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Landwirtschaftliche Sektion am Goetheanum

Der Beitrag bestehe darin, dass Bodenhumus vier Mal mehr CO2 speichern könne als Luft.

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Demeter.de

Rückblick: Land-Wirtschaft - zwischen Hof und Welt - Internationale Jahreskonferenz der biodynamischen Bewegung

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Goetheanum

Das Speisehaus am Goetheanum ist ein Pionier im Angebot vegetarischer Vollwertkost in biologischer und biodynamischer Qualität. Nun stellt es die Ausstattung bei Tagungen von Papp- und Plastikbechern auf Porzellan um.

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Demeter.de

Wer bewusst ökologisch und nachhaltig einkauft, orientiert sich gerne an Labels. Doch: Es ist schwierig, den Überblick zu behalten. Denn wie unterscheidet sich Bio Suisse eigentlich von anderen Bio-Zertifizierungen? Und was ist nochmals der Unterschied von Bio zu Demeter?

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Demeter.de

DOK-Versuch beweist die Vorteile der biologischen und insbesondere der biologisch-dynamischen Landwirtschaftsweise

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Düngerverzicht, mit gezielter Bewirtschaftung

Ein Nachruf von Julia und Dr. Werner Upmeier

Demeter.de
Bodengasmessungen in Kleegras-Parzellen. (Foto: FiBL, Thomas Alföldi)

Langfristig biologisch bewirtschaftete Ackerböden emittieren 40 Prozent weniger Treibhausgase pro Hektar als konventionell bearbeitete Böden. Auch pro Tonne Ertrag ist dieser Wert geringer oder – beim Anbau von Mais – gleich hoch. Dies geht aus einer Studie hervor, die im weltweit einmaligen DOK-Langzeitversuch in der Schweiz durchgeführt wurde. Diese wurde vom ehemaligen FiBL-Mitarbeiter Dr. Andreas Gattinger geleitet, der heute Professor an der Universität Giessen ist. Die Ergebnisse sind kürzlich in der Online-Ausgabe des Wissenschaftsjournals „Scientific Reports“ veröffentlicht worden.

Landwirtschaft trägt mit einem Anteil von rund elf Prozent zu den weltweiten Treibhausgasemissionen bei. Dabei nehmen die Bodenemissionen den höchsten Anteil ein – vor allem in Form von Lachgas. „Während bislang die Auffassung vorherrschte, dass biologisch bewirtschaftete Flächen pro Tonne Pflanzenertrag mehr Treibhausgase emittieren, zeigt unsere Studie ein anderes Bild“, so Gattinger. „Der Biolandbau leistet einen Beitrag zur Minderung des Klimawandels.“

Anbauvergleich seit 1978

Die Untersuchungen wurden vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL und dem Schweizer Kompetenzzentrum für landwirtschaftliche Forschung Agroscope im DOK-Langzeitversuch in Therwil (Baselland) durchgeführt. Seit 1978 werden dort der biologisch-dynamische (D), organisch-biologische (O) und konventionelle (K) Anbau von Ackerkulturen wie Weizen, Kartoffeln, Mais, Soja oder Kleegras am selben Standort verglichen. Nach 34 Jahren Laufzeit wurden nun in der Kulturfolge Kleegras-Mais-Grünbrache das in der Landwirtschaft wichtigste Treibhausgas Lachgas (N2O) in fünf Anbausystemen bestimmt. Diese umfassten zwei biologische (biologisch-dynamisch und biologisch-organisch) sowie zwei konventionelle (mit/ohne Wirtschaftsdünger) Bewirtschaftungssysteme, sowie eine ungedüngte Kontrolle.

Biologisch-dynamisch mit den niedrigsten Lachgaswerten

Das Ergebnis: Die biologisch bewirtschafteten Flächen wiesen pro Hektar rund 40 Prozent niedrigere Lachgasemissionen auf als die konventionell bewirtschafteten. Bezogen auf die Erträge wies das Verfahren „biologisch-dynamisch“ die niedrigsten Lachgasemissionen auf, das Verfahren „Nulldüngung“ die höchsten. Beim Maisertrag zeigten sich keine Unterschiede in den Lachgasemissionen zwischen biologischer und konventioneller Bewirtschaftung.

„Dies belegt, dass nicht allein der Düngerverzicht, sondern eine gezielte Bewirtschaftung mit vielfältiger Fruchtfolge und Hofdünger wie Mist und Gülle zur Aufrechterhaltung wichtiger Bodenfunktionen zur Emissionsminderung im Pflanzenbau führt“, so die Autoren. Dieser Befund wird dadurch gestützt, dass wichtige Indikatoren für Bodenfruchtbarkeit wie pH-Wert, organische Substanz in Form von Humus sowie die mikrobielle Biomasse im Boden negativ mit den Lachgasemissionen korrelierten. „Mit diesen Erkenntnissen lassen sich landwirtschaftliche Bewirtschaftungssysteme hinsichtlich ihrer Treibhausgasemissionen optimieren“, so die Autoren. Die Ergebnisse der Studie müssten nun durch weitere Langzeitstudien zudem auf unterschiedliche Böden, Regionen und Anbausysteme übertragen werden.

Die Arbeiten für die Studie wurden von den Schweizerischen Bundesämtern für Umwelt (BAFU) und Landwirtschaft (BLW), der Stiftung Mercator Schweiz und dem Schweizerischer Nationalfonds im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms „Boden als Ressource“ NFP 68 gefördert.

>> Zur Medienmitteilung des FiBL

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