich qualifiziertere Auseinandersetzung zurück.

Die ausführliche Replik auf das „Schwarzbuch Waldorf“ ist in info3 9/2008 erschienen, online zu lesen unter


http://www.info3.de/wordpressnews/



info3 - Anthroposophie im Dialog

Tel 069-584645

www.info3.de

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Info3-Verlagsgesellschaft

Brüll & Heisterkamp KG

Sitz Frankfurt am Main

Handelsregister Frankfurt am Main, HRA 28503 Persönlich haftende Gesellschafter:

Ramon Brüll, Dr. Jens Heisterkamp

UST-IDNr. DE 111 999 318


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Verunglimpfung eines Erfolgsmodells

Michael Grandts „Schwarzbuch Waldorf“ erntet scharfe Kritik des Bundes der Freien Waldorfschulen


STUTTGART (NNA). Das „Schwarzbuch Waldorf“ des Autors Michael Grandt ist ein Lehrstück schlechten Journalismus, das nicht sachlicher Aufklärung, sondern der Verunglimpfung eines Erfolgsmodells dienen will. Das erklärte der Bund der Freien Waldorfschulen am Freitag in einer Stellungnahme. Anlass der scharfen Kritik ist die geplante Veröffentlichung des Werks im September im Gütersloher Verlagshaus. Die ersten Rezensionen sind schon erschienen (darunter auch bei NNA).

Der Bund wehrte sich besonders gegen den Vorwurf,
die Schulpraxis an den Waldorfschulen befinde sich nicht in Einklang mit den Gesetzen der Bundesrepublik Deutschland.

Die Waldorf-Organisation kritisierte den Autor auch scharf wegen des Mangels
an journalistischer Sorgfalt und Sachlichkeit. Der Verband wies darauf hin,
dass bereits ein anderes Buch des Autors Grandt, das so genannte
"Schwarzbuch Anthroposophie" vor zehn Jahren wegen zahlreicher Fehler von
einem Wiener Verlag zurückgezogen wurde.

Grandt selbst behauptet sein jüngstes Buch „solle keine Streitschrift sein,
sondern eine kritische Auseinandersetzung, in der beide Seiten zu Wort
kommen: Waldorfvertreter, als auch Kritiker und vielfältige Ansatzpunkte für
Grundsatzdiskussionen liefern.“


Von einer „fundierten Kritik“, wie es Grandt selbst dargestellt hat, könne
jedoch keine Rede sein sagte Henning Kullak-Ublick vom Vorstand des Bundes
der Freien Waldorfschulen: „Einziges Ziel der Publikation von Grandt ist es,
mit exotischen Zitaten zur Anthroposophie die Waldorfschulbewegung zu
verunglimpfen und damit Geld zu verdienen“. Grandt verkaufe Tausende von
Waldorfeltern und die staatlichen Behörden für dumm, weil sie angeblich
nicht merkten, was hinter den Kulissen der Waldorfschule gespielt würde.

Wesentliche Aussagen in Grandts Buch seien Behauptungen ohne Quellenangaben, so der Bund. Wo Quellen genannt sind, seien sie oft veraltet oder falsch zitiert. Wissenschaftliche Studien, die gerade in jüngster Zeit zur
Waldorfpädagogik erschienen sind und durchaus positive Ergebnisse für die
Waldorfschulen nachgewiesen haben, würden nicht oder nur so wiedergegeben,
dass sie in die Vorurteilsstruktur des Autors passen: „Praxisbelege für
seine absurden Unterstellungen konnte er an den Waldorfschulen
offensichtlich nicht finden“, so die Pressemitteilung weiter.

Weiter beanstandete der Bund, dass bei den Kapiteln zur
Waldorflehrerausbildung in keiner Weise darauf eingegangen werde, dass die
Waldorflehrerseminare seit langem evaluiert werden und wie alle anderen
Hoch- und Fachhochschulen derzeit einer starken Veränderung durch den
Bologna-Prozess mit entsprechenden Anerkennungs- und Evaluierungsverfahren
unterworfen sind.

Kullak-Ublick betonte, dass der Bund der freien Waldorfschulen für Kritik
und Anregungen offen sei. Im Januar dieses Jahres wurde beispielsweise der
Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Heiner Ullrich von der
Gutenberg-Universität Mainz, der sich seit Jahren kritisch mit der
Waldorfpädagogik auseinandersetzt, zu einer bundesweiten Tagung der
Waldorfschulen zum Thema Qualität eingeladen.

Der Bund kritisierte auch Grandts Behauptung, an Waldorfschulen werde
Anthroposophie gelehrt. Dies sei „schlicht falsch und widerspreche den
elementarsten Grundsätzen der Waldorfpädagogik“. Waldorfschulen seien keine
Weltanschauungsschulen: Sie würden daher auch nicht als solche, sondern als
„Schulen besonderer pädagogischer Prägung“ von den Kultusministerien der
Bundesländer geprüft und genehmigt.

Eine im Jahr 2007 vorgelegte Absolventenstudie (Heiner Barz, Dirk Randoll:
Absolventen von Waldorfschulen. Eine empirische Studie zu Bildung und
Lebensgestaltung. VSVerlag Wiesbaden, Februar 2007) belege eindeutig, dass
Waldorfschüler nicht nur nicht zur Anthroposophie erzogen, sondern ihren
Schulen im Gegenteil eine überdurchschnittliche weltanschauliche und
religiöse Toleranz zusprechen würden.

END/nna/cva

Link für weiteres Material zu allen im Schwarzbuch angesprochenen Themen wie
Qualitätsmanagement, Lehrerbildung und die Bedeutung der Anthroposophie für
die Waldorfpädagogik: www.waldorfschule.de

Bericht-Nr.: 080905-01DE Datum: 5. September 2008

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