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Freunde der Erziehungskunst

Notfallpädagogischer Einsatz nach dem Erdbeben und Tsunami in Indonesien

Einen Monat ist es her, seit das verheerende Erdbeben und der dadurch ausgelöste Tsunami die indonesische Insel Sulawesi in die Katastrophe gestürzt haben.  Über 7.000 Menschen sind vermutlich gestorben, mehr als 10.000 Personen sind verletzt, hunderte werden unter den Trümmern eingestürzter Gebäude vermisst.

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Goetheanum

Fachbibliothek Heilpädagogik wird in Goetheanum-Bibliothek integriert

Seit Oktober 2018 werden die rund 7000 Titel der Fachbibliothek Heilpädagogik und Sozialtherapie des Anthroposophic Council for Inclusive Social Development in die öffentliche Goetheanum-Bibliothek integriert.

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DieDrei

DieDrei - Schwerpunkt: Erde, Mensch und Kosmos

Heft 10, 2018

Grundbegriffe des Landwirtschaftlichen Kurses - Die Hierarchie der schöpferischen Denkkräfte - Das leibfreie Bewusstsein in der Meditation

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Die Christengemeinschaft | Zeitschrift zur religiösen Erneuerung

Wohnen und bleiben - Ausgabe 4/2016

Von: Verlag Freies Geistesleben & Urachhaus
hingeschaut Gehen Sie dieses Jahr wählen?                        5
Alexander Schwedeler
Künstlerporträt

Susanne Lemberg                                          6

religiöses Leben Leben mit dem Evangelium:
Reifen am Weinstock der Welt                       
7
Martin Merckens
Gleichnisreden:
Loslassen um sich zu verbinden                      
8
Ulrich Meier
Inkarnation: Selbsterniedrigung,
vergessene Sendung
und Souveränität Christi                              
10
Ruth Ewertowski
Die Konfirmation: Das Sakrament
an der Schwelle zur Jugend­                          
12
Martin Merckens
Thema In meines Vaters Haus sind
viele Wohnungen
                                          15

Christward Kröner
Die Persistenz Gottes:
das Verweilen des ­Heiligen                           
17
Mathijs van Alstein
»… und blieben diesen Tag bei ihm«           22
Dorothee Jacobi
Freiheit auf engstem Raum                           28
Ruth Ewertowski
  Austausch

Leserbrief zu »Inkarnation. Wer streitet
mit Jakob? Die Handgreiflichkeit Gottes«
(Heft 2/2016)                                             
30

Biografisches »Ich bin von Gott ­überwältigt worden
und bin es immer noch«     
32
Maria Breckwoldt
weltweit Islamischem Glauben und Leben begegnen     35
Ilse Wellershoff-Schuur
Notizen aus der Flüchtlingsunterkunft ­Goerzallee in Berlin    37
Elsbeth Weymann
Klein-ORPLID                                            39
Dorothee Galeano Ventura
Ein ganz Ehrlicher                                       40
Ruth Ewertowski
Bücher »Was fehlt, wenn alles da ist?«
(Häni/Kovce)                                             
41
Birgit Häckermann
Engel erleben leicht gemacht (Benka)   42
Frank Hörtreiter
Zum Lebenswerk von Johannes Rath
(Jordy/Kappel)                                           
42
Johannes Lenz
persönlich befragt

Mathijs van Alstein                                      43

Veranstaltungen                                 44 Impressum                                                  45   ***

In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen

Christward Kröner

Im 14. Kapitel des Johannes-Evangeliums, das für 7 Tage in der Osterzeit verkündet wird, heißt es: »Im Hause meines Vaters sind viele Wohnungen. Wäre es nicht so, ich hätte es euch gesagt. Ich gehe, um euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich gegangen bin und euch eine Stätte bereitet habe, komme ich wieder; und ich werde euch zu mir nehmen, damit da, wo ich bin, auch ihr seid. Und wohin ich gehe, wisst ihr, und den Weg kennt ihr.«

Diese Sätze offenbaren eine besondere Qualität von Bewegung und Ruhe. Wohnung ist ein Lebensort, ein Ort, wo ich bleiben kann. Unser ganzes Leben verläuft, solange wir gesund sind, in einem steten Wechsel zwischen Wegen, die uns zur Arbeit, in die Stadt, die Natur, die Welt hinausführen, zu anderen Menschen hinführen, und der Rückkehr in unsere Wohnung, wo wir bleiben, wo wir zur Ruhe kommen können. Die Wohnungen können wechseln, zeitweise vielleicht durch Hotelzimmer ersetzt sein – an dem Rhythmus des Hinausgehens und Zurückkehrens ändert sich nichts. Dieser Wechsel ist eine Konstante in unserem Leben, solange wir mobil sein können oder wollen. Wohnung ist ein Stück verdichtete Heimat und zugleich eine Art erweiterte Leiblichkeit. Sie ist Schutz und Hülle und ein kleiner Ausschnitt von Welt, den ich so gestalten bzw. einrichten kann, wie ich es möchte. Viele Menschen teilen ihre Wohnung mit anderen was die fortwährende Aufgabe mit sich bringt, die eigenen Vorstellungen mit den Gestaltungsimpulsen anderer in Einklang zu bringen. Schließlich ist die Wohnung in aller Regel auch der Ort, dem ich meinen Leib anvertraue, wenn ich schlafe. Vermutlich ist Schlafen, dem reinen Zeitumfang nach, die hauptsächlichste »Tätigkeit«, die ich als gesunder erwachsener Mensch in meiner Wohnung »ausübe«. Und gerade das Schlafen, die Ruhe des Leibes, macht es möglich, dass die Seele sich auf einen Weg begibt, der sie hinführt zu einem Eintauchen in die Welt ihres Ursprunges, in die geistige Heimat. Daran haben wir nach dem Aufwachen keine oder vielleicht nur eine dumpfe, gefühlsmäßige Erinnerung. Christus spricht von dem Haus seines Vaters, in dem viele Wohnungen sind. Und er weist die Jünger darauf hin, dass er es ihnen gesagt hätte, wenn es nicht so wäre. Das klingt so, als wenn die Vielheit der Wohnungen das ist, wovon man bei dem Haus des Vaters ausgehen kann. Die Wohnungen sind da. Aber sind sie auch bewohnt, oder stehen sie leer? Man kann den Eindruck haben, dass die Wohnungen vorbereitet sind, aber noch nicht ihrer Bestimmung übergeben werden können. Wenn es das Haus des Vaters ist, wohnt er selbst dann auch dort? Mitten unter den anderen Bewohnern? Wenn das so wäre, so könnte man deutlich eine Nähe dieses Gottes-Hauses zu der himmlischen »Stadt«, dem Neuen Jerusalem, spüren, von der es in der Offenbarung des Johannes heißt, dass Gott dort unter den Menschen wohnen wird. Wohnung finden und geben

Christus spricht davon, dass er die Jünger verlässt, um diese Stätte für sie zu bereiten, und dass er wiederkommen wird, um fortan in Gemeinschaft mit ihnen zu leben, »damit, wo ich bin, auch ihr seid«. Der Weg, den er beschreiten wird, führt durch Tod, Auferstehung und Himmelfahrt zum göttlichen Vater, und durch Pfingsten zu den Menschen zurück. In der schlichten Beschreibung dieses Weggehens und Wiederkommens liegt die ganze Wandlungs­dramatik verborgen, die sich danach in der Todes­überwindung zu Ostern, dem Erdenwandel des auferstandenen Christus durch 40 Tage und dem folgenden Aufgenommen-Werden in den Himmel entfaltet. Die Rückkehr in Gestalt des Heiligen Geistes erst ermöglicht es, dass der Mensch diese vorbereitete Wohnung »beziehen« kann, dass er dort in Gemeinschaft mit Gott leben kann.

In die Seelen der Menschen ist der Heilige Geist gesandt d.h. dieses Wohnen im Gotteshaus ereignet sich nicht in einem erdentrückten Nirvana am Ende der Zeiten, sondern jetzt und unter den auf Erden lebenden Menschen. Und auch hier ist die »Wohnung« der »Ort«, in den ich einkehre, der meine unmittelbare Heimat ist, in dem ich in einen anderen Bewusstseinszustand eintreten kann und mich mit meinem geistigen Ursprung neu verbinde. Nur dass dieser Bewusstseinszustand nunmehr kein gegenüber dem Tageswachen herabgedämpfter Traum- oder Schlafzustand ist, sondern ein pfingstlich gesteigertes und erleuchtetes Bewusstsein, das sich der Gegenwart des göttlichen Geistes inne wird. Dieser Zustand kann von zwei Seiten her beschrieben werden, die aber dasselbe Ereignis benennen: Der Mensch nimmt Wohnung im Hause Gottes – und Gott nimmt Wohnung im Herzen des Menschen. Das ganze Passions-Ostern- und Himmelfahrtsgeschehen ist die Vorbereitung dafür, dass das möglich wird. Der Vielheit der Wohnungen im Haus Gottes entspricht die Vielheit der Menschenseelen, in denen Gott Wohnung nehmen kann. Wobei für das eine wie das andere in einer tieferen Schicht die Bereitschaft zum Opfer entscheidend ist. Der Weg des Menschen zur Wohnung in Gott wie auch der Weg Gottes zum Wohnen in den Menschen führt durch das Wesen und die Opfertat Christi. Als Thomas nach dem Weg fragt, bekommt er die Antwort: »Ich bin der Weg …« Und gleich darauf: »Niemand kommt zum Vater, wenn nicht durch mich«. Die ganze erste Schöpfung geht hervor aus der Opferkraft der göttlichen Welt und der göttlichen Wesen, die im Kreuzestod Christi ihren stärksten Ausdruck findet. Aus dieser Opferkraft geht der Raum hervor, in den hinein sich der Mensch zu einem freien Wesen entwickeln kann. Die zweite Schöpfung beginnt inmitten der ersten damit, dass der Mensch sich selbst durch die Hilfe Christi zu opfern lernt, indem er in sich einen Raum bildet, in dem Gott zu leben beginnen kann. Diese Wohnung will jeden Tag neu konkret hervorgebracht, »bereitet« werden, sie ist nicht einfach da. Auch betritt die göttliche Welt sie nicht ungebeten, sondern respektiert unsere Freiheit und wartet (»Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an«, Offb 3,20). Wo wir uns darum bemühen, in unseren Gedanken, in unseren Worten und in unseren Taten, befinden wir uns auf dem Weg, der uns zugleich Wohnung finden und Wohnung geben lässt.    Christward Kröner, geboren 1963, Pfarrer, Oberlenker ________________________________

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