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Goetheanum

Ungewohntes, Unvorhersehbares und Bedrohliches verunsichern, führen zum Erleben von Angst und Ohnmacht. Rudolf Steiner setzt in seinen Mysteriendramen Situationen in Szene, in denen Angst und Bodenlosigkeit zum Verständnis der eigenen Beziehung zu den Mitmenschen und zur Umwelt führen.

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AGiD

Die Entwicklung der „Freien Hochschule für Geisteswissenschaft“ interessiert auch Jüngere

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AGiD

Das zivilgesellschaftliche Kongress-Festival Soziale Zukunft 2020 wird vom 11. bis 14. Juni 2020 in der Jahrhunderthalle Bochum stattfinden.

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Sterben.ch

Wir müssen über den Tod nicht nur anders denken lernen, sondern wir müssen über den Tod anders fühlen lernen. Denn das Rätsel des Todes hängt in der Tat mit den tiefsten Welträtseln zusammen. Seien wir uns nur ganz klar darüber, daß wir all dasjenige, wodurch wir uns in der physischen Welt Wahrnehmungen und Kenntnisse verschaffen, wodurch wir von
der äußeren Welt etwas erfahren, ablegen, wenn wir durch die Pforte des Todes treten.

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Sterben.ch

Ein Kindsverlust wiegt schwer. In jedem Fall. Betroffene Eltern wie weitere An- und Zugehörige schätzen die ungeteilte Anteilnahme, das volle Mitgefühl. Manche ausserordentlichen Kinderschicksale kündigen sich im Voraus an. Wer dies während des Geschehens oder auch im Verarbeiten des Erlebten zu verstehen und zu begreifen sucht, dem kann unter Umständen schweres Leid leichter werden. In den nachfolgenden Abschnitten wird das Thema aus anthroposophischer Sichtweise beleuchtet.

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Wegweiser Anthroposophie in Österreich

Gut Böse - Der Mensch im Spannungsfeld

Von: Wegweiser Anthroposophie in Österreich

„Der Mensch ist gut nur die Leut‘ sind schlecht.”

Johann Nepomuk Nestroy

>> Wegweiser 2015/3 Oktober

*** Ich denke, der Ausspruch Nestroys will sagen, dass wir Menschen auf das Gute hin veranlagt sind, dass es aber viele Prüfungen gibt, die diesen guten Menschen auf die Probe stellen. Wenn es diese Veranlagung gibt, dann würde das bedeuten, die Impulse zur Erfüllung dieses Ideals sind jedem Menschen
gegeben, sie müssen aber erst verwirklicht und durch das Leben getragen werden. Der Mensch muss erst werden, was er ist. Ist es dieses in uns allen veranlagte Ideal, das man als menschliche Würde bezeichnet?
Menschliche Entwicklung wäre dann die Entfaltung unserer Würde, auf dem Weg durch alle Höhen und Tiefen. Das kann niemand für uns tun. Wir müssen es uns erarbeiten. Auf diesen Arbeitswillen kommt es an. Wenn wir diesen Willen nicht aufb ringen, sind wir bloß Leut‘, die einem äußeren Willen
unterworfen werden.
Was von außen auf uns einwirkt, kann gut oder schlecht sein, kann unserer Entwicklung förderlich oder hinderlich sein. Darüber zu urteilen obliegt jedem Einzelnen. Keine Macht der Welt nimmt uns diese Aufgabe ab. Dabei sind wir auf uns selbst zurückgeworfen. Aber in uns fi nden wir eine Instanz, die entscheidet, und die grundsätzlich frei ist in ihren Entscheidungen. Sie hat drei Helfer zur Verfügung – das Denken, das Fühlen und das Wollen. Diese drei Seelenfähigkeiten sind uns gegeben. Die besagte Instanz sind wir selbst, ist unser Ich. Sie handhabt unsere Seelenfähigkeiten. Wie wir diese drei Elemente einsetzen, pfl egen, bekräft igen und aufeinander abstimmen, davon wird es abhängen, wie wir die Prüfungen auf dem Weg der Freiheit bestehen und unsere Würde verwirklichen.
Wären wir bloß Wesen, die einer Naturgesetzlichkeit folgten, dann bräuchte es diese Prüfungen nicht. Wir müssten nicht unterscheiden zwischen Gut und Böse, falsch und richtig, schön und hässlich. Die (Natur-)Gesetze würden uns bestimmen und uns leiten. Da wir uns aber auf dem Weg der Freiheit
befinden, müssen wir ständig entscheiden. Die Gesetze fi nden wir in uns selbst – wir sind aufgefordert, uns selbst zu führen. Die heutigen Krisen führen uns vor Augen, dass das der Menschheit noch nicht so gut gelingt. Freiheit zu leben bedeutet, auf schwankendem Terrain das Gleichgewicht zu halten.
Dazu braucht es einen festen Mittelpunkt in uns selbst. Wenn dieser aber schwächelt, dann zieht es uns mal da, mal dort hin und wir werden zu schwankenden Gestalten. Das was zieht, fordert uns heraus, unsere Mitte zu fi nden und zu stärken, sodass wir den einwirkenden Kräft en die Kraft unserer
Mitte entgegen halten können.
Das Vertrauen in diese Kraft kommt zum Ausdruck im Prolog von Goethes Faust. Im Dialog mit Mephistopheles spricht der „Herr“:
„Zieh diesen Geist von seinem Urquell ab,
Und führ ihn, kannst du ihn erfassen,
Auf deinem Wege mit herab,
Und steh beschämt, wenn du bekennen musst:
Ein guter Mensch in seinem dunkeln Drange
Ist sich des rechten Weges wohl bewusst.”

Norbert Liszt,
im Namen der Redaktion
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>> Wegweiser 2015/3 Oktober

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