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Freunde der Erziehungskunst

Notfallpädagogischer Einsatz nach dem Erdbeben und Tsunami in Indonesien

Einen Monat ist es her, seit das verheerende Erdbeben und der dadurch ausgelöste Tsunami die indonesische Insel Sulawesi in die Katastrophe gestürzt haben.  Über 7.000 Menschen sind vermutlich gestorben, mehr als 10.000 Personen sind verletzt, hunderte werden unter den Trümmern eingestürzter Gebäude vermisst.

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Goetheanum

Fachbibliothek Heilpädagogik wird in Goetheanum-Bibliothek integriert

Seit Oktober 2018 werden die rund 7000 Titel der Fachbibliothek Heilpädagogik und Sozialtherapie des Anthroposophic Council for Inclusive Social Development in die öffentliche Goetheanum-Bibliothek integriert.

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DieDrei

DieDrei - Schwerpunkt: Erde, Mensch und Kosmos

Heft 10, 2018

Grundbegriffe des Landwirtschaftlichen Kurses - Die Hierarchie der schöpferischen Denkkräfte - Das leibfreie Bewusstsein in der Meditation

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Übergänge als große Herausforderung in der Pädagogik

Erster gemeinsamer Kongress von Waldorfschulen und -kindergärten in Frankfurt ‑ Wissenschaftler beleuchten neue Anforderungen an Erziehung im 21. Jahrhundert

Von: Bund der Freien Waldorfschulen

Bildung braucht Zeit

Foto: Charlotte Fischer Frankfurt/Stuttgart. Waldorfschulen und -kindergärten wollen in Zukunft enger zusammenarbeiten, um den neuen Anforderungen an die Pädagogik im 21. Jahrhundert besser gerecht zu werden. Dies bekräftigten Sprecherinnen beider Organisationen auf der Tagung „Entwicklungsräume und Übergänge in Kindergarten und Schule“ am Wochenende in Frankfurt. Auf der Tagung, die sich an Lehrer, Erzieher und Eltern richtete, beleuchteten außerdem Wissenschaftler wie Dr. med. Michaela Glöckler, Dornach, und Prof. Dr. Rainer Strätz, Köln, die Veränderungen der Kindheit in unserer Zeit und die Bedeutung von Übergangssituationen in der Pädagogik. Birgitt Beckers vom Vorstand des Bundes der Freien Waldorfschulen und Claudia Freytag vom Vorstand der Vereinigung der Waldorfkindergärten begrüßten die rund 400 Besucher, die zur Tagung nach Frankfurt gekommen waren. Sie fand in dieser Form zum ersten Mal statt und soll den Auftakt zu verstärktem Dialog zwischen beiden Organisationen bilden. „Waldorfpädagogik muss sich in allen Bereichen als heilende Erziehung profilieren“, betonte Birgitt Beckers. Claudia Freytag unterstrich die Bedeutung des ganzheitlichen Konzepts der Waldorfpädagogik, das die Spanne von der Geburt bis zum Verlassen der Schule umfasse. „Wenn wir stärker zusammenarbeiten, können wir die Kinder noch besser durch das 21. Jahrhundert begleiten“, sagte sie. In ihrem Auftaktvortrag nahm Michaela Glöckler von der Medizinischen Sektion der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum in Dornach Bezug auf die Folgen der Wende in Europa Ende der 80er Jahre. Erst im Nachhinein könne man sehen, dass damit eine völlig andere Zeit begonnen habe. Extreme Widersprüche kennzeichnen nach den Worten Glöcklers das beginnende 21. Jahrhundert. „Die Frage ist, wie wir die Kinder begaben können, mit diesen Widersprüchen umzugehen“, betonte sie. Hinzu komme die immer früher einsetzende Individualisierung der Kinder. Jedes müsse sensibler verstanden werden und seinen eigenen Zugang in diese Welt finden. Als wichtigste Anforderung an die Pädagogik nannte Glöckler die Erziehung zur Authentizität. Nur mit einer das Ich stärkenden Erziehung könne den Anforderungen des 21. Jahrhunderts begegnet werden. „Selbstdenker müssen unsere Schulen verlassen“, betonte sie. Am Ende ihres Vortrags wies Glöckler auf die Bedeutung Deutschlands und Europas in den Umbrüchen des 21. Jahrhunderts hin. Hier gelte es, zu einem „Weltverständnis des Menschlichen“ beizutragen, bei dem die spirituelle Orientierung eine zentrale Rolle spiele. Prof. Rainer Strätz vom Sozialpädagogischen Institut Nordrhein-Westfalen verdeutlichte in seinem Vortrag die Wichtigkeit von Übergängen in den Bildungsbiographien von Kindern und Jugendlichen. „Die Gestaltung von Übergängen gilt zu Recht als die hohe Schule der Pädagogik“, betonte er. Übergänge seien mit Unsicherheiten und Ängsten verbunden, könnten aber auch Entwicklung herausfordern. Nach Aussage des Erziehungswissenschaftlers kommt es bei der Gestaltung von Übergängen darauf an, dass die didaktischen Konzepte in den Bildungsinstitutionen eng verzahnt werden und damit eine Kontinuität ermöglicht wird. Strätz betonte, dass die Kinder die Zeit haben müssten, um soziale Kompetenzen für die Bewältigung von Übergängen zu entwickeln: „Bildung braucht Zeit und darf nicht mit einem Wettrennen verwechselt werden“. Die Eltern sind dabei laut Strätz die entscheidenden Partner bei den Übergängen, weil sie die kontinuierlichen Begleitpersonen sind. Übergänge hätten überdies ein „doppeltes Gesicht“: sie könnten auf der einen Seite verunsichern und bedrohlich wirken, auf der anderen Seite eine beschleunigte Entwicklung auslösen. Es komme darauf an, durch ein positives Zusammenwirken aller Beteiligter Übergänge zu unterstützen: „Durch strukturell-organisatorische Abstimmung und konzeptionell-didaktische Verknüpfung können Übergänge wesentlich erleichtert werden“, so Strätz. Die verstärkte Zusammenarbeit zwischen Waldorfschulen und -kindergärten ist auch in dem neuen Leitbild der Waldorfschulen verankert, das von der Mitgliederversammlung des Bundes der Freien Waldorfschulen im Oktober verabschiedet wurde. ___________________________

Pressekontakt

für den Bund der Freien Waldorfschulen:                                                                    Peter Augustin, Pressereferent   
Wagenburgstraße 6,
70184 Stuttgart                                                                         Tel. 0711-2104240,
Mobil 0163 570 14 30                                                               pr@waldorfschule.de; www.waldorfschule.de          _________________________________

Pressekontakt

für die Vereinigung der Waldorfkindergärten e.V.: Julia Kaumeier
Le Quartier Hornbach 15
67433 Neustadt an der Weinstraße Tel: 0173/ 9776944 kaumeier@waldorfkindergarten.de; www.waldorfkindergarten.de

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