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Demeter-Betriebe entwickeln die Ökologische Landwirtschaft weiter und vermarkten gezielt ihre Maßnahmen, z.B. zum Tierwohl. Rund um solche Demeter-Aktivitäten im Markt dreht sich unsere Juli-August-Ausgabe von Lebendige Erde, die Fachzeitschrift für Biodynamische Agrarkultur.

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Die Sommer-Ausgabe des Demeter Journals ist frisch erschienen und liegt Ende der Woche im Naturkostfachhandel aus. Diesmal dreht sich alles um ein großes Thema: die Liebe. Doch keine Sorge vor Kitsch und rosa Herzchen, denn es geht um die Liebe in all ihren Facetten: zu Menschen, Tieren, der Natur, zur Arbeit – und zu sich selbst.

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Der Klimawandel ist Realität. Wir erleben es auf unseren Höfen. Jeder, der mit der Natur arbeitet, macht heute extreme Wettersituationen durch. Man ist konfrontiert mit verdorrten Kulturen oder von Starkregen abgeschwemmten Böden. Die Viehhaltung kann zu einer Gratwanderung werden, wenn die Weiden austrocknen. Der Grundwasserstand sinkt, Quellen versiegen. Der Waldbestand ist mit abgestorbenen Bäumen durchsetzt.

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Häufigere und längere Dürreperioden, Starkregen als weiteres Extrem – das gefährdet Ernten und fordert die Landwirte heraus. Was Demeter-Bauern tun, um den Boden zu schützen und fit für den Klimawandel zu machen, lesen Sie in der Mai-Juni Ausgabe von Lebendige Erde, der Fachzeitschrift für Biodynamische Agrarkultur.

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Ob in der Fläche, an Produkten, aber auch in den eigenen Ansprüchen: Demeter wächst. Der neue Entwicklungsbericht 2019/2020 des Demeter e.V. steht unter dem Motto „Profil schärfen“ und liefert dazu Zahlen und Einblicke.

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Nachruf für Andres Schuler Föhn

*10. März 1957 †25. September 2019

Demeter.ch
Familie Jacobsen mit Jenice und David mit Ada und Ela

Er war ein überzeugter Biodynamiker mit Tiefgang, der seine ganze Kraft fast nur in seinem direkten Umkreis eingesetzt hat. Dieses konzentrierte, immer bescheidene Wirken, auf das Verlass war, hat die biodynamische Bewegung kraftvoll weitergebracht!

In einer Zeit, wo nur «Grosses» unsere Aufmerksamkeit erheischt, ist es gut zu sehen, dass es Menschen gibt, welche sich mit Bedacht und Sorgfalt ihrem Projekt widmen. Andres Schuler war solch ein stiller, steter Kämpfer für eine zukünftige Landwirtschaft ohne Kunstdünger und Pestizide, welche den ganzen Menschen einbezieht.

Er hatte in den Achtzigern an der ETH Landwirtschaft studiert und noch die Zeit mitbekommen, wo man als Vertreter des Biolandbaus als Spinner abgetan wurde. Nach Exkurs an die Forschungsanstalt Reckenholz stürzt sich Andres 1989 in sein erstes Garten- und Wohnprojekt, die Gibsgrueb Oberehrendingen. In seiner Oase baut er Biogemüse, experimentiert bereits mit dem Abokistensystem, erwirtschaftet damit sein Einkommen und offeriert dabei auch ohne Unterstützung immer wieder geschützte Arbeitsplätze.

Schon bald entdeckt er mit der Gründung des Werkheims Stöckenweid seine eigentliche Bestimmung. 1993 baut Andres dort die Demeter-Gärtnerei auf und betreut sie bis zu seinem krankheitsbedingten Rückzug. Unter seiner umsichtigen Führung entstehen immer vielfältigere Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Beeinträchtigungen im Treibhaus, auf dem Gemüsefeld, in der Verarbeitung und im Hofladen. Das Gemüse von der Stöckenweid erlangt einen besonders guten Ruf.

In der Stöckenweid ist ihm ein wichtiges Anliegen, die betreuten Menschen am lebendigen Wochenmarktgeschehen teilhaben zu lassen, was sie höhere Wertschätzung erfahren lässt: Sie dürfen ihr hervorgebrachtes Gemüse selber verkaufen und das Lob der Marktkunden entgegennehmen. Andres war als einfühlender Förderer seiner Mitarbeiter sehr geschätzt.

Durch seine Menschlichkeit wird Andres auch bald ein begehrter Lehrmeister für die biologisch-dynamische Landwirtschaftsausbildung. Viele junge Leute werden durch ihn darin bestärkt, dass der Garten- und Landbau auch in einer modernen Welt ein Berufsziel sein kann. Er nimmt regen Anteil an den regionalen Bio-Gemüsler-Treffen.

Als früher Biodynamiker kannte Andres die Hintergründe des Biolandbaus, auch die von Lemaire-Boucher. Aus deren Arbeiten entwickelte er die schonende Bodenbearbeitung ohne Pflug, die Kompostierung als Basis der Düngung, die Fruchtfolgesysteme im Anbau und den Einsatz feinster Gesteinemehle im vorbeugenden Pflanzenschutz für die biodynamische Praxis weiter. All dies ist auf den Feldern der Stiftung Stöckenweid zur täglichen gesunden Praxis geworden.

Ich habe Andres einmal früh am Morgen im Garten besucht, da war er bereits mit dem schamottstein-gefütterten Betonmischer daran, Erde zu mahlen, um es der Jauche für das Gemüsefeld beizumischen. Sie hat dadurch alles Ätzende verloren und wurde zu einem wertvollen Pflanzendünger. Er hat die biodynamische Arbeit nie einseitig auf den Präparateeinsatz reduziert, bei ihm gaben sich viele Massnahmen zu einem ganzheitlichen Gesamtwerk die Hand. So hat er es auch mit seinen Mitmenschen gehalten: Zusammen konnte man etwas bewirken, dabei war jeder so, wie er ist, genau richtig.

Andres, wir werden Dich in bester Erinnerung behalten!

Reto Ingold

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