News

News

Institut für anthroposophische Meditation

Meditationstagung und Retreats – Material zum Lichtseelenprozess – Zur Kontroverse um Irene Diet – Berichte, Lektüretipps und Verschiedenes – Ausscheiden von Terje Sparby, Vorstellung von Markus Buchmann. Von Anna-Katharina Dehmelt und Markus Buchmann.    

 … 

Die Christengemeinschaft

100 Jahre Christengemeinschaft - Künstlerporträt - Leben mit dem Evangelium. Was ist Auferstehung?

 … 

Sterben.ch

Was ist uns wichtig am Ende des Lebens? Worauf hoffen wir? Was fürchten wir? Über solche und andere Fragen denken Teil
nehmerinnen und Teilnehmer des «Gesprächs Cafés» im Klus Park nach.

 … 

Andreas Neider

Gegenwärtig herrscht weltweit eine Art Goldgräber-Stimmung. Eine neue Ära, das sogenannte 5G- (fünfte Generation) Internet soll einen technologischen Wandel, eine „Disruption“ gegenüber dem bisherigen Stand der Digitalisierung bringen.

 … 

Goetheanum

Kulturtagung zu Christian Morgenstern mit Präsentation des letzten Bandes der Stuttgarter Ausgabe

 … 

Labhart

Bilder einer Reise durch den kapitalistischen Dschungel aller fünf Kontinente öffnen den Blick auf Klimaerwärmung, Krieg, Konsum, Flucht und Ungleichheit.

 

 … 

Wegweiser 2017/1 April: Sprachsinn

Der Turmbau zu Babel

Von: Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft – Landesgesellschaft in Österreich

Aus der aktuellen Ausgabe

Wegweiser 2017/1 April: Sprachsinn

Gesprochenes wird überbewertet – im Alltag. Viel mehr als das gesprochene Wort sagen die Handlungen, die Taten, aber auch die Gesten und der Tonfall über einen Menschen, seine Intentionen aus. Sprache ist ein Quell von Missverständnissen. Weil jeder seine eigenen Birken, Buchen oder Hochgebirge im Kopf hat, wenn einer zum Beispiel Wald sagt.
Wie viele Tiere hat Moses auf der Arche mitgenommen? Wer jetzt „von jedem …“sagen will, bitte nochmal zurückschauen (ist einfacher als zurückhören): Da steht doch tatsächlich Moses und nicht Noah! In unserem Gehirn wird vorgearbeitet, wir fassen nach Reizwörtern zusammen und haben auch schon die
Antwort parat: Von jedem zwei – stimmt übrigens auch bei Noah nicht, von allen reinen Tieren nimmt er je sieben Paare … Sprache versteht nur, wer auch verstehen will. Der Sprachsinn – laut Rudolf Steiner „der Sinn für das Verständnis dessen, was zu uns gesprochen wird von dem anderen Menschen”– ist daher im Wechselspiel mit dem Gedankensinn, durch den erfassen wir die Gedanken anderer Menschen. Und der wiederum ist im Wechselspiel mit dem Ichsinn: „Mit diesem Ichsinn nehmen wir nicht unser eigenes Ich wahr, jenes Ich, das uns auf der Erde erst zugekommen ist, sondern mit diesem Ichsinn nehmen wir die Iche der anderen Menschen wahr. Also alles dasjenige, was uns mit einem Ich beha et entgegentritt in der
physischen Welt, das nehmen wir mit diesem Ichsinn wahr.” Vor dem Turmbau zu Babel (siehe Titelbild), so steht es im Alten Testament, hatten alle Menschen die gleiche Sprache und gebrauchten die gleichen Worte. Dann beschlossen sie, einen Turm zu bauen, der bis zum Himmel reichen sollte – das wars dann mit der gemeinsamen Sprache und das wars dann mit dem gemeinsamen Bauen an einer Stadt - vorerst!

Denn Sprache ist aber auch viel mehr: Sie wird zur Kunst verdichtet. Sie ist ein Nachklang des Schöpferwortes. Mit allen Sinnen gebraucht und erlauscht führt sie die Menschen zusammen und zu ihrem höheren Ich. Besonders deutlich wird das, wo sie in Bewegung kommt, in ihrem ganzen Potential als Luft gestalt, als Eurythmiefigur erfasst wird. In Sprache kann man drinnen stehen, baden, teilen – mehr bauen als eine ganze Stadt!
In diesem Sinn wünschen wir Ihnen eine schöne Zeit und inspirierende Lektüre!
Barbara Chaloupek
im Namen der Redaktion ________________________________________

Zurück