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Freunde der Erziehungskunst

Notfallpädagogischer Einsatz nach dem Erdbeben und Tsunami in Indonesien

Einen Monat ist es her, seit das verheerende Erdbeben und der dadurch ausgelöste Tsunami die indonesische Insel Sulawesi in die Katastrophe gestürzt haben.  Über 7.000 Menschen sind vermutlich gestorben, mehr als 10.000 Personen sind verletzt, hunderte werden unter den Trümmern eingestürzter Gebäude vermisst.

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Goetheanum

Fachbibliothek Heilpädagogik wird in Goetheanum-Bibliothek integriert

Seit Oktober 2018 werden die rund 7000 Titel der Fachbibliothek Heilpädagogik und Sozialtherapie des Anthroposophic Council for Inclusive Social Development in die öffentliche Goetheanum-Bibliothek integriert.

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DieDrei

DieDrei - Schwerpunkt: Erde, Mensch und Kosmos

Heft 10, 2018

Grundbegriffe des Landwirtschaftlichen Kurses - Die Hierarchie der schöpferischen Denkkräfte - Das leibfreie Bewusstsein in der Meditation

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Instituts für anthroposophische Meditation

Neues Outfit – Kongresse zum Nachsehen, -hören und -lesen – Tagungsberichte – Neue Bücher – Und zum Schluss zwei Hilfsangebote zur Meditation für Einsteiger.

Von: Anna-Katharina Dehmelt und Terje Sparby

Der Newsletter und die ganze Website des Instituts für anthroposophische Meditation haben ein aufgefrischtes Outfit bekommen. Das Erscheinungsbild dürfte insgesamt klarer geworden sein und die Bedienung übersichtlicher. Herzlichen Dank an Christian Grauer, der das ermöglicht hat! Wir sind gespannt auf Ihr Echo!
Als nächstes steht dann eine allmähliche Erneuerung nicht nur bei den Literaturhinweisen an. Nach bald fünf Jahren hat sich doch manches weiter entwickelt. Darum kümmern wir uns in den nächsten Monaten.
Noch eine Bemerkung in eigener Sache: künftig werden wir Bestellungen dieses Newsletters bestätigen. Bitte stellen Sie sicher, dass Mails vom Absender InfaMeditation@gmx.de nicht in Ihrem Spam-Ordner landen.

Mit dem Herbst beginnt die Zeit, in der man lieber zu Hause bleibt als auf Kongresse zu fahren. Jetzt können Sie jedoch beides miteinander verbinden. Die Vorträge des Kongresses „Meditation und Gesundheit“ vom 18. bis 20. März 2016 in Berlin  gibt es jetzt als DVD. Für 10 Euro können Sie nachträglich den Vorträgen von Rudi Ballreich, Michaela Glöckler, Harald Walach und Wolfgang Rissmann beiwohnen und sich zu eigener meditativer Praxis anregen lassen. Die hat es auf dem Kongress natürlich auch gegeben, sie ist aber auf einer DVD – glücklicherweise – nicht zu reproduzieren.

Vom Kongress „Psychologie, Bewusstseinsforschung und Heilung“ ebenfalls in Berlin gibt es mittlerweile einen Tagungsband mit sämtlichen Vorträgen des Kongresses. Das Vorwort können Sie hier nachlesen. Das Buch mit den Beiträgen von Frank Burdich, Volker Fintelmann, Jannis Keuerleber, Peter Mathias Kiefer, Rocco Kirch, Jochen Kirchhoff, Andreas Meyer, Terje Sparby, Isabelle Val De Flor, Johannes Wagemann, Harald Walach und Ulrich Weger hat 237 Seiten und kostet 38 Euro.

Es gab in den letzten Monaten noch eine ganze Reihe weiterer Tagungen, von denen wir Ihnen wenigstens kurz berichten wollen:

Terje Sparby berichtet vom dritten European Summer Research Institute (ESRI), das von Mind and Life Europe vom 22. bis 28. August 2016 auf der Fraueninsel im Chiemsee veranstaltet wurde. Der Titel war “From Physiological Plasticity to Societal Changes”. mehr

Dirk Kruse berichtet von den beiden Tagungen zu Wahrnehmungs-Meditationen in Schottland und Norwegen: mehr

Anfang Juli fand in Dornach das sechste Treffen des Netzwerks Goetheanum Meditation Initiative Worldwide statt. Im Mittelpunkt stand die Planung zweier großer, internationaler Tagungen im Juli 2017 am Goetheanum in Dornach, in deren Mittelpunkt die anthroposophische Meditation stehen wird. Wir halten Sie über die Planungen auf dem Laufenden.

Berichte von der Jahrestagung der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland mit dem Titel „Meditativ bewusst sein“ vom 17. bis 19. Juni 2016 in Hamburg  finden sich hier  und hier.

Von der internationalen Konferenz “The Inner and Outer Dimensions of Thinking” mit unter anderem Claire Petitmengin am 20. und 21. Mai 2016 an der Alanus Hochschule in Alfter berichtet Terje Sparby: mehr

Zur Vertiefung in das Thema Meditation sind zwei neue Schriften erschienen:

Der von Michaela Glöckler herausgegebene Sammelband „Meditation in der anthroposophischen Medizin – ein Praxisbuch für Ärzte, Therapeuten, Pflegende und Patienten“ stellt ein breites Spektrum an Beiträgen zusammen. mehr

Anregende Lektüre ermöglicht auch das für die Gesellschaft für Bildekräfteforschung von Ulrike Wendt herausgegebene „Themenheft Meditation“. mehr

Vielleicht ist es in diesen Zeiten nicht am Allerwichtigsten, über die diffizilen Entwicklungen auf dem Felde der anthroposophischen Meditation orientiert zu sein. Aber einen eigenen meditativen Ausgangspunkt zu haben, der uns mit den positiven Entwicklungskräften in Mensch und Welt verbunden hält, das dürfte wohl zum Allerwichtigsten gehören. Als Unterstützung zum Schluss noch zwei Anregungen dafür – aus zwei ganz verschiedenen Richtungen:

Alexander Poraj, Zen-Lehrer am Benediktushof, gibt zehn Tipps für den Meditations-Anfänger.

Michaela Glöckler gibt zum Einstieg in das Meditieren im oben besprochenen Buch folgende Hilfen (S.43f):
„Wer das Meditieren nicht gewohnt ist, kann folgendermaßen beginnen: Man setze oder lagere sich bequem. Der Atem fließt ruhig. Man artikuliere die Worte [z.B. des von Steiner gegebenen Spruches ‚Ich trage Ruhe in mir‘] leise und gut, und spreche langsam zu sich selbst. Nachklingen lassen. Dann beginne man, einzelne Worte zu bedenken, sich zu fragen, was die Wirklichkeit, von der sie sprechen, für einen bedeutet – dabei nicht ins Grübeln verfallen und keine negativen Gefühle zulassen. Treten sie doch auf, achte man wieder ruhig auf den Gang und das Strömen der Atmung und versuche, das Störende zu ‚veratmen‘. Dann lese man sich das Ganze nochmals leise vor oder wiederhole es stumm in der Erinnerung. In innerer Ruhe nachklingen lassen. Man verabschiede sich dann bewusst von der Meditation und blicke dankbar auf das kurze Geschehen zurück, in dem man etwas Wesentliches berührte beziehungsweise davon berührt wurde.
Oft wird gefragt, wann man am besten meditiert oder wie es gelingt, dabei zu bleiben und nicht rasch wieder aufzugeben. Rudolf Steiner empfahl ‚wenigstens fünf Minuten‘ täglich. Für diese fünf Minuten kann man die geschilderte Vorgehensweise wählen.
Schaffen Sie es aber, diese fünf Minuten dreimal am Tag einzurichten, wirkt das nicht nur stabilisierend auf das Wesensgliedergefüge. Der Tagesablauf gewinnt dadurch eine innere Struktur, die sich auch auf das äußere Leben regulierend auswirkt. Sie können beispielsweise morgens vor oder gleich nach dem Aufstehen die ersten fünf Minuten dafür reservieren, sich ein Motiv für den Tag zu vergegenwärtigen, das Sie sozusagen mitnehmen wie einen spirituellen Tagesproviant. Es darf auch ein Morgengebet sein, ein Lied oder ein Spruch. Im Anschluss daran stellen Sie den Bezug zum Tag her, der vor Ihnen liegt. Haben Sie etwas mehr Zeit, so ist ein Morgenspaziergang zu empfehlen. Manchen Menschen fällt es sogar leichter, im Gehen nachzudenken. So wird die Morgenbesinnung auch noch von einer Naturbeobachtung und der so notwendigen körperlichen Bewegung begleitet. […]
Die zweiten fünf Minuten folgen dann im Laufe des Tages, wann immer man dies einrichten kann. Sind Sie zu Hause, so können Sie den Hausgenossen, auch Kindern, ohne weiteres sagen, dass Sie in den nächsten fünf Minuten nicht gestört werden wollen und, wenn möglich, die Tür abschließen. Gibt es in der Arbeit keine ruhige Ecke, keinen Rückzugsort, so darf es zur Not auch die Toilette sein. Abends bietet sich wieder ein kleiner Rundgang an, bei dem Sie die Eindrücke des Tages vom jetzigen Zeitpunkt an rückwärts bis zum Morgen durchlaufen. Dabei können Sie kurz rekapitulieren, wie der morgendliche Vorblick auf diesen Tag war und wie sich dieser zum real durchlebten Tag verhält. […]
So ein ‚Rückzug‘ von dreimal täglich fünf Minuten ist eine Möglichkeit, mit der Meditation zu beginnen. Der Alltag macht oft alles scheinbar gleich wichtig. Das führt zu Zerreißproben, in denen man nicht mehr ordnen, strukturieren, gewichten kann und dann förmlich hin und her zappelt. Mit Hilfe der genannten Übungen befreien Sie sich aus diesem Teufelskreis.“

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