FondsGoetheanum: Der Irrglaube vom grenzenlosen Wachstum

FondsGoetheanum: Der Irrglaube vom grenzenlosen Wachstum

So investiert man clever

Die Gründer der Sport Components AG hatten aus ihrem persönlichen Bedürfnis heraus ein Fahrradventil für Schlauchlos-Reifen (milKit.bike) erfunden und stellten erfreut fest, dass viele andere dieses Ventil gerne auch haben wollten. Die Nachfrage war gross. 

Sie planten die Produktion dieses Ventil-Systems. Doch wie viele andere Start-ups standen die Erfinder schon nach kurzer Zeit vor dem Problem, zu wenig Kapital zu haben, um das Ventil-System fertig zu entwickeln, herzustellen und zu vertreiben.

Gute Ideen können oft mangels Geld nicht realisiert werden

Die Suche nach Geldgebern gestaltet sich in der Schweiz oft schwierig, so auch für dieses Ventil-System. Denn trotz tiefer Zinsen zögern viele, beim Investieren ein Risiko in Kauf zu nehmen.  

Dabei gibt es in der Schweiz eine innovative und äusserst dynamische Start-up-Szene, welche zur Umsetzung ihrer Ideen und der daraus entwickelten Projekte dringend auf Startkapital angewiesen ist.  

Als potenzielle Geldgeber für Start-ups könnte man die Pensionskassen sehen, denn sie verfügen über genügend Kapital. Aufgrund des Risikos investieren sie nur äusserst selten in junge Firmen.  

Die CoOpera Beteiligungen AG, welche zur Pensionskassen-Sammelstiftung PUK gehört, bildet hier eine Ausnahme. Sie unterstützt junge Unternehmen und ist auch bei der Sport Components AG tatkräftig eingesprungen.  

Die Fremdbestimmung von Unternehmen durch gewinnorientierte Investoren ist in der heutigen Wirtschaft selbstverständlich. Das heisst konkret, dass dadurch bei Entscheidungen anstelle des langfristigen Unternehmenserfolgs oft kurzfristige Profite ins Zentrum gestellt werden.  

Auch hier geht die CoOpera einen anderen Weg und fokussiert auf die erreichten Ziele der wachsenden Firma. Das Bestimmungsrecht gibt sie deshalb bewusst an die Unternehmer ab, steht diesen aber beratend zur Seite. Werden Gewinne erzielt, nimmt die CoOpera nur einen Teil davon für sich, der Rest fliesst zurück an die Firma zur Finanzierung der weiteren Entwicklung.

«Die Suche nach Geldgebern gestaltet sich oft schwierig.» 
In den heutigen Unternehmen sind solche Ansätze kaum verbreitet – zu wichtig scheint oft die Verantwortung gegenüber den Investoren, einen möglichst grossen Gewinn ausschütten zu können. Es sollte unser Ziel sein, dass vermehrt über sinnvolle Investitions-Arten diskutiert wird und neu gedachte Modelle (wie z. B. auch zu finden unter www.purpose.ag) nicht nur gedacht, sondern auch umgesetzt werden.  


Pius Kobler