FondsGoetheanum: Landwirtschaft

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Pionierleistung für das Brot von morgen

Die Getreidezüchtung Peter Kunz in Hombrechtikon arbeitet seit 25 Jahren an Weizen- und Dinkelsorten, die für die biologische Landwirtschaft besonders geeignet sind.

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Getreidezüchter Peter Kunz (links im Bild): Pionier mit Charisma und Erfolg.

Es war einmal ein junger Agronom mit hohen Idealen, der sich zum Ziel setzte, Dinkel- und Weizensorten zu züchten, die den Bedingungen des biologischen Anbaus bestens entsprechen. Er nahm 1984 erste Kreuzungen von Dinkel und Weizen vor, was das Fundament für seine erste Dinkelsorte «Alkor» wie auch für sein heutiges Unternehmen mit einem Dutzend Mitarbeitenden schaffen sollte.

Dranbleiben gewinnt
In den ersten Jahren wurde das Saatgut der neuen Sorte unter biologisch-dynamischen Betrieben unter der Hand ausgetauscht, denn man bewegte sich in einem sehr streng reglementierten Markt. Der Aufbau einer eigenen, privaten Sortenzüchtung galt zu dieser Zeit als utopisch, war doch die gesamte Getreidezüchtung damals fest in staatlichen Händen.

Peter Kunz und seine Mitkämpfer verfolgten diese Arbeit dennoch kontinuierlich weiter und liessen sich auch von bitteren Rückschlägen wie etwa der Zerstörung des Samenlagers durch einen Wasserschaden nicht entmutigen. 1996 erfolgte dann endlich die offizielle Anmeldung von «Alkor» zur Sortenprüfung und im Jahr 2000 die Zulassung der Sorte.

Die Züchtung von Getreidesorten, die sich speziell für den biologischen Anbau eignen und durch eine hohe agronomische wie auch backtechnische und ernährungsphysiologische Qualität überzeugen, entspricht einem grossen Bedürfnis. Unterdessen sind in der Schweiz und in Deutschland 16 Weizen- und Dinkelsorten aus der Züchtung von Peter Kunz auf den offiziellen Sortenlisten und aus dem Biolandbau nicht mehr wegzudenken.

Zum Jubiläum den Erfolg festigen
Die Getreidezüchtung Peter Kunz feiert dieses Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Sie wurde über die Jahre getragen von Privatpersonen und Stiftungen, die ihren Zweck unterstützen; heute sind es rund ein Dutzend Organisationen und 250 Privatpersonen, welche die Arbeit finanzieren.

Weitere Informationen:
www.peter-kunz.ch