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Freunde der Erziehungskunst

Notfallpädagogischer Einsatz nach dem Erdbeben und Tsunami in Indonesien

Einen Monat ist es her, seit das verheerende Erdbeben und der dadurch ausgelöste Tsunami die indonesische Insel Sulawesi in die Katastrophe gestürzt haben.  Über 7.000 Menschen sind vermutlich gestorben, mehr als 10.000 Personen sind verletzt, hunderte werden unter den Trümmern eingestürzter Gebäude vermisst.

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Goetheanum

Fachbibliothek Heilpädagogik wird in Goetheanum-Bibliothek integriert

Seit Oktober 2018 werden die rund 7000 Titel der Fachbibliothek Heilpädagogik und Sozialtherapie des Anthroposophic Council for Inclusive Social Development in die öffentliche Goetheanum-Bibliothek integriert.

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DieDrei

DieDrei - Schwerpunkt: Erde, Mensch und Kosmos

Heft 10, 2018

Grundbegriffe des Landwirtschaftlichen Kurses - Die Hierarchie der schöpferischen Denkkräfte - Das leibfreie Bewusstsein in der Meditation

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Zauberei durch biologisch-dynamische Landwirtschaft

a:2:{s:4:"unit";s:2:"h3";s:5:"value";s:263:"Die Verwandlungsfähigkeit des Schulgartens überzeugt die Jury des Wettbewerbs „Natürlich Stuttgart“. Den Preis für besondere Leistung erhält das „grüne Klassenzimmer“ diesmal für die konsequente Anwendung der bi

Von: Freie Waldorfschule am Kräherwald

In Gedenken an den in dieser Woche verstorbenen Gartenbaulehrer Philip Bishop

Foto: Freien Waldorfschule am Kräherwald „Die Gesamtanlage des Schulgartens der Freien Waldorfschule am Kräherwald bietet einen hohen pädagogischen Wert.“ Eberhard Schnaufer vom Garten-, Friedhof- und Forstamt Stuttgart ist beeindruckt von der Nachhaltigkeit der Gartenanlage am Kräherwald. „Die Jugendlichen lernen dort das sorgfältige Umgehen mit der Natur.“ Unter anderem der biologischen-dynamischen Landwirtschaft der beiden Gartenbaulehrer Philip Bishop und Florian Doose ist es zu verdanken, dass im Schulgarten viele Tiere und Pflanzen leben, die sonst in der Großstadt keinen Platz finden. Unter biologisch-dynamischer Landwirtschaft versteht man den Landbau, die Viehzucht, die Saatgutproduktion und die Landschaftspflege nach anthroposophischen Grundsätzen. Für die Gartenbaulehrer der Freien Waldorfschule am Kräherwald Florian Doose und Philip Bishop bedeutet „biologisch-dynamisch“ die Schaffung eines eigenen Kreislaufes: „Unser Ziel ist es, dass der Schulgarten sich aus seiner eigenen Kraft erhält.“ Um dieses Ziel zu erreichen verfügen alle drei Gartengrundstücke über jeweils einen Kompost. Wie viel Tonnen guter, wiederverwertbarer Erde dort hergestellt wird, können die Gartenbaulehrer nur schwer schätzen: „Die Kompostierung ist für uns eine zentrale Aufgabe, keine Nebensache.“ In seinen Unterrichtsstunden erklärt Philip Bishop, dass der dunkle, abgedeckte Haufen das Verdauungsorgan der Gartens ist. Deshalb führt er seine Sechstklässler in ihrer ersten Stunde „Gartenbau“ direkt an diesen Ort. „Wir laufen durch den Garten, schmeckend und riechend und plötzlich stehen wir vor dem Kompost.“ Dann nimmt Philip Bishop die Sechstklässler mit auf die Reise: nach England, dort wo er (angeblich) seine Schulzeit verbracht hat – in der Zauberschule in Hogwarts. „Auch in unserem Schulgarten wird gezaubert: die Reste der Schulküche, alle Abfälle sammeln wir auf dem Kompost. Nach einem Jahr kann man genau an dieser Stelle schöne, schwarze Erde durch die Finger gleiten lassen.“ Das „schwarze Gold“ nennt der Gartenbaulehrer diese Substanz. Für ihn und die Schüler ist dieser Verwandlungsprozess faszinierend. „Man muss nicht Bücher schreiben, um Wunder zu erkennen.“ Milliarden von Lebewesen bevölkern dann den Kompost. Philip Bishop hat noch nie erlebt, dass einer seiner Schüler sich naserümpfend abgewendet. Für sie ist der Prozess der Wiederverwertung nur natürlich. „Die Schüler helfen mit, dass die Kompostierung gelingt. Sie sammeln Kräuter, die nach einer besonderen Aufbereitung in die Erde gegeben werden.“ Dabei lernen die Kinder ihre natürliche Umgebung neu einschätzen: Die verhasste Brennesel, zum Beispiel, verwandelt sich vom Unkraut zum begehrenswerten Objekt: „Für die Schüler ist es das Größte, eine Brennnessel zu pflücken und sich nicht zu verbrennen“, lacht der Gartenbaulehrer. „Scha-Ka-Bre-Lö-Ba“ heißt die Kräuterzauberformel: Mit wenigen Teelöffeln Schafsgarbe, Kamille, Brennnessel, Löwenzahn und Baldrian wird der Komposthaufen „verarztet“. Nach einem Jahr Ruhephase sieben die Schüler das Substrat für die Pflanzenaufzucht. Endlich ist es soweit: sie dürfen in eine kleine Kiste einsäen.  Zwei, drei Wochen passiert gar nichts. In der vierten Woche kommt plötzlich ein grünes Blättchen zum Vorschein. „Das soll mein Salat werden?“, fragen dann einige Schüler. Philip Bishop kennt ihre Ungeduld. Erst wenn sich die Wurzel ausbildet, kommen die Pflänzchen in das Gewächshaus, von dort in das Frühbeet, bis sie schließlich von den Kindern in das Beet gesetzt werden dürfen. „Wie viel Platz benötigt ein Kohl, wie eng dürfen Radieschen gepflanzt werden?“ Die Beantwortung dieser Fragen spielt nun für die kleinen Gärtner eine wichtige Rolle. Nach einem halben Jahr ist es dann soweit: die Schüler ernten und bringen ihren Salat mit nach Hause an den  Essenstisch. „Vor allem bei den Tomaten stellen sie dann den Unterschied fest. Wer einmal eine biologisch, dynamisch angebaute Tomate geerntet und gegessen hat, kauft keine Holland-Tomate mehr“, freut sich Philip Bishop.   ______________________________

Kontakt

Freie Waldorfschule am Kräherwald
Rudolf Steiner Weg 10
70192 Stuttgart Telefon (0711) 30 5 30 - 530
Telefax  (0711) 30 5 30 – 106 kontakt@waldorfschule-kraeherwald.de
 

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