FondsGoetheanum: Pädagogik und Kleinkinderziehung

FondsGoetheanum: Pädagogik und Kleinkinderziehung

Eine Schule fürs Leben, fürs Ganze

Wir erleben heute Wechsel und Wandel in einem noch nie da gewesenen Tempo. Immer neue Herausforderungen werden an Jung und Alt herangetragen. Anthroposophische Pädagogik vermittelt Kindern Fähigkeiten für alle Lebensaufgaben.

Unsere Welt verändert sich zusehends schneller. Neue Situationen erfordern neues Verhalten, neue Fähigkeiten, sei dies bezüglich beruflicher Veränderungen, bezüglich Klimawandel oder sozialer Umbrüche. Die grundlegenden Fähigkeiten in dem sich rasch ändernden Umfeld müssen in der Jugend erworben werden. Das weiss auch der Volksmund und sagt es im Sprichwort: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Dass das Kind seine Fähigkeiten entfalten, seine Schwächen ausgleichen und dabei Sozialkompetenz entwickeln kann, ist dann möglich, wenn es selber im Zentrum der Pädagogik steht. Was zeichnet also eine zeitgemässe Pädagogik aus, was muss sie vermitteln?

Aufgeschlossenheit ist lernbar

Die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien, die stetig wachsende Mobilität und die Zunahme transnationaler Migrationen machen die Welt kleiner. Die Pädagogik soll den Schülern helfen, Aufgeschlossenheit im Umgang mit Menschen unterschiedlichster sozialer, ethnischer oder religiöser Herkunft zu entwickeln. Je kleiner die Welt wird, desto grösser müssen die Herzen werden.

Mit Ethik gegen den Hunger

Materiell geht es uns sehr gut. Doch weltweit hungern jedes Jahr mehr Menschen. Das blosse Wissen, dass die Kluft zwischen Arm und Reich grösser und tiefer wird, genügt nicht mehr. Es ist auch Aufgabe der Pädagogik, den Schülern eine moralisch-ethische Wissensbildung und ein umfassendes Bewusstsein der Folgen und Konsequenzen unseres Handelns für die gesamte Welt zu vermitteln.

 
FondsGoetheanum: Pädagogik und Kleinkinderziehung
Eine umfassende Pädagogik bezieht den ganzen Menschen ein.

Verantwortung für Erde und Natur

Die Veränderungen des Klimas erfordern einen sorgsameren Umgang mit den natürlichen Ressourcen unseres Planeten. Zu den Aufgaben der Pädagogik gehört, den Schülern die Abhängigkeit und das partnerschaftlich-geschwisterliche Verhältnis der gesamten Erde mit der ganzen belebten und beseelten Natur nahezubringen.

Sinnerfüllt leben

Die fortschreitende Technisierung der Arbeitswelt wird uns in Zukunft noch mehr Arbeit abnehmen und von herkömmlichen Tätigkeiten befreien. Die wachsende Freizeit und die Arbeitslosigkeit sind Folgen der Möglichkeit, mit immer weniger menschlicher Arbeitskraft immer mehr produzieren zu können. Viele Menschen erfahren zeitweilige Arbeitslosigkeit und Änderungen in ihrer beruflichen Laufbahn.

Die Pädagogik hat die Aufgabe, die Schüler so zu bilden, dass sie als Erwachsene in solch schwierigen Lebenslagen die eigenen Werte nicht verlieren und dass sie unbesehen der äusseren Umstände ein sinnerfülltes Leben führen können. Initiative, Weit blick, Phantasie, Selbstvertrauen sowie Verantwortung und moralisches Gewissen werden für den individuellen Menschen wie für die Gesellschaft immer wichtiger werden.

Wie auch immer die Welt in Zukunft aussehen wird: Grundmenschliche Kompetenzen werden über alle beruflichen und anderen Fähigkeiten hinaus eine entscheidende Rolle spielen. Die Rudolf Steiner Schulen sind der Bildung solcher Fähigkeiten auf der Grundlage der anthroposophischen Pädagogik seit 90 Jahren verpflichtet. Sie orientieren sich an den Bedürfnissen der Kinder.

Thomas Marti