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Freunde der Erziehungskunst

Notfallpädagogischer Einsatz nach dem Erdbeben und Tsunami in Indonesien

Einen Monat ist es her, seit das verheerende Erdbeben und der dadurch ausgelöste Tsunami die indonesische Insel Sulawesi in die Katastrophe gestürzt haben.  Über 7.000 Menschen sind vermutlich gestorben, mehr als 10.000 Personen sind verletzt, hunderte werden unter den Trümmern eingestürzter Gebäude vermisst.

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Goetheanum

Fachbibliothek Heilpädagogik wird in Goetheanum-Bibliothek integriert

Seit Oktober 2018 werden die rund 7000 Titel der Fachbibliothek Heilpädagogik und Sozialtherapie des Anthroposophic Council for Inclusive Social Development in die öffentliche Goetheanum-Bibliothek integriert.

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DieDrei

DieDrei - Schwerpunkt: Erde, Mensch und Kosmos

Heft 10, 2018

Grundbegriffe des Landwirtschaftlichen Kurses - Die Hierarchie der schöpferischen Denkkräfte - Das leibfreie Bewusstsein in der Meditation

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Bienensterben

Imker erhalten Unterstützung von ungewohnter Seite

Von: Mellifera e.V.

Studie der EFSA

Beizmittel für Saatgut stehen seit längerem im Verdacht, zum Bienensterben beizutragen. Die Bedenken der Imker verhallten in der Vergangenheit jedoch meist ungehört. Nun erhalten sie Unterstützung von ungewohnter Seite. Die Europäische Nahrungsmittelsicherheitsbehörde EFSA kam in einer aktuellen Studie  im Auftrag der EU-Kommission zu dem Ergebnis, dass die als Nervengift wirkenden so genannten Neonicotinoide für Bienen in mehrfacher Hinsicht riskant seien. Die EU-Kommission will jetzt die beiden Hersteller der Beizmittel, Bayer und Syngenta, schriftlich zu einer Stellungnahme auffordern. Der Industrieverband Agrar, ein Zusammenschluss von 51 Unternehmen der Düngemittel-, Pflanzenschutz- und Gentechnikindustrie, hat sich bereits einen Tag vor der Veröffentlichung der vernichtenden Ergebnisse der EFSA-Studie dagegen gewehrt und dazu schwere Geschütze aufgefahren. Nach Ansicht des Verbands droht der Verlust von bis zu 50.000 Arbeitsplätzen und bis zu 900 Mio. Euro jährlich, falls die Neonicotinoide nicht eingesetzt würden. Sogar die Gefahr von höheren Treibhausgasemissionen wird als Argumentationshilfe zugunsten der neuen Insektizide herangezogen. „Völlig absurd“, meint dazu Thomas Radetzki, Vorstand des ökologischen Imkerverbands Mellifera aus dem schwäbischen Rosenfeld. „Gerade die industrialisierte Landwirtschaft mit ihrem hohen Pestizideinsatz hat zum Höfesterben und damit zum Verlust von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum geführt.“ Die Unterstützung durch die Studie der EFSA ist für die Imker umso bedeutender, als sich die Behörde in der Vergangenheit mit ihrer Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen nicht unbedingt als Imker- und Bienenfreund ausgezeichnet hat. Von solchen Zulassungen sind Imker besonders betroffen, weil Pollen gentechnisch veränderter Pflanzen durch die Sammeltätigkeit der Bienen auch in den Honig gelangt, der dadurch seine Verkehrsfähigkeit verlieren kann. EFSA wies schon vor Zulassungsgenehmigung auf Gefahren hin Im Fall des Neonicotinoids Imidacloprid hatte die EFSA bereits 2008, vor der Zulassung, auf mögliche Risiken für Bienen, Vögel, Säugetiere, Wasser- und Bodenorganismen hingewiesen. Die deutschen Behörden hinderte das jedoch nicht daran, den Einsatz des Giftes zu genehmigen. In ihrer aktuellen Studie untersuchten Wissenschaftler der EFSA nun die unmittelbaren und langfristigen Auswirkungen der drei Neonicotinoide Chlotianidin, Imidacloprid und Tiamethoxam auf das Überleben und die Entwicklung von Bienenvölkern, auf Bienenlarven und auf das Verhalten der Bienen. Zudem wurden die Risiken durch so genannte subletale Dosen der drei Substanzen analysiert, d. h. Giftmengen, die nicht unmittelbar zum Tod führen, aber über längere Zeit aufgenommen werden. Das Ergebnis: Selbst bei der Aufnahme des beim Säen entstehenden Staubs kann ein Risiko für die Bienen nicht ausgeschlossen werden, und in Pollen, Nektar und von Pflanzen abgegebenen Wassertropfen sind die Neonicotinoide eindeutig schädlich. Podiumsdiskussion auf der Internationalen Grünen Woche Durch die neuen Forschungsergebnisse der EFSA sehen sich die Imker auch im Hinblick auf ihre mehrstufige Protestkampagne gestärkt, die derzeit in Berlin anlässlich der Internationalen Grünen Woche läuft. Auftakt war die Übergabe von fast 175.000 Unterschriften zugunsten einer bienenfreundlicheren Landwirtschaftspolitik und die Verleihung des Negativ-Preises „Schwarzer Pinsel“ an Kanzlerin Merkel vergangene Woche. Seinen vorläufigen Abschluss findet der Imkerprotest mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Bienen und Agrarpolitik“, die der ökologische Imkerverband Mellifera e. V. am kommenden Samstag auf der Grünen Woche organisiert. Die Diskussion findet zwischen 11 und 12 Uhr in der Biomarkt-Halle 6.2 statt. Neben Imkern sollen dort auch Vertreter aus Politik und Agrarindustrie zu Wort kommen. Demeter Bienenhaltung ist Kooperationspartner der Initiative Mellifera u.a. beteiligt am Projekt BeeGood. ***

Über Mellifera e. V.

Mellifera e. V. wurde 1985 als Vereinigung für wesensgemäße Bienenhaltung gegründet und hat an der vereinseigenen Lehr- und Versuchsimkerei Fischermühle die wesensgemäße und gleichzeitig die ökologische Bienenhaltung entwickelt und geprägt. Wesensgemäße Bienenhaltung steht auch heute noch im Zentrum der Verbandsarbeit, doch sind im Lauf der Jahre zahlreiche Initiativen für Biene, Mensch und Natur hinzugekommen. Es reicht nicht mehr aus, wenn sich Imker nur um ihre Bienen kümmern. Bienen gehören zu den ersten, die von den Folgen der Agrarpolitik betroffen sind, sei es durch blütenarme Monokulturen, Spritzgifte oder Gentechnik. Deshalb mischt sich Mellifera e. V. auch in Fragen der Agrarpolitik ein, sorgt mit seinem Netzwerk Blühende Landschaft für ein größeres Blüten- und damit Nahrungsangebot für Bienen und andere Blütenbestäuber und führt über das Netzwerk Bienen machen Schule schon junge Menschen in ökologische Zusammenhänge ein.
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Kontakt

Mellifera e.V.
Vereinigung für wesensgemäße Bienenhaltung
Lehr- und Versuchsimkerei Fischermühle
D 72348 Rosenfeld Telefon: +49 (0) 74 28 / 94 52 490
Fax: +49 (0) 74 28 / 94 52 499 Email: mail@<wbr />mellifera.<wbr />de

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