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Integrativ gegen Brustkrebs

Studie zeigt gute Ergebnisse für das integrative Therapiekonzept der Anthroposophischen Medizin in der Onkologie

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Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke

Gemeinsam stark

28. Rollstuhlbasketballturnier am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke

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Medical Tribune

Zertifiziertes Brustkrebszentrum und anthroposophische Medizin: ein Widerspruch?

Im Gegenteil, die Einbindung alternativer Ansätze zahlt sich aus. Integrative Medizin soll konventionelle und alternative Ansätze miteinander verschmelzen.

 

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Ita Wegman, die Arlesheimer Ärztin mischt die Anthroposophie auf

1935 schlossen die Anthroposophen die Gründerin der Anthroposophischen Medizin aus. 2018 rehabilitierten sie Wegman.

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Weleda 2017: Kollegial geführt erfolgreich

Im vergangenen Geschäftsjahr hat Weleda ihre wirtschaftliche Resilienz weiter stärken können. So sind 2017 der Umsatz und das Jahresergebnis gewachsen.

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Impfen – wissen, abwägen, entscheiden

Eltern wollen ihre Kinder durch Impfungen vor Krankheiten schützen. Georg Soldner ist Kinder- und Jugendarzt und leitet zusammen mit Matthias Girke die Medizinische Sektion am Goetheanum in Dornach. Soldner macht unter anderem die Medien dafür verantwortlich, dass Eltern nicht richtig informiert sind.

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Damid

Neue Perspektive für die Rheuma-Therapie

Eine neue Studie zeigt, dass rheumatoide Arthritis in der Frühphase sehr gut anthroposophisch-integrativ behandelt werden kann

 

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Integrativ gegen Brustkrebs

Die integrative Perspektive ist aus der Krebstherapie nicht mehr wegzudenken.

Damid

 

Immer mehr Zentren und onkologische Praxen bieten integrativmedizinische Elemente an – einige mehr, andere weniger. Bisher liegen jedoch kaum belastbare Zahlen vor. Nun wurde erstmalig in einer wissenschaftlichen Auswertung aufgezeigt, wie integrative Ansätze in einem modernen, zertifizierten Brustkrebszentrum umgesetzt werden können.

„Für das Brustzentrum am anthroposophischen Krankenhaus Havelhöhe haben wir gezeigt, dass das Zentrum auf höchstem medizinischen Niveau arbeitet und gleichzeitig den Bedürfnissen der Patientinnen nach einer ganzheitlich ausgerichteten Therapie gerecht werden kann“, erläutert Dr. med. Friedemann Schad, Erstautor der Studie und Leiter des Onkologischen Zentrums am Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe. Das Onkologische Zentrum ist von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) für die drei Tumorarten Brust-, Darm- und Lungenkrebs zertifiziert. Ein viertes Organzentrum für gynäkologische Onkologie ist im Aufbau. Zum integrativen Therapiekonzept in Havelhöhe gehören neben der leitliniengestützten Therapie verschiedene komplementäre Verfahren wie Psychoonkologie, spezifische pflegerische Anwendungen, Kunsttherapie sowie die Bewegungstherapie Heileurythmie und Rhythmische Massagen.

Aufeinander abgestimmtes Therapieangebot

Die Nachfrage nach integrativer Medizin steigt. Schätzungen gehen davon aus, dass mehr als zwei Drittel der Krebspatienten zusätzlich komplementäre Verfahren in Anspruch nehmen. Meist sind diese zusätzlichen Therapien jedoch nicht in die „normale“ Behandlung eingebunden.

Anders setzt die Anthroposophische Medizin an, die darauf basiert, komplementäre und konventionelle Ansätze miteinander zu verknüpfen. „Heute reden viele von Integrativer Medizin, meinen damit aber nicht unbedingt ein abgestimmtes Therapiekonzept. Oder anders formuliert: Ein einzelner Bewegungskurs, der in einem Krebszentrum angeboten wird, macht eben noch keine echte Integrative Medizin aus. In den anthroposophischen Kliniken geht es aber gerade darum: Wir beziehen komplementäre Ansätze von Anfang an strukturiert in die Therapie mit ein, so dass die Patienten eine umfassende Behandlung als Gesamtkonzept bekommen“, kommentiert Schad.

Umfassendes Therapieangebot

Die Autoren fassen zusammen: Im nationalen Vergleich zu 275 zertifizierten deutschen Brustzentren erfüllte das Havelhöher Brustzentrum zentrale Anforderungen, die von der DKG festgelegt wurden – wie zum Beispiel psychoonkologische Betreuung, brusterhaltende Operationen oder auch Teilnahme der PatientInnen an Studien.

Die jetzt veröffentlichen Daten wurden am Brustkrebszentrum in Havelhöhe, das von Dr. Cornelia Herbstreit geleitet wird, erhoben. Für die Studie wurden Daten von 739 Personen ausgewertet. Die Auswertung zeigte, dass 96 Prozent der PatientInnen das integrative Angebot im Rahmen ihres stationären Aufenthaltes bei der Erstdiagnose in Anspruch nahmen: Rhythmische Massage (97%), psychoonkologische Interventionen (95%), Heileurythmie (89%), pflegerische Anwendungen wie Einreibungen oder Wickel sowie Kunsttherapie (78%).  

„Das Krankenhaus Havelhöhe ist wohl die einzige Klinik mit einem zertifizierten Onkologischen Zentrum, das in diesem Ausmaß zusätzlich komplementäre Verfahren in die Behandlung integriert“, so Schad weiter, der außerdem Mitglied  des Tumorzentrums Berlin, Mitbegründer des Forschungsinstitutes Havelhöhe und Leiter des Netzwerks Onkologie ist. „Dass diese Ansätze sehr gut in den medizinischen Alltag in einem Brustzentrum implementiert werden können, konnten wir mit dieser Arbeit klar zeigen.“ Weitere Schritte sollen folgen, so die Forscher, erste Auswertungen zur Lebensqualität sind bereits publiziert: „In den aktuellen Leitlinien zur Krebstherapie spielen integrative Ansätze (noch) keine Rolle. Deshalb sollten wir weiter an einer systematischen Evaluation dieser Versorgungskonzepte arbeiten.“

Original-Publikation: Schad F, Thronicke A, Merkle A, Steele Megan L, Kröz M, Herbstreit C, Matthes H: Implementation of an Integrative Oncological Concept in the Daily Care of a German Certified Breast Cancer Center. Complementary Medicine Research 2018; 25: 85-91: https://doi.org/10.1159/000478655

 

Pressekontakt:

Dachverband Anthroposophische Medizin in Deutschland e.V. (DAMiD)
Axel-Springer-Str. 54 b, 10117 Berlin

Natascha Hövener, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon 030-28 87 70 96, E-Mail: hoevener@damid.de

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Der DAMiD repräsentiert die Anthroposophische Medizin in allen gesellschaftlichen Bereichen des deutschen Gesundheitswesens. Als Dachorganisation vertritt der Verband die übergeordneten Belange und Interessen seiner 16 Mitglieder. Mitgliedsorganisationen sind Berufsverbände, Klinikverband, gemeinnützige Altenhilfe, Behindertenhilfe sowie die Hersteller Anthroposophischer Arzneimittel.

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