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Und wohin sollte sich der Ökologische Landbau entwickeln? Diesen Fragen gehen wir mit einer Reihe von Beispielen nach: Von Bäumen und Streifen, Linienmischungen und Nützlingssaaten lesen Sie in unserer September-Oktober Ausgabe von Lebendige Erde, der Fachzeitschrift für Biodynamische Agrarkultur.

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Die Herbst-Ausgabe des Demeter Journals liegt aus. Passend zu den Boden-Aktionstagen in vielen Bioläden dreht sich alles um das Spüren und um den Boden.

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Hof Dusch nominiert für den Agrarpreis 2020 - Brachland Bio Beeren & Obst mit Crowdfunding - Kampagne für Ihren Demeter Hofladen

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Die BioSaat GmbH wurde im Juli als Vermehrungs- und Vermarktungsorganisation für ökologisch gezüchtete Sorten gegründet. Hauptgesellschafter der neuen Firma sind die Getreidezüchtung Peter Kunz und die Forschung & Züchtung Dottenfelderhof.

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Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner lädt ihre EU-Kolleg*innen zum informellen Agrarministerrat in die Weinstadt Koblenz. Demeter fordert: Beim guten Glas Wein dürfen die Dürreschäden und die Dringlichkeit für eine Agrarwende nicht aus dem Blick geraten!

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Die Demeter-Gemeinschaft trauert um Thomas Sannmann. Er hat mit seiner Demeter-Gärtnerei und mit seinem gesellschaftlichen Engagement einen Leuchtturm geschaffen, der weit über die Vier- und Marschlande hinaus leuchtet. Mit seiner Fachkompetenz und der Leidenschaft für seine Arbeit, hat er viele Menschen von den wertvollen Demeter-Lebensmitteln überzeugen können.

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Atmen mit der Klimakrise – ökologisch – sozial – spirituell

Jahresthema 2020/21

Landwirtschaftliche Sektion am Goetheanum

 

Klimawandel? Jahrelang haben wir uns gefragt: Ist dies jetzt ein Wandel des Klimas oder einfach eine extreme Wettersituation? Ist alles übertrieben? Werden die computersimulierten Vorher­sagen überhaupt eintreffen? Vielleicht ja, vielleicht nein. Tatsache ist, dass wir heute betroffen sind. Immer deutlicher erkennen wir, wie die atmosphärischen Hüllen intim zu dem ganzen Erd­organismus gehören. Über der erdigen Humushaut atmet die Luft- und Wärmehaut der Erde. Kein Mensch hat da bewusst und willentlich etwas verändert. Der Klimawandel kommt wie von aussen auf uns zu. Die Peripherie, die wir bisher gar nicht im Bewusstsein hatten, spricht zu uns: Hei, Menschen, wacht auf!

Doch wer spricht da genau? Sind wir es selber? Wir ahnen, dass wir nicht nur als einzelne Ich-Punkte hier auf der Erde sind. Wir existieren auch ausserhalb des Punktes, die Peripherie gehört zu uns. Wir haben gleichsam ein peripheres Ich. Es ist ein Erlebnis in zwei Schritten. Erstens: Ich exis­tiere auch in der Peripherie, dadurch bin ich gemeinsam mit allen anderen Menschen eine Mensch­heit, direkt, ohne Unterscheidung nach Kultur, Sprache oder Herkunft. Und zweitens: Für «das Ganze» bin ich und sind wir verantwortlich. Sind wir das wirklich? Mit diesem Erlebnis aufzuwa­chen, ist ein Schock: Hat es überhaupt einen Sinn, auf diese Erde zu kommen? Kann die Erde meinen Fussabdruck überhaupt ertragen? Für die Klimajugend wird aus dem Klimawandel die Klima­krise – und sie fordert einen Systemwandel.

Wir kommen zu einem erweiterten Begriff von dem Wandel, der von uns gefordert ist: Klima­wandel – in der ökologischen Dimension, in der sozialen Dimension, in der spirituellen Dimension. Wie können wir wieder zu Atem kommen in diesen drei Dimensionen, zu einem erfrischenden Atmen auf der Erde, zu einem vertrauensvollen Atmen in der Sozietät, zu einem befreienden Atmen als individueller Mensch?

Klimawandel ökologisch heisst, anders mit den Ressourcen der Erde umzugehen, heisst für uns, den landwirtschaftlichen Organismus nicht nur von innen her zu verstehen, sondern auch von aussen, aus der Klimafrage, aus dem Blick auf das Lebewesen Erde. Wie können wir den Kohlen­stoff, der zu viel ist in der Atmosphäre, in die Lebenszyklen unserer Höfe einbinden?

Klimawandel sozial heisst, dass auch und gerade das soziale Klima in vielen Ländern dabei ist, zu zerbrechen – und ebenso in der Weltgemeinschaft. Wie weiter in Bolivien, in Chile, im Libanon, in Hongkong, in England, in Frankreich ... und eigentlich überall, auch in «unseren» Gemeinschaften? Wie kommen wir zu zukunftsfähigen Sozialgestaltungen, wo die Menschenwürde jedes Einzelnen von der Gemeinschaft getragen werden kann?

Klimawandel spirituell heisst, das «Ich» neu zu erfahren. «Ich» ist nicht, sondern entsteht. Und zwar entsteht es im Dialog. Im Dialog mit dem anderen Ich, mit der Welt, mit dem höheren Ich seiner selbst. Als Wesen unter Wesen. Nicht als Ego. Wie kommen wir zu einem geistigen Klima, das den Einzelnen befähigt, im Dialog mit der Welt über sich selbst hinauszuwachsen?

Die Sektion für Landwirtschaft und die Jugendsektion richten die Landwirtschaftliche Tagung 2021 gemeinsam aus. Dadurch wird sie eine Erd-Klima-Kultur-Tagung.

Literatur:

  • Anthroposophische Leitsätze. GA 26. Michaelbrief: Von der Natur zur Unternatur, Leitsätze 183-185
  • Eco-Alchemy: Anthroposophy and the History and Future of Environmentalism (Dan McKanan)
  • Climate: A New Story (Charles Eisenstein)
  • Erde und Mensch (Guenther Wachsmuth)
  • Sustainable Civilisation (Klaas van Egmond)
  • The Limits to Growth (Dennis L. Meadows, Donella Meadows, Jørgen Randers, William W. Behrens III)
  • Trajectory of the Anthropocene: The Great Acceleration (Will Steffen)

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