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Bezugsquellen

Bezug von Kuhhörnern und Hirschblasen:

  1. Gärtnerei am Goetheanum, Hügelweg 74, Postfach, 4143 Dornach 1.
    Tel. 061 706 43 61, Fax 061 706 43 62, E-Mail gaertnerei@goetheanum.ch

Bezug von
Basaltmehl, Basaltsand und Quarzmehl:

  1. Jakob Kaufmann, Oberfeld, 6275 Ballwil. Tel. und Fax 041 910 50 04

Bezug von Spritz- und Kompostpräparate:

  1. Gärtnerei am Goetheanum, Postfach, 4143 Dornach 1.
    Tel. 061 706 43 61, Fax 061 706 43 62
  2. Alexander Blaser, Hof Niederried, 3433 Schwanden.
    Tel. 034 461 05 48
  3. Gartenbauschule Hünibach, Chartreusestrasse, 3626 Hünibach.
    Tel. 033 244 10 20

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  1. CvW KG, biologisch-dynamische Präparatezentrale, Corinna von Wistinghausen, Hohe Straße 25, 74653 Künzelsau-Mäusdorf, Tel. 07940-2230, Fax 07940-4911, c.v.wistinghausen@t-online.de (zusätzlich Mäusdorfer Rottelenker, Baldrianblütenextrakt, Ackerschachtelhalm)

  2. Forschungsring e.V., Uli Johannes König, Brandschneise 5, 64295 Darmstadt, 06155-84210, koenig@forschungsring.de, www.forschungsring.de

  3. Biologisch-dynamische Präparate GbR, Wedig von Bonin, Hof Eichwerder 1, 23730 Schashagen, www.fladenpraeparat.de  (Fladenpräparat nach Maria Thun)

Prinzipien der Präparateherstellung

Das Spezifische der biologisch-dynamischen Landwirtschaft

Die Präparate werden im landwirtschaftlichen Betrieb aus Pflanzenteilen, Kuhmist oder Quarzmehl hergestellt. In tierischen Organhüllen werden diese Materialien über mindestens ein halbes Jahr im Boden vergraben. Vor der Verwendung werden die Präparate aus den Organhüllen herausgenommen.

Bereits durch die Herstellung der Präparate wird beabsichtigt, mit biologischen Prozessen in Zusammenhang zu bleiben. Die tierischen Organhüllen haben dabei die Aufgabe, die aufbauenden und gestaltenden Lebenskräfte des Umkreises auf die im Organ befindliche Substanz hin zu konzentrieren. Dem Potenziervorgang bei homöopathischen Medikamenten vergleichbar, wird durch diese Herstellungsweise das feinstoffliche Kräftepotential der Präparate aufgebaut. (Nähere Angaben zu den Herstellungsverfahren siehe Wistinghausen et al., 2007).

Quelle: www.forschungsring.de

Anwendung der Präparate

Die Aufwandmengen der Präparate betragen für die Spritzpräparate etwa 300 Gramm pro Hektar (Hornmist) beziehungsweise fünf Gramm pro Hektar (Hornkiesel)und je ein bis zwei Kubikzentimeter der Düngerpräparate pro zehn Kubikmeter Kompost oder Stallmist/Gülle. Die Spritzpräparate werden in den genannten Mengen in 20 bis 50 Liter Wasser je Hektar eine Stunde lang intensiv verrührt. Möglichst bald danach wird die Präparateflüssigkeit gleichmäßig auf Äcker und Wiesen ausgespritzt.

Die Düngerzusatzpräparate werden punktuell in den Dünger eingebracht. Ihre Kräfte strahlen nach Rudolf Steiner von diesen Punkten in den Dünger aus. Weitere spezifische Anwendungsmethoden sind bei Wistinghausen et al. (2005) beschrieben. Die Umsetzungsvorgänge in den organischen Düngern werden durch die Präparate angeregt. Die stärkere Belebung der Böden durch präparierten Dünger wird an einigen Merkmalen messbar, z.B. Erhöhung des Humusgehaltes oder Enzymaktivitäten sowie intensiveres Wurzelwachstum. Beispiele für eine bessere Produktqualität durch die Präparate sind geringere Lagerungsverluste, reduzierte Nitratgehalte sowie höhere Zucker- und Vitamingehalte.

Das Wirkungsprinzip der Präparate besteht in der Anregung harmonisierender Lebensprozesse. Eine unmittelbare Nährstoffwirkung durch die Präparate liegt nicht vor. Die Präparate dienen somit der Selbstregulation biologischer Systeme (Raupp und König 1996).

Literatur:

Nähere Angaben zu den Herstellungsverfahren und der Anwendung der Präparate können den Präparate-Arbeitsheften entnommen werden:

Wistinghausen et al.: Anleitung zur Herstellung (Arbeitsheft 1) und Anwendung (Arbeitsheft 2) der Biologisch-Dynamischen Präparate, Herausgegeben vom Forschungsring, Verlag Lebendige Erde.

Raupp, J. & U. J. König (1996): Biodynamic preparations cause opposite yield effects depending upon yield levels. Biol. Agric. & Hort. 13, 175-188

Zur Wirkung der Präparate

Wirkung unterschiedlicher Hornkiesel und Hornorthoklas-Präparate
 
In der Praxis des Biologisch-Dynamischen Landbaus ist es üblich, für das Hornkieselpräparat gewöhnlichen Quarz oder auch Bergkristall
zu verwenden (Demeter e.V. 2013). Im „Landwirtschaftlichen Kurs“ wird jedoch von Rudolf Steiner (1924) für die Herstellung dieses
Spritzpräparates auch Orthoklas bzw. Feldspat genannt. In der Empfehlung heißt es, dass „Quarz oder Kiesel, oder auch Orthoklas, Feldspat“ mehlfein verrieben, mit Wasser als Brei angerührt und in die Kuhhörner gefüllt werden sollen.
Nach dieser Angabe wurden in der biologisch-dynamischen Forschung im Laufe der Jahre viele Versuche durchgeführt und die Wirksamkeit dieses Präparates aufgezeigt (König 1999, Spieß 2011). ...
 
>> zum gesamten Bericht:

Zur Wirkung biologisch-dynamischer Präparate: Evidente Forschungsergebnisse – ein Überblick

Spieß H. 2013, ÖKOmenischer Gärtnerrundbrief Nr. 03-2013, 29-33