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AGiD

Die Entwicklung der „Freien Hochschule für Geisteswissenschaft“ interessiert auch Jüngere

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AGiD

Das zivilgesellschaftliche Kongress-Festival Soziale Zukunft 2020 wird vom 11. bis 14. Juni 2020 in der Jahrhunderthalle Bochum stattfinden.

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Sterben.ch

Wir müssen über den Tod nicht nur anders denken lernen, sondern wir müssen über den Tod anders fühlen lernen. Denn das Rätsel des Todes hängt in der Tat mit den tiefsten Welträtseln zusammen. Seien wir uns nur ganz klar darüber, daß wir all dasjenige, wodurch wir uns in der physischen Welt Wahrnehmungen und Kenntnisse verschaffen, wodurch wir von
der äußeren Welt etwas erfahren, ablegen, wenn wir durch die Pforte des Todes treten.

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Sterben.ch

Ein Kindsverlust wiegt schwer. In jedem Fall. Betroffene Eltern wie weitere An- und Zugehörige schätzen die ungeteilte Anteilnahme, das volle Mitgefühl. Manche ausserordentlichen Kinderschicksale kündigen sich im Voraus an. Wer dies während des Geschehens oder auch im Verarbeiten des Erlebten zu verstehen und zu begreifen sucht, dem kann unter Umständen schweres Leid leichter werden. In den nachfolgenden Abschnitten wird das Thema aus anthroposophischer Sichtweise beleuchtet.

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Anthroposophische Gesellschaft Deutschland

7. Himmelfahrtstagung zur Zukunft der anthroposophischen Bewegung und Gesellschaft

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Rudolf Steiners wilde Berliner Jahre im Visier

Lesecollage im Literaturhaus Berlin anlässlich des 150. Geburtstages stieß auf großes Interesse - „Verbrechertische“ der Literaten gegen den Zeitgeist des Kaiserreiches

Von: NNA - Berichterstattung

Gründerzeitliches Ambiente

Von NNA-Korrespondent Ernst-Ullrich Schultz BERLIN/LEIPZIG (NNA). Biografische Erzählungen und eine Lesecollage zur abenteuerlichen Lebensmitte Rudolf Steiners in seinen Berliner Jahren, als er sich noch in antibürgerlichen Kreisen bewegte, waren das Thema eines literarischen Abends, zu dem die drei Autoren Manfred Kannenberg, Andreas Laudert und Wolfgang G. Vögele in Berlin zusammengekommen waren. Das gründerzeitliche Ambiente des Kaminzimmers im Literaturhaus in Charlottenburg war ein passender Rahmen für die gut besuchte Veranstaltung, die der Futurum-Verlag anlässlich des 150. Geburtstages von Rudolf Steiner aufs Programm gesetzt hatte. Die Autoren präsentieren einen „anderen Rudolf Steiner“, der nach Enttäuschungen und fehlender gesellschaftlicher Anerkennung in seinen Weimarer Jahren nun seine Mission in der quirligen Millionenstadt Berlin suchte. Steiner ging es darum, so die Autoren, gegen das Verstummen und für seine Ideen zu arbeiten. Außerdem hoffte er darauf, sich in der literarischen Welt Gehör zu verschaffen. Durch diese Kontakte fand sich Steiner dann im Berlin der Jahrhundertwende in Kreisen ein, die im bürgerlichen Sinn nur als anrüchig gelten konnten. Mit „Rudolf Steiner am Verbrechertisch“ nahm die Veranstaltung darauf Bezug. Der „Verbrechertisch“ war damals eine ironische Wendung der Literaten, die sich gegen den herrschenden wilhelminischen Zeitgeist wendeten. Dazu zählten unter anderem O.E. Hartleben, Paul Scheerbart und Peter Hille, eine trinkfeste Runde, die jede bürgerliche Konvention abgelegt hatte. Heute würde man von einer alternativen Szene sprechen, in der Rudolf Steiner zeitweilig seinen Platz fand. Die Autoren dieses Abends zeichneten mit Humor das Bild des bis in die Morgenstunden diskutierenden Herausgebers einer Literaturzeitschrift an den Stammtischen „Zur alten Künstlerklause“ in der Dorotheenstraße oder im Kellerlokal „Zum strammen Hund“ oder später im Literatenzirkel der „Kommenden“. Sie dokumentierten anhand von Textbeispielen, wie Steiner einerseits bürgerliche Autoren mit bissigen Theaterkritiken bedachte und Ibsen, der in Deutschland gerade bekannt wurde, für seine fragende Haltung in seinen Stücken lobte. Deutlich charakterisiert dies wohl auch seine damalige Geisteshaltung. Steiner wurde in der Literaturszene zunehmend bekannter, von seinem Einfluss zeugt ein langes Gespräch mit Franz Kafka, der ihm seine Selbstzweifel in aller Offenheit ausbreitete. Steiners eigentliche Karriere als Redner hatte in Berlin begonnen, wo er an der sozialistischen Arbeiterbildungsschule u.a. Rhetorikkurse gab und zum Gutenbergjubiläum vor 7000 Druckern und Setzern die Festrede im Zirkus Schumann hielt. Das spätere Engagement in der Theosophischen Gesellschaft wurde von den Freunden vom „Verbrechertisch“ mit großem Befremden aufgenommen. Als ein Resümee, so fasste es Manfred Kannenberg am Schluss zusammen, war Steiner in diesem Lebensabschnitt vor allem ein Suchender. Als Autor der „Philosophie der Freiheit“ habe er in diesen avantgardistischen Kreisen erstmals Gehör für seine neuen Ideen gefunden. Viel Beifall und anregende Gespräche gab es am Ende für diese gelungene Lesung der drei Autoren. Im Rahmenprogramm der anthroposophischen Verlage zur Leipziger Buchmesse fand eine Wiederholung der Veranstaltung im dortigen Kaffeehaus „Riquet“ statt. End/nna/eus Literaturhinweise: Manfred Kannenberg: Rudolf Steiner in Berlin. Dornach: Verlag für Anthroposophie, 2011; Andreas Laudert: Abschied von der Gemeinde. Dornach: Futurum Verlag 2011; Wolfgang G. Vögele: Der andere Rudolf Steiner. Dornach: Futurum Verlag 2011. Bericht-Nr.: 110325-01DE Datum: 25. März 2011 © 2011 News Network Anthroposophy Limited (NNA).

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