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Goetheanum

Der Mensch nimmt zunehmend Einfluss auf die Grenzen seines Lebens: Er plant den Geburtsmoment durch Kaiserschnitt und zieht den Todeszeitpunkt durch Sterbehilfen vor. Expertinnen und Experten rund um Geburts- und Sterbebegleitung tauschen sich über die Gestaltung dieser beiden Lebensschwellen aus.

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die Drei

Denn die Welt zu verändern ist bekanntlich ein langwieriges Unterfangen, bei dem die unvorhersehbaren großen Sprünge durch viele kleine Schritte mühsam vorbereitet werden müssen.

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AGiD

Wir beginnen mit einer kurzen Wahrnehmungsrunde zu der Frage: Woran übe ich zurzeit? Die 20 Teilnehmer*innen beschreiben ihre Üb-Felder: von Schicksalsfragen bis zu Sozialprozessen, von Berufsesoterik bis Seelenkalender, von Grundsteinspruch bis Nebenübungen, von Begegnungskultur bis Evangelien Worte.

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Aus Sorge um den Lebensraum Erde ist eine neue Jugendbewegung entstanden. Über Wege aus der Krise in Klima und Sozialem tauschen sich sich junge Menschen von 30. Januar bis 2. Februar 2020 am Goetheanum aus.

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So wie das Klimaproblem über Jahrzehnte durch eine Unzahl individueller Konsumentscheidungen entstand und weiter verschärft wird, so kann es auch gelöst werden: Unsere täglichen Entscheide bestimmen, ob sich etwas ändert oder nicht.

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Kongress-Festival 2020 trifft sich zur Klausur

Schaffen wir das?

AGiD

Wie kann das Ganze so gestaltet werden, dass es natürlich einerseits um konkrete Projekte geht, aber andererseits auch um sinnstiftende, ethische oder geistige Perspektiven? Inzwischen hat eine Künstlergruppe ihre Arbeit aufgenommen und gestaltet die Engelmotive zur „Sozialen Zukunft“ von Rudolf Steiner aus. An Motiven der „Assoziation“ wird gearbeitet, an einer „Freien Bildung“. Die heißt dann „deep education“. Überhaupt muss man sich daran gewöhnen, dass alle Beteiligten in eine ähnliche Richtung gehen – aber oft mit anderen Begriffen. Wie eine Entdeckungsreise im Austausch über das, was jedem wichtig ist.

Die Klausur des Orga-Teams am 2. und 3. September fand in der „Kommune Niederkorfungen“ statt. Eine Dorfgemeinschaft mit ca. 50 Menschen. Fast ähnlich wie anthroposophische Dorfgemeinschaften mit Kindergarten, Bio-Laden, Bildungsstätte, Gärtnerei, Landwirtschaft usw., aber aus dem alternativen Kommune-Impuls der 68er Jahre. Ohne „ideologischen Überbau“ – aber sozial einfühlsam, nachhaltig, mit künstlerisch gestalteten Räumen und Außengelände und mit Sozialkompetenz. „Miteinander leben und arbeiten für eine bessere Welt“. Auch das geht richtig gut – und auch in gutem Einvernehmen mit dem Gesamtdorf, den Nachbarn und dem Bürgermeister. Das nur als Beispiel.

Für das Kongress-Festival gibt es noch einige Hürden. Am 23. und 24. September treffen sich die Kooperationspartner*innen und Mitveranstalter*innen erstmalig in der GLS-Bank in Bochum. Dazu kommen ca. 50 Menschen zusammen. Von Gemeinschafts-Lebens-Projekten bis zu Hochschulen verschiedenster Couleur. Von Wissenschaftler*innen bis zu Sozial-Aktivist*innen und Wirtschafts-Unternehmer*innen. Das alles will organisiert, vorbereitet und miteinander abgestimmt werden. Noch steht das Programm nicht. Ende September wird es einen ersten Entwurf geben, der mit allen Referent*innen abgestimmt wird. Parallel läuft die Finanzierung. „Schaffen wir das?“ war eine der Fragen. Und ja, alle Beteiligten sind überzeugt: „Dieser Kongress muss stattfinden – auch wenn wir bis Juni 2020 durchschuften müssen“. Für mich eine Freude und Dankbarkeit, dass alle so intensiv dabei sind. Ich bin gespannt, was dann in der Jahrhunderthalle in Bochum vom 11. bis zum 14. Juni alles passiert.

 

Text: Michael Schmock

Bild: Matthias Niedermann

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Die Orga-Gruppe: Klaus-Peter Freitag (Bund der Waldorfschulen), Georg Wiedemer (Freunde der Waldorfpädagogik), Alexander Capistran (Student UW/H und Redakteur der Zeitschrift Oya), Friedemann Uhl (Student UW/H), Bernward Geier (Mitbegründer versch. Öko-Verbände und Netzwerker), Matthias Niedermann (Student UW/H und Vorstandsassistent AGiD), Christine Arlt (Öffentlichkeitsarbeit Sekem), Jacoba Harm (Studentin UW/H), Michael Schmock (Vorstand AGiD)

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