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Freunde der Erziehungskunst

Notfallpädagogischer Einsatz nach dem Erdbeben und Tsunami in Indonesien

Einen Monat ist es her, seit das verheerende Erdbeben und der dadurch ausgelöste Tsunami die indonesische Insel Sulawesi in die Katastrophe gestürzt haben.  Über 7.000 Menschen sind vermutlich gestorben, mehr als 10.000 Personen sind verletzt, hunderte werden unter den Trümmern eingestürzter Gebäude vermisst.

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Goetheanum

Fachbibliothek Heilpädagogik wird in Goetheanum-Bibliothek integriert

Seit Oktober 2018 werden die rund 7000 Titel der Fachbibliothek Heilpädagogik und Sozialtherapie des Anthroposophic Council for Inclusive Social Development in die öffentliche Goetheanum-Bibliothek integriert.

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DieDrei

DieDrei - Schwerpunkt: Erde, Mensch und Kosmos

Heft 10, 2018

Grundbegriffe des Landwirtschaftlichen Kurses - Die Hierarchie der schöpferischen Denkkräfte - Das leibfreie Bewusstsein in der Meditation

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Das Goetheanum für das 21. Jahrhundert

Transparenzprojekt der Finanzströme - eine realistische Darstellung der Verhältnisse

Von: Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft - Finanzwesen
Fotos: Charlotte Fischer

«Das Leben zwischen uns verständlicher machen»


Die Mittel, die das Goetheanum erhält, sichern die Arbeit der Anthroposophischen Gesellschaft und der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft. So viel ist klar. Weniger klar ist, dass dazu auch Infrastrukturkosten wie die Wasserspülung gehören. Peter Vullers hat mit Cornelius Pietzner und Benjamin Kohlhase einen Schlüssel entwickelt.


Je besser man die Gegenwart versteht, desto verantwortlicher lässt sich die Zukunft gestalten. Dieser Erkenntnis folgten Cornelius Pietzner und Benjamin Kohlhase, als sie vor zwei Jahren begannen, eine wirklichkeitsnähere Darstellung der Finanzströme des Goetheanum zu entwickeln. Dieses Jahr wird die neue Jahresrechnung umgesetzt. Das neue Verrechnungssystem wird zeigen, für welche Aufgaben welche Mittel ausgegeben werden.

Infrastruktur im Dienst der Hochschule

Ein Beispiel: In der Vergangenheit wurde die Bewirtschaftung des GoetheanumBaus als selbstständiger Bereich verrechnet. Dabei blieb unberücksichtigt, für wen und was das Gebäude genau da war. Das ergab kein klares Bild über die tatsächlichen Aktivitäten und Ziele des Goetheanum. Ab jetzt werden die Unterhaltskosten auf die Abteilungen und Sektionen nach definierten Schlüsseln verrechnet, um sichtbar zu machen, wozu hier Gelder verwendet werden.

«Die Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft hat die Aufgabe, die Freie Hochschule für Geisteswissenschaft zu unterstützen, und diese Aufgabe erfüllt sie auch. Viele der Dienstleistungen, die in der bisherigen Jahresrechnung als Kosten des Goetheanum-Baus und eines separaten Veranstaltungswesens  aufgeführt wurden, dienen der Hochschule. Diese Tatsache werden wir künftig klarer zeigen können. Es geht hier zunächst darum, diese Dienstleistungen den ‹Endverbrauchern› zuzuschreiben, nicht darum, Geld zu sparen», so Cornelius Pietzner.

Die Sektionsverantwortlichen am Goetheanum gewannen zudem bisher den Eindruck, viele ihrer Tagungen ergäben ein finanziell positives Ergebnis. «Sobald man aber die tatsächlichen Kosten berücksichtigt, zeigt sich ein anderes Bild», erklärt Benjamin Kohlhase. Das Projekt ist am Goetheanum nicht unumstritten. Sieben Vorwürfe und wie die Verantwortlichen darauf antworten.

‹Viel Rauch um nichts?›:
Das Transparenzprojekt erzeugt Verwaltungsaufwand und man erfährt, was man durch Schätzung schon wusste.

Benjamin Kohlhase: Den größeren Teil des Aufwands hatten wir, als wir die Kostenzuordnungen entwickelt haben. Was jetzt noch folgt, ist überschaubar. Der Verwaltungsaufwand wird eher geringer werden; es geht hier um eine realistische Darstellung der Verhältnisse.

‹Bewusstein am falschen Ort?›:
Wie in anderen gemeinnützigen Unternehmen, engagieren sich am Goetheanum viele auch für andere Abteilungen. Gegenseitige Verrechnung fördert den Abteilungsegoismus.

Cornelius Pietzner: Die Rede ist nicht von gegenseitigen Verrechnungen. Diese findet nicht statt. Was die Transparenz ermöglicht, ist ein Sichtbarmachen des Aufwandes, der mit bestimmten Tätigkeiten verbunden ist.

Kohlhase: Forschung, Lehre  und Veranstaltungen sind Teil der gesamthaften Wertbildung in unserem Haus. Dem gegenüber stehen die Mitgliederbeiträge, Spenden, auch Tagungseinnahmen und Forschungsgelder von Stiftungen als Ausdruck der Wertschätzung. Für ein gesundes Goetheanum sollten sich beide die Waage halten. Übersteigt die Wertbildung (Ausgaben) die Wertschätzung (Einnahmen), so zielen wir an den Bedürfnissen der Menschen vorbei. Die zukünftige Transparenz hilft uns, den Prozess der Wertbildung und Wertschätzung im Auge zu behalten.

‹Aus Transparenz wird Konsequenz?›:
Wer nach den Kosten fragt, fragt nach dem Nutzen. Mit der gewonnen Transparenz erhält die Finanzabteilung des Goetheanum die Rechtfertigung, Abteilungen zu schließen, Projekte zu beenden.

Pietzner:
Die Finanzabteilung entscheidet hier nicht, sie dient der Bewusstseinsbildung. Was wir unternehmen wollen, bestimmen die verantwortlichen Gremien in Hochschule und Gesellschaft.

‹Begünstigt Transparenz Konflikte?›:
Bisher war die Kenntnis über Aufwand und Ertrag von anderen Abteilungen gering. Diese Unkenntnis verhinderte Mitsprache. Das wird anders. Was sind die Konsequenzen?

Pietzner: Seit einigen Jahren haben wir  am Goetheanum begonnen, enger zusammenzuarbeiten, und zwar im Hochschulkollegium und mit den Bereichsleitenden. Das Transparenzprojekt gehört in diese Entwicklung kollegialer Zusammenarbeit. Wir werden in den nächsten Jahren sicher auch die eine oder andere unangenehme Entscheidung zu treffen haben – ob mit oder ohne Transparenzprojekt. Mit ihm gewinnen wir mehr Kompetenz dafür.

‹Birnen für Äpfel verkaufen?›:
Das Goetheanum ist nicht nur Ort der Hochschule, sondern auch als Schöpfung Rudolf Steiners ein zu schützendes Kunstwerk. Das kann nicht die Hochschule finanzieren.

Pietzner:
Natürlich nicht! Wenn wir den Sektionen Kosten zuordnen, weil sie durch deren Tätigkeit entstehen, dann bedeutet das nicht, dass die Sektionen diesen Aufwand aus ihrer alten Etathöhe leisten sollen. Wir wollen die Arbeit der Hochschule steigern, und dazu ist es hilfreich, zu zeigen, dass sich die Anthroposophische Gesellschaft schon gegenwärtig stark für die Arbeit der Hochschule engagiert.

‹Wie weiter?›: Welche Konsequenzen sind aus der neuen gewonnen Transparenz zu erwarten?

Pietzner: Ich sehe zwei Richtungen. Erstens: Einsicht und Vertrauen: Trotz des sparsamen Wirtschaftens hören wir ab und zu die Sorge, dass das Goetheanum finanziell ein Fass ohne Boden sei. Mit den neuen Schritten hoffe ich, dass wir den  Wunsch nach Verstehbarkeit erfüllen.
Zweitens: Fundament für Entscheidungen. Die wirtschaftliche Lage des Goetheanum ist schwierig und wird in der Zukunft  nicht leichter werden. Wir werden sicher auch Entscheidungen treffen, bei denen wir nicht von allen Seiten Applaus erwarten können. Die transparenten Finanzzahlen helfen uns zu mehr Mut in dieser Sache.

‹Trügerische Objektivität?›: Wie viel Voraussetzungen wurden für den neuen Verrechnungsschlüssel gemacht?

Pietzner: Wir Vorstandsmitglieder haben beispielsweise in unseren Kalendern geschaut, wie viel der eigenen Arbeit die Hochschule, die Anthroposophische Gesellschaft oder das Goetheanum betrifft. Aber natürlich stößt man an Grenzen, wenn man das Leben in Zahlen abbilden will.

Kohlhase: Wir müssen feststellen, dass durch den gesteigerten Veranstaltungsbetrieb vor allem die Ausgaben gestiegen sind und nicht die Einnahmen. Bei solchen Feststellungen frage ich mich, wie wir die Hochschule zugunsten der Forschung fördern können.

Pietzner: Vorsicht, jetzt sind wir schon in den Vorschlägen, und Forschung hat verschiedene Gesichter. Es braucht einen gemeinsamen Prozess der Bewertung, denn möglicherweise liegt zum Beispiel in einer Weltlehrertagung mehr Forschung, als wir denken. Für diesen Prozess ist das Transparenzprojekt ein Hilfsmittel, weil es dazu beiträgt, das Leben zwischen uns und zwischen den einzelnen Organen der Anthroposophischen Gesellschaft und den Mitgliedern verständlicher zu machen? ____________________________________

Onlinespenden nun möglich


Spontan, sicher und schnell Spenden Auf der Finanzseite der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft finden Sie einen Teil der Projekte aus Gesellschaft, Hochschule und dem Goetheanum unter der Rubrik "Projekte" vorgestellt.

Diese Projekte suchen allesammt Ihre finanzielle Mithilfe und Unterstützung. Sie können nun diese Projekte gezielt auch via einer Onlinespende unterstützen.

Aus Sicherheitsgründen haben wir uns für das Unternehmen Paypal entschieden, da es das meist bekannteste und genutzte Internetbezahlverfahren weltweit ist und höchste Sicherheitsstandarts und eine schnelle Weiterleitung der Mittel ermöglicht.

Unter jedem Projekt finden nun einen Spendenbutton mit dem Sie spontan, schnell und sicher einen individuellen Betrag spenden können.

Nutzen Sie diese Möglichkeit auch um an unserer Verdoppelungsaktion für die Mysteriendramen online zu spenden! >> Wie wir mit Spenden umgehen ____________________

Kontakt

Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft
Finanzwesen
Rüttiweg 45
Postfach
CH-4143 Dornach
Schweiz
 
Tel. Zentrale:  +41-61-706 42 42
Tel. Finanzen:  +41-61-706 43 10
Tel. Controlling: +41-61-706 44 20
Fax Finanzen: +41-61-706 43 14

Emailadresse: finanzwesen@goetheanum.ch  

Handelsregister Nr.: CH-247.6.000.001-8/

MWST Nr.: 265657

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Das Controlling erreichen Sie am besten per Mail: benjamin.kohlhase@goetheanum.ch

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