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Oberflächengewässer sowie Grund- und Trinkwasser sollen mit dem bundesrätlichen «Massnahmenplan sauberes Wasser» wirksam vor Verunreinigungen durch Pflanzenschutzmittel und Überdüngung geschützt werden.

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Aufgrund seines Interesses an den biodynamischen Grundlagen und den Ideen Rudolf Steiners war er viele Jahre im Vorstand der Allgemeinen Bäuerlichen Vereinigung, die Anthroposophie und Bauerntum verbinden will. Peter Förster konnte mit seinem Sachverstand, einem guten Gespür für aktuelle Entwicklungen, seinem einem herzlich-direkten Gesprächsstil und gelebter Menschlichkeit wertvolle Brücken zwischen Ökobauern und konventionellen Landwirt:innen bauen

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Die Verwirklichung der 2019 festgelegten Ziele erfolgte in einer Phase, in der Demeter und die biodynamische Landwirtschaft vermehrt in der Öffentlichkeit standen und das Bewusstsein für Qualität auf allen Ebenen bei vielen Menschen zunahm.

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Verena Wahl, Geschäftsführerin der Sektion für Landwirtschaft, wird einen neuen Lebensabschnitt beginnen. Seit Ende 2016 war sie bei uns zuständig für die Teamkoordination, das Projektmanagement und im letzten Jahr auch für die operative Geschäftsführung.

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Raphael Fellmer ist Aktivist und Unternehmer mit einer Vision: Er möchte die Verschwendung von Lebensmitteln als Thema in die Mitte der Gesellschaft bringen. Ist die Zeit gekommen für einen breiten Bewusstseinswandel? Mit uns spricht er über Konsum und Hingabe.

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Bei der Pestizidinitiative wird mit harten Bandagen gekämpft. Auch sogenannte ’Fake News’ sind im Umlauf. Die Bauern und Bäuerinnen der Kleinbauern-Vereinigung wollen nun damit aufräumen. Die Stimmbevölkerung soll aufgrund von korrekten Fakten abstimmen können. Die Vereinigung selbst fordert ein Ja zur Initiative.

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Demeter gedeiht. Die Kunst der kleinen Schritte führt unaufhaltsam zu den anvisierten Zielen. Konkret zum Beispiel, mehr Menschen in der ganzen Schweiz eine grössere Vielfalt an Demeter-Produkten zugänglich zu machen, die Produzentinnen und Produzenten zu stärken, keine männlichen Küken mehr zu töten und mehr Kälber am Euter aufwachsen zu lassen.

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Retten, was noch übrig bleibt

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Raphael, du hast unglaublich viel geschafft: fünf Jahre ohne Geld gelebt, dann „containert“ und die Foodsharing-Bewegung mit aufgebaut. Heute bist du Lebensmittelretter im großen Stil – mit einem Onlineshop und „Rettermärkten“. Bist du also mittendrin im System, dem du dich zuvor zum Teil entzogen hast?

Ja, das stimmt: Inzwischen widme ich mich vollkommen meinem Impact-Start-up Sirplus: Auch hier wollen wir uns für eine Welt einsetzen, in der alle Menschen genügend zu essen haben und alle produzierten Lebensmittel auch gegessen werden. Wir bringen aussortierte Lebensmittel – deren Mindesthaltbarkeitsdatum abläuft oder die einfach überschüssig oder „unperfekt“ sind – über unseren Onlineshop und die fünf „Rettermärkte“ in Berlin wieder in den Kreislauf zurück. Mit dem Schritt, dieses Unternehmen zu gründen, hat sich mein Leben in vielem geändert. Nicht zuletzt, dass ich heute als Vollzeit-Geschäftsführer Verantwortung für 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter habe. Dass ich jetzt wieder Teil des Systems bin – und zwar in einer Rolle, in der ich positiv auf es einwirken möchte –, war eine bewusste Entscheidung: raus aus der Nische und mitten hinein in den Mainstream! Denn dort muss das Thema auf Resonanz stoßen, damit ein Umdenken stattfindet und das Ziel der EU, 50 % der Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, bis 2030 auch wirklich erreicht werden kann. Dafür müssen wir alle die Art und Weise, wie wir mit Lebensmitteln umgehen, ändern.

Was muss sich denn ändern?

Unsere Wertschätzung für das, was uns am Leben hält, muss größer werden. Für all das, was mit viel Mühe und harter Arbeit und dem Einsatz von Energie und Wasser produziert wurde. Wir müssen Lebensmittel wieder im Wortsinn begreifen und schätzen: als Mittel zum Leben. Als ich sechs, sieben Jahre alt war, hat es mich bedrückt, zu lernen, dass es Menschen auf der Welt gibt, die hungern. Und absolut schockiert hat mich, als ich während meines Studiums erfahren habe, dass die Hälfte aller Lebensmittel, die wir hier in Europa produzieren und importieren, verschwendet wird und nicht in unseren Mägen landet. Da die Hälfte der Verschwendung in Privathaushalten stattfindet, sind wir alle Teil des Problems und damit aber auch unabdingbarer Teil der Lösung.

Das ist in der Tat eine erschreckende Quote!

Diese Tatsache ist den wenigsten bewusst – und das muss sich dringend ändern. Weltweit wird ein Drittel aller Lebensmittel verschwendet. Diese Menge würde viermal dafür ausreichen, alle Hungernden zu versorgen. 2009 wurde ich, von einem Film übers „Containern“ inspiriert, selbst zum „Mülltaucher“ und fischte nachts aus Supermarkt-Tonnen aussortierte Lebensmittel, die noch völlig genießbar waren. Um solche Lebensmittel, die auch von den Tafeln nicht gerettet werden, z. B. an Marktständen, in kleinen Supermärkten oder Bäckereien auch zu retten, dabei jedem Menschen die Möglichkeit zu geben, ganz einfach mitzuretten, und gleichzeitig Bewusstsein für das Thema und unser aller Verantwortung zu schaffen, habe ich die Foodsharing-Plattform mitgegründet und durch viele Medienauftritte bekannt gemacht. Ich bin unglaublich stolz, dass heute mehr als 90.000 Menschen in der DACH-Region mitmachen und wir gemeinsam schon 45 Millionen Kilogramm Lebensmittel an fast 10.000 Standorten gerettet haben.

Wie bist du zum Unternehmer geworden?

Das war 2017, ein Jahr nach meinem Geldstreik. Meine Frau und ich hatten zwei Kinder im Kindergartenalter. Da habe ich gemerkt: Ich muss das Thema Lebensmittelrettung in die Mitte der Gesellschaft bringen. Deswegen habe ich gemeinsam mit meinem Freund Martin Schrott Sirplus gegründet. So wie Foodsharing die Tafeln im Kleinen ergänzt, wollten wir eine Lösung schaffen für die Millionen Tonnen an Lebensmitteln, die im großen Stil noch in Deutschland und der EU zu retten sind, und damit die Tafeln im Großen ergänzen. Heute haben wir bereits vier Millionen Kilogramm an Lebensmitteln gerettet und über die Medien 15 Millionen Menschen mit unserer Botschaft erreicht.

Das war also auch der Moment, in dem du deinen Geldstreik beendet hast?

Ja! Geld hat eine enorme Kraft. Nach den über fünf Jahren, in denen ich komplett ohne Geld lebte, habe ich akzeptiert – und das ist auch zuletzt der Überzeugungskraft meiner Frau zu verdanken –, dass ich Geld auch für Gutes einsetzen kann. Wir brauchen es bei Sirplus, um unsere Mission voranzubringen. Es ist wie mit einem Messer: Das kann ich verwenden, um die leckersten Gerichte zuzubereiten – oder aber auch, um jemanden zu verletzen. So ist es mit dem Geld: Wir müssen es nur in die richtigen Kanäle stecken, um Gutes zu bewirken. Und zwar viel Geld, sonst werden wir das 1,5-Grad-Klima-Ziel der Vereinten Nationen nicht einhalten – mit fatalen Folgen! Deswegen bin ich überzeugt, dass wir noch viel mehr Investor*innen und Start-ups brauchen, die die Welt nachhaltiger gestalten und mit dem Geld die Transformation in eine enkeltaugliche Zukunft vorantreiben.

Was wünschst du dir für den Umgang mit Lebensmitteln?

Achtsamkeit – und auch Dankbarkeit für das, was an Ressourcen und an Arbeit drinsteckt. Eine Verbundenheit aufzubauen zu dem, was uns ernährt. Diese Botschaft in die Mitte der Gesellschaft zu tragen und auch andere Menschen zu unterstützen, wie sie ihr Leben nachhaltiger gestalten können, sehe ich als meine Lebensaufgabe. Und der widme ich mich mit großer Freude und Hingabe.

Was bedeutet Hingabe für dich persönlich?

Hingabe ist für mich, wenn man sich mit ganzem Herzen und voller Energie für etwas einsetzt, ohne sich selbst dabei zu vergessen. Hingabe erfordert immer auch eine gewisse Selbstliebe, denn sie ist die Grundlage dafür, dass wir uns mit voller Leidenschaft unserer Aufgabe hingeben können, ohne auszubrennen. Ich wünsche jedem Menschen, dass er seine Hingabe entwickeln – im Beruf, im Lebensalltag – und in ihr aufgehen kann. Dass jeder Träume hat, die er oder sie verwirklichen sollte, weil die Welt sie braucht. Das können ganz unterschiedliche Dinge sein. Wir brauchen einander und all unsere verschiedenen Gaben, die wir für das große Ganze, das uns verbindet, einbringen. Ich verstehe uns Menschen als Teil des Organismus der Natur – der jedoch zugegebenermaßen krank ist, weil wir diesen Organismus gerade zerstören.

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