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Arbeitskreis für Ernährungsforschung e.V.

Allergien auf Lebensmittel: Prävention

Das Meiden bestimmter Lebensmittel zur Vorbeugung von Allergien ist nicht empfehlenswert, weder bei Erwachsenen noch bei Kindern. Dies gilt sowohl für Kuhmilch als auch für Eier, Nüsse oder Hülsenfrüchte.

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Lebendige Erde

Direkt vermarkten

Hofeigene Produkte an die Kunden bringen und zeigen, woher Lebensmittel kommen: Wie Demeter-Bauern ihre Produkte direkt vermarkten und welches Potenzial ein guter Kundenkontakt bietet, lesen Sie in der Mai-Juni-Ausgabe 2018 von Lebendige Erde, der Fachzeitschrift für Biodynamische Agrarkultur.

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Demeter.ch

Welttag der Biodynamik

Der Welttag der Biodynamik lädt Menschen aus der ganzen Welt ein, um ein paar Stunden Teil des biodynamischen Zaubers zu sein. Um über Biodynamik zu lernen, um zu feiern, und nicht zuletzt, um die wunderbaren biodynamischen Präparate zusammen auszutragen. Zur gleichen Zeit. Weltweit, wie all die anderen Freunde der Biodynamik auf der ganzen Welt.

 

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Demeter

Demeter fängt beim Saatgut an

Interview mit Amadeus Zschunke, Geschäftsführer Sativa Rheinau AG - Sativa Rheinau wurde 1998 gegründet, um eine eigenständige und gentechnikfreie Saatgutversorgung für den Biolandbau sicherzustellen.

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Demeter

Als Gemeinschaft solidarisch entwickeln

Demeter-Delegierte beschließen Solidaritätsfonds, Verbot der In-Ovo Selektion bei Hühnerküken, Weiterentwicklung der Zusammenarbeit und fordern praktikable Umsetzung von Gesetzesvorhaben

 

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Demeter

Aktionsprogramm Insektenschutz

Politik muss Pestizide reduzieren, damit es wieder summt

Bienen schützen - Neonicotinoide verbieten!

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Demeter

Ökologische Bienenhaltung

Natürlich, wesensgemäß und zukunftsfähig - Demeter-Imkerei Summtgart. Die beiden leidenschaftlichen Berufsimker wollen gerade in Zeiten von Umweltgiften, Überzüchtung und Bienensterben zeigen, wie wichtig und zukunftsfähig die Arbeit mit Bienen ist.

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Stellungnahme von Mellifera e. V. und der Bundesfachgruppe der Demeter-Bienenhalter

Ursachen verändern und nicht Symptome behandeln

Mellifera e.V.

Vergangene Woche veröffentlichte die Uni-Hohenheim eine Pressemeldung , nach der der “Durchbruch im Kampf” gegen die Varroa, einen Parasiten der westlichen Honigbiene, in greifbare Nähe gerückt sei.

Der Gruppe um Peter Rosenkranz ist es demnach gelungen, “ein potentielles Medikament zu entwickeln, das befallene Bienenstöcke mit geringem Arbeitsaufwand über die Fütterung von der gefürchteten Varroa-Milbe befreien kann.“ Die Arbeit wurde in Nature Scientific Reports veröffentlicht, einer der angesehensten wissenschaftlichen Zeitschriften der Welt.

Geradezu euphorisch verbreitete sich die Nachricht daraufhin in den einschlägigen Foren und per E-mail. Dass das Thema zugleich auch von regionalen und überregionalen Tageszeitungen aufgenommen wurde, zeigt, wie deutlich die existenzbedrohende Situation für die Bienen und Insekten inzwischen in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.

Die zufällige Entdeckung, dass die Fütterung von Bienen mit einer Zuckerlösung, die eine geringe Konzentration von einem Gramm pro Liter Lithiumchlorid enthält, den Milben den Garaus macht, kann aber bei kritischer Betrachtung nicht bedeuten, dass eine wirksame Therapie gegen die Varroa entwickelt wurde, und ganz sicher nicht, dass Lithiumchlorid die Rettung der Bienen ermöglicht. Abgesehen von praktischen Fragen nach der Dosierung und Wirksamkeit der Substanz unter Freilandbedingungen, im Gegensatz zu den untersuchten Laborbedingungen, stellen sich im Zusammenhang mit Lithiumchlorid aus unserer Sicht einige bedenkenswerte Fragen:

  • Lithiumchlorid ist wasserlöslich. Bei Verabreichung mit dem Futter kann es als Rückstand im Honig auftauchen.
  • Lithiumsalze werden in der Humanmedizin als sogenannte Reservemedikation (wenn nichts anderes mehr hilft) gegen schwere Depression und bei bipolaren Störungen eingesetzt. Auswirkungen auf biochemische Prozesse und neurologische Regelkreisläufe bei Bienen sind nicht auszuschließen, auch wenn es sich um Insekten handelt. Die getroffene Aussage, dass die durchgeführte Medikation den Bienen nicht schade, bezieht sich lediglich auf die Sterblichkeitsrate der Versuchsbienen unter Laborbedingungen.
  • Lithiumchlorid wirkte in der veröffentlichten Patentschrift tödlich auf offene Brut. Nach Fütterung mit einem Futtersaft, der nur 0.4 Gramm pro Liter Lithiumchlorid enthielt, waren 72 Stunden später alle Larven tot.

Bienen sind heute durch eine Vielzahl von Faktoren in ihrer Vitalität und Resilienz bedroht. Dazu gehören z.B. unangemessene Behausungen, intensive Betriebsweisen, Honigertragsmaximierung, züchterische Eingriffe in die Fortpflanzung, fehlendes Nahrungsangebot bzw. einseitige Ernährung durch Massentrachten und Zuckerfütterung und eine Vielzahl von Herbiziden und Pestiziden.

Keines dieser Probleme wird gelöst, wenn wir die Varroen in unseren Völkern töten!

Wir verfügen heute bereits über eine Reihe von wirksamen Anti-Varroa Mitteln z.B. auf Basis organischer Säuren, oder mittels „biotechnischer“ Methoden durch Brutentnahme bzw. Betriebsweisen, die den Schwarmtrieb und die damit verbundene Brutpause ausnutzen.
Darüber hinaus wurden in der jüngsten Vergangenheit Präparate auf Hopfenbasis entwickelt, das leider immer noch nicht zugelassen ist.
Die beschriebenen Methoden erzeugen keine Resistenzen und verursachen nachweislich keine Rückstände in Honig oder Wachs, anders als die chemisch-synthetischen Mittel, die zur Behandlung gegen Varroa ebenfalls zugelassen sind.

In Bezug auf die Anwendung von Substanzen, deren Wirkung auf die Physiologie (und Psychologie?) der Bienen nicht aufgeklärt ist, appellieren wir dringend an die Forschung und die Imkerschaft, dieselben nicht leichtfertig anzuwenden. Hier muss das Vorsorge-Prinzip gelten, so wie wir es in Bezug auf die Anwendung von Glyphosat und Neonicotinoiden schon lange fordern.

Um das Überleben der Bienen zu sichern müssen wir Ursachen verändern und nicht Symptome behandeln.

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