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Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

150 Kursangebote für an Weiterbildung interessierte Menschen

 Neben einer Vielzahl von bewährten Kursen in den Bereichen Beruf, Inspiration, Kunst und Ferien hat das Alanus Werkhaus im Jahr 2019 auch viele spannende neue Kurse ins Programm aufgenommen.

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Eliant

Eliant

Warum setzen wir in den Schulen digitale Medien ein, ohne die Auswirkungen zu kennen?

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Freunde der Erziehungskunst

Keine Selbstverständlichkeit: Schulen im ländlichen Afrika

In ihrem aktuellen Spendenaufruf bitten die Freunde der Erziehungskunst um Spenden für Waldorfschulen, die sich vor allem für Kinder in ländlichen Gegenden Afrikas einsetzen.

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Goetheanum

Erst die analoge, dann die digitale Welt

Internationale Konferenz der waldorfpädagogischen Bewegung setzt sich für eine entwicklungsorientierte Medienpädagogik ein

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40 Jahre FPA

Die Sehnsucht nach dem Menschen wecken

Von: Daniel Wirz

Einsichten anstatt Gewohnheit

Was haben wir erreicht?
Nach 40 Jahren Engagement für eine Sache liegt diese Frage gewiss nahe. Nur: Macht sie so gestellt für unseren Fall überhaupt Sinn? Ich betone der Deutlichkeit halber noch einmal: Was haben wir erreicht? Eine schlüssige Antwort auf diese Frage zu geben, ist mir nicht möglich, setzt doch der FPA eigentlich immer da an, wo alles, was Wert und Wirkung haben soll, anfangen muss: Beim Ich, bei Dir, bei mir. Seit 40 Jahren streben wir Veränderung an. Nicht im Äusserlichen. Aber im Innerlichen, denn das allein macht Sinn. Konkret heisst das: Was immer wir anbieten, möge dazu dienen, die persönliche Entwicklung des Einzelnen anzustossen. Dies in der Überzeugung, dass wir uns als einzelne Menschen immer wieder auf den Weg machen müssen, auf den Weg hin zum Menschen. Denn Mensch ist man nicht. Mensch wird man. Wir, die wir den Alltag mit Kindern teilen, machen doch Tag für Tag diese lapidare aber zugleich grossartige Erfahrung, stehen die Kinder doch für das Werden an sich. In dieser (gelebten) Einsicht allein liegt Hoffnung, ja eine unverbrüchliche Zuversicht. Mit dieser Idee lässt sich gut und freudig leben. Sie birgt in sich eine fast ungeheuerliche Kraft, weil sie unversiegbar ist. Diese Einsicht müsste uns – einem Sonnenaufgang gleich – immer mal wieder am inneren „Bewusstseinshimmel“ aufgehen und unser Dasein – als denkende, handelnde und fühlende Menschen – erhellen und uns mit der nötigen Kraft (Lebenskraft) versorgen. Genau an diesem Punkt will der FPA ansetzen. Ganz konkret: Bei Dir, liebe Leserin, lieber Leser. Denn Du allein trägst Verantwortung für alles, was Du tust oder aber eben unterlässt. Wie heisst der zwar ziemlich abgedroschene aber dennoch gültige Ausspruch doch: Wer wagt, gewinnt! Denn: Wer verzagt, verliert und zwar auf der ganzen Linie. Wir wissen darum und erfahren es im Alltag eigentlich Schritt auf Schritt. Und dennoch kommt uns immer mal wieder der Mut abhanden. Das ist fürs Erste unvermeidlich. Hauptsache: Wir nehmen es überhaupt war und erwachen daran. In der Tat geht es heute, wenn wir im guten Sinne (innerlich) überleben wollen, ums Erwachen. Wenn der FPA mit allem, was er unternimmt, da oder dort aufzuwecken vermag, entspricht das genau dem, was wir eigentlich schon immer wollten. Noch besser: Wenn wir uns gegenseitig zum Wach-bleiben ermuntern und dies trotz der allgegenwärtigen „Einladung“ zum Dämmerschlaf. Ich rede hier von einem heiligen, auch heilsamen und beglückenden Aufwachen, das man, einmal auf den Geschmack gekommen, nicht so schnell wieder herzugeben bereit ist. Wenn das Erwachen allerdings zum Kraftakt verkommt, ist es noch nicht das, was ich hier meine. Im Aufwachen, wie ich es meine, liegt ein gewaltiges Glückspotential. Der FPA als Anleitung zum Glücklich-sein. Tönt das nicht gut? Nein: Es ist gut. Sofern man es wirklich tut. Auch wenn wir in unserem Bestreben auch immer das Glück der Kinder im Auge haben, haben wir uns genau so ernst auch um unser eigenes Glück zu kümmern, die wir es uns zur Lebensaufgabe gemacht haben, diese Kinder ein Stück weit auf ihrem Weg ins Leben zu begleiten. Und jetzt kommt der springende Punkt: Die Verantwortung für das eigene Glück (und Unglück) trägt ein jeder selbst. Stellt sich nur noch die Frage: Woher holen wir die Kraft, wahr zu nehmen, was ist und es auch noch in unserem Leben umzusetzen? Die Antwort, glaube ich, ist einfach. Wer sich unablässig die Frage nach dem Sinn stellt, gewinnt Kraft. Nicht auf das Antwort-finden kommt es in erster Linie an. Die Frage selbst ist der Kraftquell. Um ein konkretes Beispiel zu nennen: Im Zwischenmenschlichen gibt es eigentlich nur die eine Frage, die alles erhellt und sie heisst  schlicht und einfach: Wer bist Du? Und wer es versteht, sich vorschnellen Antworten zu verschliessen, ist schon „gerettet“. Wer auf die Frage „Wer bist Du?“ Antwort finden will, kommt nicht darum herum, mit dem Andern ein Stück Weg zu gehen. Es ist dies allerdings ein Weg ins Offene. Denn nur das Offene erhält am Leben. Und darum muss es doch immer in erster Linie gehen: Dass wir am Leben bleiben, ihm nahe bleiben, ihm immer näher kommen. Hand in Hand mit den Kindern.  Das ist doch schon fast alles. Was dies wiederum für den Schul- und Erziehungsalltag bedeutet ist facettenreich. Ein jedes FPA-Seminar möge dazu einen Mosaikstein liefern. Der FPA möchte keine Hochschule sein, lieber eine Tiefschule, die uns immer wieder zu den Wurzeln führt, zum Eigenen, tief in jedem von uns Verborgenen – und nach Erlösung dürstet. Das sind doch Fragen, die an die grossen Geheimisse allen pädagogischen Tuns rühren. Aber eben: Das ist es, was wir wollen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Was wir dahingehend in den letzten 40 Jahren erreicht haben, möge ein jeder von Euch, liebe Leserin, lieber Leser für sich selbst beantworten. Was wir erreicht haben interessiert in diesem Zusammenhang kaum, es hat auch kein Gewicht. Dass wir in Euch etwas bewegt haben, das allein legitimiert unser Bemühen, unabhängig von der Frage, was es genau war. Unser ganzer Respekt gilt deshalb Euch, die Ihr Euch habt bewegen lassen. Und dafür danken wir Euch auch. Manchmal habe ich den Eindruck, dass wir von der bereiteren Öffentlichkeit kaum wahrgenommen werden. Und? Die „breite Öffentlichkeit“ ist nicht auf Veränderung aus, eher auf Stagnation. Wichtige Entscheidungen stehen an. Es liegt uns fern, sie vorweg zu nehmen. Wenn es uns immer mal wieder gelingt, in Euch wesentliche, spricht weiterführende Fragen zu wecken und gar auf eine mögliche Antwort einzustimmen, ist das schon viel. *** 1974: Gründung des „Freien Pädagogischen Arbeitskreises“ (FPA) „Der FPA geht von der Voraussetzung aus, dass eine umfassende Menschenbildung (im Sinne Pestalozzis) für die Gestaltung der Zukunft von Bedeutung ist. Er strebt deshalb eine Vertiefung und Vermenschlichung des erzieherischen Wirkens in Schule und Elternhaus an.“ Beitrag zur Inneren Schulreform. -         Jahreskurs zur Einführung in die Pädagogik Rudolf Steiners -         Vertiefungskurs -         Wartensee/Glarisegg/Herzberg -         WB Erziehungsbegleitung Frühe Kindheit -         Publikationen aus dem eigenen kleinen Verlag/Versandbuchhandlung Wir möchten die Menschen eigentlich immer zur Quelle führen, ihr Vertrauen in die eigenen Kräfte fördern. Als Individualitäten sind wir heute allenthalben gefordert. Immer weniger zählt, was wir uns äusserlich angeeignet haben. Nur was auf Grund eigener Erfahrungen in uns lebt, ist gefragt und kommt im Berufsalltag erst eigentlich zum tragen. Dahingehend gilt es viele Menschen vorerst einmal  radikal umzustimmen. Nur zögerlich lassen sich manche anfänglich darauf ein, sind aber umso dankbarer, wenn der Durchbruch gelingt. *** „Vordenker“ sind heute gefragt, nicht „Nachdenker“. Menschen, die die Zukunft vorwegnehmen, indem sie sie sich zutrauen.  Nach Wurzeln graben. Am Fundament der Pädagogik bauen. Was PISA, um es einmal ganz schlicht zu sagen, deutlich macht: In vielen Schulen Europas ist es kalt geworden.  Der Leistungsdruck, die Atemlosigkeit und Angst, die den Schulalltag oft prägen, haben zu einer folgenschweren „Unterkühlung“ der Atmosphäre geführt. Da können Kinder nicht gedeihen. Viele Lehrerinnen und Lehrer haben von der nicht enden wollenden „Reformitis“. Verbleibdauer 6 Jahre. _____________________________________________

Kontakt

Daniel Wirz: Geschäftsleiter und Präsident Freier Pädagogischer Arbeitskreis FPA
Postfach 801
CH - 6301 Zug Telefon (+41) 041 710 09 49
Fax
        (+41) 041 711 58 77
   
Email
info(at)arbeitskreis.ch

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