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erziehungskunst.de

Annäherung an ein unausschöpfbares Wesen

»Wer war Christus?«, ist die immer wiederkehrende Frage in diesem Buch und es wird deutlich und ist durchaus spannend zu lesen, wie sich Steiners Beschreibungen immer mehr differenzieren und verfeinern und wie er immer weitere Dimensionen in dem Versuch erringt, dem Wesen des Christus auf die Spur zu kommen.

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anthroposophie.ch

Besinnliche Weihnachten

anthroposophie.ch bedankt sich bei allen Leserinnen und Lesern für das grosse Interesse und Vertrauen in diesem Jahr und wünscht allen besinnliche Festtage und eine reiche Zeit der Rauhnächte.

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Anthroposophische Gesellschaft Deutschland

Hochschultagung

Erkenntnis ist Teilnahme, wird Schicksal und lebt in der Welt -Was ist die Freie Hochschule für Geisteswissenschaft? Wie entstand sie? Worum geht es ihr?Warum heisst sie Goetheanum? Wie arbeitet sie und wo liegen ihre Möglichkeiten und Probleme?

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Die Christengemeinschaft

Die Christengemeinschaft | Januar 2019

Ich und die Widerständigkeit der Welt - Die Menschen, die heute geboren werden, erleben die Widerständigkeiten, die aus der Bewusstseinsseelenkultur für uns alle spürbar sind, in der radikalen Individualisierung und der damit einhergehenden Antisozialität und Egoität des Einzelnen3 und seiner Vereinsamung. 

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Tagung „Menschheit an der Schwelle“

Chancen und Herausforderungen der gegenwärtigen Schwellensituation beleuchtet

Von: Simone Wessely

Ur-Fragen menschlicher Existenz

Am 24. und 25. Juni 2011 fand die wissenschaftliche Tagung „Menschheit an der Schwelle“ an der Freien Hochschule Mannheim (FHM) statt. Wissenschaftler, Studierende und Interessierte kamen nach Mannheim, um sich über die gegenwärtige Schwellensituation in kulturhistorischer, literarischer und wissenschaftlicher Perspektive auszutauschen. „ Die in den kurzen, aber intensiv genutzten Gesprächseinheiten entstandenen lebhaften Diskussionen haben gezeigt, dass es gelungen ist, wesentliche Facetten der Situation der Gegenwart mit ihren Gefahren, Herausforderungen und Chancen auszuleuchten“,  resümiert Albert Schmelzer, Leiter des Instituts für Interkulturelle Pädagogik an der Freien Hochschule Mannheim und Mitinitiator der Tagung. Im Zentrum der Veranstaltung standen Vorträge von Roland Benedikter, Reinhard Bode und Albert Schmelzer zu den Themen der menschliche Geist in den zeitgenössischen Wissenschaften, die US-Politik unter Präsident Obama und globale Systemverschiebungen sowie die historische Dimension der Gegenwart und die Schwellensituation der Dichtung des 20. Jahrhunderts.
  Dr. Albert Schmelzer eröffnete die Veranstaltung mit einem Vortrag über die Gegenwart aus historischer Perspektive. Er zeigte auf, dass die Geschichte der Menschheit als Prozess der Emanzipation aus einer ursprünglich engen Verbundenheit mit der sozialen Gruppe, der Natur und der im Kosmos erlebten Geistigkeit verstanden werden kann. Im Zuge dieses Individualisierungsprozesses bildete sich das selbstbewusste Ich der Moderne aus, das durch Naturwissenschaft und Technik im Kontext eines global agierenden Kapitalismus die natürlichen Ressourcen in einer sich beschleunigenden Geschwindigkeit ausbeutet. Schmelzer betont, dass dieses Paradigma zu einem enormen Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum, aber auch zu gewaltigen sozialen Verwerfungen – rund eine Milliarde Menschen leiden an Unterernährung – und zu den Problemen von Klimawandel und Ressourcenknappheit geführt hat. „Wir sind dabei, unsere eigenen Lebensgrundlagen zu zerstören.“ Damit stellt sich aus Sicht des Historikers die Herausforderung, die Schwelle zu „neuen Räumen“ zu überschreiten im Sinne einer integralen Spiritualität, welche die Selbsterfassung des Ich hin zur Wahrnehmung seiner Verbundenheit mit der Natur, dem Mitmenschen und der geistigen Dimension der Welt im Sinne einer „Wieder-Einwurzelung“ steigert und zu einer goetheanistischen, ökologisch orientierten Naturwissenschaft und einer zugleich freiheitlichen, demokratischen und solidarischen Sozialgestalt vordringen möchte. Roland Benedikter, Europäischer Stiftungsprofessor für Kultursoziologie und Politische Soziologie an der Universität von Kalifornien in Santa Barbara und am Europa-Zentrum der Stanford Universität (USA), sprach über den Aufstieg des menschlichen Geistes in den zeitgenössischen Wissenschaften. Die hohe Bedeutung, die der Erforschung des menschlichen Bewusstseins gegenwärtig beigemessen wird, zeigt sich unter anderem an dem interdisziplinären und internationalen Forschungsprojekt „Decade of the Mind“, das in naher Zukunft starten soll, finanziert mit 4 Milliarden US-Dollar aus US-Bundesmitteln.  Laut Benedikter werden die zu erwartenden Forschungsergebnisse eine weit höhere Sprengkraft haben als auf den ersten Blick sichtbar. Bereits heute beginnen die Auswirkungen auf Kultur und humanistisches Denken, und er warnt daher vor voreiligen rein nutzenbezogenen Schlüssen und fordert einen umsichtigen Umgang mit den Forschungsergebnissen. Dies nicht zuletzt mit Blick auf die neue globale Ideologie des Transhumanismus, die in ihrem Streben nach dem technisierten Supermenschen das bisherige Ich-Bewusstsein sowie die Grundlagen des Humanismus zu überwinden suchen. Weitere Vortragsthemen des Politikwissenschaftlers und Amerika-Experten beschäftigten sich mit der US-Politik unter Präsident Obama und den globalen Systemverschiebungen unserer Zeit. Im Mittelpunkt seines Beitrags über die US-Politik stand der Machtübergang von Bush zu Obama im Januar 2009 und der sich damit vollziehende Wandel im Zentrum der anglo-amerikanischen Gesellschaft.  Der in den USA herrschende enge Bezug zwischen Politik und Spiritualität wurde mit dem Regierungsantritt Obamas auf eine neue Grundlage gestellt, erläutert Benedikter. Stand sein Vorgänger George W. Bush noch in der Tradition der so genannten WASP (White Anglo-Saxon Protestant), so fühlt sich Obama der Civil Rights Bewegung unter Martin L. King verbunden.  Benedikter bezeichnet die Spiritualität Obamas als indirekten Brückenschlag zwischen dem Geist der US-Bürgerrechtsbewegung und Aspekten der rationalen Freiheitsphilosophie Zentraleuropas, wie sie auch von Rudolf Steiner vertreten wird. In seinen Ausführungen zu den aktuellen politischen globalen Verschiebungen setzte sich Roland Benedikter mit dem Konzept der sozialen Dreigliederung von Rudolf Steiner auseinander und plädierte für eine Erweiterung des Konzepts von den drei Steiner'schen Dimensionen Politik, Wirtschaft und Kultur auf die sechs Dimensionen Politik, Wirtschaft, Kultur, Religion, Technik und Demografie. Die globale Entwicklung wäre dann als die siebte Dimension zu verstehen, die "das Ganze, das mehr ist als die Summe seiner Teile" darstellt. Mit der Schwellensituation der Dichtung des 20. Jahrhunderts befasste sich der Beitrag von Reinhard Bode, der die Tagung gemeinsam mit Albert Schmelzer initiierte. Der Germanist und Waldorflehrer  erläuterte anhand ausgewählter Biografien bedeutender Dichterinnen und Dichter des 20. Jahrhunderts wie  Rainer Maria Rilke, Franz Kafka, Nelly Sachs, Paul Celan, Friedrich Dürrenmatt und Max Frisch, Peter Handke, Michel Houellebecq und Julie Zeh, wie existentielle Erlebnisse zu Krisen, Todeserfahrungen, Bewusstseinsum- und aufbrüchen führten. Dabei wies er darauf hin, dass die von Friedrich Nietzsche in „Also sprach Zarathustra“ proklamierte Gefährdung des Menschen, indem er  „als ein Seil über einem Abgrund gespannt“ gesehen wird, prophetisch zukünftige Dichtererfahrungen anzeigt. Sie eröffnen Bewusstseinsbereiche, die alle herkömmlichen Vorstellungen zur Individualität, Denknormen und Gefühlsformen verlassen und in Grenzbereiche vorstoßen, die zu ganz neuen Auseinandersetzungen mit den so genannten Ur-Fragen menschlicher Existenz wie Tod, Sinn, Ich, Liebe und Gott führen. „Die Umwertung aller Werte, wie sie Nietzsche beschwor, werden hier als originäre Freiheitserlebnisse der Individualität virulent, über die kein sich selbst und sein Genre ernst nehmender Dichter mehr hinwegkommt“, betont Reinhard Bode.

Über die Freie Hochschule Mannheim Kernkompetenz der Freien Hochschule Mannheim ist die Qualifizierung von Lehrerinnen und Lehrern für Waldorfschulen und heilpädagogische Einrichtungen sowie Schulen, die auf waldorfpädagogischer Grundlage arbeiten. Pädagogische Praxisorientierung sowie künstlerische Studienanteile zur Entwicklung und Förderung emotionaler Intelligenz bilden zentrale Profilmerkmale. Die Studiengänge der Hochschule sind zukunftsorientiert und richten sich eng an den Erfordernissen des Arbeitsmarkts aus. Die Absolventen haben beste Berufschancen. Die Freie Hochschule Mannheim befindet sich derzeit im staatlichen Anerkennungsverfahren. Die BA-Studiengänge Waldorfpädagogik und Social Care/ Heilpädagogik sowie der MA-Studiengang Waldorfklassenlehrer/in wurden per Vorratsbeschluss akkreditiert.   Weitere Informationen über die Freie Hochschule Mannheim finden Sie im Internet unter www.freie-hochschule-mannheim.de
    Pressekontakt: Simone Maria Wessely

Freie Hochschule Mannheim*

Pressestelle

Tel. 0621 / 30948 - 27

E-Mail simone.wessely@freie-hochschule-mannheim.de

www.freie-hochschule-mannheim.de

  * Hochschule i. Gr. Eine Einrichtung der Trägergesellschaft der Freien Hochschule Mannheim gGmbH.

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