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Im Mittelpunkt stand die Beschreibung einer Umstülpung: nicht mehr im Zentrum geschieht Leitung, sondern überall da, wo initiative Menschen sind, also im Umkreis. Es geht darum, die Initiativräume aufzumachen und die Menschen zu fördern, die tätig werden wollen.

 

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Das junge Forschungsteam der Jugendsektion am Goetheanum setzt seine Jugendstudie ‹(Re)Search› fort. Es lädt junge Menschen dazu ein, ihr Erleben in dieser Zeit und ihre Bilder von der Gestaltung des Lebens darzustellen.

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Das Benefizkonzert am 28. Juni ist eine musikalische Feier zur Öffnung des Goetheanum nach der vom Schweizer Bundesrat verfügten Schließung der Kulturbetriebe im März – und der Auftakt für den Kultursommer am Goetheanum.

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Die coronabedingten Einschränkungen von Lernsituationen machen darauf aufmerksam, welche Grundvoraussetzungen für den Fähigkeitenerwerb gelten. Das Goetheanum Adult Education Program vernetzt Erwachsenenbildner/innen, um Erfahrungen im Bereich der Vermittlung von Anthroposophie auszutauschen.

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Um ein Unternehmen zu leiten, braucht es über die betrieblichen Belange hinaus zunehmend die Fähigkeit, auf Krisen von außen vielschichtig zu reagieren. Der Goetheanum Leadership Course bietet Anregungen für Selbstführung und Aufbau eines Netzwerks mit kollegialer Expertise.

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Was lernen wir aus der Corona-Krise? Michael Schmock von der Anthroposophischen Gesellschaft gibt in seinem Interview vom 21. April 2020 Perspektiven auf Fragestellungen, die sich im Anschluss an die Krise ergeben werden.

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Briefe von Rainer Maria Rilke und Elya Maria Nevar

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Für Rainer Maria Rilke war Elya Maria Nevar die treue Herzensfreundin der späten Kriegsjahre in München. Er entdeckte sie als junge Darstellerin der Prinzessin Elya in einem mittelalterlichen Georgsspiel, das ihr späterer Ehemann Max Gümbel-Seiling inszenierte. Rainer Maria Rilke besuchte alle Aufführungen dieses Spiels, ohne zunächst auf sie zuzugehen. Sie wiederum identifizierte sich mit dieser Rolle so, dass sie anstelle ihres ursprünglichen Namens ‹Else› den der Prinzessin als Künstlernamen behielt.

Im Februar 1918 besuchten beide einen Vortrag Rudolf Steiners über das ‹Sinnlich-Übersinnliche in seiner Verwirklichung durch die Kunst›. Elya Nevar war begeistert und widmete ihr weiteres Leben als Schülerin Rudolf Steiners der Anthroposophie; Rainer Maria Rilke war skeptisch, wie er seinem Dichterkollegen Albert Steffen in einem anschließenden Gespräch gestand.

Noch kam es zu keiner persönlichen Begegnung zwischen Rainer Maria Rilke und Elya Nevar – bis der erste Brief von ihr an ihn zu einer Einladung führte, gefolgt von vielen Begegnungen und einer Freundschaft, die sich in 155 Briefen spiegelte und über sieben Jahre fortgesetzt wurde.

Rainer Maria Rilke erlebte den Höhepunkt seiner späten Lyrik einsam im Walliser Schloss von Muzot und dankte in seinem letzten Brief Elya Nevar dafür, dass sie die «Hüterin seiner Einsamkeit» in München war. Elya Nevar wirkte als eine der großen Schauspielerinnen der Goetheanum-Bühne über Jahrzehnte in Dornach, so in «ihren» Rollen des Luzifer in Rudolf Steiners Mysteriendramen und der Helena in Goethes ‹Faust›.

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René Madeleyn (Hg.): Dichter und Prinzessin. Rainer Maria Rilke und Elya Maria Nevar. Eine Freundschaft in Briefen, Aufzeichnungen und Dokumenten, 272 Seiten, 25 Euro/32 Franken, Verlag am Goetheanum, www.goetheanum-verlag.ch/einzelansicht/artikel/dichter-und-prinzessin/shop/8060/85

Ansprechpartner
Thomas Didden, didden@goetheanum-verlag.ch, www.goetheanum-verlag.ch

Das Goetheanum ist Sitz der weltweit arbeitenden Freien Hochschule für Geisteswissenschaft und der Anthroposophischen Gesellschaft. Die Freie Hochschule für Geisteswissenschaft mit ihren elf Sektionen ist in Forschung, Entwicklung, Lehre und der praktischen Umsetzung ihrer Ergebnisse wirksam und wird in ihrer Arbeit durch die Anthroposophische Gesellschaft gefördert.

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