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Demeter.de

Nepali Gardens

In Nepals erstem Demeter-Betrieb stellen biodynamische Kleinbauern aromatische Ayurveda-Tees und Räucherstäbchen mit Heilwirkung her.

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Demeter.ch

Demeter-Geschäftsstelle unter neuer Führung

Per 1.1.2019 übergab Christian Butscher die Leitung der Demeter Geschäftsstelle an Aline Haldemann, Bettina Holenstein und Susanne Huber, alle drei bereits Mitarbeiterinnen auf der Geschäftsstelle mit viel Demeter-Erfahrung.

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FibL

Durchbruch für die Weideschlachtung

Es ist ein Sieg für den Tierschutz: Der letzte Tag im Leben eines artgemäss gehaltenen Weidetieres kann die nächsten zehn Jahre stressfrei enden. Das Landwirtepaar Claudia Wanger und Nils Müller haben nach sechsjährigem Ringen um die Bewilligung, dank grosser eigener Investitionen und mit der Unterstützung des FiBL und der Stiftung Vier Pfoten, ihr Ziel erreicht: Sie behalten die Verantwortung für ihre Tiere bis zum Schluss – dem Todesschuss.

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demeter

Appell: Radikale Wende in der Klimapolitik für enkelfähige Landwirtschaft!

Im polnischen Kattowitz auf der UN-Klimakonferenz geht es darum, verbindliche Regeln zu vereinbaren, mit denen die Erderwärmung auf unter zwei, möglichst sogar auf 1,5 Grad begrenzt werden soll. In Deutschland bekommt vor allem die Landwirtschaft die Auswirkungen des Klimawandels zu spüren. Demeter fordert die Bundesregierung auf, jetzt das Klima aktiv zu schützen und eine Wende in ihrer Klimapolitik einzuläuten.

 

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demeter

Biologische Vielfalt schützen, Vorsorgeprinzip stärken!

Auf der UN-Biodiversitätskonferenz im ägyptischen Sharm El Sheikh diskutieren Vertretrer*innen von mehr als 190 Staaten darüber, wie der weltweite Verlust der biologischen Vielfalt gestoppt werden kann.

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Biomilk AG

Biomilk AG: Sanfte Milchverarbeitung in der neuen Milchmanufaktur

Ende Oktober startete nach eineinhalbjähriger Bauzeit die neue Milchmanufaktur der Biomilk AG in der vergrösserten Produktionsanlage die Herstellung von Produkten der Marken Biomilk und Käserei Worb.

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Landwirtschaftliche Sektion am Goetheanum

Landwirtschaftliche Tagung 2019

Land-Wirtschaft - zwischen Hof und Welt
Internationale Jahreskonferenz der biodynamischen Bewegung

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Nepali Gardens

Kräuter für ein besseres Leben

demeter.de

Von Elena Philipp

Die Farbe Grün kommt Peter Effenberger in den Sinn, wenn er an Nepal denkt. Üppig gedeiht die Vegetation im subtropischen Klima Südasiens. Majestätisch thronen die schneebedeckten Gipfel des Himalaya über den fruchtbaren Tiefebenen und den vielfältigen Mittellagen. Dort, am Fluss Marshyangdi, hat der Agrarwirt aus Deutschland gemeinsam mit seinem lokalen Partner Shyam Hada den ersten Demeter-zertifizierten Betrieb in Nepal aufgebaut. Tees und Räucherstäbchen stellen sie her, unter dem Namen „Nepali Gardens“. Aus Kräutern, die auf den kargen, sandigen Böden besonders aromatisch gedeihen: „Die ätherischen Öle bilden sich vermehrt aus, denn die Pflanzen bauen an schwierigen Standorten in sich selbst besondere Kräfte und Resistenzen auf“, erklärt Peter Effenberger.

In seinen mehr als zwanzig Jahren in Nepal hat der Agrarwissenschaftler und Entwicklungsexperte sich auch ayurvedisches Wissen angeeignet. Ganzheitliches „Wissen vom Leben“ lehrt die traditionelle indische Heilkunst. Kenntnisse, die für Peter Effenberger neue Wachstumspfade eröffneten, denn wie der biodynamische Landbau, der für ihn eine lebensumwälzende Entdeckung war, beruht auch Ayurveda auf energetischen Prinzipien. Als vorbeugende Medizin dient die tägliche Nahrung. Ausgewählte Kräuter, die in Speisen oder Getränken ihre Wirkung entfalten, tragen dazu bei, das Gleichgewicht zwischen Körper, Geist und Seele zu erhalten. Mit den Tees und Räucherstäbchen von Nepali Gardens reist dieses Wissen in den Westen und wird erfahrbar.

Medizin aus der Teetasse

Für unsere westliche Ernährung sind die Wirkstoffe der nepalesischen Himalaya- Kräuter eine wertvolle Ergänzung: Tulsi, das „Heilige Basilikum“, harmonisiert der ayurvedischen Lehre zufolge den Körper und beugt Stress vor. Moringa, der in Nepal heimische Wunderbaum, enthält Vitamine und Antioxidantien und bietet insbesondere Veganerinnen und Veganern wichtige Mineralstoffe und Eiweiße. Triphala wirkt verdauungsregulierend. Brahmi, der indische Wassernabel, fördert laut ayurvedischer Überlieferung Ruhe und Frieden, während Guduchi, der Herzblättrige Mondsame, das Lebensfeuer entfacht und zu wacher, geistiger Klarheit verhilft. Medizin aus der Teetasse, die in den Nepali Gardens-Kräutermischungen wie „Lamas Kraftquelle“ oder „Drei Ayurvedische Juwelen“ ihre Wirkung entfaltet.

„Wir komponieren unsere Demeter-Tees nach ayurvedischen und geschmacklichen Prinzipien“, erklärt Peter Effenberger. Experimentierend und allzeit lernbereit hat er über die Jahre sein Wissen verfeinert und ein lokal angepasstes Modell der Biologisch-Dynamischen Wirtschaftsweise entwickelt. Spritzpräparate wie Hornmist oder Silikat werden auf der Farm selbst hergestellt. Andere Präparate importiert der Betrieb. Schafgarbe etwa, die im mitteleuropäischen Demeter-Landbau den Kalium-Stoffwechsel in der Pflanze reguliert, ist nicht heimisch in Nepal. Ihre energetische Wirkung ließe sich aber auch mit einer lokalen Pflanze erreichen, ist Peter Effenberger überzeugt. Hätte der 60-Jährige seine Lebensaufgabe mit Nepali Gardens nicht schon gefunden, würde er sich wohl selbst auf die Suche machen: „Wir sind in einer Phase der Erneuerung, eine Verwandlung ist angesagt. Die Biodynamik hat noch so viel zu entdecken“, regt er an.

Entdeckungsfreudig ist Effenberger in jedem Fall. Für Nepali Gardens hat er die Biodynamik nicht nur mit ayurvedischen Elementen ergänzt. Auf den sieben Hektar der Farm im Gorkha-Distrikt experimentiert er auch mit Permakulturen. „Land des Medizin-Buddha“ nennt er den dort begründeten landwirtschaftlichen Kosmos – immerhin liegt in Nepal mit dem Mount Everest nicht nur der höchste Berg der Erde, sondern auch der Geburtsort von Siddharta Gautama, dem späteren Buddha.

Übergeordnete Ziele im Blick

Für den deutschen Agronomen ist seine Tätigkeit in Nepal eine Berufung, die sich in der Herstellung der Tees und der weltweit ersten Demeter-zertifizierten Räucherstäbchen nicht erschöpft. Die Marke Nepali Gardens und die dahinter stehende „One World“-Initiative sind weit umfassender angelegt: Ein Ziel ist der Erhalt der nepalesischen Biodiversität. Biologischen Reichtum wie in den drei Höhenzonen des Landes findet man selten auf der Welt. Bedroht ist diese Vielfalt durch das Handeln skrupelloser Großhändler, die das Verlangen einer wachsenden indischen Mittelklasse und des Westens nach Ayurveda-Produkten zu befriedigen suchen und die nepalesischen Kleinbauern zum Raubbau an der Natur verleiten. In den Höhenlagen des Himalaya ist Nahrung knapp, ein auskömmlicher Erwerb nicht gesichert. „Die verarmte Landbevölkerung ist dabei, unkontrolliert alles abzurupfen“, erzählt Peter Effenberger. Langfristig eine wirtschaftliche Perspektive für die Kleinbauern und landlosen Tagelöhner der Region zu schaffen, war und ist daher ein zentrales Anliegen für den deutschen Agrarwirt und seinen Partner, den nepalesischen Entwicklungsexperten Shyam Hada. Von Beginn an bot das Duo den Kleinbauern höhere Preise für die Rohstoffe – und zahlte den Frauen die gleichen Löhne wie den Männern: „Nur wenn sie genug zum Leben verdienen, können die Bauern ihre Kinder in die Schule schicken“, erklärt Peter Effenberger das Entwicklungsziel. Maxime des Handelns ist für ihn die Hilfe zur Selbsthilfe: „Wir möchten die Bauern ermächtigen, ihre schwierige Lebenssituation selbst zu verbessern.“

Mensch-Sein leben

Mit „One World – a learning Center“ haben Effenberger und Hada auf ihrer 1996 gegründeten Farm eine Bildungsinitiative ins Leben gerufen. Die Mitarbeiter und die Mitglieder der angegliederten landwirtschaftlichen Kooperativen, die mittlerweile 600 Familien umfasst, erwerben Demeterund Bio-Wissen sowie Englischkenntnisse. Und sie werden zu Lieferanten für Heilkräuter aus nachhaltigem Eigenanbau und zertifizierter Wildsammlung ausgebildet.

Mit dieser Initiative wollen Peter Effenberger und seine engagierten Mitstreiterinnen und Mitstreiter globale Ungerechtigkeiten ausgleichen: „Wenn der Preis für einen Ölwechsel beim Auto in Deutschland dem Halbjahreseinkommen eines nepalesischen Bauern entspricht, dann stimmt etwas nicht“, bringt der Agronom das Ungleichgewicht auf den Punkt. „Ich möchte an dem Unwesen der machtgetriebenen Gier keinen Anteil nehmen und lieber etwas zurückgeben, eben mein Herz und Mensch-Sein leben“, benennt er seinen Antrieb.

Ethisch ausgerichtet ist Effenbergers Handeln. Verbunden hat er es mit ökonomischem Geschick: „Wir belassen die gesamte Wertschöpfungskette im Land.“ Anbau, Verarbeitung, Verpackung geschehen vor Ort in Handarbeit. Mit dem deutschen Vertriebspartner EMPORT eröffnet Nepali Gardens den lokalen Bauern den Zugang zum EU-Markt. Eine Initiative mit Modellcharakter. Global gedacht, lokal gemacht: Mit Weitblick und dem Auge fürs Detail sorgt Peter Effenberger dafür, dass Nepals Grün vielfältig und üppig bleibt.

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