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Aktionstag der Waldorfschulen gegen finanzielle Kürzungen

Schulen forderten bei "Ü-80-Party" in Kiel mehr als 80 Prozent Zuschüsse

Von: Bund der freien Waldorfschulen

Zu Beginn des Schuljahrs 2013/14 steht in vielen Waldorfschulen das Thema Finanzen ganz oben auf der Agenda. Grund sind Neuregelungen und Kürzungen der Landesregierungen, vor allem im Norden und Osten Deutschlands, die
sich negativ auf die Finanzlage der Schulen auswirken. Mit einer originellen Veranstaltung machte am 26. September die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Schleswig-Holstein auf die Problematik aufmerksam: Sie veranstaltete in Kiel eine „Ü-80-Party“, bei der alle zwölf Waldorfschulen des Bundeslandes gegen die geplanten Kürzungen protestierten und einen Zuschuss von mindestens 80 Prozent forderten. 

Freie Schulen sollen 600 Euro weniger Zuschuss erhalten

Bisher bekommen die freien Schulen etwa 80 Prozent des Betrages, den das Land für Kinder auf einer staatlichen Schule aufwendet. Ab dem kommenden Jahr soll das anders werden: Dann sollen freie Schulen für Schüler der Klassen 5 bis 13 pro Jahr 600 Euro weniger Zuschuss erhalten.
„Es kann nicht angehen, dass wir alle zwei Jahre wieder zu Schuljahrsbeginn um die Zuschüsse verhandeln müssen“, betonte LAG-Vertreter Thomas Felmy auf der Veranstaltung auf der Kieler Krusenkoppel - in direkter Nähe zum Landtag. Im Landtag seien sich alle Fraktionen einig gewesen, dass eine Erstattung von 85% der Schulkosten „ein Schritt in die richtige Richtung sei“, ergänzte sein LAG-Kollege Bernd Hadewig. Seit 15 Jahren gebe es in Schweden den Bildungsgutschein und er habe sich bewährt, so Hadewig. Ihn fordert die LAG auch für Schleswig-Holstein, damit die Waldorfeltern nicht länger doppelt belastet würden: durch ihren steuerlichen Beitrag zum Bildungswesen und durch die Beiträge für die Waldorfschulen. Vertreter aller Landtagsfraktionen, die in der Sitzungspause zur Ü-80-Party zur Krusenkoppel kamen, betonten die Bedeutung des freien Schulwesens für die pädagogische Vielfalt. Sie sagten eine Überprüfung der Berechnungsgrundlagen des Gesetzentwurfs für Schleswig-Holstein zu.

Ungewisse Finanzlage auch in anderen Bundesländern

Im Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern schaut die dortige LAG voll Sorge auf die Konsequenzen eines Oberverwaltungsgerichtsurteils, das sich negativ auf die Zuschüsse auswirken und zu einem Ansteigen der Elternbeiträge führen könnte. In Brandenburg warten die freien Schulen auf den Entscheid des Landesverfassungsgerichts zur Kürzung der Zuschüsse, hier gibt es eine Normenkontrollklage der Opposition gegen den Gesetzentwurf der rot-roten Landesregierung. Die Landesarbeitsgemeinschaft Mitte-Ost der Waldorfschulen berichtet davon, dass in Sachsen die Pro-Kopf-Schülersätze aufgrund des Sparkurses der Landesregierung zum ersten Mal gesunken seien. Auch hier ist ein Normenkontrollverfahren im Gang, das die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen, die SPD und die Linke gegen das Gesetz der CDU/FDP-Landesregierung eingereicht haben. Mit einem Urteil wird im November gerechnet. In Berlin befürchtet die LAG, dass der Senat die Gründung freier Schulen dadurch erschwert, dass eine Wartefrist für die Zahlung der Zuschüsse eingeführt wird.

Anteil der Zuschüsse sinkt bundesweit

Bundesweit schließlich gilt, dass der Anteil der Schulkosten, die durch staatliche Zuschüsse bestritten werden, im Zehnjahreszeitraum kontinuierlich gesunken ist. Darauf weist das Institut für Bildungsökonomie der Alanus-Hochschule in einem Bericht für den BdFWS hin, der im November im neuen Jahresbericht Waldorf veröffentlicht wird. Danach ist der Anteil der Landeszuschüsse an den Regelerträgen seit 2002 von 71% auf 68% gesunken, der Anteil der Elternbeiträge entsprechend von 26 auf 27% gestiegen. Als vorbildlich wird in der Waldorfschulbewegung die Kostenerstattungsregelung gewertet, die die hessischen Waldorfschulen erzielt haben. Hier hatte ein runder Tisch, den das Kultusministerium zusammen mit den freien Schulen ins Leben gerufen hatte, ein 100%-Berechnungsmodell für die Schulkosten als Basis für die Zuschüsse erarbeitet, bei dem z.B. auch die Aufwendungen der kommunalen Schulträger miteinbezogen werden. Die Steinbeis-Gutachten, mit denen die Waldorfschulen immer wieder auf die tatsächlichen Schulkosten aufmerksam gemacht und entsprechende Zuschussregelungen gefordert hatten, waren durch das hessische Vollkostenmodell bestätigt worden.

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Bund der Freien Waldorfschulen e.V.

Die derzeit 232 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. Die föderative Vereinigung lässt die Autonomie der einzelnen Waldorfschule unangetastet, nimmt aber gemeinsame Aufgaben und Interessen wahr. >> Bericht der LAG Schleswig-Holstein zur Ü-80-Party __________________________

Kontakt:

Celia Schönstedt
Pressesprecherin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bund der Freien Waldorfschulen
Kaiser-Wilhelm-Str. 89, 20355 Hamburg
Tel.: +49 (0)40 34107699-3
e-Mail: schoenstedt@waldorfschule.de
www.waldorfschule.de

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