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Spezifische Qualität erfahrbar machen

Interview mit Jasmin Peschke, erschienen in der Anthroposophie Weltweit, Ausgabe 6/17
Am Welternährungstag (16. Oktober) möchte sie Ernährung als schöpferischen Prozess und Beziehungsfrage in die Presse bringen.

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Online-Petition für Gartenbauschule Hünibach

Der Regierungsrat des Kantons Bern will die Mitfinanzierung der Gartenbauschule Hünibach schrittweise abbauen und 2021 ganz streichen.
Die Gartenbauschule Hünibach (GSH) ist die einzige biologisch-dynamische Gartenbauschule der Schweiz. Online-Petition und weitere Informationen:

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Offener Brief an Landwirtschaftsminister Schmidt

Vor einer endgültigen Zustimmung von EU-Parlament und -Rat muss der gewichtigste Fehler der im Trilog ausgehandelten neuen Öko-Verordnung ausgemerzt werden.

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Gartenbauschule Hünibach kämpft für ihr Weiterbestehen

Der Regierungsrat des Kantons Bern hat beschlossen, die Mitfinanzierung der Ausbildungsplätze an der Gartenbauschule Hünibach (GSH) ab 2019 zu reduzieren und 2021 ganz einzustellen.

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Nachhaltige Lebensstile folgen keiner Kosten-Nutzung-Rechnung

Wachstum 2.0 auf der Spur
Christian Berg vom Club of Rome und Boris Voelkel im Gespräch

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IFOAM EU Group zu Gast bei Bingenheimer Saatgut

Es geht auch ohne Gentechnik.
"Europaweit und gemeinsam für eine gentechnikfreie Land- und Lebensmittelwirtschaft zu arbeiten ist Grundlage für eine erfolgreiche Strategie"

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Fruchtbaren Boden gewinnen und erhalten

Bodenfruchtbarkeit von der Naturgrundlage zur Kulturaufgabe
Unser Überleben auf der Erde hängt wesentlich von der nachhaltigen Gesundheit unseres Bodens ab.

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Biodynamischer Pflanzenschutz

Was zunächst etwas widersprüchlich klingt, wird bei der Gärtnerei Piluweri in der Nähe von Freiburg seit über 20 Jahren erfolgreich praktiziert.
Wie schaffen es die biodynamischen Gärtner, ihre Gemüsepflanzen beim Wachsen vor Schädlingen zu schützen? Wie gelingt der biodynamische Pflanzenschutz ohne Chemie?

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Bei Demeter Schweiz gibt es ab 2019 nur noch „Hähne im Glück“

Jeder Demeter-Hahn hat ein Recht auf Leben:
Der Verein für biologisch-dynamische Landwirtschaft spricht sich mit einem klaren Ja zu der Richtlinienänderung im Bereich Geflügelhaltung aus.

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Tätigkeitsbericht der Sektion 2016/17

Blicken Sie mit uns zurück auf eine ereignisreiche Zeit. Neue Themen, gut besuchte Veranstaltungen und gleich zwei abgeschlossene grössere Projekte (zu Saatgut und zu biodynamischen Präparaten) gestalteten unsere Arbeit vom Frühjahr 2016 bis zu Frühjahr 2017 abwechslungsreich und spannend.

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Demeter gratuliert Eckhard von Wistinghausen zum 80. Geburtstag

Wertvolle Impulse für die Biodynamische Arbeit. Die biodynamische Bewegung gratuliert dem Demeter-Urgestein zu seinem Geburtstag, verbunden mit einem großen Dankeschön für das Geleistete.

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Gemeinsam mit einem ganzheitlichen Ansatz die Zukunft gestalten

Momentan sind 180.000 Hektar in 54 Ländern Demeter-zertifiziert.
Die Mitgliederversammlung von Demeter-International in Italien verabschiedet qualitative Kriterien für Verarbeitung und Handel

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Marco Casanova ist Bio-Winzer des Jahres 2017

Zum vierten Mal wurde in Zürich der Schweizer Bioweinpreis vergeben:
Ausgezeichnet wurden sieben Siegerweine, und Marco Casanova wurde zum „Biowinzer des Jahres“ gekürt.

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Ackern ohne Pflug: gut für Boden und Klima

Der Verzicht auf den Pflug kann Bodenerosion vermindern und zum Klimaschutz beitragen. Das zeigen zwei kürzlich erschienene Publikationen des FiBL zur reduzierten Bodenbearbeitung im Biolandbau.

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Wettbewerbsausschreibung

Der Verein Gen Au Rheinau will im Jahr 2017 Projekte im Bereich der biologischen Züchtung, Vermehrung und Vermarktung von nachbaufähigen Nutzpflanzensorten fördern.

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SEKEM zum Welttag zur Bekämpfung von Wüstenbildung

Wasserarmut, Klimawandel, Überbevölkerung
Den diesjährigen Welttag für die Bekämpfung von Wüstenbildung feiern die Vereinten Nationen unter dem Motto „Unser Land. Unsere Heimat. Unsere Zukunft“.

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Biomilk expandiert

Die Nachfrage nach Biomilch ist in den letzten Jahren angestiegen
Die Biomilk AG will deshalb ihre Produktion ausbauen. Dafür verlegt sie ihren Sitz von Münsingen in den Worbboden.

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Neuerscheinung: Ilmar Randujas Lebenswerk

Autorin Michaela Spaar hat eine biografische Skizze über das Leben und Wirken des Saatgutpioniers Ilmar Randuja verfasst. Bereits in den 1950er Jahren erkannte Randuja, dass der biologisch-dynamische Gartenbau eigenes Saatgut und damit eine eigene Saatgutzüchtung braucht. 

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Mit viel Handarbeit und Herz! Ausdrucksstarke biodynamische Weine.

Die waadtländer Winzerfamilie Cruchon begeistert sich seit Generationen für Wein und Weinbau und gilt als Pionier in Sachen Innovation, Dynamik und Kreativität. Sie ist für viele Winzer ein Vorbild

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Biobranche fordert Stopp der Verhandlungen über Öko-Verordnung in Brüssel

Seit über drei Jahren wird in Brüssel über eine umfassende Neufassung des zuletzt 2008 überarbeiteten Bio-Rechts verhandelt

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Biodynamischer Pflanzenschutz

Fachwissen und aufmerksames Beobachten

Ein gutes Miteinander ist hier offenbar sehr wichtig. Im Gespräch mit Gärtnermeister Richard Specht, Gesellschafter von Piluweri, fällt die Wertschätzung auf, mit der er von seinen Mitarbeitern spricht. Die Vorstellung aber, dass da ein Haufen Gutmenschen miteinander und mit ihren Pflanzen basisdemokratische Dauergespräche führen, ist grundfalsch: Auch wenn Pflanzen (wie Mitarbeiter) sicher das ein oder andere liebevolle Gespräch zu schätzen wissen, reagieren sie ungleich besser auf gärtnerisches Know-how. Das ist bei Piluweri reichlich vorhanden und wächst ständig. Verbesserungen für Bodenstruktur, Pflanzengesundheit, Betriebsabläufe und Vermarktungswege gehören zum Alltag des Betriebes, der von vier Gesellschaftern geführt wird. Um einen gesunden Boden zu bekommen und zu erhalten, ist Innovationsgeist gefragt: Bei Piluweri verzichten die Gärtner jetzt schon in der dritten Saison auf das Pflügen. Ziel ist es, eine widerstandsfähige Mikroflora aufzubauen. Dafür kommen vor allem Kompost, das Demeter-Präparat Hornmist und natürliche organische Dünger wie Schafwollpellets zum Einsatz.

Die Basis: der gesunde Boden

Guten Kompost zu erhalten ist eine Wissenschaft für sich – bei Piluweri gibt es dafür regelrechte Spezialisten. Gleich neben den geschützt wachsenden Jungpflanzen wird Kompost-Tee angesetzt. In einem großen Bottich schwimmt eine braune Flüssigkeit – ein Auszug aus Kompost, Algen-Präparaten und anderen Zutaten, die für eine Verbesserung des Bodens sorgen sollen. Vor Neupflanzungen wird er auf dem Boden ausgebracht. Wichtigste Grundlage im Pflanzenschutz ist eben „ein guter Boden mit gesundem Bodenleben“, betont Richard Specht. Im Gewächshaus laufen Ventilatoren, Fenster werden millimetergenau geöffnet und geschlossen – hier kommen Bio und moderne Technik zusammen. Durch die computergesteuerte Überwachung der Luftfeuchtigkeit werden Pilzkrankheiten in Schach gehalten.

Technik sinnvoll nutzen

Der Pflanzenbau im Gewächshaus wurde 2016 komplett umgestellt. So wachsen jetzt Tomaten ein- statt zweireihig, um den einzelnen Pflanzen mehr Luft und Licht zu bieten. Rasenwege zwischen den Tomaten beleben den Boden. Da die Tomatenstauden hier die stattliche Höhe von drei Metern erreichen, laufen Gärtner auf Stelzen durch die Reihen. Das sieht abenteuerlich aus – funktioniert aber unfallfrei, versichert Richard Specht. Heranwachsende Kulturen werden mit Hornkiesel besprüht, um die Pflanze in ihrer Vitalität zu fördern.

Im Freiland sind etwa 50 Prozent der gesamten Anbaufläche mit Gründüngung bewachsen, dort wird dann ein Jahr lang kein Gemüse angebaut. Der Grund für diesen Verzicht auf umittelbar ertragbringende Felder: So bleibt immer genügend Spielraum für die im Schädlingsmanagement so wichtige Fruchtfolge. Pflanzen aus derselben Familie werden dabei nicht direkt nacheinander auf demselben Boden kultiviert. So können die Entwicklungszyklen der jeweiligen Schädlinge unterbrochen werden. Kleegras reichert zudem den Boden mit Stickstoff an, den die Pflanzen für ihr Wachstum brauchen. Eine Fruchtfolge im Gewächshaus einzuhalten ist aus Platzgründen schwieriger – nicht zuletzt, weil Kunden im Sommer Tomaten, Paprika und Auberginen wollen, alle aus der Familie der Nachtschattengewächse. Und genau diese Kulturen brauchen den Schutz der Gewächshäuser, um optimal zu reifen. Da hilft dann die Kreativität des Piluweri-Teams.

Dem Schädling auf der Spur: Kontrolle ist besser

Unter den Gärtnern werden geheimnisvolle Codes in Form von bunten Kärtchen ausgetauscht. An einer Stelle stecken gelbe Kärtchen im Boden: die Mäusespezialistin im Team hat dort Fallen aufgestellt. Rote Kärtchen an der Petersilie zeigen an, dass hier vorbeugend mit dem natürlichen Pflanzenschutzmittel Neem behandelt wurde und nun zwei Wochen nicht geerntet werden darf. Neben den vorbeugenden Behandlungen mit Neem oder Seifenlauge werden sowohl im Gewächshaus als auch im Freiland im Sommer sogenannte Nützlinge eingesetzt: Schlupfwespen gegen Blattläuse oder die Weiße Fliege und Raubmilben gegen Spinnmilben. Entscheidend ist jeweils der Zeitpunkt der Ausbringung. Ist es zu spät, zu früh, zu nass oder zu trocken, helfen weder Nützlinge noch Spritzmittel. Aus diesem Grund müssen die Gärtner von Piluweri ihre Kulturen und das Wetter immer genau im Auge behalten.

Um einen Betrieb also biodynamisch und gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreich zu führen, muss sorgfältig und mit viel Kompetenz gearbeitet werden. „Es reicht nicht aus, im richtigen Moment Hornkiesel oder Hornmist zu sprühen. Sorgfältiges Arbeiten und gute gärtnerische Praxis sind oberstes Gebot“, betont Richard Specht. Biodiversität – Vielfalt nutzt

Ein weiterer Grundstein für den Erfolg des biodynamischen Pflanzenschutzes ist die Biodiversität. Was sich anhört wie ein Luxusgut für Ökoträumer, ist in Wirklichkeit nicht nur für die Vielfalt auf dem Teller wichtig. Die Gärtner von Piluweri leisten ihren Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt: Seit vielen Jahren werden eigene, samenfeste Sorten für den Bio- Gemüseanbau kultiviert. Ein Teil der Pflanzen darf also blühen, bleibt für die Samengewinnung stehen. Die Pflanzengesundheit steht dann natürlich auch bei der eigenen Anzucht im Mittelpunkt. Da Piluweri sich zudem der Züchtung samenfester biodynamischer Sorten wie etwa der Möhre Milan widmet, können auch Hobbygärtner von dieser Arbeit profitieren: Über die Bingenheimer Saatgut AG kann jeder Saatgut aus der Piluweri- Gärtnerei beziehen.

www.piluweri.de

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Das Herzstück von Demeter: die Biodynamischen Präparate

Richard Specht nennt die Biodynamischen Präparate „Homöopathie für Pflanze und Boden.“ Sie gestalten „die Prozesse im Boden und in der Pflanze und entscheiden mit über Qualität der Lebensmittel“, erklärt er.

Außergewöhnlichstes Charakteristikum der Biodynamischen Wirtschaftsweise sind seit über 90 Jahren die Präparate. Ihre Anwendung ist für jeden Demeter-Betrieb verpflichtend. Der Mensch nimmt für ihre Herstellung Substanzen aus der Natur, setzt sie natürlichen Kräften aus, um sie dann in veränderter Form der Natur wieder zuzuführen.

Die Spritzpräparate werden in Kuhhörner gefüllt und für einige Monate vergraben: Hornkiesel als fein zermahlener Quarz, für Hornmist Kuhdung. Beide werden dann nach dem Ausgraben in Wasser rhythmisch verrührt und ausgespritzt. Das Hornmist-Präparat wirkt sich positiv auf die Bodenfruchtbarkeit aus. Die Wirkung des Hornkiesel-Präparates kann am besten mit einem sonnigen, warmen Sommertag verglichen werden – das beobachten Gärtner, Obstbauern und Winzer. Sie wissen, dass die charakteristische Aromabildung damit gesteigert werden kann. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Haltbarkeit von Lagergemüse verbessert wird, Nitratgehalte reduziert sowie Zucker- und Vitamingehalte gesteigert werden.

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