News

News

Software AG Stiftung

Reparieren macht Schule: Neues Praxisbuch für Schulwerkstätten

Reparieren statt wegwerfen – wie das geht, lernen Schüler*innen der Rudolf-Steiner-Schule München-Schwabing in einer Reparaturwerkstatt. Ihre mehrjährigen Erfahrungen dokumentiert das neu erschienene Handbuch „Reparieren macht Schule“.

 … >>

Goetheanum

2020 zeigt die Goetheanum-Bühne wieder Goethes ‹Faust 1 und 2›

Anlässlich der gesicherten Startfinanzierung findet am 20. Februar am Goetheanum ein öffentlicher Informationsabend zur 2020 geplanten Neuinszenierung ‹Faust am Goetheanum› statt.

 … >>

Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

Kunst und Wissenschaft erleben

Am 5. und 6. April lädt die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn unter dem Motto „Augen.Blick.Mal“ zu zwei Tagen voller Kultur- und Informationsveranstaltungen ein. Ausstellungen, Atelierführungen, Schauspiel- und Tanzaufführungen, Workshops und Vorträge geben Einblicke in das breite künstlerische und wissenschaftliche Spektrum der Hochschule.

 … >>

Verlag Freies Geistesleben

Christa Ludwig erhält den Eichendorff-Literaturpreis 2019

Die überraschende Nachricht erhielt die Preisträgerin wenige Tage vor dem Geburtstag ihrer Protagonistin Else Lasker-Schüler, der sich am 11. Februar 2019 zum 150. Mal jähren wird. 

 … >>

Goetheanum

Ausverkauft: Sinfonieorchester Basel mit Jonas Kaufmann am Goetheanum

Am 16. Januar spielt das Sinfonieorchester Basel unter Leitung von Jochen Rieder mit dem Tenor Jonas Kaufmann im ausverkauften Goetheanum. Auf dem Programm stehen Franz Schuberts zehnte Sinfonie in der Fassung von Luciano Berio (‹Rendering›) und ‹Das Lied von der Erde› von Gustav Mahler.

 … >>

atka

Erlebnistag Kunsttherapie

In der Anthroposophischen Akademie für Therapie und Kunst – a t k a - findet der erste Erlebnistag Kunsttherapie statt.

 … >>

erziehungskunst.de

Goethes »Faust« in Ismaning

Nach fünf Jahren Pause gibt es vom 23. bis 27. Februar 2019 wieder den ganzen »Faust« in Ismaning zu erleben. Das »FAUST-Festival Ismaning 2019« ist ein Schülerprojekt, bei dem 12. Klassen verschiedener deutscher Waldorfschulen im Festsaal der Rudolf-Steiner-Schule Ismaning Goethes »Faust« aufführen.

 … >>

Kulturfestival «Art und Leise»

«Art und Leise» lädt ein zum Sehen, Hören, Staunen und Begegnen.

Humanus Haus

Bemalte Hausfassaden, mit Bast umwebte Plastikstühle, die zum „Hereinplatzieren“ einladen, Poesie im Garten, Skulpturen aus Schwemmholz, düstere Comics, in denen Behinderte nach Afghanistan gelockt werden, und lebende Ziegen, die Gäste übers Gelände führen: Ein wahrlich breites Spektrum an Kunstprojekten und Darbietungen erwartet die Besucher beim ersten inklusiven Kulturfestival im Humanushaus. Das gesamte Areal der sozialtherapeutischen Einrichtung hat sich in ein einziges großes Kunstwerk verwandelt. Bis zum 12. Oktober können Besucher hier auf Entdeckungstour gehen und in den Gärten, Werkstätten, öffentlichen Räumen sowie auf der Bühne die unterschiedlichsten Werke und Aufführungen bestaunen. In Workshops können sie zudem selbst künstlerisch aktiv werden und beispielsweise Tonfiguren gestalten oder Schicht für Schicht die eigene Biografie malen. Ganz im Sinne des Inklusionsgedankens sind dabei alle Interessierten angesprochen – ob mit oder ohne Behinderung.

 

Kunst baut Brücken

Im Fokus des Festivals „Art und Leise“ steht die Begegnung: Menschen mit und ohne Behinderung kommen hier zusammen – sei es als Künstler, als Teilnehmer an einem Workshop oder als Besucher. Kunst wird so zur Brücke, die Menschen aller Couleur verbindet. Aus diesem Grund hat das Humanushaus auch verschiedene Einzelkünstler, Gruppen und Institutionen eingeladen, sich an dem Festival zu beteiligen. So ist eine grosse Vielfalt an Aktionen, Projekten und Werken entstanden, die nun über den Sommer gezeigt werden.  

Mit dabei sind unter anderem:

„Wir freuen uns, dass so viele Künstler und Institutionen bei unserem inklusiven Festival mitmachen. So können wir zeigen, wie breit das Spektrum an künstlerischen Aktivitäten von Menschen mit Behinderungen ist“, so Rainer Menzel, Co-Gesamtleiter des Humanushaus. Und das öffentliche Interesse an dieser Kunst wächst. Das habe, so Menzel, erst kürzlich „Touchdown“, eine Ausstellung mit und über Menschen mit Downsyndrom gezeigt, die bis Mai im Paul Klee Zentrum in Bern gastierte und für viel mediale Aufmerksamkeit sorgte.

 

Von der heiligen Odilie bis zum Kalifat im Emmental

Im Rahmen von „Art und Leise“ werden natürlich auch künstlerische Arbeiten von Bewohnern des Humanushaus ausgestellt. In den verschiedenen Werkstätten, in denen Menschen mit Unterstützungsbedarf einer sinnstiftenden Arbeit nachgehen, hat man über viele Wochen an Ideen und Projekten gearbeitet, deren Ergebnisse die Bewohner nun stolz präsentieren. So sammelten sie in der Weberei für das Projekt „Hereinplatziert“ Plastikstühle und verfremdeten sie auf kreative Weise. Dabei konnte sich jeder mit seinen Ideen einbringen. In der Holzwerkstatt entstanden Skulpturen aus Schwemmholz, und für das Projekt „Schatztruckli“ waren alle BewohnerInnen eingeladen, einen besonderen Gegenstand auszuwählen, der ihnen persönlich sehr wichtig ist.

Mit dem Kunstprojekt „Die heilige Odilie“ wird auch ein Bezug zum Bauvorhaben des Humanushaus hergestellt: Bevor das alte Wohngebäude „Odilienhaus“ einem Neubau wird weichen müssen, wurde es im Rahmen des Festivals noch einmal als Kunstobjekt gewürdigt. Dazu haben Künstler des Ateliers Rohling sich mit dem Haus und dessen Namensgeberin auseinandergesetzt und zwei Fassadenmalereien gestaltet.

Einer der Künstler, die an der Odilienhaus-Aktion beteiligt sind, ist Clemens Wild. Der Bewohner des Humanushaus wurde 2018 mit dem Euward ausgezeichnet, dem wichtigsten europäischen Kunstpreis für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung. Wild zeigt im Rahmen des Festivals sein neuestes Werk: einen düsteren Comic mit dem Titel „Kalifat im Emmental“, zu dem ihn die Sparmassnahmen des Kantons inspirierten. In der Geschichte werden Behinderte für einen Truppeneinsatz in Afghanistan rekrutiert. „Alle kommen um, und man kann sich die Sozialausgaben sparen“, fasst Wild den Inhalt zusammen.

 

„Leise“ lauschen und verstehen

Das Motto des Festivals lautet „Art und Leise“. Dabei spielt „leise“ nicht etwa auf die Lautstärke des Festivals an (hier kann es auch mal lauter zugehen), sondern darauf, dass Kunst nicht nur ein Produkt, sondern ein Prozess ist, der einer konzentrierten Hinwendung bedarf: „Kunst ist eine Sprache. Doch sie ist nicht immer auf Anhieb verständlich. Manchmal muss man genau hinhören und sich anstrengen, um einen Zugang zu finden. Sich darauf einlassen, im stillen Betrachten oder gemeinsamen Tun. Beim Kulturfestival „Art und Leise“ geht es genau um diesen „leisen“ Prozess der Hinwendung und des Verstehens“, erklärt Rainer Menzel, Co-Gesamtleiter des Humanushaus.

***

Künstler: Menschen aus dem Humanushaus
Zeitpunkt: 12. Oktober, 14.00-15.00 Uhr
Ort: Radio Rabe (95.6 Mhz)

Das Ziel von Radio Kunterbund ist es, Menschen mit Unterstützungsbedarf eine hörbare Stimme in der Gesellschaft zu geben und Themen aus ihrem Lebensalltag aufzugreifen. Begriffe wie Selbstbestimmung, Teilhabe und Autonomie werden im Gestaltungsprozess der Sendung aktiv gelebt, denn der Begriff der wirklichen Teilhabe und Inklusion beschränkt sich nicht nur auf den rein physischen Bereich, sondern schliesst auch die gedankliche Teilhabe an Begriffen, Gedanken und Konstrukten mit ein.

In der Sendung „Mandala“ widmet sich die Redaktion dem Thema Kunst. Im Rahmen des inklusiven Kulturfestivals “Art und Leise” näherten sich die Sendungsmachenden gemeinsam dem Begriff Kunst an und fanden heraus, was Kunst für verschiedene Menschen bedeutet.

***

Zurück