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Dirk Kruse

Mitte August kann man - das erste Mal im Jahresleben -  sich selbst, in der Fülle der Naturvielfalt, als aufs Jahr zurückschauend erleben. Gleichzeitig kann es zu Situationen kommen in denen man sich im biografischen Leben in neuester Verfassung in Über- und Vorausschau erlebt.

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Die Christengemeinschaft

Sollen wir auf den Christus als auf einen starken Helden schauen, der durch seine Kraft die Menschheit errettet? Oder ist er ein Vorbild der Milde, des Erduldens?

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Die Christengemeinschaft

Bei der Frage nach der »Kraft«, die man wiedergewinnen möchte, muss man genauer hinschauen. Wenn es an Kraft fehlt, muss man klären, weshalb das so ist.

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Landwirtschaftliche Sektion am Goetheanum

Ein wichtiges Anliegen des Kolloquiums ist die multiperspektivische Zugangsweise, welche das Ziel, dass der lebendige Kosmos im selbstbewussten Erdenmenschen aufwachen kann, nicht aus den Augen verliert.

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AGiD

Vom 21. bis 23. Juni 2019 fand die diesjährige MGV der AGiD in der Freien Waldorfschule Kreuzberg in Berlin zum Thema Werkstatt Soziale Dreigliederung statt

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Briefe von Rainer Maria Rilke und Elya Maria Nevar

Goetheanum

Für Rainer Maria Rilke war Elya Maria Nevar die treue Herzensfreundin der späten Kriegsjahre in München. Er entdeckte sie als junge Darstellerin der Prinzessin Elya in einem mittelalterlichen Georgsspiel, das ihr späterer Ehemann Max Gümbel-Seiling inszenierte. Rainer Maria Rilke besuchte alle Aufführungen dieses Spiels, ohne zunächst auf sie zuzugehen. Sie wiederum identifizierte sich mit dieser Rolle so, dass sie anstelle ihres ursprünglichen Namens ‹Else› den der Prinzessin als Künstlernamen behielt.

Im Februar 1918 besuchten beide einen Vortrag Rudolf Steiners über das ‹Sinnlich-Übersinnliche in seiner Verwirklichung durch die Kunst›. Elya Nevar war begeistert und widmete ihr weiteres Leben als Schülerin Rudolf Steiners der Anthroposophie; Rainer Maria Rilke war skeptisch, wie er seinem Dichterkollegen Albert Steffen in einem anschließenden Gespräch gestand.

Noch kam es zu keiner persönlichen Begegnung zwischen Rainer Maria Rilke und Elya Nevar – bis der erste Brief von ihr an ihn zu einer Einladung führte, gefolgt von vielen Begegnungen und einer Freundschaft, die sich in 155 Briefen spiegelte und über sieben Jahre fortgesetzt wurde.

Rainer Maria Rilke erlebte den Höhepunkt seiner späten Lyrik einsam im Walliser Schloss von Muzot und dankte in seinem letzten Brief Elya Nevar dafür, dass sie die «Hüterin seiner Einsamkeit» in München war. Elya Nevar wirkte als eine der großen Schauspielerinnen der Goetheanum-Bühne über Jahrzehnte in Dornach, so in «ihren» Rollen des Luzifer in Rudolf Steiners Mysteriendramen und der Helena in Goethes ‹Faust›.

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René Madeleyn (Hg.): Dichter und Prinzessin. Rainer Maria Rilke und Elya Maria Nevar. Eine Freundschaft in Briefen, Aufzeichnungen und Dokumenten, 272 Seiten, 25 Euro/32 Franken, Verlag am Goetheanum, www.goetheanum-verlag.ch/einzelansicht/artikel/dichter-und-prinzessin/shop/8060/85

Ansprechpartner
Thomas Didden, didden@goetheanum-verlag.ch, www.goetheanum-verlag.ch

Das Goetheanum ist Sitz der weltweit arbeitenden Freien Hochschule für Geisteswissenschaft und der Anthroposophischen Gesellschaft. Die Freie Hochschule für Geisteswissenschaft mit ihren elf Sektionen ist in Forschung, Entwicklung, Lehre und der praktischen Umsetzung ihrer Ergebnisse wirksam und wird in ihrer Arbeit durch die Anthroposophische Gesellschaft gefördert.

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