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Freunde der Erziehungskunst

Notfallpädagogischer Einsatz nach dem Erdbeben und Tsunami in Indonesien

Einen Monat ist es her, seit das verheerende Erdbeben und der dadurch ausgelöste Tsunami die indonesische Insel Sulawesi in die Katastrophe gestürzt haben.  Über 7.000 Menschen sind vermutlich gestorben, mehr als 10.000 Personen sind verletzt, hunderte werden unter den Trümmern eingestürzter Gebäude vermisst.

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Goetheanum

Fachbibliothek Heilpädagogik wird in Goetheanum-Bibliothek integriert

Seit Oktober 2018 werden die rund 7000 Titel der Fachbibliothek Heilpädagogik und Sozialtherapie des Anthroposophic Council for Inclusive Social Development in die öffentliche Goetheanum-Bibliothek integriert.

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DieDrei

DieDrei - Schwerpunkt: Erde, Mensch und Kosmos

Heft 10, 2018

Grundbegriffe des Landwirtschaftlichen Kurses - Die Hierarchie der schöpferischen Denkkräfte - Das leibfreie Bewusstsein in der Meditation

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Wegweiser 2017/1 April: Sprachsinn

Der Turmbau zu Babel

Von: Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft – Landesgesellschaft in Österreich

Aus der aktuellen Ausgabe

Wegweiser 2017/1 April: Sprachsinn

Gesprochenes wird überbewertet – im Alltag. Viel mehr als das gesprochene Wort sagen die Handlungen, die Taten, aber auch die Gesten und der Tonfall über einen Menschen, seine Intentionen aus. Sprache ist ein Quell von Missverständnissen. Weil jeder seine eigenen Birken, Buchen oder Hochgebirge im Kopf hat, wenn einer zum Beispiel Wald sagt.
Wie viele Tiere hat Moses auf der Arche mitgenommen? Wer jetzt „von jedem …“sagen will, bitte nochmal zurückschauen (ist einfacher als zurückhören): Da steht doch tatsächlich Moses und nicht Noah! In unserem Gehirn wird vorgearbeitet, wir fassen nach Reizwörtern zusammen und haben auch schon die
Antwort parat: Von jedem zwei – stimmt übrigens auch bei Noah nicht, von allen reinen Tieren nimmt er je sieben Paare … Sprache versteht nur, wer auch verstehen will. Der Sprachsinn – laut Rudolf Steiner „der Sinn für das Verständnis dessen, was zu uns gesprochen wird von dem anderen Menschen”– ist daher im Wechselspiel mit dem Gedankensinn, durch den erfassen wir die Gedanken anderer Menschen. Und der wiederum ist im Wechselspiel mit dem Ichsinn: „Mit diesem Ichsinn nehmen wir nicht unser eigenes Ich wahr, jenes Ich, das uns auf der Erde erst zugekommen ist, sondern mit diesem Ichsinn nehmen wir die Iche der anderen Menschen wahr. Also alles dasjenige, was uns mit einem Ich beha et entgegentritt in der
physischen Welt, das nehmen wir mit diesem Ichsinn wahr.” Vor dem Turmbau zu Babel (siehe Titelbild), so steht es im Alten Testament, hatten alle Menschen die gleiche Sprache und gebrauchten die gleichen Worte. Dann beschlossen sie, einen Turm zu bauen, der bis zum Himmel reichen sollte – das wars dann mit der gemeinsamen Sprache und das wars dann mit dem gemeinsamen Bauen an einer Stadt - vorerst!

Denn Sprache ist aber auch viel mehr: Sie wird zur Kunst verdichtet. Sie ist ein Nachklang des Schöpferwortes. Mit allen Sinnen gebraucht und erlauscht führt sie die Menschen zusammen und zu ihrem höheren Ich. Besonders deutlich wird das, wo sie in Bewegung kommt, in ihrem ganzen Potential als Luft gestalt, als Eurythmiefigur erfasst wird. In Sprache kann man drinnen stehen, baden, teilen – mehr bauen als eine ganze Stadt!
In diesem Sinn wünschen wir Ihnen eine schöne Zeit und inspirierende Lektüre!
Barbara Chaloupek
im Namen der Redaktion ________________________________________

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