FondsGoetheanum: Landwirtschaft

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Zukunft säen!

Mit einer Bewegung, die von Jahr zu Jahr wächst, treten Bauersleute gemeinsam mit Konsumenten für eine gentechfreie Landwirtschaft ein: Sie säen miteinander Weizen aus.

FondsGoetheanum: Landwirtschaft
Zukunft säen! Dieser Aufforderung kommen Jahr für Jahr mehr Menschen, Bauersleute und Konsumenten nach.

Immer mehr Menschen wollen Lebensmittel aus einer gesunden Landwirtschaft, die Forscher, Bauern, Verarbeiter und Konsumenten gemeinsam verantworten können. Sie wollen keine Gentech-Zukunft. Gemeinsam säen sie ein Weizenfeld für eine regional verankerte, gentechfreie und selbstbestimmte Landwirtschaft. Die Kernaussage der Bewegung «Zukunft säen»: Stopp GVO – wir haben Besseres zu bieten.

Bewegt Menschen, Menschen zu bewegen
Gross und Klein, Jung und Alt säen und übernehmen damit Verantwortung für die Saat. Sie erleben: Da ist der Boden, das Feld und das Saatgut – und ich säe die Körner. Dieses Erlebnis des Säens geht unter die Haut. Säen hat einen hohen Symbolgehalt und ist gleichzeitig ein nüchtern-realer Vorgang. Wenn die Saat wächst, können alle Teilnehmenden das Wachsen des Getreidefeldes über Monate beobachten. Im Sommer wird das Korn geerntet und später als Brot gegessen. Damit schliesst sich der Kreis: Der Mensch isst, was er gesät hat.

Verbindet Hof und Konsumenten
Für den Hof ist «Zukunft säen» ein Fest. Der Bauer, die Bäuerin öffnen ihren Hof. Sie bestellen den Acker gemeinsam mit den Konsumentinnen und Konsumenten. Diese treten aus ihrer Anonymität heraus. Sie leisten Verzicht auf ihre Wahlfreiheit und verbinden sich ganz real für ein Jahr mit einem Hof in ihrer Region. Das Saatgut der Zukunft verbindet beide. Es kommt aus biodynamischer Züchtung. Es ist Kulturgut im besten Sinne.

Steht für Nahrungsmittel-Souveränität
«Zukunft säen» steht bewusst im aktuellen gesellschaftspolitischen Dialog. «Zukunft säen» ist eine Manifestation für die Nahrungsmittel-Souveränität und gegen die Gentechnik. Bei jedem «Zukunft säen» hält eine Person des öffentlichen Lebens einen informativen und engagierten Diskurs zur gesellschaftlichen Dimension gentechnisch veränderten Saatguts.
«Zukunft säen» ist eine freie Initiative und begann 2006 mit einem Säen, 2007 gab es bereits auf acht Höfen ein «Zukunft säen» und 2008 haben rund 4000 Menschen an den dreiunddreissig «Zukunft säen» in allen Regionen der Schweiz und in Süddeutschland teilgenommen. Die Daten und Orte für das Jahr 2009 und alle weiteren Infos finden Sie unter www.avenirsem.ch.
Diese Initiative wird getragen von der Fondation de L’Aubier, Montezillon NE, und der Getreidezüchtung Peter Kunz, Hombrechtikon ZH.