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Göttliches Licht, Christus Sonne

Lesung der Ansprache Rudolf Steiners zur Grundsteinlegung der Anthroposophischen Gesellschaft vom 25. Dezember 1923
und Vortrag von Peter Selg

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Wir üben UnsICHerheit

Junge Menschen laden von 28. Dezember bis 1. Januar dazu ein, am Goetheanum einen Raum zum Fragen, zum Üben und zum Staunen freizuhalten. Silvestertagung der Assoziative DREI zu EINS.

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Rudolf Steiner Verlag

Verantwortung

Weil Ich und Welt Pole eines Ganzen sind, ist innere Entwicklung eine Quelle der Weltentwicklung. Sie beginnt in jedem von uns und je aufs Neue als ein inneres Geburtsgeschehen.

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Freunde der Erziehungskunst

Notfallpädagogischer Einsatz nach dem Erdbeben und Tsunami in Indonesien

Einen Monat ist es her, seit das verheerende Erdbeben und der dadurch ausgelöste Tsunami die indonesische Insel Sulawesi in die Katastrophe gestürzt haben.  Über 7.000 Menschen sind vermutlich gestorben, mehr als 10.000 Personen sind verletzt, hunderte werden unter den Trümmern eingestürzter Gebäude vermisst.

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Geburt einer neuen Kultur.

Robin Schmidts Essays über Gastfreundschaft und Meditation

Von: Das Goetheanum
Robin Schmidt lotet in seinem Buch ‹Orte der Geistesgegenwart› Grundlagen für das Verhältnis des Menschen zu sich selbst aus. Der Philosoph, Kulturwissenschaftler und Dozent geht vom Motiv der Gastfreundschaft aus, das ihm als Metapher für die kulturschaffende Kraft der Meditation dient. Wer einen Gast empfängt, ist offen für das Andere. Gastfreundschaft setzt voraus, dass man eine Beziehung zum Gegenüber aufbaut, von sich selbst absehen kann und gleichsam hinter dem Anderen zurücktritt. Dadurch setzt man sich einer neuen Erfahrung aus und verändert sich. Der Andere als der Fremde wird zum Katalysator für die eigene Entwicklung. Vom Motiv Gastfreundschaft geht Robin Schmidt zur Selbstreflexion: Es braucht Mut, sich selbst gegenüberzutreten, kann man doch in Einsamkeit verfallen und – um ihr zu entgehen – sich betäuben, sich selbst optimieren, in Wünsche flüchten oder Individualität verweigern; da liegt die Flucht in die digitale Welt als Selbstbestätigungsspiegel nahe. Bleibt man aber ausschließlich bei sich selbst, drohe die ‹Hölle des Gleichen› (Jean Baudrillard). Das Motiv des Gastes und die Gedanken über das Verhältnis zu sich selbst nimmt Robin Schmidt als Gleichnis für die Meditation. Etwa im Bild, den «Gedanken als Gast im Denken» zu begrüßen und ihn aufzufordern, einzutreten: «Komm, tritt ein. Lasse uns sprechen, wenn du möchtest. Darf ich nach deinem Namen fragen […]?» Der beziehungsweise die Meditierende denkt einen Gedanken, das heißt, er/sie bringt ihn hervor, hält inne (Konzentration), lebt in diesem Gedanken (Kontemplation), wird mit ihm eins (Versenkung) und hört das, was dieser zu einem spricht (Leben in geistiger Wesenheit). Meditation, so Robin Schmidt, sei der neuzeitliche Raum des Adyton, des Allerheiligsten im griechischen Tempel. Aus ihm kann eine neue Kultur hervorgehen: die eines Sich-gegenseitig-Ermöglichens.
(1865 Zeichen/SJ) Robin Schmidt: Orte der Geistesgegenwart. Essays über Gastfreundschaft,
104 Seiten, Euro 18/Franken 23, Verlag am Goetheanum, Dornach 2017
Lieferbar ab 7. April 2017 Ihre Ansprechpartnerin, auch für Rezensionsexemplare:
Anna S. Fischer, fischer@vamg.ch, Tel. +41 61 706 42 00, www.vamg.ch
Das Goetheanum ist Zentrum eines weltweit tätigen Netzwerks spirituell engagierter Menschen. Als Sitz der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft und der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft dient es dem Austausch über spirituelle Fragen und der Fortbildung auf künstlerischem und wissenschaftlichem Feld.

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