News

News

Freunde der Erziehungskunst

Notfallpädagogischer Einsatz nach dem Erdbeben und Tsunami in Indonesien

Einen Monat ist es her, seit das verheerende Erdbeben und der dadurch ausgelöste Tsunami die indonesische Insel Sulawesi in die Katastrophe gestürzt haben.  Über 7.000 Menschen sind vermutlich gestorben, mehr als 10.000 Personen sind verletzt, hunderte werden unter den Trümmern eingestürzter Gebäude vermisst.

 … >>

Goetheanum

Fachbibliothek Heilpädagogik wird in Goetheanum-Bibliothek integriert

Seit Oktober 2018 werden die rund 7000 Titel der Fachbibliothek Heilpädagogik und Sozialtherapie des Anthroposophic Council for Inclusive Social Development in die öffentliche Goetheanum-Bibliothek integriert.

 … >>

DieDrei

DieDrei - Schwerpunkt: Erde, Mensch und Kosmos

Heft 10, 2018

Grundbegriffe des Landwirtschaftlichen Kurses - Die Hierarchie der schöpferischen Denkkräfte - Das leibfreie Bewusstsein in der Meditation

 … >>

Pädagogische Sensibilität, Präsenz und Führung mit Ingo Schöne

Eine authentische Begegnung ist essentieller Bestandteil der pädagogischen Beziehung. Hierfür ist ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen innerlichem Impuls und Ausdruck besonders wichtig.

Von: Viviana Alvarez

Ausgeglichenes Verhältnis

Bild: Logo des Hardenberg Instituts und der Pädagogischen Akademie Im Seminar „Pädagogische Sensibilität, Präsenz und Führung“ mit Ingo Schöne am 20. Juni 2009 in Heidelberg hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, in einer entspannten jedoch konzentrierten Atmosphäre an vielerlei Übungen mit schauspielerischen Elementen zu arbeiten. Diese zielten auf eine Übereinstimmung zwischen eigenen inneren Regungen, Impulsen, Zielen und Bedürfnissen und der adäquaten Vermittlung an die „Außenwelt“ sowie auf eine sensiblere Wahrnehmungsfähigkeit. Durch das Feedback aus der Gruppe und unterstützende Kommentare von Ingo Schöne konnten die Teilnehmer abspüren, wo die eigenen Ansatzpunkte für eine Verbesserung der damit angesprochenen pädagogischen Präsenz liegen könnten. In der zweiten Hälfte des Tages wurde mit dem so genannten „Riemann-Modell“ gearbeitet. Der Psychologe Fritz Riemann ging davon aus, dass Angst zur menschlichen Existenz gehört und ihr positiver Aspekt darin liegt, dass sie den Menschen schützt und die Chance bietet, Gegenkräfte zu entwickeln, um sie zu überwinden. Jeder Mensch erlebt seine ganz persönliche Form der Angst.
Aber all diese unterschiedlichen Ängste lassen sich, so Riemann, auf vier Grundformen zurückführen. Diese Grundformen entwickeln sich aus den vier Forderungen, denen das menschliche Leben unterliegt:
  • Der Mensch soll ein einmaliges Individuum werden.

  • Der Mensch soll sich der Welt, dem Leben und den anderen Menschen offen zuwenden.

  • Der Mensch soll Dauer anstreben, Pläne machen und diese verwirklichen.

  • Der Mensch soll Verwandlung und Weiterentwicklung durchmachen, Vertrautes und Gewohntes aufgeben können.
Riemann erläutert diese Grundimpulse und die damit verbundenen Ängste in einem Vergleich mit den vier Grundkräften der Erde: Zentripetal- und Zentrifugalkraft, Rotation und Revolution. In einer räumlichen Darstellung kann das Modell wie folgt beschrieben werden:

>> Modelldarstellung 

Die Ängste stehen sich als Polaritäten gegenüber. Das Ziel ist nach Riemann, eine ausgewogene Grundhaltung gegenüber den Herausforderungen im Alltag und im Beruf anzustreben. Zu diesem Hintergrund kann an einem Kommunikationsmodell gearbeitet werden, mit dessen Hilfe Haltung und Einstellung der Beteiligten in bestimmten zwischenmenschlichen Situationen betrachtet und analysiert werden können. Die Teilnehmer beschrieben reale Lebenssituationen, die ihnen Schwierigkeiten bereiten. Durch Gespräche und genauere Analysen der jeweiligen Situation
und der Grundeinstellung der daran Beteiligten wurde deutlich, welche Wege aus der problematischen Lage hinausführen könnten. _________________________________ Mehr Informationen zur Arbeit des Hardenberg Instituts und der Pädagogischen Akademie unter: www.hardenberginstitut.de www.paedagogische-akademie.de 

Zurück