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Freunde der Erziehungskunst

Notfallpädagogischer Einsatz nach dem Erdbeben und Tsunami in Indonesien

Einen Monat ist es her, seit das verheerende Erdbeben und der dadurch ausgelöste Tsunami die indonesische Insel Sulawesi in die Katastrophe gestürzt haben.  Über 7.000 Menschen sind vermutlich gestorben, mehr als 10.000 Personen sind verletzt, hunderte werden unter den Trümmern eingestürzter Gebäude vermisst.

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Goetheanum

Fachbibliothek Heilpädagogik wird in Goetheanum-Bibliothek integriert

Seit Oktober 2018 werden die rund 7000 Titel der Fachbibliothek Heilpädagogik und Sozialtherapie des Anthroposophic Council for Inclusive Social Development in die öffentliche Goetheanum-Bibliothek integriert.

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DieDrei

DieDrei - Schwerpunkt: Erde, Mensch und Kosmos

Heft 10, 2018

Grundbegriffe des Landwirtschaftlichen Kurses - Die Hierarchie der schöpferischen Denkkräfte - Das leibfreie Bewusstsein in der Meditation

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Institut für anthroposophische Meditation

Newsletter zum Jahreswechsel 2015/2016

Von: Anna-Katharina Dehmelt

Das neue Jahr beginnt mit einer Reihe hochkarätiger Veranstaltungen. Bereits im letzten Newsletter hatten wir hingewiesen auf den Kongress „Meditation und Gesundheit“ vom 18. bis 20. März 2016 in Berlin. Ebenso ans Herz möchten wir Ihnen die daran anschließende Fortbildung „Meditation und Gesundheit“ in Alfter legen, die sich an Menschen richtet, die in ihrem beruflichen Feld mit anderen Menschen meditativ arbeiten wollen.


Hinzugesellt hat sich nur eine Woche vorher ein weiterer Kongress ebenfalls in Berlin vom 10. bis 13. März 2016  mit dem Titel „Psychologie, Bewusstseinsforschung und Heilung im Kontext westlicher Spiritualität“. Leider war es nicht möglich, die beiden Veranstaltungen geographisch, terminlich und thematisch besser zu koordinieren. Falls Sie nicht beide Veranstaltungen besuchen können, mag Ihnen die unterschiedliche Gestaltung der beiden Kongresse vielleicht eine Hilfestellung für die Entscheidung geben: „“Psychologie, Bewusstseinsforschung und Heilung“ ist eher akademisch orientiert, „Meditation und Gesundheit“ setzt einen stärkeren Schwerpunkt in der Praxis.


Vielleicht sind Sie aber auch an der Fortsetzung des Kongresses „Meditation in Ost und West“ vom 26. bis 28. Februar 2016 in Stuttgart interessiert, die unter dem Thema „Ich und Nicht-Ich und die Rolle des Denkens“ steht. Zur Einstimmung weisen wir noch einmal auf unseren Beitrag „Anthroposophische Meditation – die denkende Individualität als Ausgangspunkt“ vom vorigen Jahr hin.


Und: vom 29. bis 31. Januar gibt es in Stuttgart noch einmal Gelegenheit, mit Anna-Katharina Dehmelt gründlich an Rudolf Steiners Rosenkreuz-Meditation zu arbeiten. Das Wochenendseminar ist allerdings keine Einführung in die anthroposophische Meditation; es setzt meditative Vorerfahrungen und eine gute Kenntnis von Steiners Darstellung der Rosenkreuz-Meditation in der „Geheimwissenschaft“ voraus.
Weitere Anregungen zum Besuch von Übungskursen, Seminaren, Vorträgen und Tagungen finden sich im Veranstaltungskalender.

Terje Sparby, Mitautor dieses Newsletters, hat sich jetzt mehr als ein Jahr mit der Studie “Vielfalt kontemplativer Erfahrung in der Anthroposophie” befasst. Die Studie wird an der Universität Gießen durchgeführt und sucht durch qualitative und quantitative Mittel einen Überblick über den Erfahrungsbereich von anthroposophisch meditierenden Menschen zu entwickeln. Die erste Phase der Studie ist jetzt mit der qualitativen Analyse von 30 Interviews abgeschlossen, insgesamt gibt es mehr als 50 Stunden Gesprächsmitschnitte. 

Weiterhin hat auf dem Felde der anthroposophischen Meditationsforschung am 4. Dezember 2015 das dritte Kolloquium mit dem Thema „Die Inspiration – fühlendes Schauen jenseits der Schwelle“  stattgefunden. Von dem von der Akanthos-Akademie zusammen mit der Anthroposophischen Gesellschaft veranstalteten Kolloquium berichtet Andreas Heertsch.

Auch die Forschungskolloquien im Umkreis des Instituts für anthroposophische Meditation gehen voran. Im Projekt „Meditative Methoden der Pflanzenzüchtung“  haben wir uns in den letzten zweieinhalb Jahren vor allem mit dem starken Schädlingsbefall bestimmter Gemüsepflanzen beschäftigt. Hier gibt es auch bereits erste Ergebnisse – der Bericht darüber ist allerdings noch in Arbeit.


Im Projekt „Geistige Forschung denken“  haben bisher vier Arbeitstreffen stattgefunden, die sich vor allem dem Pendelschlag zwischen Wahrnehmung und Denken innerhalb der Meditation und geistigen Forschung gewidmet haben. Dabei stand als Arbeitsgrundlage und –anregung der von Steiner so genannte Lichtseelenprozess im Vordergrund, und zwar in Steiners Beschreibung der letzten beiden Vorträge aus dem für Naturwissenschaftler gehaltenen Zyklus „Grenzen der Naturerkenntnis“. In vielen Meditationskursen und Vorträgen konnte man in der letzten Zeit beobachten, wie der Pendelschlag zwischen Wahrnehmen und Denken mehr und mehr Bedeutung auch in der praktischen Arbeit gewinnt.


Im Projekt „Anthroposophische Meditation und akademische Meditationsforschung“ ist bei den bisher sieben Kolloquien ein so wohl noch nicht dagewesenes Verständnis zwischen anthroposophischen und nicht-anthroposophischen Meditationsforschern entstanden. Das letzte Treffen war bestimmt von einem Austausch über den vierwöchigen meditativen Umgang mit Steiners Meditationsformel „Im Lichte lebt strömend Weisheit“, in dem sich erstaunliche und auch berührende Begegnungsflächen entwickeln konnten.
Alle drei Projekte werden fortgesetzt.

Eine wichtige Grundlage für das Verständnis anthroposophischer Meditation ist die Trias der Bewusstseins- und Erkenntnisstufen Imagination, Inspiration und Intuition. Edward de Boer hat nun nach der Zusammenstellung von Texten und Wortlauten Steiners zum Thema Intuition ein weiteres Bändchen zum Thema Imagination vorgelegt, womit – zusammen mit dem von Martina Maria Sam herausgegebenen Band zur Inspiration – die Trias nun vollständig ist. 

Mit dem Thema Imagination, Inspiration und Intuition hat sich im vergangenen Jahr auch Lorenzo Ravagli auf seinem Anthroblog intensiv beschäftigt. Er hat Steiners Grundschriften zum Schulungsweg durchgearbeitet und seine Lektüre durch eine ganze Reihe von Blogbeiträgen (größtenteils mittlerweile auch als pdf-Buch erhältlich) begleitet. Sie eignen sich insbesondere zur Ergänzung einer eigenen Steiner-Lektüre.

Einen ganz anderen Zugang zum Thema Meditation hat Hendrik Vögler, der kürzlich verstorbene anthroposophische Arzt aus Dortmund, gewählt. Er hat viele Jahre lang Kurse mit dem Titel „Sinn und Sein“ durchgeführt und konnte in den letzten Monaten seines Lebens als Vermächtnis die Schwerpunkte seiner Kursarbeit im Büchlein „Sinn und Sein meditieren – Eine Skizze“ noch niederlegen. Dabei beginnt er mit Körper- und Atemübungen, an die sich vorbereitende Meditationsübungen und kleine imaginative Meditationen zum Wasserkreislauf, zum Jahreslauf und zu Steiners Meditationsformel „Weisheit lebt im Licht“ anschließen. Höhepunkt des Buches ist ein selbstentwickelte „zentrale Meditation“, die Vögler in ganz freier und freilassender Weise aus seiner Beschäftigung mit den sogenannten Klassenstunden der Hochschule entwickelt hat. Überhaupt ist das schmale, besonders schön gestaltete Buch von einer großen Weite getragen, die aus Vöglers reichhaltiger Meditationserfahrung auch außerhalb anthroposophischer Zusammenhänge erwachsen ist. Dabei handelt es sich aber nicht um ein belehrendes Buch, sondern um eine Handreichung für Menschen, die sich in’s Meditieren hineinfinden wollen. Es setzt die Kursarbeit von Hendrik Vögler in würdiger Weise fort.

Eine Spezialität anthroposophischer Meditation ist die Meditation von Naturvorgängen, wie Rudolf Steiner sie vor allem in „Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten“ angeregt hat. Das kann den anthroposophischen Ansatz mit seiner Weltzugewandtheit abgrenzen von einer reinen Achtsamkeitsschulung, die sich oft für die Gegenstände ihrer Achtsamkeit nicht recht interessiert. Nun ist aber aus der Achtsamkeitspraxis heraus ein Buch mit dem Titel „Achtsamkeit in der Natur“ entstanden. Autoren sind der Arzt Michael Huppertz und die Naturpädagogin Verena Schatanek. 

Ein sehr schönes Heft über Achtsamkeit in der Pädagogik hat die „Erziehungskunst – Waldorfpädaogik heute“ im November 2015 vorgelegt. Die mittlerweile online abrufbaren Artikel sind Perlen über meditative Unterrichtsvorbereitung (Kullak-Ublick) oder die Metamorphosen der Aufmerksamkeit im Kindheits- und Jugendalter (Röh), über Achtsamkeit im Umgang mit Zeit (Koenen), den Seelenatem zwischen Wahrnehmung und Denken (Neider) und den buddhistischen Achtsamkeitsansatz (Tho).
Auch die Weleda präsentiert online ein kleines Achtsamkeitsseminar. Unter der Überschrift „Eine Minute Achtsamkeit“ gibt der aus der Zeitschrift Info 3 bekannte anthroposophische Arzt Frank Meyer in manchmal auch zwei Minuten Anleitung und Anregung zur Achtsamkeit. Die bisher vier Folgen können jederzeit angesehen werden. 


Zwei Studenten der Universität Witten-Herdecke haben gemeinsam mit Paul J. Kohtes die App 7mind zur Unterstützung der eigenen Achtsamkeitspraxis entwickelt. Sie versteht sich als „persönlichen Achtsamkeitscoach“ und enthält verschiedene Tools mit unterschiedlichen Schwerpunkten, zum Teil eher kursartigen Charakters, für’s Einschlafen oder Warten oder auch einfach zur Erinnerung. 7mind heißt die umsichtig durchdachte und kostenlose App, weil die Meditationseinheiten jeweils sieben Minuten dauern.
Zum Schluss möchten wir Sie noch auf zwei eher nachdenkliche Artikel zur Achtsamkeitsbewegung hinweisen. Beide regen eine Vertiefung und Klärung des Selbstverständnisses für die Achtsamkeitsbewegung an. Leider ist der Artikel in The Guardian „If 2014 was the year of mindfulness, 2015 was the year of fruitlessly trying to debunk it“ von Brigid Delaney nur auf englisch zugänglich, während Sie für das zweiseitige Interview „Der Boom wird immer wilder“ mit dem Achtsamkeitsforscher Paul Grossmann in Psychologie heute 2,80 Euro bezahlen müssen.

Mit einem Goethewort wünschen wir Ihnen einen zuversichtlichen, selbstbestimmten und kreativen Start ins neue Jahr:

„Denn das ist eben die Eigenschaft der wahren Aufmerksamkeit, dass sie im Augenblick das Nichts zu Allem macht.“

(aus „Wilhelm Meister“, Erstes Buch, Zweites Kapitel
gefunden im Achtsamkeitsheft der „Erziehungskunst)

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