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Freunde der Erziehungskunst

Notfallpädagogischer Einsatz nach dem Erdbeben und Tsunami in Indonesien

Einen Monat ist es her, seit das verheerende Erdbeben und der dadurch ausgelöste Tsunami die indonesische Insel Sulawesi in die Katastrophe gestürzt haben.  Über 7.000 Menschen sind vermutlich gestorben, mehr als 10.000 Personen sind verletzt, hunderte werden unter den Trümmern eingestürzter Gebäude vermisst.

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Goetheanum

Fachbibliothek Heilpädagogik wird in Goetheanum-Bibliothek integriert

Seit Oktober 2018 werden die rund 7000 Titel der Fachbibliothek Heilpädagogik und Sozialtherapie des Anthroposophic Council for Inclusive Social Development in die öffentliche Goetheanum-Bibliothek integriert.

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DieDrei

DieDrei - Schwerpunkt: Erde, Mensch und Kosmos

Heft 10, 2018

Grundbegriffe des Landwirtschaftlichen Kurses - Die Hierarchie der schöpferischen Denkkräfte - Das leibfreie Bewusstsein in der Meditation

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Happy Birthday, Rudolf Steiner

Gleich drei große deutsche Publikumsverlage haben neue Steiner-Biographien in ihr Programm aufgenommen ... die Autoren erläutern, was sie an Rudolf Steiner fasziniert.

Von: Laura Krautkrämer

Anregungen

Foto: Podium (v.l.n.r.) Laura Krautkrämer, Jens Heisterkamp, Helmut Zander, Heiner Ullrich, Miriam Gebhardt © Medienstelle Anthroposophie/Sebastian Jüngel Frankfurt am Main, 17.02.2011 (Medienstelle Anthroposophie) -- 150 Jahre Rudolf Steiner: Im Jubiläumsjahr 2011 wird vielerorts an den Begründer der Anthroposophie erinnert. Gleich drei große deutsche Publikumsverlage haben neue Steiner-Biographien in ihr Programm aufgenommen, die nicht von Anthroposophen verfasst wurden. Auf einer Pressekonferenz im Frankfurter Goethe-Haus erläuterten die Autoren, was sie an Rudolf Steiner fasziniert.
Auf Einladung der in Frankfurt ansässigen Medienstelle Anthroposophie suchten Anthroposophen den Dialog mit den Biographen, die aus nicht-anthroposophischer Sicht Steiners Leben untersucht und dargestellt haben. Auf einer Pressekonferenz berichteten die Autoren Miriam Gebhardt, Heiner Ullrich und Helmut Zander, was sie an der Auseinandersetzung mit Steiner gereizt hat und welche Bedeutung seine Ideen ihrer Einschätzung nach heute noch haben. Der Historiker Helmut Zander, Autor der 2007 erschienenen umfangreichen Studie „Anthroposophie in Deutschland“, beobachtet ein gestiegenes nicht-anthroposophisches Interesse an Steiners Biographie: „Dabei öffnet sich eine klassische Schere: Die Motive reichen von existenzieller Anverwandlung bis zu pragmatischer Steinbruch-Nutzung.“ Die Anthroposophen selbst sieht er eher als „Materiallieferanten“: „In der außeranthroposophischen Steiner-Deutung sind sie kaum mehr mit einem eigenständigen Deutungsanspruch präsent.“ Heiner Ullrich, Professor für Erziehungswissenschaften an der Universität Mainz, legt in seiner Steiner-Biographie einen Schwerpunkt auf die Waldorfpädagogik. Auch er konstatiert das „Rätsel Steiner“: „Kaum eine andere intellektuelle Persönlichkeit hat eine so starke und immer noch zunehmende erziehungs- und lebensreformerische Wirkung entfaltet und dabei eine vergleichsweise so geringe Beachtung in der wissenschaftlichen Öffentlichkeit gefunden wie Rudolf Steiner.“ Die Historikerin Miriam Gebhard, die als Privat-Dozentin an der Universität Konstanz lehrt, zeigte sich vor allem überrascht von Steiners Modernität: „Das betrifft nicht nur sein Denken und die daraus abgeleiteten Praxisfelder, die bis heute wachsenden Zuspruch erhalten. Das betrifft auch sein eigenes Leben. Er verweigerte einen klassisch-bürgerlichen Lebenszuschnitt und ‚erfand‘ sich immer wieder neu.“ Sie sieht Steiner als einen „wahrhaftig modernen Propheten – einen Propheten nicht nur für ganzheitliches Leben und spirituelle Sinnfindung, sondern auch für die Arbeit am eigenen Selbst, die so typisch ist für unser psychologisches Zeitalter.“ Für Jens Heisterkamp, als Verantwortlicher Redakteur der Monatszeitschrift Info3 – Anthroposophie im Dialog ebenfalls Podiumsgast, liegt der Schlüssel zur anhaltenden Wirkung der von Steiner inspirierten Reformen in dessen aufgeklärter und weltzugewandter Spiritualität: „Steiner entwickelte auf einer philosophischen Basis eine spirituelle Weltsicht, in der die Selbstbefreiung von uns Menschen zum Ganzen des Kosmos hin angelegt ist. Dazu hinterließ er Anregungen für die Meditation und für eine achtsame, bewusste Lebensführung.“ ***** Informationen zu den Büchern:
Miriam Gebhardt: Rudolf Steiner. Ein moderner Prophet, DVA 2011, 368 Seiten, € 22,99
Heiner Ullrich: Rudolf Steiner. Leben und Lehre, C.H. Beck 2010, 266 Seiten, € 19,95
Helmut Zander: Rudolf Steiner. Die Biografie, Piper 2011, 536 Seiten, € 24,95

Informationen zum Steiner-Jubiläumsjahr:
www.rudolf-steiner-2011.com _________________________

Muss ein Ballettforscher selbst getanzt haben?

Beim Kolloquium trafen die neuen Steiner-Biographen in Frankfurt auf anthroposophisch orientierte Forscher und Journalisten FRANKFURT AM MAIN (NNA). Diskussionsrunden zwischen anthroposophisch orientierten Wissenschaftlern und der akademischen Mainstreamwelt finden nicht so oft statt. Anlässlich des Erscheinens der neuen Biographien von Rudolf Steiner (NNA berichtete), kam es jetzt zu einem solchen Treffen im Frankfurter Goethehaus. Eingeladen hatten die Info3-Redaktion und die von ihr ins Leben gerufene Medienstelle Anthroposophie. So trafen die drei Autoren, die Historiker Miriam Gebhardt und Helmut Zander, sowie der Mainzer Erziehungswissenschaftler Prof. Heiner Ullrich u.a. auf Johannes Kiersch, Frank Hörtreiter und Prof. Jost Schieren von der Alanus Hochschule in Alfter. Beim Kolloquium diskutierten auch Journalisten mit. Laura Krautkrämer von der Medienstelle zeigte sich in ihrer Begrüßung darüber erfreut, dass gleich drei große deutsche Publikumsverlage Steiners 150. Geburtstag wichtig genug nahmen, um neue Biographien über ihn herauszubringen. Das sei ein beredtes Signal dafür, dass Steiners Denkanstöße auch außerhalb der anthroposophischen Bewegung diskutiert werden wollen und sollen. Sie zitierte Markus Brüderlin, den Direktor des Kunstmuseums Wolfsburg: Steiner gehöre heute nicht mehr nur den Anthroposophen. Diesen Wandel dokumentierte auch eine im Saal aufgebaute, von Ramon Brüll konzipierte Buchausstellung mit Bibliographie: Man sah Bücher zu Steiners Lebensgang seit 1925, über die Verehrungs- und Erinnerungsliteratur bis zu heutigen kritischen Darstellungen. In seiner Anmoderation stellte Info3-Chefredakteur Jens Heisterkamp einen anderen Aspekt heraus: Als Anthroposoph sehe man nicht nur die Praxisfelder, sondern auch die Lebensorientierung, die von Anthroposophie ausgehe. Der von Steiner definierte Erkenntnisweg ziele zum Kosmischen und stelle insofern eine Überwindung der Selbstbezogenheit dar, die durchaus modern sei. Wer diesen Weg gehe, müsse an sich selbst arbeiten. Im Gespräch erfuhr man zunächst einiges zum Hintergrund der drei neuen Steiner-Biographen. Helmut Zander etwa meinte, er sei zum Thema Anthroposophie wie die Jungfrau zum Kind gekommen. An der Universität sei das Thema verachtet worden, während er es spannend fand. Im Lauf der Jahre habe sich seine Beschäftigung damit wie im Schneeballsystem vermehrt, weil zunehmend Nachfragen aus akademischen Kreisen kamen, die näher über Steiner informiert sein wollten. Seine Dissertation habe er geschrieben, weil „das Material da war“. Er sei „mit einem Schuss Naivität“ an das Thema herangegangen, ohne zu wissen, welche Dimensionen es einmal annehmen würde. Es gebe seit etwa zehn Jahren eine etablierte Esoterikforschung mit hochdifferenzierten Forschungsfeldern, die noch große Freiräume enthielten. Er müsse „ungeschützt“ zugeben: der Steinergeburtstag sei für ihn „zu früh“ gekommen. Die Verlage lockten heutzutage mit Geldangeboten: der ökonomische Reiz habe auch für ihn eine Rolle gespielt. Bleibend an Steiner sei seine „Imaginativkraft“, die ebenso unterschätzt werde wie der von ihm bearbeitete rituelle Bereich. Prof. Heiner Ullrich beschrieb seinen Zugang zu Rudolf Steiner auf dem Weg einer Dissertation über Waldorfschulen in den 1980er Jahren, als diese Schulen boomten. Gereizt und irritiert gleichzeitg habe ihn die dahinter stehende Lehre, vor allem die Steinersche Menschenkunde, etwa auch die Temperamentenlehre. Diese bedeute einen Rückfall in antiquierte Wissensformen. Er habe versucht, Steiners Anthropologie von der Philosophie Ernst Cassirers her zu verstehen. Charakteristisch für Steiner sei eine um 1900 verbreitete „vagierende Religiosität“, die auch seinen Weg über Goethe zur Theosophie verständlich mache. Steiners Weltanschauung sei eine Modernitätskritik gewesen. Seine Schriften seien heute nicht mehr relevant, wohl aber die Praxisfelder der Anthroposophie. Das Interessante an der Waldorfpädagogik sei die Frage, warum sie trotz ihrer seiner Auffassung nach fragwürdigen Grundlagen immer neue Adressaten finde. Daher sei er gespannt auf die erst teilweise vorliegenden Ergebnisse sozialwissenschaftlich empirischer Untersuchungen, die sicher auch für Waldorfschulen interessant seien könnten. Sein Buch über Steiner solle keine Biographie sein, sondern wende sich an Eltern, die ihr Kind auf eine Waldorfschule schicken wollen. Miriam Gebhardt fand es bemerkenswert, dass verschiedene Fakultäten mit unterschiedlicher Motivlage auf dem Podium vertreten seien. Selbst aus einer Psychologenfamilie stammend, habe sie einen Schulkameraden aus dem anthroposophischen Milieu gehabt. Die Gespräche mit ihm seien immer bis zu einer gewissen Grenze gekommen, die sie als Bruch erlebt habe. Ihre persönliche Ausgangslage sei eine psychologische gewesen: Wo entfernen sich Psychologie und Anthroposophie voneinander? Ihr wissenschaftlicher Ausgangspunkt sei die Erziehung und das Menschenbild vor 100 Jahren gewesen. Für sie sei das Besondere an Steiner, dass er wie Freud am Ausgangspunkt des „psychologischen Zeitalters“ stehe. Wie dieser gehe er von einer Betrachtung der Menschheitsgeschichte aus und komme schließlich zu einer Art Therapie für bestimmte kulturelle Defizite. Steiner bleibe aktuell, weil die zivilisatorische Bedrohungslage heute ähnlich wie zu Steiners Zeiten sei und zudem sei auch die „Arbeit an sich selbst“ wieder gefragt. Auf die Frage, was für ihn heute wertvoll an Steiners Werk sei, meinte Helmut Zander, sein Schwerpunkt sei Steiners Arbeit mit Mythen und Metaphern. Er wolle nichts Abschließendes sagen, nur Hinweise für den Umgang mit Steiner geben. Ihm imponiere beispielsweise, wie anthroposophische Ärzte den Gang eines Menschen wahrnähmen. Auch Prof. Ullrich konnte der physiognomischen Sicht der Menschenkunde etwas abgewinnen, sie mache neugierig auf die Waldorfschul-Didaktiker. Hier ergebe sich ein Konsens mit vielen nichtanthroposophischen Ansätzen, in denen ein kreatives Potential für Didaktiker liege. Miriam Gebhardt betonte, bleibend an Steiner sei sein Eklektizismus. Zweierlei sei möglich: entweder Anthroposophie als Wellness: Beim Kauf von Demeterwaren stellen sich Glücksgefühle ein. Dass damit aber die Anthroposophie verwässert werden könne, habe schon Steiner befürchtet. Wegen seines breiten Angebots wurde er schon zu Lebzeiten als moderner Warenhausbesitzer bezeichnet. Der von ihm vorgeschlagene spirituelle Weg sei aber nicht so leicht konsumierbar. Prof. Ullrich konzedierte, bei der Lektüre von Steiners Schriften wisse man, wo man stehe, weil es immer um existentielle Fragen gehe. „Man betont dann natürlich eher die Grenze, wo man nicht mehr mit kann, man distanziert sich und fragt sich zugleich: Was fasziniert dich doch daran?“ meinte der Wissenschaftler. Steiner forderte auf jeden Fall Selbstreflexion heraus. Ob mit dem zweibändigen Werk von Christoph Lindenberg (1997) nicht schon längst die klassische Steinerbiographie vorliege, fragte Jens Heisterkamp. Gebhardt meinte, jede Generation entdecke ihren Steiner neu, insofern sei Lindenberg heute wahrscheinlich nicht mehr aktuell. Heute verlangten die Menschen zunehmend verständliche „Übersetzungen“ aus der ihnen fremden Welt der Anthroposophie, ergänzte Ullrich. Mit diesem Bedürfnis ihrer Leser rechneten Buchverlage und Medien. Zander meinte, Lindenberg sei von innen und außen stark kritisiert worden. In der Außenperspektive, etwa in der Sicht des Rezensenten Thomas Steinfeld („FAZ“) sei sein Werk als unbrauchbar für die öffentliche Auseinandersetzung gesehen worden. Ähnlich wie den Katholiken traue man auch den Anthroposophen keine objektiven, fairen Darstellungen zu. Aber auch intern sei Lindenberg kritisiert worden, weil er es gewagt habe, anhand von Quellen Steiners etappenweisen Zugang zum Christentum aufzuzeigen, wurde in die Diskussion geworfen. Frank Hörtreiter (Christengemeinschaft) hob die Bedeutung Lindenbergs hervor, der eine Menge „heiliger Kühe“ geschlachtet habe, was ihm von der anthroposophischen Bewegung aber nicht gedankt worden sei. Heisterkamp schließlich bescheinigte Lindenberg jene empathische Forschungsweise, für die Steiner eingetreten sei. Johannes Kiersch, der den verstorbenen Steiner-Biographen Lindenberg näher gekannt hat, gab zu bedenken, hinter dessen scheinbarer Distanz habe eine leidenschaftliche Liebe zu Steiner gestanden. Lindenberg sei doppelt engagiert gewesen: Mythen zerstörend und Empathie empfindend. Beim Kolloquium am Nachmittag stellte Jens Heisterkamp dann die Frage, ob es nicht sein könne, dass es für die öffentliche Wahrnehmung gar nicht allein um die Wissenschaft gehe, dass vielmehr Steiner, um öffentlich vorzeigbar zu sein, differenziert gesehen werden müsse - wobei man teilweise auch mit zynischen oder ironischen Darstellungsweisen zu rechnen habe. Prof. Ullrich meinte, dass die Öffentlichkeit sich für „Übersetzungen“ aus der für sie unbekannten Welt (der Anthroposophie) interessiere. Die Medien wollten diesem Bedürfnis ihrer Konsumenten entsprechen. Einen Verehrungskult gegenüber Rudolf Steiner gebe es heute nicht mehr, stellte Prof. Jost Schieren fest. Andererseits gehöre es zum generellen Blick der Gegenwart, das Defizitäre herauszustellen. Danach bemesse sich die öffentliche Glaubwürdigkeit einer Steiner-Rezeption. Das führe zu dem Dilemma: die Erfolge der Praxisfelder würden anerkannt, aber die dahinter stehende Theorie würde als defizitär empfunden. Dieses bis heute nicht gelöste Dilemma sei sowohl bei Prof. Ullrich als auch bei Helmut Zander spürbar. Sebastian Jüngel, Redakteur der Zeitschrift „Goetheanum“, warf dann gegenüber den drei Biographen die in der anthroposophischen Bewegung diskutierte Frage auf nach dem persönlichen Bezug zur Anthroposophie: „Kann einer über Ballett etwas Gültiges schreiben, ohne je Ballett ausgeübt zu haben?“ Dem hielt die Ethnologin Anette Rein entgegen, dass sie über Tempeltänze promoviert habe. Sie müsse sie nicht selbst ausgeübt haben um darüber etwas Gültiges aussagen zu können, Politologen müssten auch keine Politiker sein, Musikwissenschaftler keine Klaviervirtuosen. Gerade der fremde Blick könne der genauere sein. Kontrovers diskutiert wurde dann auch beim Thema Wahrheit. Jean Claude Lin kritisierte, Zander fehle das Wahrheitsempfinden, die Wahrheitsfrage dürfe bei Steiner nicht ausgeklammert werden. Ansgar Martins, Jungautor des Info3, wies darauf hin, dass hier offensichtlich verschiedene Wahrheitsvorstellungen aufeinander prallten. Helmut Zander hielt Lin entgegen, sobald man ins anthroposophische Milieu komme, werde man auf die Wahrheitsfrage oder auf existentielle Fragen angesprochen. Wissenschaft könne keinen Anspruch auf Wahrheit erheben. Stephan Stockmar von der Zeitschrift „Die Drei“ fragte: Nehme ich Steiners Wissenschaftsanspruch ernst? Steiner rekurriere auf Erkenntniswissen, was Helmut Zander kritisiere und bespöttele. Davon könne ein neutraler Leser befremdet sein. Den Ton Zanders bezeichnete er als ärgerlich. Er wirke, als ob er seinen Forschungsgegenstand nicht ernst nehme. Frank Hörtreiter warf Zander vor, sein Buch enthalte zu viele Unterstellungen. Trotz mancher Anerkennung werde Steiner subjektive Redlichkeit abgesprochen. Helmut Zander meinte dazu, er „lasse Deutungen einfließen“. Fehler schloss er dabei nicht aus, sie gehörten zur Science. Deutlicher als zuvor sei ihm heute, dass der Idealist Steiner, nach einer Phase des Aussteigens (als Atheist usw.) den roten Faden wieder aufgegriffen habe. Insofern halte er Steiner für einen systematischen Denker. Miriam Gebhardt verstand den Steiner zugeschriebenen Eklektizismus nicht abwertend als Beliebigkeit. Steiner habe lebenslang Aufträge entgegengenommen und versucht, Fragen zu beantworten. Prof. Ullrich schließlich sah bei Steiner eine „Kontinuität im Wandel“ im Goetheschen Sinn. Dadurch seien bei Steiner auch die vielfältigsten Anschlüsse möglich: „Niemand ist über die gleiche Schiene zu Steiner gekommen“, betonte er. Prof. Ullrich hob abschließend die Suche nach Gemeinsamkeiten zwischen akademischer Wissenschaft und Anthroposophie hervor, er finde sie etwa im Bildungsgedanken Steiners, in der humanistischen Grundeinstellung sowie im alternativen Umgang mit der Natur. Laura Krautkrämer äußerte für die Medienstelle die Hoffnung auf eine Fortsetzung des Gesprächs. Diese stehe als Ansprechpartner allen zur Verfügung, die sich nicht direkt an das Goetheanum wenden wollten oder meinten, mit den Vorständen der Dornacher Zentrale nicht klarzukommen. End/nna/vog/ung Bericht-Nr.: 110222-01DE Datum: 22. Februar 2011 © 2011 News Network Anthroposophy Limited (NNA).

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