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atempo

Jeder hat das Recht, eine Ausnahme zu sein

Im Jahr 2019, in dem die Waldorfpädagogik ihren 100. Geburtstag feiert, möchte man nach dem Gespräch mit ihm fast selbst wieder Schülerin werden, wenn man wüsste, dass ein Lehrer mit dieser Hingabe fürs Unterrichten und diesem tiefen Interesse am Menschen an der Tafel stünde. - Christian Boettger im Gespräch mit Maria A. Kafitz

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erziehungskunst.de

Mensch werden im digitalen Zeitalter. Netzwerktreffen in Dornach

Um sich über die dringendsten Arbeits- und Forschungsaufgaben für die Waldorfschul- und Kindergartenbewegung auszutauschen, haben sich etwa 20 Experten aus Deutschland, der Schweiz, Brüssel und Großbritannien Anfang November letzten Jahres in Dornach getroffen.

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erziehungskunst.de

Hansjörg Hofrichter gestorben

Peter Hohage schreibt in seinem Ehemaligen-Rundbrief zum 70. Geburtstag von Hansjörg Hofrichter, dass er zu den Persönlichkeiten gehöre, die man sich aus dem Werdegang der Nürnberger Rudolf-Steiner-Schule und auch aus der Waldorfschul-Bewegung nicht mehr wegdenken könne.

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Eliant

EU-weite Kampagne für humane Bildung

Eine altersgerechte Digitalisierung entscheidet darüber, wie autonom denkend und zukunftsfähig die neuen Generationen heranwachsen dürfen. Deshalb hat ELIANT im Jahr 2018 das Schwergewicht der Arbeit auf altersgerechten Einsatz der digitalen Medien gesetzt.

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Alternativbanken Europas fordern 8-Punkte-Plan

Auf Einladung der Internationalen Association für Investors in Social Economy (INAISE) trafen sich Vorstände und Direktoren der europäischen alternativen Banken in Frankfurt. ...

Von: Christof Lützel



Bochum, 02.12.2008: Auf Einladung der Internationalen Association für Investors in Social Economy (INAISE) trafen sich Vorstände und Direktoren der europäischen alternativen Banken in Frankfurt. Gemeinsam wurde ein 8-Punkte-Plan mit folgendem Inhalt und Zielen erarbeitet:

1. Es muss künftig eine klare Ausrichtung aller Finanzdienstleister auf die Bedürfnisse der Realwirtschaft und damit die Konzentration auf diese Dienstleistungen geben. Maßstab muss die deutliche Reduktion von nicht der Realwirtschaft dienenden Finanzinstrumenten sein.

2. Neben der konsumgüterorientierten Inflationsbekämpfung sollte die internationale Währungsstabilität auch Inflationsrisiken bei Vermögenswerten einbeziehen (Beispiel: Immobilienblase USA).

3. Es muss ein klarer Auftrag an die Staatengemeinschaft erfolgen, wirkliche Anstrengungen zu unternehmen, um sogenannte „offshore Finanzplätze“ zu schließen und regulatorische Unterschiede weitestgehend abzubauen. Damit ist gewährleistet, dass Finanzinnovationen, die ausschließlich diese Unterschiede ausnutzen, gegenstandslos werden.

4. Die in den nationalen Aufsichtsregeln verankerten Größenmerkmale für die Systemrelevanz von Instituten sollen auch auf die globale Finanzwirtschaft übertragen werden. Es muss vermieden werden, dass Finanzinstitutionen entstehen, deren Größe im Krisenfall alleine ausreicht, das System zusammenbrechen zu lassen. Aus den Ereignissen in Island sollten entsprechende Lehren gezogen werden.

5. Die Regelungen für Rating-Agenturen sollen auf die Beseitigung von Interessenkonflikten abzielen. Ebenso wie die gerateten Unternehmen selbst sollen auch Rating-Agenturen der Finanzaufsicht unterliegen.

6. Die Transparenzregeln in Finanzdienstleistungsgeschäften haben den hier formulierten, ordnungspolitischen Rahmenbedingungen genüge zu tun und nicht ihrerseits einer Überforderung aller Marktteilnehmer darzustellen.

7. Einfache Produktgestaltung, die sich sowohl auf die Wirkungsweise als auch auf die vertraglichen Bedingungen konzentriert. Transparenz ist nicht nur der Schlüssel zur Lösung der derzeitigen Krise, sondern vor allem zur Vermeidung künftiger Krisen.

8. Neben diesen, eher auf die ordnungspolitischen Rahmenbedingungen abzielenden Vorschläge bedarf es einer breiten Aufklärungs- und Bildungskampagne zu finanzwirtschaftlichen Themen. Die Art und Weise wie Geld angelegt wird, verzinst und verwendet wird und unsere Gesellschaft gestaltet, muss in viel stärkerem Maße in das öffentliche Bewusstsein gelangen.

Gefordert wird der 8-Punkte-Plan von folgenden Vertretern des sozial-ökonomischen Bankings: der Banca Etica (Italien), Cultura Bank (Norwegen), Ecological Building (Großbritannien), Ekobanken (Schweden), Freie Gemeinschaftsbank (Schweiz), GLS Bank (Deutschland) und Merkur Bank (Dänemark).

Alle diese Banken sind zurzeit äußerst gefragte Partner in Fragen der Nachhaltigkeit von Finanzanlagen und insbesondere der qualitativen Prüfung von Investitionen. Auch sind es gerade die alternativen Banken in Europa, die sich mit beträchtlichen Wachstumsraten seit Jahren sehr gut entwickeln. Inzwischen verfügen diese Banken über ein gemeinsames Bilanzvolumen von mehr als 8 Milliarden Euro und betreuen ca. 150.000 Kundinnen und Kunden mit über 1.000 Mitarbeitern.

Wie GLS Bank-Vorstand Andreas Neukirch erläuterte, wurde durch die Konferenz deutlich, dass es zwar unterschiedliche Entwicklungen in den europäischen Staaten gibt, dass aber gerade die Alternativbanken Europas Beiträge leisten können für eine werteorientierte Weiterentwicklung des Finanzsystems. „Die europäischen Banken sehen sich in dieser Aufgabe nun gefordert und werden ihre Beiträge verstärken, um die neuen Entwicklungen voranzutreiben. Wir sehen uns als ‚best practice Beispiel’ für eine fortschrittliche Bankarbeit“, so Neukirch, der auch einer der Vorstände von INAISE ist.

Neben den nun beschlossenen Punkten wurde zudem vereinbart, gemeinsam mit dem World Future Council, das Jakob von Uexküll ins Leben gerufen hat, den politischen Entscheidungsträgern aktiv globale Rahmenbedingungen für die neue Finanzwirtschaft im Sinne von ‚best policies’ näher zu bringen.

Vorstand Andreas Neukirch berichtete im Anschluss an die Konferenz über die sehr gelungene Arbeit und freute sich, dass die beteiligten Banken sowohl in den jeweiligen Ländern als auch im Rahmen von INAISE gemeinsam und koordiniert ihre Ideen weiterentwickeln und den öffentlichen Diskurs suchen werden.


Über INAISE

INAISE (International Association of Investors in the Social Economy) ist ein Netzwerk aus sozial und ökologisch orientierten Finanzinstituten. INAISE wurde 1989 gegründet und besteht heute aus Instituten weltweit. Ziel der Vereinigung ist der Austausch von Erfahrungen und Informationen sowie die Verbreitung von Konzepten nachhaltiger Geldanlagen.
www.inaise.org




Über die GLS Bank

Die GLS Bank steht seit über 30 Jahren für eine nachhaltige, verantwortungsvolle Bankarbeit in dreifacher Hinsicht: sozial, ökologisch und ökonomisch. Nach konsequenten Kriterien finanziert sie ausschließlich soziale, ökologische und kulturelle Unternehmen und Initiativen mit konkretem realwirtschaftlichen Bezug.

Neben ihrem Hauptsitz in Bochum hat die GLS Bank Filialen in Berlin, Frankfurt, Freiburg, Hamburg, München und Stuttgart. Mit den Einlagen ihrer rund 63.000 Kundinnen und Kunden finanziert sie derzeit über 4.800 Unternehmen. Transparenz gehört dabei zum Konzept: Alle Kredite werden in der Kundenzeitschrift »Bankspiegel« veröffentlicht, zusätzlich legt die Bank ihre Eigenanlagen offen.



Pressekontakt

Christof Lützel
Pressesprecher/Leiter Öffentlichkeitsarbeit
GLS Bank
Christstr. 9
44789 Bochum
Tel.: (0234) 57 97 178
Fax: (0234) 57 97 157
Mobil: (0173) 2 78 69 63



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