News

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Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

150 Kursangebote für an Weiterbildung interessierte Menschen

 Neben einer Vielzahl von bewährten Kursen in den Bereichen Beruf, Inspiration, Kunst und Ferien hat das Alanus Werkhaus im Jahr 2019 auch viele spannende neue Kurse ins Programm aufgenommen.

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Eliant

Eliant

Warum setzen wir in den Schulen digitale Medien ein, ohne die Auswirkungen zu kennen?

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Freunde der Erziehungskunst

Keine Selbstverständlichkeit: Schulen im ländlichen Afrika

In ihrem aktuellen Spendenaufruf bitten die Freunde der Erziehungskunst um Spenden für Waldorfschulen, die sich vor allem für Kinder in ländlichen Gegenden Afrikas einsetzen.

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Goetheanum

Erst die analoge, dann die digitale Welt

Internationale Konferenz der waldorfpädagogischen Bewegung setzt sich für eine entwicklungsorientierte Medienpädagogik ein

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450 WaldorfschülerInnen aus aller Welt zu Gast am Goetheanum

Was verbindet uns? What connects us ?

Von: Bund der Freien Waldorfschulen
Das Schicksal, ein Ideal, die Sprache, die globale Wirtschaft, die Kunst, die Schule oder einfach das Zusammenleben? Auf den ersten Blick schienen die sonnigen Wiesen rund um das Goetheanum von einem Open Air Festival belagert: Liedergesang und Klampfenmusik waren zu hören, Akrobatik und Jonglage zogen die Blicke auf sich, Hängematten und Schlafsäcke wurden in den Bäumen aufgehängt. Dazu erklang auf dem Hügel ein fröhlich-lachendes deutsch-englisch-portugiesisches Sprachengemisch. Auf dem Programm freilich standen ernste Fragen: Die Jugendsektion am Goetheanum hatte zusammen mit der Schülervertretung im Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) vom 12. bis 16. April zu einer internationalen Schülertagung eingeladen. 450 TeilnehmerInnen aus zehn Ländern waren gekommen, die meisten aus Deutschland, eine große Gruppe aus Brasilien, kleinere aus Japan, von den Philippinen, Österreich und Australien. In den Vorträgen von Constanza Kaliks (Leiterin der Jugendsektion), Nana Goebel (Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners) und Klaus-Peter Freitag (BdFWS) ging es um die grundlegende Frage, was Menschen verbindet Auch der bekannte Autor und Politiker, Dr. Ha Vinh Tho, sprach auf der Tagung, er war via Skype aus dem Königreich Bhutan im Himalaya zugeschaltet, wo er als Berater des Ministeriums für Glück und Wohlbefinden tätig ist. Sein Vortrag hatte den Titel „Leben in der Gegenwart – Erfindung der Zukunft“. Er erläuterte den Jugendlichen die neue Definition von Entwicklung, die die Regierung für Bhutan formuliert hat. Sie basiert auf der Erhaltung der Umwelt, der Nachhaltigkeit und der Verbindung mit der Natur. Außerdem sollen alle Entscheidungen so getroffen werden, dass sie keine Belastungen nachfolgender Generationen mit sich bringen Der „declaration of independence“ der Vereinigten Staaten setzte Ha Vinh Tho seine „declaration of interdependence“ entgegen, alles Lebende sei untereinander verbunden. Die Ursachen für die derzeitigen weltweiten Krisen sieht er auf verschiedenen Ebenen des Nicht-Verbundenseins: zwischen Mensch und Natur, zwischen Wirtschaft und Gesellschaft, zwischen den einzelnen Menschen und, nicht zuletzt, auch die „disconnection from ourselves“. Einer großen Fülle von Wissen über die äußere Welt stehe eine ebenso große Ignoranz des inneren Lebens gegenüber. Ohne den Blick nach innen werde es aber keine Lösungen für die Probleme unserer Zeit geben, betonte er. Ob Future Lab, Medienfreiheit, Poetry Slam oder Quantenphysik, ob Theater, Grundeinkommen, Bothmergymnastik oder Globalisierung, Singen, Eurythmie, ethischer Individualismus oder Zukunft der Schule, die angesprochenen Themen fanden regen Zuspruch bei den Jugendlichen, sowohl in Arbeitsgruppen als auch in Workshops. Regelrecht erobert wurde das Goetheanum dann von den abendlichen Vorstellungen. Hier begeisterten Freiburger Schüler mit einem eurythmisierten Schumann-Stück und eine temperamentvolle und farbenfrohe Darstellung des brasilianischen Schöpfungsmythos ebenso wie die »bösen Geister« Dostojewskis von theater total oder das  »Duo Libero« mit seinen Clowns. Bis in die Nacht hinein waren auf der Open Stage Darbietungen von jungen Menschen zu sehen und zu hören, hielten Trommeln und Gesang das beschauliche Dornach in Atem. Wie immer wieder von den TeilnehmerInnenn hervorgehoben, hatten sich die SchülerInnen aus aller Welt fünf Tage lang als Gemeinschaft erlebt – eine globale Waldorf community, die sich vorgenommen hat, auch über die Tagung hinaus in Verbindung zu bleiben.

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