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Wir üben UnsICHerheit

Junge Menschen laden von 28. Dezember bis 1. Januar dazu ein, am Goetheanum einen Raum zum Fragen, zum Üben und zum Staunen freizuhalten. Silvestertagung der Assoziative DREI zu EINS.

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Rudolf Steiner Verlag

Verantwortung

Weil Ich und Welt Pole eines Ganzen sind, ist innere Entwicklung eine Quelle der Weltentwicklung. Sie beginnt in jedem von uns und je aufs Neue als ein inneres Geburtsgeschehen.

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Freunde der Erziehungskunst

Notfallpädagogischer Einsatz nach dem Erdbeben und Tsunami in Indonesien

Einen Monat ist es her, seit das verheerende Erdbeben und der dadurch ausgelöste Tsunami die indonesische Insel Sulawesi in die Katastrophe gestürzt haben.  Über 7.000 Menschen sind vermutlich gestorben, mehr als 10.000 Personen sind verletzt, hunderte werden unter den Trümmern eingestürzter Gebäude vermisst.

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Wochenzeitung "Das Goetheanum"

Rückblick 100 Jahre Eurythmie

Von: Sebastian Jüngel

Was ist erreicht, wo hakt es im eurythmischen Leben? In 14 Beiträgen entsteht das Bild einer lebendigen Kunst, die sich Fragen nach dem Nachwuchs und der Finanzierung stellt.

"Wir brauchen Zuschauer, die viel Eurythmie sehen, die weichter geworden sind, erlebnisfähig." Das sagt die Berliner Eurthmistin Lisa Tillmann im Bericht von Ronald Richter über die Veranstaltungsreihe "100 Jahre Eurythmie in Berlin". Die Wochenzeitung "Das Goetheanum" berichtet regelmäßig über Eurythmieaufführungen. Nun hat sie das auslaufende Jubliäumsjahr 2012 für einen breiten Rückblick genutzt: Neun Eurythmistinnen und Eurythmisten, eine Fotografin und ein Priester der Christengemeinschaft blicken auf das in der Eurythmie Erreichte und die dringenden Fragen. Hoffnungsvoll ist, dass der "Nachwuchs" mit großer Offenheit und differenzierten Wahrnehmungsvermögen an die Eurythmie herangeht; Sorgen bereiten die je nach Ausbildungsstätte unterschiedlichen, zum Teil recht niedrigen Anmeldezahlen und Fragen der Finanzierung der Eurythmie beispielsweise an Waldorf- und Rudolf-Steiner-Schulen. Die Eurythmie-Ausgabe des "Goetheanums" Nr. 1-2/2013 ist in Farbe erschienen. ***

creatio secunda

Wolfgang Held Anders als Medizin, als die Schulen und Höfe, als der meditative Schulungsweg vermochte von den anthroposophischen Impulsen die Eurythmie nicht im öffentlichen Leben zu wurzeln. Trotz großer symphonischer Würfe auf der Bühne, trotz einer Schuleurythmie, die Jugendliche an die Nabelschnur zum Himmel zu erinnern vermag, trotz der Erweckung von Komapatienten in Kliniken durch Heileurythmie braucht die Eurythmie als Bühnenkunst ein anthroposophisch gebildetes Publikum, um leben zu können. Will man die reformerische Kraft der Anthroposophie zeigen, bringt man Schulen oder Banken oder Ideen von Wiederverkörperung ins Bild, will man ihren exotischen Charakter herausstreichen, greift man zur Eurythmie mit ihren klassischen Ausdrucksmitteln Schleier und weitem Gewand. Es gibt wohl keine Eurythmistin, keinen Eurythmisten, den diese Weltferne nicht schmerzt, denn anders als in der Religion gehört zur Kunst, dass sie bedingungslos ist, zwar Offenheit und Aufmerksamkeit, aber keine Kenntnis, kein Insiderwissen voraussetzen möchte. Und doch sind es oft eurythmische Erlebnisse, in denen sich die Tiefe anthroposophischen Schauens und Verstehens zeigt: Margarete Proskauer, die als 90-Jährige mit vorsichtigem Schritt und knochiger Hand Beethovens Pathétique eurythmisiert, sodass sich der ganze Saal des Eurythmeums zu bewegen scheint; das Mondensemble, das die Musik von Sofia Gubaidulina als Musik aus dem Jenseits verstehbar werden lässt, und die Komponistin sitzt in der ersten Reihe und klatscht emphatisch mit den Händen über ihrem Kopf. Sosehr jede Schöpfung die Wiege, das Nest braucht, um zur Welt kommen zu können, braucht sie im Weiteren die Begegnung, die Auseinandersetzung, um nach der geschenkten geistigen Identität eine irdische zweite Identität zu erwerben. Die Wirbelsäule, die ihren Schwung an und gegen die Schwerkraft gewinnt, ist das große Vorbild dieser creatio secunda. Zum geistigen Ich, kommt das irdische Ich. So zeitlos und überpersönlich die erste Identität sein mag, so gegenwärtig, voller Botschaft und mit dem einzelnen Menschen verbunden ist die zweite, die sich in und mit der Welt bildet. Der Eurythmie ist ein Publikum zu wünschen, das Mut macht, diese zweite Identität weiter zu entwickeln. /// Dieses Heft ist eine Doppelnummer. Die nächste Ausgabe erscheint am 19. Januar 2013. _____________________________

Kontakt:

Wochenschrift ‹Das Goetheanum›
Rüttiweg 45
Postfach
CH-4143 Dornach 1 Tel. +41 61 706 44 64
Fax +41 61 706 44 65 info(AT)dasgoetheanum.ch

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