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erziehungskunst.de

Annäherung an ein unausschöpfbares Wesen

»Wer war Christus?«, ist die immer wiederkehrende Frage in diesem Buch und es wird deutlich und ist durchaus spannend zu lesen, wie sich Steiners Beschreibungen immer mehr differenzieren und verfeinern und wie er immer weitere Dimensionen in dem Versuch erringt, dem Wesen des Christus auf die Spur zu kommen.

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anthroposophie.ch

Besinnliche Weihnachten

anthroposophie.ch bedankt sich bei allen Leserinnen und Lesern für das grosse Interesse und Vertrauen in diesem Jahr und wünscht allen besinnliche Festtage und eine reiche Zeit der Rauhnächte.

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Anthroposophische Gesellschaft Deutschland

Hochschultagung

Erkenntnis ist Teilnahme, wird Schicksal und lebt in der Welt -Was ist die Freie Hochschule für Geisteswissenschaft? Wie entstand sie? Worum geht es ihr?Warum heisst sie Goetheanum? Wie arbeitet sie und wo liegen ihre Möglichkeiten und Probleme?

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Die Christengemeinschaft

Die Christengemeinschaft | Januar 2019

Ich und die Widerständigkeit der Welt - Die Menschen, die heute geboren werden, erleben die Widerständigkeiten, die aus der Bewusstseinsseelenkultur für uns alle spürbar sind, in der radikalen Individualisierung und der damit einhergehenden Antisozialität und Egoität des Einzelnen3 und seiner Vereinsamung. 

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Siegfried Woitinas - Nachruf

Am 14. März 2014 hat der Begründer, Gestalter und Mitarbeiter des Forum 3, Siegfried Woitinas, seinen Lebensweg im Alter von 84 Jahren vollendet.

Von: Forum 3 e.V.
»Mögen in diesem Bau viele Menschen Kraft finden, sich in ihrem innersten Kern zu ergreifen und zu wandeln, um nach dem Urbild des Menschen die Welt zu gestalten.«

Siegfried Woitinas
zur Grundsteinlegung des Forum 3-Erweiterungsbaues, 1981
*** Geboren wurde er am 24. Januar 1930 im damaligen Breslau als ältestes von vier Kindern. Der Vater war Gartengestalter, die Mutter Kindergärtnerin. Reiche innere und äußere Erlebnisse prägten seine Kindheit und Jugend. Er träumte von einem abenteuerlichen Leben als Schauspieler oder Opernsänger. Diese Träume zerstörte der Zweite Weltkrieg. Bei einer missglückten Flucht aus seiner Heimatstadt geriet er in russische Kriegsgefangenschaft, die ihm schwere gesundheitliche Schäden und traumatische Erlebnisse brachte. Als ihm mit fünfzehn Jahren doch die Flucht nach Westen gelang, hatte er zwar zu ungewöhnlicher Selbständigkeit und Selbstbewusstsein gefunden, in sich trug er aber unauslöschliche Bilder verbrannter Erde und zerstörter Zivilisation. Nach einer Ausbildung zum Rundfunktechniker begegnete er mit neunzehn Jahren der Anthroposophie. Diese bestimmte sein ganzes weiteres Leben, denn er entwickelte daraus auch den Impuls, eines Tages eine freie Hochschule zu gründen. Erst einmal absolvierte er weitere Ausbildungen zum Lehrer, Schauspieler und Regisseur, sammelte Berufserfahrungen und eignete sich viele praktische und handwerkliche Fähigkeiten an. Seine Hoffnung, eine ihn in seiner Lebensaufgabe ergänzende Partnerin zu finden, erfüllte sich in der Schicksalsbegegnung mit Elke Woitinas, die er 1967 heiratete. 1968 wurde das entscheidende Jahr: weltweite Studentenbewegung, Prager Frühling und vieles mehr veranlassten ihn, aus den Ideen der sozialen Dreigliederung sich öffentlich für die gesamtgesellschaftliche Neugestaltung zu engagieren. In Stuttgart fand er viele Gleichgesinnte, nahm an Demonstrationen und Straßenaktionen teil und trat ein für ein freiheitlich selbstverwaltetes Kulturleben, ein nach dem Prinzip der Gleichheit strukturiertes Rechtsleben sowie ein solidarisch sich selbstorganisierendes Wirtschaftsleben zum Wohle aller Menschen. Die gesamtgesellschaftliche Umgestaltung gelang nicht. Doch tauchte jetzt wieder der Hochschulgründungsimpuls auf und aus einer Gruppe von etwa hundert Aktivisten mit ihm als zentraler Persönlichkeit kam es zur Begründung des Forum 3. Die leerstehenden Räume des alten, zum Teil beschädigten Gebäudes wurden hergerichtet und im Herbst 1969 die Türen geöffnet. Es kamen viele, vor allem junge Menschen. Schnell wuchsen die Aktiviäten um die Teestube, die kleine Theaterbühne, die öffentlichen Veranstaltungen und Gesprächs- und Arbeitsgruppen so an, dass eine differenzierte Struktur für die Zusammenarbeit nötig wurde. Der Vorschlag von Siegfried Woitinas, die Gesprächs- und Arbeitsorgane innerhalb des Forum 3 nach dem Vorbild der Dreigliederung zu differenzieren, hat sich bis heute für die Praxis der Selbstverwaltung als fruchtbar erwiesen. Dass sich in den Folgejahren im Forum 3 eine tragfähige Gemeinschaft von Menschen bildete, die sich die Pflege und Entwicklung dieses Jugend- und Kulturzentrums zu einer Lebensaufgabe machten, war neben der vollen Einsatzbereitschaft der hauptsächlich jungen Mitarbeiterschaft vor allem Elke Woitinas zu verdanken. Ihr Blick für menschlich-individuelle Eigen schaften und ihre sozial-künstlerische Fähigkeit, diese für die Praxis fruchtbar zu machen, wirkte auf alle Beteiligten inspirierend. Das hätte Siegfried Woitinas alleine nicht vermocht. Als 1979 das Forum 3 vor Besuchern und Aktivitäten aus allen Nähten zu platzen drohte, entstand der Impuls zu einem Erweiterungsbau. Siegfried Woitinas zeigte hier als Bauleiter sein ganzes baumeisterliches Können. Im November 1982 wurde der Bau eingeweiht. Auf diesem Fundament konnte Siegfried Woitinas sich in den folgenden Jahrzehnten ganz seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit auf spirituellem wie sozialem Feld widmen. Stets griff er aktuelle Zeitereignisse auf und schaute diese mit den Erlebnissen der Menschen zusammen. An solcher Polarität gelangte er zu geistigen Einsichten, die er dann vermittelte, um zu helfen, das eigene wie das gesellschaftliche Leben menschengemäß zu gestalten. Mit großer Resonanz hat er dies in hunderten von öffentlichen Vorträgen über soziale und spirituelle Fragen, vielen Gesprächen zum Zeitgeschehen, regelmäßigen Kursen – in der Regel an vier Abenden in der Woche – und zahllosen Einzelgesprächen getan. Immer konnte man sich an ihn wenden.
Hinzu kamen viele Artikel und Aufsätze sowie einige Bücher, darunter die autobiographische Skizze »Wunderbares Leben« aus dem Jahre 2000. Siegfried Woitinas hat bis zum Schluss unermüdlich öffentlich seine Stimme für eine gesellschaftliche Gestaltung nach dem Urbild des Menschen erhoben, wie er es auch in seinem Spruch für die Grundsteinlegung des Forum 3 1981 formuliert hat. Dieser Spruch war für ihn nicht nur ein Wunsch für andere Menschen sondern stets auch Leitbild für sein eigenes Handeln. Wir – seine Kollegen und Mitarbeiter im Forum 3 – stehen voll Bewunderung vor seiner großen Lebensleistung. Dankbarkeit erfüllt uns, mit ihm zusammen gearbeitet zu haben. Geistig bleiben wir mit ihm weiter verbunden. _______________________________

Kontakt:

Forum 3 e.V.
Gymnasiumstraße 21
70173 Stuttgart Vertretungsberechtigter Vorstand: Ingrid Lotze, Ulrich Morgenthaler, Elke Woitinas

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