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Freunde der Erziehungskunst

Notfallpädagogischer Einsatz nach dem Erdbeben und Tsunami in Indonesien

Einen Monat ist es her, seit das verheerende Erdbeben und der dadurch ausgelöste Tsunami die indonesische Insel Sulawesi in die Katastrophe gestürzt haben.  Über 7.000 Menschen sind vermutlich gestorben, mehr als 10.000 Personen sind verletzt, hunderte werden unter den Trümmern eingestürzter Gebäude vermisst.

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Goetheanum

Fachbibliothek Heilpädagogik wird in Goetheanum-Bibliothek integriert

Seit Oktober 2018 werden die rund 7000 Titel der Fachbibliothek Heilpädagogik und Sozialtherapie des Anthroposophic Council for Inclusive Social Development in die öffentliche Goetheanum-Bibliothek integriert.

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DieDrei

DieDrei - Schwerpunkt: Erde, Mensch und Kosmos

Heft 10, 2018

Grundbegriffe des Landwirtschaftlichen Kurses - Die Hierarchie der schöpferischen Denkkräfte - Das leibfreie Bewusstsein in der Meditation

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Nachhaltiges Wirtschaften nach der Krise

a:2:{s:4:"unit";s:2:"h3";s:5:"value";s:267:"Der kürzlich veröffentlichte 6. ägyptische Wettbewerbsbericht erscheint zu einem kritischen Zeitpunkt für Ägypten. Und: Prof. Dr. Ibrahim Abouleish und Rektorin Dr. Margret Ruep unterzeichneten eine Kooperations

Von: Christina Boecker mit Anne Geertz, PH Weingarten

2 Berichte in Copyright sekem.com

Ökonomischen Erfolg mit sozialer Verantwortung und Nachhaltigkeit

Fotos rechts: oben Prof. Dr. Ibrahim Abouleish in seinem Vortrag vor Studierenden und Gästen der PH, darunter mit Rektorin Dr. Margret Ruep bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung Der Träger des Alternativen Nobelpreises Professor Dr. Ibrahim Abouleish war am Montag, 25. Mai, zu Gast an der Pädagogischen Hochschule Weingarten. In einem öffentlichen Vortrag stellte er seine Initiative Sekem vor, in der es ihm und seinen Mitarbeitern gelungen ist, ein großes Stück ägyptische Wüste urbar zu machen und in eine grüne Landschaft zu verwandeln. Vor etwa 30 Jahren gründete Abouleish die Unternehmensgruppe Sekem. Auf Basis eine biologisch-dynamischen Landwirtschaft, der Herstellung von natürlichen Arznei- und Heilmitteln sowie der Produktion von Öko-Textilien haben sich unter dem Dach von Sekem mehrere wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmen mit derzeit etwa 2000 Mitarbeitern entwickelt und mehrere Dörfer haben sich rund um Sekem in der Wüste angesiedelt. Das Erfolgsrezept für Sekem liege nicht allein in einer nachhaltigen Wirtschaftsweise sondern auch in der sozialen Verantwortung für Mitarbeiter und Bewohner der Region, wie Abouleish in seinem Vortrag vor Studierenden und Gästen der PH deutlich machte. Dieser Verantwortung kommt Sekem nach, indem es Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser und Forschungszentren gründet. Eine Schlüsselrolle komme der Bildung zu: „Sekem will nicht nur Unternehmen sein, sondern auch Bildungsstätte“, sagte Abouleish. „Das Leben besteht aus dieser Vielfalt und die Bildung [...] ist alles. Bildung ist die Vielfalt“, so Abouleish. So sei Bildung auch die Antwort auf die vom Menschen verursachten Katastrophen, wie Klimawandel, Armut und das Aussterben von Tieren und Pflanzen. Eine besonders hohe Meinung hat Abouleish, der in vÖsterreich Technische Chemie, Pharmakologie und Medizin studiert hat, vom deutschen Bildungsbegriff und Bildungssystem. „Um die Missstände der Welt zu beheben, würde ich Bildung exportieren – neben Mercedes und VW.“ Sekem sei ein Beispiel dafür, wie man ökonomischen Erfolg mit sozialer Verantwortung und Nachhaltigkeit in Einklang bringen kann, sagte die Rektorin Dr. Margret Ruep. „Man müsste jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich das anzuschauen.“ Um das zu ermöglichen und auch um Bildung nach Ägypten zu exportieren, unterzeichneten Abouleish und Ruep im Anschluss an den Vortrag eine Kooperationsvereinbarung. Christina Boecker mit Anne Geertz, PH Weingarten _________________________________________________

Ägypten veröffentlicht 6. Wettbewerbsbericht unter Mitarbeit von SEKEM

Wie andere Entwicklungsländer muss Ägypten das Überleben und das Wachsen in einer turbulenten, von Globalisierung und vielfältigen Unsicherheiten geprägten Weltwirtschaft und während einer tiefgreifenden Wirtschaftskrise erst lernen. Die diesjährige Ausgabe des Berichts befasst sich mit dem Thema Klimawandel und nachhaltiger Entwicklung im ägyptischen Kontext. Studien zeigen, bereits geringfügige Veränderungen des Wetters ganze Industriezweige und Wirtschaftssektoren in Mitleidenschaft ziehen würden. Ebenfalls gefährdet ist Ägyptens Wasserversorgung und Lebensmittelsicherheit - zwei Bereiche, die bereits heute vom rapiden Bevölkerungswachstum akut bedroht sind. Diese Risiken machen deutlich, dass der Klimawandel ein ebenso lokales wie globales Problem ist. Ägypten hat graduelle Fortschritte im Bereich der Nachhaltigkeit zu verzeichnen, vor allem im Energiesektor. Investitionen im Bereich von Solar-, Wind- und Biomassetechnologie haben beträchtlich zugenommen. Andere Sektoren wie die Landwirtschaft bedürfen noch größerer Aufmerksamkeit. Vor dem Hintergrund der Relevanz gerade des landwirtschaftlichen Sektors als einer wichtigen BIP-Quelle, als arbeitsintensiver Wirtschaftsbereich sowie seiner Bedeutung für die Lebensmittelsicherheit, ist es beunruhigend, wie wenig Aufmerksamkeit er bislang erhält. Mit nachhaltigeren landwirtschaftlichen Methoden könnte nicht nur die Effizienz des Wasser- und Energieverbrauchs erhöht werden. Landwirtschaft könnte auch als Möglichkeit zur Anlagerung von CO2 dienen. Eines der wichtigsten Kapitel des Berichts erläutert die zentralen Stärken und Schwächen des ägyptischen Landwirtschaftssektors. Die Autoren ziehen die Bilanz, dass die Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz des Sektors beträchtlich gesteigert werden könnten, insbesondere auf internationalen Märkten, und zwar durch die Umstellung auf nachhaltige Bewirtschaftung. Nicht nur würde dies zu enormen Einsparungen natürlicher Ressourcen wie Wasser und Energie und höheren Einkommen führen. Es würde auch dem deutlichen Trend im Kaufverhalten westlicher Konsumenten entsprechen, Produkte zu erwerben, die sich durch Umweltfreundlichkeit und eine nachhaltige Produktion auszeichnen. Zukünftiger Fortschritt wird davon abhängen, wie wir die Beziehung zwischen Nachhaltigkeit und nationaler Wettbewerbsfähigkeit definieren. Nachhaltige Entwicklung meint die Befriedigung derzeitiger Bedürfnisse ohne diejenige zukünftiger Generationen aufs Spiel zu setzen. Nationale Wettbewerbsfähigkeit bezieht sich auf langfristigen Wohlstand und wachsenden Lebensstandard. Beide Ziele sind nicht nur kompatibel, sondern können sich gegenseitig positiv beeinflussen. Regierungen müssen dazu beitragen, dass die sozialen, umweltbezogenen und ökonomischen Konsequenzen gleichberechtigt im langfristigen, nicht nur kurzfristigen Kontext, einbezogen werden. Die Botschaft des Berichts ist, dass in einer Welt, in der Risiko und Unsicherheit regieren und nicht mehr die Ausnahme sind, mehr getan werden kann und muss, um die natürlichen Ressourcen zu schützen. Verantwortungsvoller Wettbewerb benötigt einen gemeinschaftlichen Einsatz von Zivilgesellschaft, privatem Sektor und Regierungen. Helmy Abouleish

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