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AGiD

Die Entwicklung der „Freien Hochschule für Geisteswissenschaft“ interessiert auch Jüngere

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AGiD

Das zivilgesellschaftliche Kongress-Festival Soziale Zukunft 2020 wird vom 11. bis 14. Juni 2020 in der Jahrhunderthalle Bochum stattfinden.

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Sterben.ch

Wir müssen über den Tod nicht nur anders denken lernen, sondern wir müssen über den Tod anders fühlen lernen. Denn das Rätsel des Todes hängt in der Tat mit den tiefsten Welträtseln zusammen. Seien wir uns nur ganz klar darüber, daß wir all dasjenige, wodurch wir uns in der physischen Welt Wahrnehmungen und Kenntnisse verschaffen, wodurch wir von
der äußeren Welt etwas erfahren, ablegen, wenn wir durch die Pforte des Todes treten.

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Sterben.ch

Ein Kindsverlust wiegt schwer. In jedem Fall. Betroffene Eltern wie weitere An- und Zugehörige schätzen die ungeteilte Anteilnahme, das volle Mitgefühl. Manche ausserordentlichen Kinderschicksale kündigen sich im Voraus an. Wer dies während des Geschehens oder auch im Verarbeiten des Erlebten zu verstehen und zu begreifen sucht, dem kann unter Umständen schweres Leid leichter werden. In den nachfolgenden Abschnitten wird das Thema aus anthroposophischer Sichtweise beleuchtet.

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Anthroposophische Gesellschaft Deutschland

7. Himmelfahrtstagung zur Zukunft der anthroposophischen Bewegung und Gesellschaft

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Aufrichtung nach unten

25.920 · ICH - ein Gesamtkunstwerk aus Eurythmie, Musik, Poesie und bildende Kunst auf der Reise über den Tierkreis hinaus zur Erde und wieder zurück - Rüttihubeltheater am 25.09.2010

Von: Nadine Aeberhard-Josche

‚25.920 · ICH‘

Bilder: Charlotte Fischer
Mit Vera Koppehels ‚25.920 · ICH‘ steht eine 45-minütige schöpferische expressive Eurythmie-Performance in Raum und Zeit, die sich nicht weniger in dem Grenzbereich zwischen Kultus und Kunst bewegt, als ihre Darbietung ‚der sechte tag‘  im Jahre 2008. Sie übersteigt unter Zuhilfenahme der Musik, der Poesie und der bildenden Künste den Bereich der reinen Interpretation von Mensch und Weltenganzen und verlegt das schöpferische Erlebnis des ausserzeitlichen Panorama-Bewusstseins in eine neue Dimension. Das Lichtspiel gehörte an diesem Abend wohl mit zu dem qualitativ-dynamischsten Element.
Worb/ Walkringen. Aus den Grundlagen des Pastoral-Medizinischen Kurses (GA 318) und die in diesem Zusammenhang entstandene Wandtafelzeichnung vom 17.9.1924 (Bild oben) über das platonische Weltenjahr entwickelte Vera Koppehel Poesie und Eurythmiebewegungen in höchster Eleganz und Ausdruckskraft. Zu dem Gesamtkunstwerk, dass neben dem Kunstmuseum Wolfsburg und der Goetheanumbühne auch im grossen Theatersaal Rüttihubelbad zu erleben war, reihte sich an die Poesie und Eurythmie, zur notwendigen Ergänzung der Einheit, auch Musik und die bildendenden Künste. Die auf der Violine begleiteten „Harmonien der Sphären“ wurden von Paul Giger komponiert. Er spielte sie auf der Violino d’amore, die mit ihrem längeren Nachklang der Töne und der Besonderheit der Resonanzsaite für besondere silbrige Tonhöhen und einem spezifischen Klang sorgte. Grosse Metallräume „kosmischer Erinnerung“, die seelisch-geistige Aspekte der Farben thematisieren, gestaltete der Maler Olaf Auer. Diese Metallbilder, mit ihren ebenso spezifischen Lichtverhalten, gaben dem Bühnenbild den kosmischen Rahmen, der sich mit dem Sternenmantel der Eurythmistin im steten Farbwandel befand. Es sind mit lasierenden Pigmentmischungen auf Metallen wie Gold, Silber, Eisen, Kupfer, Blei, Zinn gemalte Bilder, die so stark auf das Licht reagieren, dass dasselbe Bild ganz unterschiedlich je nach Lichteinfall und Blickwinkel erscheint. Sie transzendieren über die eigentliche Erscheinungswelt und bieten dem Betrachter einen Seelenraum an, in denen er versinken aber auch umhüllt werden kann. Neben dieser anschaulichen Sensibilität steht die Poesie, gesprochen von Paulina Sich. Der Seidensternenmantel der Eurythmistin wurde von der Kostümbildnerin Katja Nestle angefertigt und entwickelte durch das gekonnte Lichtspiel von Marc Bott seine komplexen Dimensionen der Farben: Farb-Licht-Räume. Am Anfang stehen Zahlen, stehen Wörter. Stumm. Das platonische Weltenjahr. Das Ich. Die Verbindung der grossen Zeiträume mit dem Atemrhythmus. Dazwischen der Mensch, zwischen Atemtag und Weltenjahr. Die Konstellation der drei Bühnenbilder sublimiert zu dem kosmischen Uterus. Die Violino d’amore setzt eigene Akzente auf den spirituellen Flügeln der Stille und des weichen Ausdehnens in Räume der Unendlichkeit. Eigens komponierte Poesie fordert zum Nachschaffen um sich zu erkennen. Herausgerissen aus der Peripherie des Menschen in das Zentrum: Ich.
Wo eine faszinierende Bewegungssprache mit ästhetischer Dramatik von weitreichenden Schwingung aus der Tonwelt zu der Auseinandersetzung mit der Inspirationsquelle und Grundlage künstlerischen Schaffens korrelieren, entstehen über das Wesen und den Aufbau des Seins neue Konstellationen. Es sind nicht abgeschlossene, sondern sich immer wieder neu schaffende Wechselwirkungen: Weltennacht und Weltentag.
Die Eurythmie bewegte in drei Teilen eine Reise des Ich über den Tierkreis hinaus zur Erde und wieder zurück. Kursierte durch Maß, Zahl und Gesetz von Mikrokosmos und Makrokosmos. Ließ die Seele des Betrachters in das Unvorhersehbare, Unverstehbare der Bestimmtheit stürzen, um es in Freiheit zu entlassen. Während das platonische Weltenjahr die einmalige Um­drehung des ganzen Sonnenweges in Bezug auf den Morgenaufgang beschreibt, das grösste Intervall das uns im Weltenraum umgibt, erlebten die Seelen der rund 80 Zuschauer die bewundernde Versenkung für das kleinste Intervall, das zwischen Menschen und Weltenall sich abspielt. Absturz und Aufflug. Heimatsuche. Licht und Gegenlicht. Ausdehnung und Zentrierung. Zwischen Atemzug und Weltenjahr: das Menschenleben. Im Anschluss der Vorstellung suchten die Besucher das energetische Feld der Bilderfahrung durch das Betreten der Bühne auf ein Maximum zu erhöhen. Als Dokumentation erscheint eine filmische Studie von Ruth Bamberg.
Dem Maler Olaf Auer war der Abend in Walkringen gewidmet.
(Nadine Aeberhard-Josche/ anthromedia.net) *** komposition / violino d'amore - paul giger
poesie / eurythmie - vera koppehel cosmic memories / bühnenbild - olaf auer
licht - räume - marc bott
sprache - paulina sich
gewand - katja nestle  *** ________________________

25.920.ICH

Eine besondere Eurythmieaufführung von Vera Koppehel im Kulturzentrum Rüttihubelbad.  Viele Besucherinnen und Besucher meldeten sich nach der Aufführung zu Wort: „Ein wunderbares Erlebnis war es“, „So hat die Eurythmie Zukunft“, usw. Es wurde ein von Anfang bis Ende sorgfältig durchgestalteter Abend. Vor einem Tryptichon des Malers Olaf Auer wurde die Szene von Marc Bott ins Licht gesetzt. Die Soloperformance von Vera Koppehel war sehr überzeugend. Die dazu komponierten Texte stützten das Visuelle harmonisch; klar und wunderbar tragend gesprochen von Paulina Sich. Die Komposition von Paul Giger erschloss eine weitere Wahrnehmungsebene, manchmal harmonisch, oftmals aufrüttelnd und fordernd. Wie eine zarte Umarmung stand am Anfang und am Schluss des Programms das letzte Gedicht des Holocaust-Überlebenden Hans Sahl.
Ein berührendes und sehenswertes Programm (von Bart Léon van Doorn) ***** Kulturzentrum Rüttihubelbad Bart Léon van Doorn CH-3512 Walkringen Tel.: +41 (0)31 700 81 96 mailto:kultur@ruettihubelbad.ch Das aktuelle Kulturprogramm finden Sie online unter: www.ruettihubelbad.ch

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