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Goetheanum

Das Goetheanum griff in einem turbulenten Jahr vieles neu / Mitgliederversammlung bestätigt Schatzmeister Justus Wittich

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erziehungskunst.de

Fragen an die Neurobiologin Prof. Dr. Gertraud Teuchert-Noodt, die den Bereich Neuroanatomie an der Fakultät für Biologie von 1979-2006 an der Universität Bielefeld leitete. Ihre Forschungsschwerpunkte gelten den aktuellen wissenschaftlichen Befunden aus der Neuroplastizitäts-, Transmitter- und Hirnrhythmusforschung.

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Institut für anthroposophische Meditation

Meditationstagung und Retreats – Material zum Lichtseelenprozess – Zur Kontroverse um Irene Diet – Berichte, Lektüretipps und Verschiedenes – Ausscheiden von Terje Sparby, Vorstellung von Markus Buchmann. Von Anna-Katharina Dehmelt und Markus Buchmann.    

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Die Christengemeinschaft

100 Jahre Christengemeinschaft - Künstlerporträt - Leben mit dem Evangelium. Was ist Auferstehung?

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Sterben.ch

Was ist uns wichtig am Ende des Lebens? Worauf hoffen wir? Was fürchten wir? Über solche und andere Fragen denken Teil
nehmerinnen und Teilnehmer des «Gesprächs Cafés» im Klus Park nach.

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Das Wissenschaftsverständnis der Anthroposophie

Expertenkolloquium an der Alanus Hochschule

Von: Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft
Das Institut für philosophische und ästhetische Bildung der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn veranstaltet regelmäßig unter der Leitung von Prof. Dr. Marcelo da Veiga das Expertenkolloquium „Anthroposophie im Dialog“ in dem die  Entwicklung, Probleme und Transformationen der Anthroposophie seit 1925 behandelt werden. Kenner und Kritiker, die sich im Rahmen ihrer Forschungsaktivitäten oder der persönlichen Auseinandersetzung mit dem Thema der Wissenschaftlichkeit und Diskursfähigkeit der Anthroposophie sowie deren Ausprägungen in zahlreichen Praxisfeldern beschäftigen, arbeiten gemeinsam an Fragen und Problemen in der Rezeption der Anthroposophie Rudolf Steiners. Publikationen und Neuerscheinungen werden vorgestellt, aktuelle Strömungen der anthroposophischen Praxisfelder in den Blick genommen und das Verhältnis der Anthroposophie zur Lebenswelt je neu zu beschreiben und zu bestimmen gesucht. Den Ausgangspunkt der Auseinandersetzungen bilden sowohl philosophische und wissenschaftstheoretische, als auch phänomenologische und kulturhistorische Fragestellungen, die aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet werden, um der Beweglichkeit von Begriffen und Denkformen gerecht zu werden. Das letzte Expertenkolloquium im Oktober widmete sich dem Thema „Das Wissenschaftsverständnis der Anthroposophie. Das Problem der Objektivität und Subjektivität in der Erkenntnis des Geistigen. Ein kritischer Diskurs." Zum Auftakt des Kolloquiums erläuterte Marcelo da Vega, Rektor der Alanus Hochschule und Professor für philosophische und ästhetische Bildung, die häufig übersehene Auffassung Rudolf Steiners zur Erkenntnisfähigkeit des Menschen, der gemäß es nichts Absolutes in den Formen der Wahrheitsfindung gebe. „Wahrheit“ könne nicht konserviert werden, sondern müsse zu jeder Zeit auf neuen Wegen gesucht, erkannt und dargestellt werden. Damit verknüpft Steiner Erkenntnis mit der Forderung zur eigenaktiven Erkenntnisschulung, die ihren Ausgangspunkt jeweils in der Lebenswelt des nach Erkenntnis suchenden Subjekts nehme. Steiners Werk ist damit historisch zu lesen und jederzeit neu aus der und für die aktuelle Lebenswelt nutzbar zu machen. Dem durch das Erkennen und nicht durch materielle Tatsachen begründeten wissenschaftlichen Wahrheitsanspruch, so erklärte Wolfgang Nieke, Professor  für Allgemeine Pädagogik an der Universität Rostock, ist ebenso wie in der Naturwissenschaft durch Experimente, Explorationen und Argumentationen nachzukommen. Ein gutes Hilfsmittel, das von „Waldorfverfechtern“ oft strikt abgelehnt wird, sei die Statistik. Ihr Ziel ist es Ursachen zu suchen und Zusammenhänge zwischen Einzelphänomenen zu finden. Statistik, so Sebastian Suggate, Professor für Entwicklungspsychologie und Kindheitspädagogik an der Alanus Hochschule, diene nicht dazu eine Antwort zu finden, wohl aber uns einem Phänomenbereich auf wissenschaftliche Art und Weise anzunähern und einem Phänomen wie auch seinen Erscheinungsformen auf die Spur zu kommen. Forschung sei keine Reproduktion von in der Welt befindlichen Tatsache – oft werden gedeutete Wahrnehmungen, den Deutungsprozess vorschnell abschließend, als Tatsachen hingestellt – sondern die Produktion der Erkenntnis eines Phänomenbereichs, bei der „latente Variabeln“ mitgedacht werden müssten. Es können immer nur die Symptome eines einzelnen Phänomens mit den Mitteln der Statistik erfasst werden, um die Gesamtheit eines Phänomens zu begreifen, bedarf es einer erhöhten geistigen Erkenntnis, weshalb Suggate von einer „latenten Esoterik" spricht, die ergänzend zu den statistischen Daten mitgedacht werden müsse. Damit nähert der Mensch sich der Wahrheit durch eine zugewandte und empathische, sich mit den Objekten verbindenden Auseinandersetzung an, eine Haltung, die durch eine methodische Vorgehensweise unterstützt wird und auf Evidenzbasierung fußt, wie Frau Angelika Wiehl ausführte. Die Verbindung von Sprache und Inhalt im Begriff sei erkenntnistheoretisch nicht das Ende, sondern der Anfang eines Verstehensprozesses, so Wolf-Ulrich Klünker, Professor für Philosophie und Erkenntnisgrundlagen der Anthroposophie. Auf diese Weise werde die Beweglichkeit der Begriffe berücksichtigt und ernst genommen. Die Evidenzbasierung, das heißt die Tatsache, dass die Waldorfpädagogik Erfolg habe, reiche im pädagogischen Feld nicht aus, erklärte Jost Schieren, Professor für Schulpädagogik mit Schwerpunkt Waldorfpädagogik. Anders sei es beispielsweise in der anthroposophisch orientierten Medizin, die dann als gut gilt, wenn sie wirkt. Die Waldorschulen sind der ständigen Kritik ausgesetzt missionarische Ziele zu verfolgen und dogmatisch zu agieren, so Schieren. Die Anthroposophie sei in der Pädagogik kein Selbstzweck, sie diene wie in anderen anthroposophischen Praxisfeldern auch als Hilfsmittel im Umgang mit Mensch und Umwelt. Als neue, erkenntnistheoretisch und phänomenologisch basierte Bewusstseinsform trage und stütze sie die Praxis, ein bloßes Reden mit dem Vokabular Steiners hingegen sei nutzlos und erreiche das Wesen der Dinge nicht. Plädiert wurde für eine methodische Zurücknahme der Anthroposophie zugunsten des freien, unverstellten Blicks auf die Lebenswelt des Schulkindes. Mit dem Expertenkolloquium verfolgt das Institut für philosophische und ästhetische Bildung einen Leitgedanken der Alanus Hochschule, die anthroposophische Geisteswissenschaft immer wieder neu in einen kritischen, gesellschaftlichen Diskurs zu stellen und ihre Anfänge, ihre Entwicklungen sowie die Frage, wohin sie sich noch weiter entwickeln kann und soll, zu behandeln. Wissenschaft im eigentlichen Sinne ist für Steiner mehr als ein in sich neut­rales Erklärungssystem für die Gesamtheit der Phänomene. Ihr liegt eine existentielle Bedeutung zugrunde, die sich mit dem Zusam­menhang der menschlichen Lebensführung und Erkenntnisentwicklung auseinandersetzt. Durch die methodische Orientierung an der Grundhaltung der modernen Naturwissenschaft strebt Steiner eine systematische Bewusstseinsbildung an, die sich schließlich sogar anschickt, die herkömmlichen Erkenntnisfähigkeiten zu überschreiten. Alanus Hochschule Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft ist eine staatlich anerkannte Kunsthochschule in freier Trägerschaft. Im Rahmen der ihr obliegenden Lehrerausbildung und anderer wissenschaftlicher Fächer nimmt sie darüber hinaus Aufgaben einer Universität wahr. (KunstHG NRW §3). Die Hochschule ist ein Ort der künstlerischen Bildung sowie der wissenschaftlichen Lehre und Forschung. Sie gliedert sich in eine Fakultät für Kunst und Architektur und eine Fakultät für Human- und Gesellschaftswissenschaften.
Alle Studiengänge sind akkreditiert und staatlich anerkannt. Im Mai 2010 erfolgte zudem die institutionelle Akkreditierung der Alanus Hochschule durch den Wissenschaftsrat. Außerdem erhielt sie das Promotionsrecht für den Fachbereich Bildungswissenschaft. Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte an: Inga Wisnitzer Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für philosophische und ästhetische Bildung der Alanus Hochschule Inga.Wisnitzer@alanus.edu 02222/9945520 _________________________________

Kontakt:

Sandra Stempel
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 (0)2222 9321 – 1903
E-Mail: sandra.stempel@alanus.edu Pressesprecherin Dr. Julia Wedel
Tel.: +49 (0)2222 9321 – 1942
Fax: +49 (0)2222 9321 – 21
E-Mail: julia.wedel@alanus.edu
Internet: www.alanus.edu Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft Alanus University of Arts and Social Sciences Villestr. 3 53347 Alfter Studieren an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft: Bildende Kunst: Bildhauerei/Malerei, Schauspiel, Eurythmie, Kunsttherapie, Architektur, Lehramt Kunst, Pädagogik, Heilpädagogik, Kindheitspädagogik, BWL, Philosophie

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