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Die Gesamtausgabe von Rudolf Steiner wächst weiter

Nach einer langen Phase der Herausgabe von noch unveröffentlichten Vortragszyklen, die das Gebäude der Anthroposophie erweiterten, geht es nun zunehmend um Verdichtung und Variantenreichtum.

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Gemeinde – Einzelne und Organe

"Die Christengemeinschaft | Zeitschrift zur religiösen Erneuerung" setzt sich in der September-Ausgabe schwerpunktmäßig mit der Gemeinde als Organismus auseinander.

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Den Menschen sehen

DAS GOETHEANUM Nr. 30-31 · 21. Juli 2017
Gespräche mit dem Künstler Till Velten: Wo sich Atemzüge der Seele entfalten können und das Hören des Unsagbaren möglich wird, kann der Mensch sichtbar werden.

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Reintegration von Geist und Materie

Mitteilungen | Juli 2017
Rückblick auf den Kongress «Soziale Zukunft» in Bochum

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Anthroposophie und Umweltschutz: Vier Geschenke

Es ist eine umfassende Studie über die Beziehung zwischen Anthroposophie und Umweltbewegung, von Rudolf Steiners Landwirtschaftlichem Kurs bis hin zur Verbreitung von solidarischer Landwirtschaft (Community Supported Agriculture) und grünem Bankenwesen im 21. Jahrhundert.

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DieDrei - Schwerpunkt: An der Grenze des Sagbaren

Heft 7/8, 2017
Wer die Grenzen des Denkens erweitert, erweitert zugleich die der Sprache.

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Zufriedenheit wird zu Gelassenheit

Der Begriff Zufriedenheit zielt auf ein Erleben in der Situation; Gelassenheit meint dagegen eine grundlegende innere Haltung.
Zufriedenheit und Gelassenheit sind an eine ihnen entsprechende Seelenstimmung gebunden; diese Seelenstimmung geht aber letztlich aus der Orientierung des Erkenntnislebens auf geistige Wirklichkeit hin hervor.

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Mitteilungen aus dem anthroposophischen Leben in der Schweiz

Das Juli-Heft von „Anthroposophie – Schweizer Mitteilungen“ - Der erste Ausbildungsgang für assoziative Wirtschaft in L’Aubier wurde erfolgreich abgeschlossen

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Rückblick Kongress „Soziale Zukunft“

Intervention für die Gesellschaft von morgen
Wie eine sozialere und gerechtere Zukunft gestaltet werden kann, darüber tauschten sich über 800 Teilnehmer auf dem viertägigen Kongress “Soziale Zukunft” in Bochum aus.

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Jede Meditation ist eine Tat.

Die Tagung ‹Living Connections› am Goetheanum führt in anthroposophische Meditation ein
Anthroposophische Meditation ermutigt, im Hinblick auf Inhalt, Praxis und Methode eigenverantwortlich zu arbeiten und darin immer individueller zu werden.

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Die Christengemeinschaft - Zeitschrift für religiöse Erneuerung

Individualisierung im Tierreich
Das Vertrautwerden mit den Tieren und ihren vielfältigen Lebensäußerungen begründet in der Menschenseele immer echte Tierfreundschaft.

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Michel Schweizer: ARCHIVMAGAZIN.

Archivmagazin Nummer 6:
Themenheft zu den stenografischen Mitschriften

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Johanni

DAS GOETHEANUM Nr. 26 · 23. Juni 2017
Werkstatt Sonnenaufgang

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„Ich wollte, dass sich die ganze Welt entwickelt“

Der SEKEM-Gründer und Sozialpionier Ibrahim Abouleish ist im Alter von 80 Jahren verstorben.
Mit seiner Vision und seinem Mut hat er viele Menschen inspiriert.

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Anthroposophische Meditation

DAS GOETHEANUM Nr. 23–24 · 2. Juni 2017
Meditation ist – kein Nachdenken oder Reden über etwas – ein Akt, der sich in tiefster

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Mitteilungen aus dem anthroposophischen Leben in der Schweiz

Das Juni-Heft von „Anthroposophie – Schweizer Mitteilungen“
Frühstgeborene am Lebensende – wo Statistik nichts taugt

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Schuld - Last und Anlass

Im Mittelpunkt der Juni-Ausgabe von "Die Christengemeinschaft - Zeitschrift für religiöse Erneuerung" steht das Thema Schuld.

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Sterben ist kein Tabuthema

Statt schweigen oder jammern, spricht man mit unbekannten Menschen bei Kafee und Kuchen über Leben und Tod – das ist das weltweite Konzept des «Café mortel». Auch in Zürich gibt es das Gesprächscafé "Reden über Leben und Sterben" im Alterszentrum Klus Park. Ein Bericht aus dem Tagblatt Zürich.

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Neue Ausgabe von "Das Goetheanum"

Die Wochenschrift für Anthroposophie hat für die aktuelle Ausgabe "Ohne Blitz" mit der Fotografin Charlotte Fischer gesprochen.

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Mitteilungen aus dem anthroposophischen Leben in der Schweiz

Das Mai-Heft von „Anthroposophie – Schweizer Mitteilungen“

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Gemeinde – Einzelne und Organe

Die Christengemeinschaft | Zeitschrift zur religiösen Erneuerung

Inhalt der Ausgabe 9/2017:

 

hingeschaut

»Zwei Seelen wohnen, ach,
in meiner Brust ...«
Claudine Nierth

Künstlerporträt
Manfred Welzel

Leben mit dem Evangelium |
Schätze im Himmel
Tom Ravetz

Thema

Zentrum und Umkreis der Gemeinde
Martin Kühnert

»Grüß Gott, Herr Pfarrer!«
Karl Schultz

»Arbeitsgemeinschaft der Kirchen und Religionsgesellschaften in Berlin«
Regine Bruhn

»Wir müssen Initiativgemeinden werden!«
Vicke von Behr im Gespräch mit Ulrich Meier

Wer braucht Gemeinde?
Ilse Wellershoff-Schuur

Die Sehnsucht nach Autorität und der einen Wahrheit
Johannes Kiersch

Religiöses Leben

Bewegungen des Glaubens | IX. Weltende und Weltenfortgang
Ulrich Meier

Verzeihen und vergeben | Schatten und Spiritualität der Reue
Ruth Ewertowski

Der Fortschritt durch die Reformation
Friedrich Schmidt-Hieber

»Sie säen nicht, sie ernten nicht …«
Stephan Stockmar

»Aus der Offenbarung Christi« – wie kommt die zustande?
Engelbert Fischer

Bücher

Die Wiedergewinnung des Heilens
Johannes Lenz

Neue Perspektiven auf das Werk Christian Morgensterns
Jürgen Raßbach

Immer wieder ein besonderer Kalender
Ulrich Meier

Martin Luther
Barbara Wagler


Aus der aktuellen Ausgabe:

Zentrum und Umkreis der Gemeinde

Wie bleibt Christengemeinschaft lebendig?

Martin Kühnert

Es gab sie ja und gibt sie ganz selten auch heute noch: die alten Bauernhöfe, in deren Zentrum, der Küche, der gemauerte Herd steht, in dem das Feuer nie ausgeht … Draußen dann der Garten, die Felder, die Wiesen und Weiden, die Obstflächen und schließlich der Wald.

Ist Gemeinde nicht auch so etwas wie eine Hofstelle mit einem Zentrum, um das sich die verschiedenen Lebensfelder gruppieren, ein lebendiger Organismus? Ein solcher Organismus hat sehr unterschiedliche Organe, manche sind unverzichtbar und müssen stabil und dauerhaft arbeiten, andere Funktionen sind vielleicht nur zeitweise aktiv, können sich verändern, auf- und auch wieder abgebaut werden. Unverzichtbar – um im Bild zu bleiben – ist die zentrale Feuerstelle, das sakramentale Leben mit der regelmäßigen Zubereitung des Mahles von Brot und Wein in gegliederter Zusammenarbeit von Priester und Gemeinde.

Und drum herum das von daher erwärmte Gemeindeleben, das sich von der Mitte her entzündet, aber seine eigentliche Wirksamkeit ausstrahlen lässt. Je nach der »Persönlichkeit« der Gemeinde werden sich dafür sehr unterschiedliche Arbeits- und Verantwortungsbereiche ergeben: Gemeinderat, Finanzkreis, Ministrantenkreis, Musikerkreis, vielleicht gibt es sogar einen Gemeindechor, eine Gruppe, die verantwortlich ist für die Jahresfeste, eine für Ordnung und Sauberkeit, eine Gartengruppe, eine für den Blumenschmuck in der Kirche, einen Verantwortungskreis für die Gemeindenachrichten, einen für Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit, die Gruppe der Religionslehrer, die Menschen, die als Delegierte an den Körperschaftsversammlungen teilnehmen und so den Zusammenhalt mit der Gesamtchristengemeinschaft pflegen … Das lässt sich je nach lokalen Gegebenheiten und Initiativen beinahe beliebig verändern und erweitern. Man muss ja auch nicht alles gleich festschreiben, sondern darf dem Leben durchaus ein bisschen Vorsprung geben.

Vielleicht weiten sich manche Arbeitsbereiche auch so aus, dass es günstig ist, sie in einem separaten Verein zu strukturieren, etwa die Kultur- oder die Sozialarbeit. Das ist ja ein weites Feld, Caritas, Sozialarbeit im weitesten Sinne. Caritas meint ja nicht nur Mildtätigkeit – die hat leicht den üblen Beigeschmack, dass sie kaschiert, wo die sozialen Strukturen der Gesellschaft versagen – sondern lateinisch ­»caritas« heißt auch so etwas wie »Hochachtung« oder »Wertschätzung«. Also dieser Bereich der tätigen, wertschätzenden Liebe – der soziale Ausgleich gehört auch dazu, ist aber längst nicht ­alles – dieser Bereich, der im frühen Christentum so stark gewirkt hat, scheint mir heute in unseren Gemeinden etwas unterbelichtet zu sein. Ist die Christengemeinschaft heute wirklich Quellort für Toleranz und Menschenverständnis, oder ist nicht manche überlieferte und bewahrte Form menschlich doch auch eng und für neue Interessenten eher abweisend – oder noch schlimmer: vereinnahmend?

Wie die anderen christlichen Gemeinschaften auch stehen wir in der Christengemeinschaft vor der Herausforderung, in einer immer stärker individualisierten Kultur und Zivilisation verstehen, erklären und leben zu lernen, welchen Sinn die Pflege des Religiösen in Gemeinschaft haben kann. Kein Mensch fragt heute nach einer neuen Konfession, gar mit neuen Dogmen und Katechismen, geschriebenen oder ungeschriebenen. Es gehört zum Selbstverständnis der Christengemeinschaft, dass der Mensch eben gerade nicht auf ein Bekenntnis verpflichtet oder einer von außen bestimmten religiösen Verpflichtung unterliegt. Es geht uns um religiöse Übung und Erfahrung, die der Entwicklung unserer Zivilisation standhalten und unsere aktuelle Lebenspraxis durchdringen kann. Da sind die Zugänge natürlich ganz individuell und verschieden.

Religionsfreiheit kann heute nicht mehr nur darin bestehen, dass man frei ist, sich einem Bekenntnis und den sich daraus ­ergebenden Verpflichtungen anzuschließen oder auch davon abzuwenden, sondern echte ­Religionsfreiheit muss auch einen ganz eigenen und vielleicht einsamen Zugang zu Gottes­erfahrung ermöglichen. Wie und wo der Einzelne sich in diesem persönlichen Prozess in dem Lebensorganismus Gemeinde an­siedelt, kann ihm von niemandem vorgeschrieben werden. Dieser Lebensorganismus Gemeinde dürfte also nicht begrenzt sein durch eine nach außen gebildete und womöglich starre Haut, sondern er reicht so weit, wie die ­Wärmestrahlung aus seinem Zentrum spürbar ist. Dann kann immer ­wieder im Moment der Begegnung – und nicht nur sonntags in der Kirche – aktuell Gemeinschaft, Christen­gemeinschaft entstehen.

Wie leicht verwechselt man die in den bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen selbstverständlich notwendige Institutionalisierung mit Gemeinde und hofft auf Wachstum der Institution, statt auf Erweiterung der Gemeinschaft. »Die Gemeinden wachsen nicht, die Täuflinge und Konfirmanden verschwinden aus unserem Gesichtsfeld«, das sind ja wohlbekannte Klagen. Liegt das vielleicht daran, dass wir uns zu sehr auf Haus und Hof konzentrieren, aber Wiesen und Äcker im Umkreis unbestellt bleiben?

Vielleicht kann man unter dem Gesichtspunkt, dass Gemeinde nicht institutionell besteht, sondern in der Begegnung mit dem Göttlichen immer neu entsteht – sei es im Gottesdienst oder sei es im menschlichen Miteinander – neu fragen: Muss man erwarten, dass die Menschen immer kommen oder kann man auch mal hingehen? Denken wir heimlich doch, dass die, die kommen, die besseren Christen sind? Entspricht unsere Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Gemeinde und im Religionsunterricht der Schule, entspricht unsere Art zu predigen und Vorträge zu halten, Arbeitskreise zu leiten und Altennachmittage zu organisieren wirklich den Bedürfnissen und den Erfordernissen unserer Zeit?

Das ist vor allem eine Frage nach dem Selbstverständnis der Priester. Betrachten sie sich nicht nur als Weltbürger, sondern sehen sie sich immer auch als Mitmenschen innerhalb der weltlichen Gemeinschaften der politischen Gemeinde, der Stadt, der Region und deren Bewohner. Müssen sie in jedem Fall »Vollzeitgeistliche« sein – mit der Gefahr, betriebsblind und lebensfremd zu werden als Vorsitzende einer mehr oder weniger geschlossenen Gesellschaft? Oder dürfen sie, wie der Apostel und Zeltmacher Paulus, weitere Aufgabenstellungen übernehmen und dadurch die Kluft überbrücken helfen, die seit dem Mittelalter immer wieder den Klerus von den sogenannten »Laien« trennt? Vielleicht ist noch zu entdecken, dass die Aufgabe der Gemeindepfarrer gerade nicht darin besteht, einen Platz zu besetzen, sondern Raum zu schaffen. Dass Gemeinde nicht »gemacht« werden kann, sondern ermöglicht werden will.

Denn Gemeinde ist auch wie ein Fluss, in dem man bekanntermaßen nicht zweimal baden kann, ohne dass er ein anderer geworden ist; es kommen neue Menschen dazu – durch Geburt und Taufe oder durch die verschiedensten Begegnungen und Wechselfälle des Lebens –, andere sterben oder verlassen den Ort oder wenden sich anderem zu. Manche Persönlichkeit prägt sich stark ihrem Umkreis ein, andere bleiben äußerlich unscheinbar. Mancher lässt sich gern für das Vorhandene begeistern, andere suchen nach Neuem und nehmen am Alten Anstoß – vielleicht hat er oder sie noch nicht die richtige Aufgabe gefunden. Manche trifft man nie, obwohl sie sich zutiefst dazugehörig fühlen, andere, die immer kommen, sind sich ihrer Zugehörigkeit gar nicht so sicher …

»Ein bisschen komisch und behindert ist jeder«, war ein geflügeltes Wort in einer Konfirmandengruppe. Man kann sie bewundern und mögen – die Menschen – in ihrer merkwürdigen Einmaligkeit. Aber können wir unsere Verschiedenheit als Organe am Organ Gemeinde schon großzügig genug ertragen? Können wir dankbar sein für die, die auch wirklich da sind, sonntags konkret auf den Stühlen oder Bänken an der Feuerstelle des Altars sitzen und den Bezugspunkt für das Leben im Umkreis warm halten, auch wenn sie vielleicht gar nicht ahnen, wie groß dieser Lebensumkreis ist? Und können wir das Befremdende ertragen, dass die »selteneren Gäste« und die Neuen in der Gemeinde in uns auslösen?

Bleiben wir offen für das Außen, das wie im Bild des Bauernhofs vom Zentrum gehalten wird und sich zugleich in den weiteren Umkreis auswirkt? Und binden wir uns immer wieder aus eigener Kraft neu an den lebendigen Mittelpunkt unseres religiösen Lebens an? Gemeinde lässt sich an ihren Außengrenzen nicht erkennen oder definieren, aber an ihrem oft ganz heimlichen Bezug zu dem Wärmezentrum, das auch weit im Umkreis als Gemeinde gefühlt werden kann.
 

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