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AGiD

Drei Fragen an die ehemalige Generalsekretärin der AGiD

Im Juni 2019 endet die Amtszeit als Generalsekretärin der AG in Deutschland. Sie möchte aufgrund ihres neuen Arbeitsschwerpunktes an der Bühne in Dornach ihre Amtszeit nicht verlängern. Für Lydia Roknic Anlass genug, um ihr ein paar Fragen zu stellen.

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Die Christengemeinschaft

Die Christengemeinschaft | Februar 2019

Auch wenn unsere Welt bis ins Kleinste erforscht ist, wird das Geheimnis in ihr nicht schwinden. Noch geheimnisvoller ist der Mensch und ist Gott selbst. Das aber dürfen wir positiv verstehen und brauchen nicht enttäuscht sein über den deus absconditus, den verborgenen Gott, der auch als prinzipiell unerkennbar verstanden wurde. Im Geheimnis nämlich liegt ein Reichtum, dem wir uns immer neu zuwenden können.

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Rudolf Steiner Verlag

Neues Archivmagazin

Die renommierte Berliner Konzertagentur Wolff & Sachs organi­sierte 1922 zwei Vortragstourneen mit Rudolf Steiner. In Sälen wie der Berliner Philharmonie und angekündigt neben Dirigen­ten wie Bruno Walter oder Wilhelm Furtwängler sprach Rudolf Steiner vor Tausenden von Zuhörern.

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Anthroposophie-Wahrnehmung

Zum zweiten Mal fand eine Begegnung zwischen dem deutschen Landesvorstand der Anthroposophischen Gesellschaft und dem Kolloquium „Übersinnliche Wahrnehmung“ statt.

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Das Neue hat zwei Seiten

Am Wochenende 4./5. April fand am Goetheanum die Generalvsersammlung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft statt. ...

Von: Wolfgang Held

Weite der Anthroposophischen Gesellschaft

Fotos: Charlotte Fischer "Wie lässt sich die geistige Lage in der Welt verstehen, wie ist die Anthroposophische Gesellschaft gegenwärtig beschaffen und wie steht man mit dem eigenen Schicksal in diesen beiden Feldern?"
Diese Frage habe, so Bodo v. Plato in seinem Bericht, die Vorstandstätigkeit im Herbst beschäftigt und zu vier Fragestellungen geführt, die in den kommenden Jahren für die Anthroposophische Gesellschaft kaum an Bedeutung verlieren werden:

1. Die Religiösität jenseits von Konfessionen bekommt in der Gegenwart mehr Gewicht. Für die Anthroposophische Gesellschaft stellt sich in diesem Rahmen seit einigen Jahren die Frage nach der Christlichkeit jenseits von Religion, sie zu erkennen, zu pflegen und zu entwickeln.
2. Die Naturwissenschaft bestimmt mehr denn je die Meinungsbildung und dennoch wächst die Skepsis gegenüber ihren Paradigmen. In diesem Feld besteht die vordringlichste Aufgabe der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft darin, die anthroposophische Wissenschaftlichkeit herauszuarbeiten und zu vermitteln.
3. Auf allen Lebensgebieten der Anthroposophie ist die Dialogbereitschaft und -fähigkeit Gretchenfrage für die fruchtbare Weiterentwicklung geworden. Der Erzengel Michael hat, so Rudolf Steiner, die Weltbejahung als Voraussetzung der Selbstbejahung. Deshalb gilt besondere Aufmerksamkeit dem Schicksalszusammenhang der Anthroposophischen Gesellschaft, ihrer Auf- und Abgeschlossenheit.

Ausserdem erwähnte er drei Initiativen, bzw. Arbeitsfelder:
Die Studienlandschaft am Goetheanum hat sich zu einem differenzierten Angebot an Vollzeitkursen und berufsbegleitenden Studienmöglichkeiten in deutscher und englischer Sprache entwickelt. Es haben die Planungen für die Feierlichkeiten zum 150. Geburtstag von Rudolf Steiner für das Jahr 2011 begonnen. Das Publikationswesen am Goetheanum, von Veranstaltungsflyern über die Wochenschrift "Das Goetheanum" bis zum Verlag am Goetheanum wird stärker gebündelt. In diesem Zuge ist für 2010 ein neues Erscheinungsbild der Wochenschrift "Das Goetheanum" in Entwicklung.
Sergej Prokofieff berichtete von Gesprächen mit den Vorständen einzelner Landesgesellschaften und griff das Motiv der Christlichkeit auf, indem er die geistige Kraft, die in und hinter der Ich-Entwicklung stehe als die Kraft beschrieb, die die Individualisierung mit einer fruchtbaren Gemeinschaftsbildung vereinen könne.
Ausserdem kam er auf die Neuinszenierung der Mysteriendramen zu sprechen und betonte, dass das Neue immer zwei Seiten habe, in ihm liege die Hoffnung der Zukunft und zugleich der Schmerz des Abschieds von Gewohnheiten. Ernst und Ehrlichkeit seien in der Vermittlung der Anthroposophie die wichtigsten Tugenden. Sie sind in der Inszenierung anwesend. Schliesslich erläuterte er die Mitgliederzahlen: Stand Jahresende 2008: 46.890 Mitglieder. Diese, im Vergleich zu den letzten Jahren tiefere Zahl ist auch auf die gründliche Bereinigung der Mitgliederlisten zurückzufüren.
Anschließend gab Nikolai Fuchs einen kurzen Bericht seiner Studien zur "Wissenschaft des Lebendigen". Bei einigen zeitgenössischen Philosophen findet sich die Entdeckung, dass die eigene Leibwahrnehmung Schlüssel zum Verständnis des Lebendigen werden kann und dass Lebensforschung den Wandel vom Zuschauerstandpunkt zum Beteiligten verlange.
Cornelius Pietzner, Finanzvorstand, legte die Zahlen des Rechnungsjahres 2008 vor. Die aktuelle Mitgliederzahl ist mit 47.000 ähnlich hoch wie 1989 nach einer Spitze von fast 55.000 Mitglieder 1997.  Die Aufgabenfelder haben in den letzten Jahren zugenommen, so dass wirtschaftliche Engpässe eintreten. Für die Größe des Goetheanum und der Sektionen ist die Anthroposophische Gesellschaft hinsichtlich ihrer Mitgliederzahl zu klein. Die Anthroposophische Gesellschaft sei, so Pietzner, eine wunderbare, aber finanziell zerbrechliche Gesellschaft. Obwohl zweckgebundene Spenden in erfreulichem Mass das Goetheanum erreichen, ist der Rückgang an Legaten ein Problem, das zu Einschnitten in der Bühne, des Tagungswesens oder der Sektionen zwingt, wenn es nicht gelingt, die Einnahmen des Goetheanum zu steigern.
Weiter berichtete Cornelius Pietzner von den grossen Projekten, bei denen gegenwärtig Anstrengungen laufen, Schenkungen und Spenden zu gewinnen: Terrassen- und Dachsanierung und Mysteriendramen.
Er kam außerdem auf die Transaktion der Weleda-Partizipationsscheine zu sprechen und erläuterte eine differenzierte Kostenaufstellung. Mit diesen Ausführungen waren auch die Fragen von Benedictus Hardorp beantwortet, die er in einem entsprechenden Antrag zur Generalversammlung gestellt hatte. Die Weite der Anthroposophischen Gesellschaft wurde in der letzten Stunde der Versammlung deutlich, als 8 Generalsekretärinnen und Generalsekretäre, Landesvertreterinnen und Landesvertreter, von Australien bis Polen von der Lage in ihren Ländern und dem Leben der anthroposophischen Initiativen berichteten. Der Generalversammlung folgte die Premiere von "Die Prüfung der Seele", dem zweiten Mysteriendrama von Rudolf Steiner.  ________________________________ Wolfgang Held
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