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Goetheanum

Ungewohntes, Unvorhersehbares und Bedrohliches verunsichern, führen zum Erleben von Angst und Ohnmacht. Rudolf Steiner setzt in seinen Mysteriendramen Situationen in Szene, in denen Angst und Bodenlosigkeit zum Verständnis der eigenen Beziehung zu den Mitmenschen und zur Umwelt führen.

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AGiD

Die Entwicklung der „Freien Hochschule für Geisteswissenschaft“ interessiert auch Jüngere

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AGiD

Das zivilgesellschaftliche Kongress-Festival Soziale Zukunft 2020 wird vom 11. bis 14. Juni 2020 in der Jahrhunderthalle Bochum stattfinden.

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Sterben.ch

Wir müssen über den Tod nicht nur anders denken lernen, sondern wir müssen über den Tod anders fühlen lernen. Denn das Rätsel des Todes hängt in der Tat mit den tiefsten Welträtseln zusammen. Seien wir uns nur ganz klar darüber, daß wir all dasjenige, wodurch wir uns in der physischen Welt Wahrnehmungen und Kenntnisse verschaffen, wodurch wir von
der äußeren Welt etwas erfahren, ablegen, wenn wir durch die Pforte des Todes treten.

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Sterben.ch

Ein Kindsverlust wiegt schwer. In jedem Fall. Betroffene Eltern wie weitere An- und Zugehörige schätzen die ungeteilte Anteilnahme, das volle Mitgefühl. Manche ausserordentlichen Kinderschicksale kündigen sich im Voraus an. Wer dies während des Geschehens oder auch im Verarbeiten des Erlebten zu verstehen und zu begreifen sucht, dem kann unter Umständen schweres Leid leichter werden. In den nachfolgenden Abschnitten wird das Thema aus anthroposophischer Sichtweise beleuchtet.

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Das Musikalische im Umkreis des Todes

Gestaltungsvorschläge für die musikalische Begleitung von Bestattungsfeiern

Von: Franz Ackermann
Am Sonnenwendetag, dem 21. Juni 2014, trafen sich in den Räumen der Christengemeinschaft Zürich über zwanzig Menschen, herkommend aus vielen Teilen der Schweiz von Genf, Basel, Bodensee und der näheren und weiteren Umgebung von Zürich zum Regionaltreffen. Die Beschäftigung mit dem Musikalischen im Umkreis des Todes war das Thema. Der erweiterte Tonraum Die Mitwirkung der vier Musiker des Musikkreises Zürich, der insbesondere auch musikalisch für die kultische Arbeit in der Christengemeinschaft tätig ist, zwei davon auch komponierend, prägte die Art des Suchens an diesem Nachmittag. Sie haben für ihr Schaffen Anregung zur Erweiterung des Tonsystems aufgegriffen, die von Rudolf Steiner stammen und durch Heiner Ruland ausgearbeitet wurden. In den letzten Jahren entstanden aus der Zusammenarbeit mit den Priestern auch Kompositionen, die den Schwellenübergang des Menschen hilfreich begleiten können. Der erste Teil des Nachmittags war dem Studium über das Wesen des äusseren und inneren Hörens, verbunden mit manchen Ton- und Klangbeispielen, gewidmet. Im Schulungsweg zur höheren Erkenntnis werden von Rudolf Steiner Schritte beschrieben, die mit dem Hören in Beziehung stehen. Zunächst das Stille werden. Aus der Ruhe bilden sich Kräfte. Es folgen die Anweisungen zum Wahrnehmen der Ton- und Klangwelt, beseelt und unbeseelt. Werden solche Übungen konsequent vorangetrieben, wachsen im strebenden Menschen Wahrnehmungsorgane für die schaffenden Kräfte in allen Dingen. Die Welt hebt an zu tönen. Wir können lesen und verstehen der Geister Taten, können hören in der Götter Sprache. „Es erwächst der Seele ein neuer Hörsinn“, der dem äusseren Ohr nicht zur Verfügung steht. Für die Klänge des „inneren Wortes“ erwacht das Bewusstsein der Inspiration. Für den Musikunterricht im frühen Kindesalter gibt es die Anregung in der Quintenstimmung (Pentatonik) zu musizieren. Diese Stimmung ist dem noch nicht abgeschlossenen Geburtsprozess angemessen. Kann Musik auch die Öffnung und Weitung der Seele, die Loslösung von der Leibverbundenheit, unterstützen? So etwa könnte eine Fragestellung lauten. Ein Blick in die Werkstatt der Komponisten Die Teilnehmer erfuhren, wie durch gewisse zunächst ungewohnte Intervalle (z.B. der Alphorn-Naturtonreihe), die in den Musikstücken angewendet werden, ein neues Hören angeregt wird. Hilfreich waren manche Erläuterungen der Komponisten, welche die Aufmerksamkeit weckten und lenkten. Den Intervallen der Naturton-Reihe, als mehr dionysischem Element, in das wir träumend verschwinden könnten, wird in der Komposition etwas geistig Objektives als Ergänzung dazugesetzt: die ordnende Kraft, die mehr im apollinischen Prinzip der 12 gewohnten Töne waltet. So wirken in die musikalische Gestaltung hinein die kosmische Qualitäten aus der 12-heit des Tierkreises, was sich in den Tonarten und den Tönen abbildet, sowie die 7-heit der Planetenkräfte, die dem mehr belebenden Element der melodischen Gestaltung entsprechen. Johann Sonnleitner hat einen Zyklus geschaffen, der durch alle 12 Tonarten hindurchgeht und immer mit dem Motiv des Überganges, der Schwelle, verbunden ist. Von Oskar Peter hörten wir zwei Musikstücke, zu denen er durch den Tod ihm bekannter Persönlichkeiten angeregt wurde. Reich angeregt und beschenkt fühlten sich die Teilnehmer nach diesem Nachmittag. Einen herzlichen Dank dem Zürcher Musikerkreis innerhalb der Christengemeinschaft. Oskar Peter, Flöte, Johann Sonnleitner, Orgel, Verena Zacher, Leier, Susanne Hasler, Viola. Gerne setzen wir das Begonnene im nächsten Jahr fort. Zum Schluss wurde der Wunsch geäussert, dass beim nächsten Treffen alle Interessierten ihre Leier mitbringen mögen und ein Teil des Nachmittags dem gemeinsamen Musizieren gewidmet sein möge. Ja, das wollen wir. ___________________________________ Die Arbeitsgemeinschaft setzt sich für die Weiterbildung im Bereich der Sterbebegleitung ein und organisiert auch eigene Kurse. Kontakt: fachzweig@sterbekultur.ch Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Anthroposophischen Gesellschaft in der Schweiz sowie im Prospekt des Zweiges, den Sie hier als PDF herunterladen können.

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