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Freunde der Erziehungskunst

Notfallpädagogischer Einsatz nach dem Erdbeben und Tsunami in Indonesien

Einen Monat ist es her, seit das verheerende Erdbeben und der dadurch ausgelöste Tsunami die indonesische Insel Sulawesi in die Katastrophe gestürzt haben.  Über 7.000 Menschen sind vermutlich gestorben, mehr als 10.000 Personen sind verletzt, hunderte werden unter den Trümmern eingestürzter Gebäude vermisst.

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Goetheanum

Fachbibliothek Heilpädagogik wird in Goetheanum-Bibliothek integriert

Seit Oktober 2018 werden die rund 7000 Titel der Fachbibliothek Heilpädagogik und Sozialtherapie des Anthroposophic Council for Inclusive Social Development in die öffentliche Goetheanum-Bibliothek integriert.

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DieDrei

DieDrei - Schwerpunkt: Erde, Mensch und Kosmos

Heft 10, 2018

Grundbegriffe des Landwirtschaftlichen Kurses - Die Hierarchie der schöpferischen Denkkräfte - Das leibfreie Bewusstsein in der Meditation

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Volksinitiative zum bedingungslosen Grundeinkommen

... im Bundesblatt publiziert! Aktualisiert 26. April ... Pressespiegel!

Von: Daniel Häni
Am 11. April 2012 ist die Eidgenössische Volksinitiative “Für ein bedingungsloses Grundeinkommen” im Bundesblatt publiziert worden. >> Bundesblatt  (PDF 4 Seiten)

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Damit begann die offizielle Phase der Unterschriftensammlung. Die Initiative kommt zustande, wenn innerhalb von 18 Monaten 100’000 gültige (beglaubigte) Unterschriften gesammelt werden. Natürlich hoffen wir das in kürzerer Zeit zu schaffen. Das hängt nun massgeblich von Ihnen ab.

>> Hier können Sie den Unterschriftenbogen in den 3 Landessprachen downloaden oder bestellen.

***** >> Einladung zur Medienkonferenz vom 12. April in Bern >> Einladung zur Grundeinkommen Werkstatt am 14. April in Basel >> Einladung zum Lancierungsfest am 21. April im Schiffbau in Zürich >> Einladung zum Sonntagsgespräch am 29. April in Chur

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Oswald Sigg im Tages Anzeiger zur Lancierung der Volksinitiative: >> Video anschauen “Wir sind überzeugt, dass diese Volksinitiativ die Schweiz verändern wird. Sie wird unsere Arbeitsgesellschaft verändern und es wird zu einer Umverteilung von Geld und Macht kommen.“
 
Oswald Sigg

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Ein ausgezeichneter Beitrag zum bedingungslosen Grundeinkommen im Schweizer Fernsehen in der Sendung Kulturplatz mit Christian Müller, Daniel Straub und Klaus Wellershoff. >> SF Kulturplatz

Ein alternatives Wirtschaftsmodell soll die Schweiz «befreien»

Ein Einkommen ohne Arbeit, für jede und jeden. Egal, ob Kind oder Erwachsener. Bedingungslos. Unvorstellbar? Die Initianten der eidgenössischen Volksinitiative «Für ein bedingungsloses Grundeinkommen» sagen «ja» zu einem neuen Modell, wie Arbeit und Einkommen in Zukunft geregelt werden sollen. Was nach ökonomischem Irrsinn klingt, wird im Buch von Daniel Straub und Christian Müller als ernsthaftes gesellschaftliches Modell beschrieben.«Kulturplatz» wagt einen Blick ins Jahr 2050, wenn das bedingungslose Grundeinkommen längst zur Realität geworden sein könnte.
 Autor: Eduard Erne

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Artikel zur Lancierung der Volksinitiative bei 20 Minuten: >> 2500 Franken pro Monat für alle Mit Online-Abstimmung! Ausschnitt: «Das Grundeinkommen wird die Schweiz verändern», sind die Initianten überzeugt. Einmal eingeführt werde es so selbstverständlich sein wie das Frauenstimmrecht. Gute Ideen hätten in der Schweiz immer mehrere Anläufe gebraucht, wurde Sigg in der «Aargauer Zeitung» zitiert. Dass sich der Idealismus mit viel Pragmatismus und professioneller Vorbereitung paart, macht ein Blick auf die Webseite des Unterstützungsvereins deutlich. Viel Freiwilligenarbeit und Spenden sorgen für die Finanzierung. Gegen den Köppel-Mörgeli-Effekt Häni versteht die Initiative vor allem als Kulturimpuls. «Wir wollen der Köppel-Mörgeli-Kappeler-Schweiz eine andere Idee gegenüberstellen», sagt er, und nennt als Leitspruch: «Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser.» Sympathien für die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens gibt es auch in Wirtschaftskreisen, wie der Auftritt des früheren UBS-Chefökonomen Klaus Wellershoff vor Jahresfrist an einem Kongress deutlich machte. Denn mit der Verwirklichung würde das bestehende, komplizierte Sozialversicherungssystem weitgehend überflüssig.

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Kontroverse Debatte beim BLICK zum Grundeinkommen. >> Die ungewöhlichste Volksinitiative Schalten Sie sich ein, kommentieren Sie und nehmen Sie teil an der Online-Umfrage.

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Die TagesWoche berichtet von der Medienkonferenz zur Lancierung der Volksinitiative – mit der bis jetzt originellsten Überschrift:
 >> Der Kampf gegen die Angst vor Faulheit Bemerkens- und lesenswert ist auch der sachdienliche Zusatzartikel:
 >> Antworten zum Grundeinkommen

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Die Tagesschau des Schweizer Fernsehens berichtet kurz und knapp zur Lancierung. >> Neuer Anlauf für alte Idee (Mit Kommentarfunktion)

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Rafael von Matt berichtet für Radio DRS 1 zur Lancierung der Volksinitiative:
 >> Bedingungsloses Grundeinkommen für alle *
>> Beitrag hören

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Oswald Sigg im Portrait der Aargauer Zeitung:
 >> Der befreite Menschenfreund Ausschnitt: “Nach seiner Pensionierung vor drei Jahren ist Oswald Sigg nun wieder aufgeblüht: Er schreibt Kolumnen (unter anderem für die az), hat in Buchform ein Plädoyer für die Meinungsfreiheit unserer Parlamentarier geschrieben sowie ein Kochbuch veröffentlicht. Und jetzt engagiert er sich also für ein bedingungsloses Grundeinkommen.”

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Die Basler Zeitung berichtet zur Lancierung der Volksinitiative mit einem Portrait von Daniel Häni unter dem reisserischen Titel:
 >> Hausbesetzter, Unternehmer, Utopist Benutzen Sie nach belieben die Kommentarfunktion bei der Basler Zeitung! Ausschnitt aus dem Artikel von Alan Cassidy Die nun lancierte Volksinitiative, die ein Grundeinkommen in der Verfassung festschreiben will, ist politisch chancenlos. «Noch», sagt Häni. Wichtiger ist ihm, dass die Initiative in den kommenden Monaten Grundsatzdebatten auslöst. Was treibt den Menschen, was treibt die Gesellschaft an? Weshalb sind so viele Leute unglücklich, obwohl sie in materiellem Wohlstand leben? Was würden die Menschen arbeiten, wenn für ihr Einkommen gesorgt wäre? Würden sie endlich danach streben, wozu sie sich wirklich befähigt fühlen? Bei allen Visionen: Häni hat eine pragmatische Seite. Auch er besetzte leer stehende Gebäude, aber zufrieden wurde er damit nicht. Lieber suchte er den Kontakt zu den Eigentümern, um mit ihnen über eine Zwischennutzung zu reden. Als einer von drei Gesellschaftern der «Mitte» führt er heute ein Unternehmen mit einem Umsatz von 3,5 Millionen Franken und fast 50 Angestellten. Er sagt Sätze wie: «Meine Motivation ist nicht karitativ. Das Grundeinkommen wird zu einer wirtschaftlichen Dynamik führen.» Aber auch: «Den Begriff Freizeit finde ich widerlich. Das hiesse ja, dass der Rest der Zeit nicht frei ist.» Ferien macht er nur seinen beiden Töchtern zuliebe. «Ich brauche keine Entspannungstrips. Ich lade meine Energie bei der Arbeit auf.» Immer wieder wird Häni grundsätzlich, abstrakt, man könnte sagen: ein wenig abgehoben. Wer seine Vorbilder seien? «Das Gespräch. Die Grosszügigkeit. Das sind Dinge, die ich wertvoll finde.» >> Pragmatiker mit Visionen Artikel als PDF >> Unterschriftenbogen bestellen >> Einladung zur Grundeinkommen Werkstatt am 14. April in Basel >> Einladung zum Lancierungsfest am 21. April im Schiffbau in Zürich

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Die Lancierung der Volksinitiative für ein bedingungslosen Grundeinkommen hat ein grosses Medieninteresse geweckt. An einer Umfrage beispielsweise bei “20 Minuten” am 11. April haben 6500 Menschen teilgenommen! Die Kommentarfunktion musste geschlossen werden, weil sie überlastet war. Viele der Medien-Beiträge wurden mit hunderten von Kommentaren belebt. Der Vorschlag eines bedingungslosen Grundeinkommens berührt anscheinend bei vielen Menschen emotional aber auch intellektuell anregende Punkte. Ein gutes Zeichen, für die Volksinitiative.  Hier nun die neuste Debatte bei “20 Minuten” mit einen ausgezeichneten Interview mit Prof. Theo Wehner: >> Was ist den an der Faulheit so schlecht? Wiederum mit der Möglichkeit zu debattieren und an einer weiteren – differenzierten – Umfrage teilzunehmen.

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Ein gute Einführung in die Idee des bedingungslosen Grundeinkommen von Christian Müller im Schaffhauser Fernsehen: >> Heute im Gespräch “Es würde zu einer Aufbruchstimmung führen, wie wir sie in der Schweiz schon lange nicht mehr gesehen haben.”

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Die frühlingshafte Lancierung der Schweizer Volksinitiative lockt auch die Grundeinkommens-Gegner hinter dem Ofen hervor. Hier ein Besipiel aus der Aargauer Zeitung. Da wird der Menschen zum Affen gemacht. Von Philipp Mäder >> Es gibt kein Recht auf der faulen Haut zu liegen Weitere Beispiele: NZZ
 >> Das Grundeinkommen raubt den Menschen die Freiheit
 von Michael Schoenenberger Tages Anzeiger
 Sorgenfrei zu sein, ist gegen die Natur des Menschen
 Interview mit Beat Kappeler Kappeler macht dabei kurzen Prozess: “Herr Kappeler, was halten Sie von der Initiative «Für ein bedingungsloses Grundeinkommen»?
 "Gar nichts. Diese Initiative ist im wahrsten Sinne des Wortes unmenschlich.”

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Prof. Theo Wehner und Max Neufeind von der ETH Zürich unterhalten sich über das bedingungslose Grundeinkommen. Beide sind Arbeitspsychologen. Das Grundeinkommen, stellen sie fest, ist keine Reparatur sondern ein Kulturimpuls. Keine Lösung, sondern eine Innovation. Auch für die wissenschaftlichen Methoden, die sich der neuen Komplexität annähern müssen und viele Einzelbereiche beim Grundeinkommen unter einem Hut verbunden finden. Die neue Komponente heißt: Sinn. Das Gespräch moderierte Enno Schmidt. Interview mit Theo Wehner in 20 Minuten:
 >> Was ist den an der Faulheit so schlecht? Studiogespräch mit Theo Wehner:
 >> Macht das Grundeinkommen faul? Interview mit Theo Wehner und Sascha Liebermann:
 >> Schlaraffenland oder verwirklichte Bürgergesellschaft? Beitrag bei YOUTUBE schauen.
 Beitrag bei grundeinkommen.tv schauen

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Das bedingungslose Grundeinkommen inspiriert und sorgt für Gesprächsstoff. Die prominenteste Satire Sendung des Schweizer Fernsehen liefert dazu die nächste Vorlage. Mit Viktro Giacobbo, Mike Müller und Endo Anaconda. Mehr von Endo Anaconda zum Grundeinkommen. Alles zur Volksinitiative finden sie hier:
 www.bedingungslos.ch Beitrag bei Youtube anschauen!

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Nach brand eins berichtet auch die ZEIT zur Lancierung der Volksinitiative in der Schweiz. Ein guter kritischer Artikel, aber mit wenig überzeugenden Gegenargumenten:  Das Grundeinkommen sei nicht gut, weil es “eine schlechte Idee” sei. Und “Ja, sie ist sogar gefährlich.” Von Matthias Daum. >> Ein Grundeinkommen für alle Schweizer fordert eine Volksinitiative  Auschnitt: Aber rechtfertigt das, die Sozialwerke in ihren Grundfesten zu erschüttern? »Solche Fragen zu diskutieren gehört zur Demokratie«, sagt Monika Bütler, Volkswirtschaftsprofessorin an der Universität St. Gallen und eine intime Kennerin des Schweizer Sozialversicherungswesens. Aber von der Idee, jedem Schweizer 2.500 Franken zu überweisen, hält sie nichts: »Wir haben in der Verfassung bereits ein garantiertes Grundeinkommen. Aber es ist nicht bedingungslos – und das ist richtig so.« Wer Geld vom Staat brauche, der müsse halt »die Hosen runterlassen, wie dies die Steuerzahler auch machen müssen«. Wer nicht arbeiten möchte, der habe selber die Konsequenzen zu tragen. Doch genau das wollen die Initianten nicht. Denn die Konsequenzen tragen heißt immer Geld zu verdienen. Diesen Zwang wollen sie abschaffen. »Schon in der vierten Primarschulklasse sagte man mir: Du musst nun gute Noten nach Hause bringen, es geht um den Übertritt ins Gymnasium«, erzählt Daniel Straub. In einer Schweiz mit Grundeinkommen, so die Idee, muss sich niemand um sein finanzielles Überleben kümmern, er ist frei im Kopf für andere Dinge. Große Dinge, wichtigere Dinge als Geldverdienen. Oder wie Daniel Häni sagt: »Wenn es nicht mehr nur ums Geld geht, werden sich Menschen mehr umeinander kümmern.« Stimmt das, oder schließen die Initianten nicht einfach von ihrem Leben, ihrem Verhalten auf jenes der Mehrheit? Straub erzählt begeistert, wie selbstständig die Kinder in seiner Montessori-Schule ohne Zwang gelernt hätten, Müller baut zurzeit eine Gemüsekooperative auf, Häni führt sein Café als gemeinnützige GmbH, und der deutsche Götz Werner ist ein bekennender Anthroposoph. Sie alle machten die Erfahrung, dass es sich in einer kleinen, exklusiven Gemeinschaft, der man freiwillig beitritt, ohne die herrschenden Paradigmen leben lässt. Wieder greift Daniel Straub zu seinem Stift, diesmal zeichnet er auf ein gebrauchtes Kuvert. Zwei Worte, Arbeit und Mensch, und einen Pfeil. »Wir wollen unsere Abhängigkeit von der Arbeit lockern«, sagt er. Erst dann könne Tolles entstehen. »Wir könnten den Individuen mehr Möglichkeiten geben, um auf ihre innere Stimme zu hören. Was jeder mit dieser neuen Freiheit macht, muss er selber entscheiden.«

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Enno Schmidt im Gespräch mit Marina Weisband. 
Aufgenommen im Tschechow Studio Berlin 2012. Wir knüpfen damit an die Studigespräche zum Grundeinkommen in Basel 2011 an.

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Auch das Fernsehen und Radio der italiensch sprechenden Schweiz im Tessin berichten über die erfolgreiche Lancierung der Volksinitiative zum bedingungslosen Grundeinkommen. Auf italienisch: Reddito di base incondizionato!

>> Proposto un “salario” garantito a tutti di 2’500 franchi

Im Interview hören und sehen sie die beiden Mitglieder des Initiativkomitees Ursula Piffaretti und Oswald Sigg. Hier finden sie alles zur Volksinitiative auf italienisch:
 www.incondizionato.ch

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Die Winterthurer Zeitung vom 18. April widmet ihre Titelgeschichte dem Grundeinkommen. Fredy Kradolfer sprach mit den zwei Winterthurern Grundeinkommens-Repräsentanten Johannes Pietsch und Robin Wehrle: >> Link zum Online-Archiv der Winterthurer Zeitung Auszug: Wenig anfangen kann Pietsch mit dem Vorwurf, das bedingungslose Grundeinkommen entspringe «lin­kem » Gedankengut. «Das Gegenteil ist der Fall», sagt er. «Das Grund­einkommen macht die Menschen frei und vom Staat unabhängig – das ist doch ein urliberaler Ansatz». Überrascht ist er nicht, dass der Idee teilweise mit oberflächlichen und pauschalisierenden Urteilen entgegengetreten wird. «Wir stel­len aber fest, dass eigentlich nur Menschen, die die Materie über­haupt nicht studiert haben, so re­agieren. » Natürlich werde nicht je­der, der sich ernsthaft mit der Idee befasst, damit gleich zum flammen­den Befürworter. «Aber der Vor­wurf, es handle sich um ein nicht ernst zu nehmende Utopie, kommt dann nicht mehr.» Auch Robin Wehrle hat seine eigene Sicht zum Thema Utopie: «Utopie wäre doch, zu glauben, dass unser jetziges System mit den immer weiter ver­zweigten, immer komplizierter werdenden und finanziell aus dem Ruder laufenden Sozialwerken noch lange überlebensfähig ist.» Das sei eben eine der Einsichten, die man erst gewänne mit der ver­tieften Auseinandersetzung mit dem Thema. Webseite der lokalen Grundeinkommens-Gruppe
 >> Dimension Grundeinkommen

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Das bedingungslose Grundeinkommen wird vielfältig und kontrovers diskutiert. Hier ein Beitrag von Patrick Chuard im Politblog von 6 grossen Schweizer Tageszeitung. In deutsch und französisch und mit vielen Kommentaren: >> Ja zur Faulheit / Oui à la paresse Ausschnitt: Aber grundlegende Fragen bleiben, und nichts hindert uns daran, zu träumen: Wussten Sie, dass zu Beginn des letzten Jahrhunderts ein paar kühne Bürger sich vorgestellt haben, es könnte bezahlten Urlaub für Arbeiter geben? Eine völlig verrückte Idee, oder?

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Enno Schmidt in einer pro und contra Debatte mit Lukas Rühli von Avenir Suisse: >> Grundeinkommen für alle Bürger. Macht das Sinn?  PDF Lukas Rühli:
 Das Grundeinkommen emanzipiert nicht, es entmu?ndigt. Zudem ist es ungerecht: Es belohnt jene, die nicht arbeiten wollen, und bestraft jene, die nicht arbeiten können. Die Aufgabe des Anspruchs, leistungsunwillige und leistungsunfähige Personen zu unterscheiden, widerspricht dem gesunden Menschenverstand und stellt eine Verletzung des Subsidiaritätsprinzips dar. Enno Schmidt:
 Warum sollten wir nicht Geschichte schreiben und fragen: In welcher Gesellschaft wollen wir leben? «Arbeitslosigkeit» ist der Erfolg von Kreativität und Rationalisierung. Ist es so schwer, mit Erfolg umzugehen? Gu?ter haben wir genug. Weltweit. Wieso fehlt es an Geld? Wieso fragen wir als Erstes bei einer neuen Idee, wie sie denn zu finanzieren sei? Ku?mmert mich
 der Preis einer Reise, solange ich sie gar nicht antreten will?

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Ein guter Hintergrundartikel zum Grundeinkommen im Tages Anzeiger von Philipp Löpfe: >> Pfeiler einer neuen Gesellschaftsordnung PDF Auschnitt: In der Schweiz ist in der vergangenen Woche eine Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen lanciert worden. Sie verlangt, dass jede rechtmässig in der Schweiz lebende Person einen Anspruch auf 2500 Franken monatlich hat. Die Reaktionen darauf sind wenig überraschend ausgefallen: Rechte befürchten, dass faule Menschen zu Unrecht belohnt werden. Linke sorgen sich wegen einer heimtückischen Kürzung der Sozialleistungen. Beide streiten sich über die Höhe eines solchen Grundeinkommens und wie es finanziert werden soll. Innerhalb der bestehenden Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung sind diese Diskussionen adäquat und sinnvoll. Aber was, wenn die These von Ian Morris stimmen sollte? Der Wettlauf zwischen Entwicklung und Zusammenbruch kann nicht nur mit Technik entschieden werden. Computer, Software und Roboter alleine werden es nicht richten. Sie müssen begleitet werden von sozialen und politischen Mitteln, die für ein Gleichgewicht der Kräfte und auf diese Weise dafür sorgen, dass das System in der Balance bleibt. Angesichts der Tendenz der digitalen Ökonomie ist das bedingungslose Grundeinkommen mehr als soziales Pflaster. Es könnte zu einem tragenden Pfeiler einer neuen Gesellschaftsordnung werden, indem es dafu?r sorgt, dass der sich abzeichnende, gewaltige Angebotsu?berschuss auf dem Arbeitsmarkt aufgefangen wird. Das wäre beides: menschlich und intelligent.

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Es ist uns eine grosse Freude Sie zum Lancierungsfest im Schiffbau in Zürich einzuladen. Und Sie laden Ihre Freunde und FreundInnen ein. Wir werden zusammen einen bunten und inspirierenden Nachmittag erleben. Gabriel Barta, Daniel Häni, Benjamin Hohlmann, Christian Müller, Ursula Piffaretti, Ina Praetorius, Oswald Sigg, Franziska Schläpfer, Enno Schmidt und Daniel Straub >> Das Festprogramm

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Ein kluges Interview von Christian Müller in der pszeitung der Zürcher Sozialdemokraten:  >> Bedingungslos, bitte – aber mit Köpfchen PDF 2 Seiten Ausschnitt: Wäre in den vergangenen 50 Jahren ganz ohne Druck gearbeitet worden, wäre möglicherweise der Wohlstand ausgeblieben – womit wir auch kein Problem damit hätten, ihn gerecht umzumünzen… Das glaube ich nicht. Für gesellschaftliche Innovation und Wohlstandssteigerung ist Druck ein schlechter Motor. Was seither sicher stattgefunden hat, ist eine Entwicklung, und jetzt ist es Zeit für den nächsten Schritt. Einst gab es die Sklaverei, dann wurde sie abgeschafft, es entstanden Demokratien, vor gut 40 Jahren bekamen die Schweizerinnen das Stimmrecht, und jetzt kommt das bedingungslose Grundeinkommen für alle. Entscheidend ist, dass dadurch Angst und Druck abnehmen. Ansonsten gibt es kein Patentrezept. Wie gesagt: Es ist nur ein Entwicklungsschritt, also etwas ziemlich Unspektakuläres. Das sagen Sie – aber kaum war die Initiative lanciert, waren die ersten Berichte dazu erschienen, setzte es auch schon böse Kommentare ab. Natürlich ist in dieser Idee Zündstoff drin; trotzdem ist eine nüchterne Betrachtung nicht nur möglich, sondern angebracht. Wichtig ist vor allem eines: Es geht nicht ums Geld.

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Zürich, 21. April 2012 Die Schweizer Landesmutter HELVETIA unterschreibt unter den Augen von über 500 Menschen die Eidgenössische Volksinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Dieser historische Kulturakt fand im legendären Zürcher Schiffbau statt. Das erfolgreiche Lancierungsfest bringt damit “die ungewöhlichste Volksinitiative” (Blick) der Schweiz mit einem starken Bild an den Start. Auf der Bühne traten auf: Christian Müller, Daniel Häni, Nina Brunner, Endo Anaconda & Schifer Schafer, Ruth Schweikert, Adolf Muschg, Talerschwinger, Ina Praetorius, Albert Jörimann, Kurt Regotz, Ursula Piffaretti, Gabriel Barta, Daniel Straub, Big Zis und Enno Schmidt >> Erste Bilder vom Lancierungsfest
 von lignus bei Flicker

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Replik von Oswald Sigg zum Artikel von Matthias Daum in der ZEIT: >> Für wen arbeiten wir? Matthias Daum schrieb unter dem Titel “Ausgearbeitet?” darüber, dass ein bedingugsloses Grundeinkommen eine “schlechte Idee” sei und darüberhinaus: “Ja, sie ist sogar gefährlich.” Oswald Sigg geht in der kurzen Replik darauf ein, für wen und warum die Initiative gefährlich ist: Auschnitt: … Das hatten wir doch auch schon, dass vor einer Initiative mit solchen Worten gewarnt wurde. Damals, als es um die Abschaffung der Schweizer Armee ging. Die Befürchtung, etwa die Rote Armee könnte am Ende über Nacht ein wehrloses Land überfallen, war nicht mal so ganz von der Hand zu weisen. Heute tönt es anders, aber nicht minder dramatisch. »Am Tage, wo dieses Grundeinkommen ausbezahlt wird, steht alles in der Schweiz still. Keiner geht mehr arbeiten, warum auch? Weiterschlafen ist viel schöner. Kein Zug fährt, kein Gestell in der Migros wird aufgefüllt, keine Kassierin, keine Serviertochter wird arbeiten gehen, das Geld kommt ja auch so.« Solches und Gegenteiliges liest man unter Tausenden von Kommentaren, welche die Lancierung des Begehrens letzte Woche ausgelöst hat. Die erfreuliche Diskussion bringt Hunderte dazu, sich beim Initiativkomitee (www.bedingungslos.ch) zu melden mit dem Wunsch, fürs Grundeinkommen Unterschriften zu sammeln. Das bedingungslose Grundeinkommen ist nicht etwa die sozialpolitische Patentlösung. Aber es stellt die soziale Frage neu. Warum und wie, was und für wen arbeiten wir? Ein Grundeinkommen für alle ist vielmehr eine Innovation, die allen ein menschenwürdiges Dasein ermöglichen könnte. Deshalb ist die Initiative gefährlich für die einen, aber bei Weitem nicht für alle.

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Die Zeitung Megafon aus der Reitschule Bern widmet ihren Schwerpunkt im Mai dem bedingungslosen Grundeinkommen. Das Heft gibt Einblick in verschiedene Aspekte der Idee. Mit Beiträgen von Enno Schmidt, Sandra Ryf, Gerda Tobler, Theo Wehner, Silvia Schenker, Albert Jörimann und Ralph Stamm. >> Megafon Mai 2012 zum Grundeinkommen PDF 22 Seiten >> Flyer Veranstaltungsreihe Bern PDF 1 Seite

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Andreas Zumach berichtet für die sonntaz über den Start der Schweizer Volksinitiative zum Grundeinkommen. Er erklärt im Artikel die Schweizer Volksrechte und stellt fest, dass selbst “gescheiterte” Volksinitiativen einen erheblichen gesellschaftlichen Mehrwert darstellen: >> Abstimmung über das Monatseinkommen Auszug:
 … Die Titelgeschichte gegen die Volksinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen ist bereits in Vorbereitung. Wie die ausfallen wird, hat Chefkolumnist Mörgeli bereits in ersten Verbalattacken gegen die Initiative erkennen lassen. Doch selbst wenn die Initiative am Ende scheitern sollte: Sie wird in der Schweiz eine Debatte über das bedingungslose Grundeinkommen und über soziale Gerechtigkeit auslösen, wie sie auch in jedem anderen Land Europas geführt werden müsste. In der gleichen sonntaz-Ausgabe ist ein interessanter Artikel zu lesen über Katja Kipping, die Linke Vorreiterin des bedingungslosen Grundeinkommen:  >> Schwierige Erbschaft Darin trifft Katja Kipping eine berührende Aussage gegenüber der Idee des bedingungslosen Grundeinkommen:
 … Und wenn ihr 2017 in einer rot-grün-roten Regierung das Arbeitsministerium angeboten würde? Sie zögert. „Alles in mir würde sagen: ’Nein, um Gottes willen.‘ Es gibt einen Punkt, wo ich schwach werden würde. Wenn ich mit diesem Amt die Einführung des Grundeinkommens wirklich befördern könnte, dann, würde ich sagen, ist es der Erfolg eines Lebenswerkes wert, so einen starken Einschnitt in den eigenen Lebensgenuss in Kauf zu nehmen.“
(In der BRD gibt es nachwievor keine Volksinitiativen auf Bundesebene.)

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Als Vorbereitung auf die grosse ZDF Polit-Casting-Sendung “Ich kann Kanzler” war Susanne Wiest bei ZDF log in eingeladen. Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommen im Kreuzverhör mit einem Politprofi (Johannes Vogel FDP) zur Entfaltung zu bringen ist anspruchsvoll. Ein bisschen wie das Gras, das zwischen Pflastersteinen wächst. >> Link zum Anschauen der ganzen Sendung Auch Katja Kipping (MdB) setzt sich in der Sendung prominent für das Grundeinkommen ein. Auf die Frage, was ihre erste Amtshandlung als Bundeskanzlerin wäre, sagt sie: “Ich würde sofort die Kommission einberufen, die über die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens berät.”

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Die nächste ARENA vom Freitag 27. April 22:20 SF1 ist zum bedingungslosen Grundeinkommen! Es ist wahrscheinlich die erste Volksinitiative, die bereits bei der Lancierung in der ARENA diskutiert wird: >> Geld für alle: Vision oder Spinnerei? Im inneren Ring eine reine Männerrunde mit:
 Roger Köppel, Verleger und Chefredaktor «Weltwoche»
 Ueli Mäder, Professor für Soziologie Uni BS
 Rudolf Strahm, Ökonom
 Daniel Straub, Initiativ-Komitee «Bedingungsloses Grundeinkommen»
 Im äusseren Ring sind u.a. Irène Kählin, Adolf Muschg, Daniel Häni und weitere …
 Moderation: Urs Wiedmer Sie können bereits jetzt im Arena-Forum mitdiskutieren und abstimmen. >> Und Unterschriftenbogen bestellen oder selber runterladen

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>> weitere Aktuelle Beiträge aus der Werkstatt

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