FondsGoetheanum: Medizin, Therapie und Pflege

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Aktuelles von der biodynamischen Landwirtschaft

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Glückliche kleine Eber, höhere Qualität.

Ebermast: weg von der Qual zu mehr Qualität.

1,3 Mio. männliche Ferkel werden jährlich in der Schweiz meist ohne Betäubung kastriert. Sie werden kastriert, weil ein kleiner Prozentsatz des gekochten Fleisches unkastrierter Eber stark riecht, was den Verkauf des Fleisches erschwert. Ab 2010 ist die Kastration durch die Tierschutzverordnung  neu geregelt. Die Kastration der Ferkel ist nur noch unter Betäubung oder durch Immunokastration möglich, einer Impfung zur Unterdrückung der Hodenfunktionen. 
Demeter strebt die Unversehrtheit der Tiere an und setzt sich deshalb zusammen mit Bio Suisse und kagfreiland für die Ebermast ein. Auf einigen Demeter- und Bio Suisse-Höfen wird die Ebermast heute schon mit gutem Erfolg praktiziert. 
Bei Konsumentinnen und Konsumenten kommt das Eberfleisch gut an, wie Untersuchungen der Nutztierschutz-Organisation kagfreiland zeigen: 59% aus einer Befragung von 156 Personen fanden das Fleisch «hervorragend», 36% «sehr gut».

Viele qualitätsbewusste Winzer pflegen ihre Reben mit den biodynamischen Präparaten.

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Die Reben scheinen besonders dafür empfänglich zu sein.

Die Rebe und der Geschmack des Terroir
Demeter-Winzer aus der Schweiz haben zusammen mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) ein On-Farm-Forschungsprojekt begonnen, welches die Wirkung biodynamischer Spritzpräparate auf die Rebe und die Weinqualität erforscht. 

Mehr Forschung, mehr Genuss
Zur Beurteilung der Weinqualität werden aus dem Traubengut der verschiedenen Versuchsparzellen Kleinvinifikationen gemacht. Professionelle Prüfer beurteilen die Qualität des Weins. Erste Resultate dürften im Herbst 2009 zu erwarten sein.
Die Versuchsanlage ist praxisorientiert. Die beteiligten Demeter-Winzer arbeiten nach den wissenschaftlichen Anweisungen des FiBL. Sie halten ihre Pflegemassnahmen schriftlich fest und treffen sich regelmässig mit dem FiBL zum Erfahrungsaustausch und zum Besprechen der Zwischenresultate. 

Leben schonen

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Vital, gesund und aktiv: die ausgewählte Gebrauchskreuzung Sussex.

Für Legehennen eine zwei- bis dreimal höhere Lebensdauer und Poulets mit wesentlich mehr Geschmack: Dies sind die Kernpunkte des Demeter-Forschungsprojekts.

In der wirtschaftlichen Legehennenhaltung werden Hühner eingesetzt, die für eine sehr hohe Legeleistung und wenig Futterverbrauch gezüchtet sind. Mit ca. 21 Wochen beginnen sie mit dem täglichen Eierlegen, sie wachsen noch weiter, bis sie ca. 33 Wochen alt sind. Nach einer Lebensdauer von 60–70 Wochen geht die Eierproduktion rapide zurück, ihre Kräfte sind erschöpft. Sie werden geschlachtet. Das Fleisch wird meist als Tierfutter verwendet.

Grössere Lebensdauer, mehr Lebensqualität
Demeter hat zusammen mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) und der Mühle Lehmann ein Forschungsprojekt begonnen. Das erste Ziel ist, eine Hühnerlinie zu finden, die robust ist, zwei bis vier Jahre lebt und während dieser Zeit eine gute Legeleistung hat. Das zweite Ziel ist, dass alle Küken am Leben bleiben. Heute ist üblich, dass die einen Tag alten Küken nach Geschlecht getrennt werden. Die männlichen Küken werden getötet und als Tierfutter verwertet.

Legepause – Erneuerung der Lebenskräfte
Hühner erneuern ihre Lebenskräfte, indem sie jährlich einmal eine Legepause machen. Sie fressen während 2–3 Wochen kaum noch, legen keine Eier mehr und verlieren Federn. Nach 2–3 Wochen beginnen sie wieder zu fressen, das Gefieder wird dicht und sie fangen an, wieder Eier zu legen. Damit eine Herde gleichzeitig in die Legepause geht, kann man diese durch Reduzierung des Futters auch gezielt auslösen. 
Im Demeter-Forschungsprojekt hat eine Herde die zweite Legepause hinter sich, die Hennen legen bereits wieder fleissig Eier. Diese Hühner sind Mitte Oktober 118 Wochen und damit über zwei Jahre alt, und sie sind gesund.

Kräftiger im Geschmack
Das zweite Ziel des Forschungsprojekts ist, alle Küken am Leben zu erhalten und die ausgewachsenen männlichen Küken als Poulet zu verkaufen. Der erste kleine Vorversuch zeigte, dass ihr Fleisch muskulöser ist, aber gleichzeitig kräftiger im Geschmack. Die Versuche sollen im Sommer 2009 beginnen.