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Wir üben UnsICHerheit

Junge Menschen laden von 28. Dezember bis 1. Januar dazu ein, am Goetheanum einen Raum zum Fragen, zum Üben und zum Staunen freizuhalten. Silvestertagung der Assoziative DREI zu EINS.

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Rudolf Steiner Verlag

Verantwortung

Weil Ich und Welt Pole eines Ganzen sind, ist innere Entwicklung eine Quelle der Weltentwicklung. Sie beginnt in jedem von uns und je aufs Neue als ein inneres Geburtsgeschehen.

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Freunde der Erziehungskunst

Notfallpädagogischer Einsatz nach dem Erdbeben und Tsunami in Indonesien

Einen Monat ist es her, seit das verheerende Erdbeben und der dadurch ausgelöste Tsunami die indonesische Insel Sulawesi in die Katastrophe gestürzt haben.  Über 7.000 Menschen sind vermutlich gestorben, mehr als 10.000 Personen sind verletzt, hunderte werden unter den Trümmern eingestürzter Gebäude vermisst.

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Europa ohne Russland?

Wir aber müssen schwinden

Das Goetheanum

Die Wahl in Russland zeigte es: Da mag es im Land schlecht und schlechter gehen, der Traum von alter Größe und Glanz lässt diese Tristesse vergessen. Nicht anders ist es in der Türkei. Viele Türken erinnern sich an ihr Osmanisches Reich und der pompöse Präsidentenpalast macht aus der Nostalgie Restauration. Drei Weltreiche gaben sich damals die Hand: Von Griechenland bis zum Jemen, von Marokko bis zum Irak spannte sich die osmanische Herrschaft im 18. Jahrhundert, bis die spanische Seemacht dem Eroberungswillen eine Ende setzte. Doch Elisabeth I. und ihr Freibeuter Francis Drake zerschlugen die spanische Armada und begründeten das nächste, das britische Weltreich – ein Reich, in dem die Sonne nie unterging. Die Energie und Leidenschaft, mit der Großbritannien nun gegen alle ökonomische Rechnung aus Europa ausschert, speist sich auch aus dieser Erinnerung.

Die großspurigen Töne Amerikas skandierten es mit ‹Great again› noch deutlicher als China mit dessen Anspruch an die vom eigenen Festland 1200 Kilometer entfernten Spratly-Inseln. Überall der Traum von alter Größe, alter Dominanz. Warum bloß, wo doch so viel auf dem Spiel steht?

Eltern können die johanneischen Worte «Ich aber muss schwinden» gut lernen, denn sie lieben ihre Kinder und lieben also die Zukunft. Doch wer Angst vor dem Kommenden hat, will nicht schwinden. Es geht also darum, die Zukunft lieben zu lernen, denn Zukunftsliebe ist Friedensliebe. Wo es uns als Einzelnen gelingt, das Neue zu erkennen und lieben zu lernen, sagen wir: «Ich aber muss schwinden.» Wo es uns als Gemeinschaft gelingt, wird aus dem ‹Ich› ein ‹Wir›.

Wolfgang Held

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