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Die Vielfalt der Pflanzenwelt ist verwirrend gross. Wie kann man die Welt der Pflanzen verstehen? Wie findet man sich zurecht in ihrer grossen Formenfülle? Wie schafft es die Pflanze mit einigen wenigen Organen eine so grosse Formenvielfalt spielend hervorzuzaubern? Gibt es da gewisse Spielregeln, wonach sie sich richtet?

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Mellifera e. V.

Was passiert, wenn Honigbienen bei ihrem Sammelflug Pflanzenschutzmittel aufnehmen? Eine neue Studie zum Thema untersucht die Wirkung von Glyphosat auf die Darmbakterien von Honigbienen

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lichtfragen.info

Schulen, die auf energiesparende Beleuchtungssysteme (d.h. LED) umstellen, bekommen vom Staat erhebliche Fördermittel, und von der Lichtindustrie werden die Möglichkeiten, mit Licht mit hohem Blaulichtanteil (im Fachjargon blue-enriched lighting genannt) eine Steigerung des Konzentrationsvermögens zu bewirken, kräftig beworben. Aber ist Konzentration wirklich der einzige Faktor, der für einen gesunden Lernvorgang notwendig ist? Und wieviel künstlich unterstütze Konzentration ist für Kinder tatsächlich gesund?

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Paul Schatz

Neben der Dynamisierung des Trinkwassers, der Zubereitung von Fruchtsäften und Cocktails, Salatsaucen oder der Herstellung der eigenen Butter, soll die sprichwörtliche Effizienz der dreidimensionalen Inversionsbewegung auch in der Welt der Verbraucher Ihren Weg finden.

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Komplementarität von Naturwissenschaft und Anthroposophie

Peter Heusser baut in seiner Habilitationsschrift Brücken zwischen den Konzepten von Naturwissenschaft und Anthroposophie als Geisteswissenschaft. Neben Unterschieden der Betrachtungsebenen konstatiert er ihr komplementäres Verhältnis.

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Die Dynamik der rhythmischen Umstülpung des Würfels hat es in sich! Eine dieser Eigenschaften ist die unglaubliche Zunahme des Volumens, wenn der Würfel durch die Unendlichkeit geht.

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Zum 1. Februar 2017 oder nach Vereinbarung vergibt die Mathematisch-Astronomische Sektion am Goetheanum ein Forschungsstipendium (6 Monate) zum Projekt … 

Pflanzenvielfalt – ein Spiel mit Formen

 

Die Menschen stellen sich diese Fragen noch nicht so lange. Die moderne Botanik, die die Gestalt der Pflanze zu verstehen sucht, gibt es seit 1790. In jenem Jahr veröffentlichte Johann Wolfgang von Goethe seinen «Versuch die Metamorphose der Pflanzen zu erklären». Die Arbeit erschien 27 Jahre später ein zweites Mal mit dem einfacheren Titel «Die Metamorphose der Pflanzen». In dieser Zeit entstanden an mehreren Orten in Europa botanische Gärten. In den Orangerien zeigte man die neuesten exotischen Funde. Die Gärten sollten den Besuchern die Vielfalt, nach den neuesten Erkenntnissen der verwandtschaftlichen Beziehungen, zeigen. Faszinierend an der Pflanze ist, dass sie ihre Gestalt ständig ändert.

Die Pflanzen leben im Wandel der Gestalt. Man sieht sie, berührt sie, sie sind da, aber nach einiger Zeit sehen sie wieder anders aus. Ein immer währendes Entstehen und Vergehen, die Gestalt als Durchgangsstadium. Das Leben einer Pflanze kann zeitlich unbegrenzt sein. Am Boden kriechende Pflanzen können ewig leben, vorne wachsend, hinten absterbend. Tiere haben eine klar umrissene Gestalt. Manche Tiere können Ihre Gestalt verwandeln, metamorphosieren. Die bekannteste Metamorphose ist wohl jene von der Raupe zum Schmetterling. Die Raupe, die sich von Blättern ernährt, verwandelt sich zum Nektar saugenden Schmetterling. Im Übergangsstadium, in der Puppe, löst sich ein Teil der Organe, ein Teil der Muskulatur der Raupe auf. Gleichzeitig entstehen neue Organe: Flügel, Fühler, eine Rollzunge, eine neue Muskulatur. Diese Metamorphose braucht nur wenige Tage, dann schlüpft der Schmetterling aus der Haut der Puppe, entfaltet die Flügel, lässt sein altes Blattleben hinter sich und begrüsst die Blüte.

Die Pflanze kennt auch eine Metamorphose, vom grünen Zweig zur Blüte. Sie hat bei der Knospenbildung die Wahl, sie kann aus einer Knospe einen Zweig hervorgehen lassen oder eine Blüte. Ob aus einer Knospe ein Zweig oder eine Blüte hervorgehen wird, entscheidet die Pflanze im Moment der Knospenbildung. Sie kann ihre Blätter, sobald sie gebildet sind, nicht zurück nehmen und durch andere ersetzen. Wie schafft es die Pflanze an den grünen Zweigen Blüten hervorzubringen? Das ist die Frage die Goethe sich stellte, die sich später lebende Botaniker stellten und die heute immer noch gestellt und unterschiedlich beantwortet wird.

In dieser Broschüre greifen wir die Grundbegriffe auf, die wir in der Schule kennen gelernt haben, um die Gestalt der Pflanze zu beschreiben. Dort lernten wir aus welchen Organen sich eine Pflanze zusammensetzt. Das ist für den Anfang wichtig. Die Ausstellung zeigt zusätzlich die verborgenen Zusammenhänge zwischen den Organen, zwischen den Blütenorganen und der grünen Pflanze. Das Vergleichen verlangt vom Leser eine gewisse Beweglichkeit im Vorstellen, aber es ist gerade diese Beweglichkeit, die die Pflanze uns vorlebt und durch die wir die Pflanze schlussendlich verstehen lernen. Verstehen heisst nachvollziehen. Die Pflanze lehrt uns beweglich zu sein in unserem Vorstellen, in unserem Denken. Die Pflanze hat eine Gestalt, «mit der die Natur gleichermassen nur immer spielt und spielend das mannigfaltige Leben hervorbringt.» J. W. von Goethe, 1986

 

 

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